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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2017

Spannendes und lustiges Hörerlebnis (nicht nur) zur Weihnachtszeit

Die Haferhorde – Teil 9: Süßer die Hufe nie klingen
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Die Ponys vom Blümchenhof erleben die Advents- und Weihnachtszeit: Von den Zweibeinern angesteckt, sind auch die Tiere voller Vorfreude auf das Fest. Doch was, wenn der Weihnachtsmann im Schnee feststeckt, ...

Die Ponys vom Blümchenhof erleben die Advents- und Weihnachtszeit: Von den Zweibeinern angesteckt, sind auch die Tiere voller Vorfreude auf das Fest. Doch was, wenn der Weihnachtsmann im Schnee feststeckt, vielleicht braucht er bei so vielen Geschenken die Hilfe von zwei Ponys? Gefragt sind die Ponys auch, weil bei dem Schnee für die Autos kein Durchkommen ist auf den Straßen, da ist es Zeit für einen Ausflug der Zwei- und Vierbeiner zusammen.

Wie turbulent die Weihnachtszeit auf dem Blümchenhof ist, lässt Bürger Lars Dietrich gekonnt hören, wenn er jeder Figur seine Stimme leiht. Die Geschichte wird aus der Sicht der Tiere erzählt, das gibt einen herrlich erfrischenden Blick auf unsere Vorweihnachtszeit. Meine Kinder haben mitgefiebert und hatten ihren Spaß daran, vor allem auch durch die immer wiederkehrenden Pupsgeräusche, bei denen sie vor Lachen losbrüllten. Das verschneite Land, die Suche nach dem Weihnachtsmann und der Wunsch der Ponys, dem Weihnachtsmann zu helfen, das alles ist genügend Stoff für eine spannende und lustige Geschichte, die gut hilft, die Wartezeit im Advent zu überbrücken.

Ein echtes Ponyabenteuer mit allem, was eine gute Geschichte ausmacht, deshalb von mir alle möglichen fünf Sterne und eine besondere Empfehlung für ein spannendes Hörerlebnis.

Veröffentlicht am 18.12.2017

Albtraumhafte Traumwelt

DREAM ON - Tödliche Träume
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Nick Quentin tritt eine neue Stelle an, bei der US-Firma DREAM ON. Diese hat eine virtuelle Traumwelt entwickelt, die sich absolut lebensecht anfühlt, doch nur positive Empfindungen hervorbringen soll. ...

Nick Quentin tritt eine neue Stelle an, bei der US-Firma DREAM ON. Diese hat eine virtuelle Traumwelt entwickelt, die sich absolut lebensecht anfühlt, doch nur positive Empfindungen hervorbringen soll. Der Durchbruch steht kurz bevor. Doch Nicks Einstieg ist von schlechten Vorzeichen begleitet: Sein Freund, der ihm die Stelle beschafft hat, wird kurz darauf ermordet, und Nicks Traumerlebnisse sind von albtraumhaften Szenen geprägt. Nick wird des Mordes verdächtigt, deshalb muss er selbst herausfinden, wer der echte Mörder ist. Diese Aufgabe wird bald von einem größeren Auftrag begleitet, denn ein Virus droht alle Träumenden mit schmerzhaften Albträumen zu überschwemmen. Wer steckt dahinter, wem kann Nick vertrauen? Wird es ihm gelingen, den Mordverdacht von sich abzuweisen?

Autor Nikolas Stoltz hat mit diesem Buch eine Mischung aus Science Fiction und Wirtschaftstthriller geschaffen, die den Leser in eine ganz eigene Welt entführt. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen der realen Welt und Traumsequenzen. Doch leider geraten die handelnden Figuren recht zweidimensional, mir fehlt die Tiefe. So viele Klischees werden bemüht, um die Handlung weiterzutreiben, angefangen von dem bösen älteren Cop und der gewieften jungen Ermittlerin bis hin zu der Treibjagd nach einem Schuldigen. Der Protagonist wirkt eher naiv, sich auf eine solche Stelle einzulassen und dabei von einem Missgeschick zum nächsten zu stolpern, andererseits aber genau die richtigen Partner für seine Ermittlungen auf Anhieb zu finden. Das hat mir dann sehr die Leselust vermiest, so richtig ernst genommen als Leserin habe ich mich immer weniger gefühlt.

Deshalb leider von mir nur drei von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 18.12.2017

Interessanter Ermittler mit manchmal ausgefallenen Methoden

Jeremias Voss und die Spur ins Nichts - Der dritte Fall
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Jeremias Voss, Privatdetektiv in Hamburg mit ehemaliger Karriere bei der Polizei, wird zu einem Fall hinzugezogen, der ihn bis nach Miami schickt: Die Tochter eines russischen Oligarchen wurde entführt, ...

Jeremias Voss, Privatdetektiv in Hamburg mit ehemaliger Karriere bei der Polizei, wird zu einem Fall hinzugezogen, der ihn bis nach Miami schickt: Die Tochter eines russischen Oligarchen wurde entführt, sie war zuletzt mit ihrem Mann auf einem Segeltörn in der Karibik, als sich ihre Spuren völlig verloren. Voss muss mit einigen Widrigkeiten kämpfen, darunter auch eine kurze Haft im Gefängnis, dennoch schafft er es, zusammen mit den Kollegen aus Jamaika und Miami den Fall zu lösen.

Dies ist bereits der dritte Fall mit Jeremias Voss, die Vorgängerbände kenne ich nicht. Dennoch gelang mir der Einstieg sehr gut, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Der Privatdetektiv ist hier ein bisschen in James-Bond-Manier aktiv, er hat viele hilfreiche Verbindungen, muss einiges an Misserfolgen in Kauf nehmen und verliebt sich in die Kollegin aus Jamaika. Das liegt mir selbst nicht so sehr, und auch die Auflösung des Falles war für mich schnell vorhersehbar. Dennoch ist das Buch spannend geschrieben, vielleicht färbt auch die exklusive Gesellschaft etwas ab, in der er in diesem Band ermitteln muss: unter Reichens, bei Lords und mit vielen Bediensteten, standesgemäß mit Butler. Vor allem aber sind es Voss‘ Ermittlungsmethoden, die viel Farbe in das Geschehen bringen, sowie sein brillanter Verstand.

Alles in allem ein Buch mit einem interessanten Ermittler und seinen auch mal ausgefallenen Ermittlungsmethoden, das sich schnell liest. Deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung sowie vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 18.12.2017

Spannende Geschichte, gewöhnungsbedürftige Erzählmethode

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Nic Farrell kehrt nach 10 Jahren zurück in ihre Heimatstadt, sie soll das Haus ihres Vaters zum Verkauf vorbereiten. Der alte Mann ist inzwischen im Pflegeheim und wechselt zwischen wachen Momenten und ...

Nic Farrell kehrt nach 10 Jahren zurück in ihre Heimatstadt, sie soll das Haus ihres Vaters zum Verkauf vorbereiten. Der alte Mann ist inzwischen im Pflegeheim und wechselt zwischen wachen Momenten und Verwirrung. Nic möchte wissen, was er ihr über ihre verschwundene Freundin erzählen kann, er gibt an, sie gesehen zu haben. Was genau ist mit Corinne passiert, was verschweigen ihr Vater, ihr Bruder, ihr damaliger Freund? Mit Wucht kehrt die Erinnerung wieder an die Jahre in Cooley Ridge, und so langsam kommen auch Erinnerungen, die nicht so willkommen sind.

In Zeitsprüngen erzählt die Autorin Megan Miranda, wie Nic sich in ihrer Vergangenheit wieder zurechtfinden muss, um wieder eine Zukunft zu haben. Dabei verwendet sie einen besonderen Trick, sie lässt im umfangreichen zweiten Teil des Buches Nic die gegenwärtige Geschichte rückwärts erzählen, d.h. von Tag 15 zurück auf Tag 1. Das ist einerseits eine spannende Perspektive, denn die entscheidende Auflösung ist tatsächlich in Tag 1 versteckt, fand ich aber sehr gewöhnungsbedürftig, hatte ich doch immer das Gefühl, dass ich einige der Geschehnisse nicht wirklich verstehe. Denn tatsächlich gewinnt die Erzählung eine ungeahnte Wende, je tiefer man beim Lesen rückwärts in die Geschichte einsteigt. Am Ende des Buches angelangt, frage ich mich, ob diese Erzählmethode besonders gelungen ist oder eher hinderlich beim Lesen. Ganz ehrlich, so genau kann ich es nicht sagen. Der Plot der Geschichte ist spannend aufgebaut und liest sich sehr flüssig. Man kann gut mit Nic miträtseln, was damals geschehen ist, auch sind einige Hinweise zur Auflösung bereits im laufenden Geschehen versteckt. Dennoch blieb der Protagonistin durch das Rückwärtserzählen der Vorsprung gewahrt, und das hat mich gestört.

Das Buch hinterlässt mich etwas zwiespältig: Die Erzählmethode finde ich sehr spannend, aber auch etwas unfair gegenüber dem Leser, gewöhnungsbedürftig ist sie allemal. Das hat mir selbst ziemlich viel an Lesespaß verhindert, obwohl ich die Ideen zum Buch eigentlich sehr gut finde. So ist auch meine Bewertung mit 3,5 Sternen eher zurückhaltend.

Veröffentlicht am 16.12.2017

Füllhorn an spannenden und spritzig-witzigen Ideen

Der Drink des Mörders
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Während Colin als Tanzlehrer auf einem Kreuzfahrtschiff aushilft, ist er gleichzeitig als Hobbydetektiv gefragt, denn auf dem Schiff wurde ein Lakritzfabrikant ermordet, vergiftet durch einen Drink. Währenddessen ...

Während Colin als Tanzlehrer auf einem Kreuzfahrtschiff aushilft, ist er gleichzeitig als Hobbydetektiv gefragt, denn auf dem Schiff wurde ein Lakritzfabrikant ermordet, vergiftet durch einen Drink. Währenddessen hat sich auch Colins Freundin Lucy auf dem Kreuzfahrtschiff einquartiert und ist rasend eifersüchtig auf dessen Tanzpartnerin. In der Zwischenzeit begeben sich ihre Freunde Jasper und Norma nach Schottland an den Wohnsitz des Lakritzfabrikanten und ermitteln vor Ort. Werden sie alle den Mörder finden, bevor er Colin als Hobby-Profiler gefährlich werden kann?

Gespickt mit viel Wort- und Sprachwitz sowie jeder Menge Situationskomik lässt die Autorin Miriam Rademacher die vier Freunde Colin, Lucy, Norma und Jasper in die Mordermittlungen einsteigen, und dies bereits zum dritten Mal. Ich selbst kannte das muntere Quartett bisher nicht, dennoch gelang mir der Einstieg in die Story sehr gut: Der Fall ist in sich abgeschlossen, und wie die vier Freunde zusammenhängen, das wird im Lauf der Erzählung sehr schnell deutlich. Dabei kann der Leser eifrig mitraten, darf sich auf die Suche machen nach (teilweise äußerst gut) versteckten Hinweisen und muss manchen falschen Verdacht wieder revidieren. Die Auflösung zum Schluss war nachträglich sehr gut nachzuvollziehen, allerdings hat die Autorin mich so gut aufs Glatteis geführt, dass ich bis zum Schluss den Täter nicht im Visier hatte. Sehr gelungen das Coverbild und vor allem die Kapitelüberschriften, jede ein anderes Getränk, passend zur Geschichte. Ein Füllhorn an spannenden und spritzig-witzigen Ideen schüttet sich über den Leser aus.

Kurz und gut, ich hatte einige sehr amüsante und spannende Lesestunden mit diesem Buch und reihe mich ein in die Fans dieser Reihe. Ganz sicher werde ich mir die beiden Vorgänger zu Gemüte führen und die Zeit so nutzen, bis ich mich auf den nächsten Band stürzen darf. Von mir eindeutig eine Leseempfehlung und natürlich alle nur möglichen Sterne!