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Veröffentlicht am 06.04.2019

Spricht viele Themen an, die Kinder zu Beginn der Pubertät bedrücken

Sonne, Moon und Sterne
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„Sonne, Moon und Sterne“ von Lara Schützsack ist ein Kinderbuch ab 10 Jahren. Das Cover ist überwiegend in gelber Farbe gestaltet entsprechend unserer Wahrnehmung der leuchtenden Himmelsgestirne im Titel. ...

„Sonne, Moon und Sterne“ von Lara Schützsack ist ein Kinderbuch ab 10 Jahren. Das Cover ist überwiegend in gelber Farbe gestaltet entsprechend unserer Wahrnehmung der leuchtenden Himmelsgestirne im Titel. Die Welt der zehnjährigen Gustav, der Protagonistin des Buchs, ist jedoch nicht immer so strahlend.

Gleich zu Beginn des Buchs legt sich eine Wolke über ihr Gemüt aufgrund der Veränderungen an ihrem Körper. Dann gibt es auch noch Krach zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater, kurz vor dem jährlichen Sommerurlaub. Gustavs ältere Schwestern schieben die Krise der beiden auf eine Phase in der Mitte des Lebens. Die Reise wird abgesagt und Gustav erwartet ewige Langeweile zu Hause. Am letzten Schultag lernt sie den neuen Mitschüler Moon kennen. Er fällt kleidungsmäßig durch Glitzerleggins auf. Auch in seinem Leben läuft nicht alles ganz rund. Nach dem ersten schüchternen Kontakt finden die beiden gemeinsame Interessen und plötzlich ist es gar nicht mehr so wichtig was jemand trägt, Hauptsache man hat Spaß zusammen.

Die Geschichte spielt ganz viele Probleme an, die man haben kann, wenn man in den Beginn der Pubertät kommt. Da ist zum einen die körperliche Veränderung zu nennen, vor allem ändern sich aber auch die Einstellungen zu vielen Themen, auch weil der Erfahrungsschatz zunimmt. Für Gustav bildete bisher ihre beste Freundin einen Mittelpunkt in ihrem Leben, jetzt lernt sie loszulassen. Obwohl sie zunächst eifersüchtig ist, sieht sie später, dass sie durch eine räumliche Trennung nicht in Vergessenheit gerät. Der Streit ihrer Eltern ist natürlich für die gesamte Familie eine Belastung. Auf diese Weise zeigt Lara Schützsack auf, dass auch Erwachsene nicht immer rational handeln und Lebenserfahrung kein Garant für einen harmonischen Umgang ist. Als Gustav Moon näher kennenlernt, erfährt sie, dass Probleme zu Hause vielfältig sein können und sie nicht die einzige mit Sorgen ist. Das Thema Verlust schneidet die Autorin ebenfalls an, in einer ganz eigenen Weise. Dennoch kommt auch der Spaß am Leben, die Begeisterung für eine Sache nicht zu kurz.

Die Altersempfehlung des Buchs für Kinder ab 10 Jahren ist passend. Aufgrund der Themenvielfalt macht es sicher noch mehr Spaß, es mit einem Freund oder einer Freundin gemeinsam zu lesen und sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen. Vielleicht kann man auch mit einem Erwachsenen darüber reden oder es im Schulunterricht lesen. Daher empfehle ich gerne dieses Buch weiter.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Starke Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben

Der Wal und das Ende der Welt
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Der Prolog des Romans „Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmanger macht neugierig. Der Autor schildert darin in der Retrospektive vergangene Ereignisse an einem unbezifferten Tag im Herbst an dem ...

Der Prolog des Romans „Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmanger macht neugierig. Der Autor schildert darin in der Retrospektive vergangene Ereignisse an einem unbezifferten Tag im Herbst an dem sowohl ein nackter Mann am Strand des kleinen Dorfs St. Piran in Cornwall aufgefunden wurde als auch ein Finnwal eben dort gestrandet war. Alljährlich wird bis heute oder morgen – denn es ist nicht klar, in welchem Jahr wir uns befinden - am ersten Weihnachtstag im Gedenken daran ein großes Walfest gefeiert. Nach dem Lesen der Einleitung war ich natürlich gespannt darauf zu erfahren, was damals passiert ist. Erst später wurde mir bewusst, dass John Ironmanger dem Leser hier bereits Hoffnung auf ein gutes Ende seiner Geschichte mit auf den Weg gegeben hat, denn es ist eine erschreckende Dystopie, die er im folgenden aufzeigt.

Joe, 30 Jahre alt, ist Analyst bei einer Bank in London. Seine Abteilung setzt auf fallende Kurse, die sich aus einer Reaktion auf eine bestimmte Krise ergeben. Nur kurze Zeit nachdem er am Strand von St. Pirans aufgefunden wurde, mobilisiert er genügend Bewohner des Orts dazu, sich mit aller Kraft gemeinsam dafür einzusetzen, dass der gestrandete Wal zurück ins Meer findet. Das 300 Seelen-Dorf ist nur über eine versteckt zu erreichende, einzige schmale Straße zu erreichen. Joe erfährt hier einen Zusammenhalt der Einwohner, wie er sie sich vorher kaum vorstellen konnte. Und dann erinnert er sich wieder an den Grund seines Besuchs in St. Piran, der mit dem von ihm berufsmäßig bedienten Softwareprogramms zusammenhängt und ein Horrorszenarium vorausgesagte.

John Ironmanager zeigt uns als Leser auf eine ganz eigene Weise auf, wie viel Bedeutung heute dem Wissen zukommt, dass wir durch Auswertungen von Daten erhalten, die wir online erfasst haben. Die Vielfältigkeit der Möglichkeiten wie beispielsweise der Textanalyse von Tagesnachrichten beeindruckt. Doch können wir uns auf statistische Mittel, die aus einer großen Menge gleichartigen Verhaltens als Reaktion auf bestimmte Ereignisse eine potentielle zukünftige Handlung vorhersagen, grundsätzlich verlassen? Ist Menschlichkeit vorhersagbar? Der Beginn der Geschichte ist beängstigend als genau das eintrifft, was Joe erwartet hat. Die Entwicklung kam mir bekannt vor, denn genau wie ich sollte jeder Leser bereits von der Gefährlichkeit eines Grippeerregers gehört haben. Ich empfand den weiteren Ablauf und die Zusammenhänge als überaus realistisch dargestellt, was mich sehr beunruhigte. John Ironmonger kreiert verschiedenste Charaktere, die gemeinsam eine Dorfgemeinschaft abbilden mit Figuren wie sie in unserer Vorstellung dazugehören.

In seinem Roman „Der Wal und das Ende der Welt“ schafft John Ironmonger starke Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben. Er schneidet einige Themen an, allem voran die Möglichkeit der Vorhersage menschlichen Verhaltens, die mich als Leser zum Nachdenken brachten. Welche Bedeutung dem Wal in der Geschichte zukommt sollte jeder selbst herausfinden, indem er das Buch liest, denn gerne empfehle ich es uneingeschränkt weiter.

Veröffentlicht am 31.03.2019

Berührende und bestürzende Handlung mit Spannung vom Beginn bis zum Ende

Liebes Kind
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Dass der Titel des Thrillers „Liebes Kind“ von Romy Hausmann nicht wirklich liebevoll gemeint ist, sieht man gleich anhand der Covergestaltung, denn die Buchstaben sind in zerlaufenden schwarzen Buchstaben ...

Dass der Titel des Thrillers „Liebes Kind“ von Romy Hausmann nicht wirklich liebevoll gemeint ist, sieht man gleich anhand der Covergestaltung, denn die Buchstaben sind in zerlaufenden schwarzen Buchstaben geschrieben. Sie stehen über einer geschlossenen Gitterbox, die auf mich beim Anblick beängstigend wirkte, weil ich mich fragte, was darin eingeschlossen wurde. Der Thriller hat drei Protagonisten: Lena, Hanna und Matthias, die in unregelmäßigen Wechseln jeweils einen Teil der Geschichte in Ich-Form erzählen.

Die frühere Lehramtsstudentin Lena ist seit vierzehn Jahren in einer Hütte im Wald gefangen und kümmert sich um ihre beiden Kinder, 11 und 13 Jahre alt, die sie gemeinsam mit ihrem Entführer hat. Ihm obliegt die Aufgabe, seiner Arbeit nachzugehen, um mit den Einnahmen seine Familie zu versorgen und vor der Umwelt zu beschützen. Das ältere der beiden Kinder ist Hannah. Sie begleitet ihre Mutter ins Krankenhaus nachdem Lena ein Ausbruchversuch gelingt und damit ungeahnte Folgen auslöst. Matthias ist der Vater von Lena, der seit ihrem Verschwinden die Hoffnung nicht aufgegeben hat, dass Lena doch noch zu ihren Eltern zurückkehren wird.

Romy Hausmann bietet mit ihrem Thriller-Debüt eine anhaltend spannende Unterhaltung. Sie blickt auf vielfältige Art und Weise in die Abgründe des Einzelnen. Ihre Figuren handeln in einigen Fällen irrational, für mich manchmal vielleicht unlogisch, jedoch innerhalb der Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. Aus der Situation heraus, im Abgleich mit den bisherigen eigenen Erfahrungen der einzelnen Charaktere, ergeben sie dennoch durchaus Sinn. Beeindruckend erschienen mir die Handlungen von Lena, die ihren Kindern mit viel Liebe, ihrer Fantasie und den wenigen, ihr zur Verfügung stehenden Dingen, eine begreifbare Welt gestaltet. Aus der Extremsituation des beschränkten, abgeschlossenen Raums heraus und über viele Jahre hinweg ist aber eine gewisse psychische und körperliche Schädigung nicht abzuwenden. Die Erzählung ist aus dieser Sicht verstörend und erzeugt daher Unbehagen über den gesamten Thriller hinweg.

Wer nach einem von Beginn bis zum Ende hin spannenden Thriller sucht, dessen Handlung berührend, erschreckend und bestürzend ist, ist bei „Liebes Kind“ von Romy Hausmann genau richtig. Gerne empfehle ich das Buch an alle Thrillerfans weiter.

Veröffentlicht am 27.03.2019

Eine Erzählung voller Drama über Liebe, Hass, Trauer und verpassten Chancen

Eine irische Familiengeschichte
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Das Cover des Romans „Eine irische Familiengeschichte“ von Graham Norton lässt ahnen, in welch einzigartiger, aber auch abgeschiedener Landschaft ein Teil der Erzählung spielt. Wie der Titel bereits andeutet, ...

Das Cover des Romans „Eine irische Familiengeschichte“ von Graham Norton lässt ahnen, in welch einzigartiger, aber auch abgeschiedener Landschaft ein Teil der Erzählung spielt. Wie der Titel bereits andeutet, umfasst die Schilderung Ereignisse über mehrere Jahrzehnte hinweg. Sie beginnt in dem kleinen fiktiven irischen Ort Buncarragh, der nördlich von Kilkenny liegt. Hier ist die Protagonistin Elizabeth Keane aufgewachsen.

Elizabeth kommt nach dem Tod ihrer Mutter Patricia nach Irland zurück, um dort den Nachlass ihrer Mutter zu regeln. Sie lebt seit vielen Jahren in New York als Dozentin an der Universität, ist geschieden und hat einen 17-jährigen Sohn. Beim Stöbern im Haus ihrer Mutter findet sie Briefe an den ihr unbekannten Vater Edward aus einer Zeit vor ihrer Geburt. Sie erinnert sich nicht an ihn. Patricia hat ihr erzählt, dass er starb, als sie noch ein kleines Kind war. Das Testament ihrer Mutter birgt eine Überraschung, denn sie wird Besitzerin des Anwesens von Edward in Muirinish, dem sogenannten „Castle House“, das auf einer Klippe am Rand der Keltischen See steht. Elizabeth macht sich auf die Suche nach den Hintergründen der Briefe und lernt dabei mehr über die schwierige Beziehung ihrer Eltern zueinander.

Graham Norton erzählt eine berührende Geschichte über zwei Zeitebenen. Gleich zu Beginn machte er mich neugierig mit einer Begebenheit, aus der sich bereits das Spannungsverhältnis von Edward zu seiner bei ihm lebenden Mutter herauslesen lässt. Die Abfahrt eines Krankenwagens ließ mich nichts Gutes ahnen. Es dauerte sehr lange, bis ich die Szene in den Kontext der Erzählung einordnen konnte. Bis dahin lernte ich abwechslungsreich gestaltete Charaktere in einem Roman voller Tragik kennen. In der Vergangenheit kämpft der arglose Edward um die Gunst von Patricia, die ihr Leben bisher der Pflege ihrer kranken Mutter gewidmet hat. Doch die weiteren Jahre ihres 32-jährigen Lebens möchte sie nun nach deren Tod an der Seite eines Ehemanns verbringen.

Die Bekanntschaft mit Patricia führt Edward die Schwierigkeit im Zusammenleben mit seiner Mutter, die die Schatten der Vergangenheit nicht ablegen kann, vor Augen und veranlasst ihn zu einer Überreaktion. Manche Geschehnisse zum damaligen Zeitpunkt erschienen mir ein wenig überzogen. In der Gegenwart verfolgte ich die Suche von Elizabeth nach den Geheimnissen ihrer Eltern, die mich durch ständige Wechsel der zeitlichen Perspektive ungeduldig auf die Auflösung warten ließ. In einer Nebenhandlung erzeugt der Autor rund um den Sohn von Elizabeth eine weitere bewegende Story.

„Eine irische Familiengeschichte“ von Graham Norton ist eine Erzählung voller Drama über Liebe, Hass, Trauer und verpassten Chancen, die vor der grünen irischen Landschaft mit schroffen Steilküsten spielt und mich gut unterhalten hat. Gerne empfehle ich den Roman an Leser von bewegenden Büchern mit Familiengeheimnissen weiter.

Veröffentlicht am 24.03.2019

Emotional ergreifende, ungewöhnliche Erzählung zur wechselhaften Geschichte Russlands

Luftgänger
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Ein vereister See mitten in einem verschneiten Wald als Titelbild des Romans „Luftgänger“ von Jewgeni Wodolaskin spiegelt die Kälte und Einsamkeit wieder, die der Protagonist Innokenti Petrowitsch Platonow ...

Ein vereister See mitten in einem verschneiten Wald als Titelbild des Romans „Luftgänger“ von Jewgeni Wodolaskin spiegelt die Kälte und Einsamkeit wieder, die der Protagonist Innokenti Petrowitsch Platonow in seinen jungen Jahren erfahren hat. Als Kind hat er mit seinem Cousin Sewa Drachen fliegen lassen und sich für die Aeronautik interessiert. Gerne hätte er sich vom Aufwind tragen lassen und wäre durch die Luft gegangen. Er war derjenige, der lenkte, Sewa stand hinter ihm. Doch wie sich später in der Geschichte herausstellen wird, hat sein Cousin in einer wichtigen Situation eine Entscheidung getroffen, die seinen weiteren Lebensweg maßgeblich beeinflusst.

Platonow, etwa dreißig Jahre alt, erwacht im Krankenhaus aus der Bewusstlosigkeit. Geiger, der behandelnde Arzt, stellt sich ihm vor und fragt ihn nach seiner Erinnerung. Obwohl ihm die Frage seltsam erscheint, stellt er fest, dass er sich nur an Unbedeutendes erinnert. Schrittweise kehren Szenen und Eindrücke zurück an eine Zeit der ersten Jahrzehnte im letzten Jahrhundert: Eine Kindheit in St. Petersburg zur Zarenzeit, eine erste aufkeimende Liebe während des Russischen Bürgerkriegs und schließlich der Aufenthalt im Straflager auf den Solowki-Inseln. Obwohl sein Umfeld sorgsam vorbereitet wurde, bleibt ihm nicht lange verborgen, dass Jahrzehnte seitdem vergangen sind. Geiger bestätigt ihm, dass inzwischen das Jahr 1999 geschrieben wird. Nach und nach löst sich im Folgenden durch weitere Erinnerungen das scheinbare Paradoxon langsam auf.

Schon bald nach Beginn der Erzählung wurde mir genauso wie dem Ich-Erzähler Platonow bewusst, dass es etwas Störendes zwischen den Erinnerungen und dem Erwachen als junger Mann in der Gegenwart gibt. Bis zur Auflösung verblieb eine gewisse Spannung im Hintergrund. Deutlich überlagert wurde sie jedoch von der bewegenden und berührenden Geschichte des Protagonisten. Mit der zunehmenden Rückkehr seiner Erinnerungen erfuhr ich als Leser immer mehr über seine Kindheit, Jugendzeit, als Student und schließlich als Strafgefangener. Gleichzeitig beginnt seine Rekonvaleszenz im Jahr 1999, die verbunden ist mit einer schrittweisen Rückkehr in den Alltag. Noch während Platonow um seine Gesundheit kämpft, holt die Vergangenheit ihn ein. Er erlebt eine Begegnung auf die er nicht zu hoffen gewagt hat und die bei mir unterschiedliche Gefühle auslöste. Ich habe mich für Platanow gefreut, war aber auch erstaunt und habe ihn in der Situation aus bestimmten Gründen ebenfalls ein wenig bemitleidet. Zum Schluss habe ich jedoch vergeblich darauf gewartet zu erfahren, was aus denjenigen wurde, die ein ähnliches Schicksal wie Platonow erlitten hatten.

Der Roman besteht aus zwei Teilen. Im ersten Romanabschnitt hält der Protagonist in Tagebuchform die für ihn wichtigsten Gedanken fest. Im zweiten Teil schreiben auch zwei Bezugspersonen der Hauptfigur ein Tagebuch. Die Fassungen der drei verschiedenen Personen verschmelzen immer mehr. Dadurch wird deutlich, dass die Vergangenheit Platonows nicht nur ihn, sondern ein ganzes Land betrifft. Seine Erlebnisse stehen stellvertretend für viele und sollen nicht in Vergessenheit geraten. Sein Leben zeigt, dass nicht immer die Pläne derjenigen überleben, die die Macht innehaben. Doch Alternativen dazu sind fragil, unbekannt und stoßen daher auf Befremdung. Am Ende bleiben einige Fragen offen.

„Luftgänger“ von Jewgeni Wodolaskin ist eine emotional ergreifende Erzählung, die in die wechselhafte Geschichte des Russlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts führt. Die Gestaltung der Schilderung ist außergewöhnlich und daher besonders lesenswert. Gerne empfehle ich das Buch weiter.