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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2024

Eintauchen in die geheimnisvolle Welt von Whisperworld

Whisperworld 2: Flucht in die Wüste
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Die Karte von Whisperworld wurde gestohlen, so dass die zukünftigen Tierflüsterer Amy, Chuck, Mohit, Paul und Coco sowie der Neuzugang Enisa überstürzt fliehen müssen, in die Wüste Sablo Diablo. Dort gibt ...

Die Karte von Whisperworld wurde gestohlen, so dass die zukünftigen Tierflüsterer Amy, Chuck, Mohit, Paul und Coco sowie der Neuzugang Enisa überstürzt fliehen müssen, in die Wüste Sablo Diablo. Dort gibt es ein großes Rätsel zu lösen: Der große Salzsee ist fast ganz ausgetrocknet. Das Leben der Tiere dort ist bedroht. Die Freunde müssen das Rätsel lösen, um den Tieren zu helfen.

Das Buch ist der zweite Band um die geheimnisvolle Welt von Whisperworld, in der Tiere leben, die schon längst ausgestorben sind oder vom Aussterben bedroht sind. Es ist sinnvoll, den ersten Band zu kennen, bevor man in diesen Band einsteigt. Die angehenden Tierflüsterer lernen die Tiere zu verstehen und sich für die Tiere einzusetzen. Die Kinder haben völlig unterschiedliche Temperamente und Talente, wobei sie sich dadurch bestens als Team ergänzen. Nebenbei wird auch das Thema Artenschutz gestreift und kindgerecht aufbereitet. Das Abenteuer in der Wüste ist spannend erzählt, es gibt auch einige durchaus gefährliche Momente. Ergänzt wird die Geschichte um die Karte von Whisperworld, so dass man die Reise der Tierflüsterer gut nachvollziehen kann. Die Illustrationen beschwören ein stimmungsvolles Bild von Whisperworld herauf, so dass man gerne in diese Welt eintaucht.

Auch der zweite Band der Geschichte bietet ein spannendes Abenteuer um eine geheimnisvolle Welt und eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.09.2024

Leben im Ausnahmezustand

In den Farben des Dunkels
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Patch ist dreizehn, er sieht sich selbst als Pirat, weil er nur ein Auge hat und deshalb eine Augenklappe trägt. Eines Nachmittags setzt er sich mutig gegen einen Angreifer ein, der eine Schulkameradin, ...

Patch ist dreizehn, er sieht sich selbst als Pirat, weil er nur ein Auge hat und deshalb eine Augenklappe trägt. Eines Nachmittags setzt er sich mutig gegen einen Angreifer ein, der eine Schulkameradin, seine heimliche Liebe, entführen wollte, und wird selbst entführt. Seine beste Freundin Saint sucht ruhelos nach ihm, bis sie ihn nach 307 Tagen endlich gefunden hat. Bis dahin war er in einem dunklen Raum gefangen gehalten worden, gemeinsam mit der geheimnisvollen Grace, die allerdings verschwunden bleibt. Niemand will ihm wirklich glauben, dass es Grace gab, denn es gibt keine Spuren von ihr, ein Feuer hat alles zerstört. Doch Patch kennt nur noch ein Ziel, er möchte Grace finden und sie retten. Saint kämpft um die Wahrheit und vor allem um ihren Freund, der an der Suche zu zerbrechen droht.

Patch hatte ohnehin schon kein einfaches Leben, denn oft genug musste er für seine alleinerziehende Mutter sorgen, die am Tod ihres Mannes zerbrochen war. Doch nach seiner Entführung und bedingt durch die Suche nach Grace ist sein Leben völlig aus den Fugen geraten, das hat auch Auswirkungen auf Saints Leben, die den Freund aus seinem Ausnahmezustand gerne wieder zurückführen möchte. Manche Passage ist etwas langatmig geworden, hier hätte man meiner Meinung nach durchaus etwas straffer erzählen können. Ich konnte die Motivationen der Charaktere gut nachvollziehen, vor allem anfangs, gegen Ende fiel mir das immer wieder mal etwas schwerer. Manche der Wendungen der Geschichte waren doch etwas sehr überraschend, vor allem in der Häufung der unerwarteten Ereignisse.

So ganz kann ich den Hype um dieses Buch nicht nachvollziehen. Dennoch hat es mir einige spannende Lesestunden beschert, so dass ich es sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Interessante Familiengeschichte

Das erste Licht des Sommers
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Vor dem Tod ihrer Mutter fährt Norma mit ihr nach Stellata, um dort deren letzten Tage des Lebens zu verbringen. Erinnerungen kommen in Norma auf, an ihre eigene Kindheit und Jugend und an die emotional ...

Vor dem Tod ihrer Mutter fährt Norma mit ihr nach Stellata, um dort deren letzten Tage des Lebens zu verbringen. Erinnerungen kommen in Norma auf, an ihre eigene Kindheit und Jugend und an die emotional eher kalte Mutter, aber auch an die enge Verbundenheit mit ihrer Cousine Donata. Die Begegnungen mit Elia kommen wieder hoch, dem Mann, den sie aus Kindertagen kannte und den sie später heiratete. Doch er hat sie auf der Hochzeitsreise betrogen, daran zerbrach ihre Ehe, trotz der Liebe, die beide füreinander empfunden haben.

Das Buch ist eine lose Fortsetzung von „An den Ufern von Stellata“, man kann Normas Geschichte aber auch gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Schade ist, dass in diesem Band zwar immer wieder Referenzen auf den zigeunerischen Ursprung der Familie genommen wird, doch der Reiz der Ahnin, die in die Zukunft sehen konnte, wird hier eher verhalten weitergetragen. Verschiedene Zeitebenen beschwören Normas tragische Geschichte herauf, ihre stete Suche nach Liebe. Die Charaktere sind gut geschildert, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Doch den Zauber des ersten Buches konnte ich hier nicht ganz wiederfinden.

Die Geschichte ist eine tragische Erzählung über eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und wie diese Normas Leben beeinflusst hat. Man hätte hier sicherlich einiges zusammenstreichen können. Letztendlich hat mir das Buch einige interessante Lesestunden beschert, so dass ich es weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Roadtrip mit Tiefgang

Graceland – Die Geschichte eines Sommers
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Zum 70. Geburtstag ihrer Mutter lässt Grace sich überreden, mit ihr Graceland zu besuchen, ist Loralynn doch ein absoluter Elvis-Fan. Diese Fahrt ist ihr großer Lebenstraum. Anfangs kann Grace sich diese ...

Zum 70. Geburtstag ihrer Mutter lässt Grace sich überreden, mit ihr Graceland zu besuchen, ist Loralynn doch ein absoluter Elvis-Fan. Diese Fahrt ist ihr großer Lebenstraum. Anfangs kann Grace sich diese Fahrt gar nicht vorstellen, ist sie doch seit Jahren eher auf Abstand gegenüber ihrer Mutter. Doch nun lässt sie sich darauf ein. So geschieht es, dass die beiden nicht nur jede Menge Zwischenstopps einlegen – bei Hellsehern, alten Freunden, in Karaokebars -, sondern sich auch wieder näherkommen.

Es scheint, als ob zwischen Grace und ihrer Mutter vieles im argen ist, ihre gemeinsame Vergangenheit liegt schwer zwischen ihnen. Es überrascht, dass Grace sich darauf einlassen kann, diese Fahrt mit ihrer Mutter zu gestalten: Es überrascht die Mutter, aber auch den Leser und vor allem sie selbst. Doch ist es gerade diese Fahrt, die Nähe zwischen den beiden wieder aufkommen lässt, so dass Verletzungen der Vergangenheit verheilen können. Vieles an dieser Geschichte hält sich an der Oberfläche auf, am Glitzer, der mit dem Elvis-Kult zusammen hängt, doch je mehr die Fahrt voranschreitet, umso intensiver wird sie. Das ist sehr geschickt eingefädelt, erscheint es doch unbedingt nachvollziehbar. So kann die Geschichte ordentlich Tiefgang entwickeln und erzählt aus der Vergangenheit der beiden Frauen. Zum Schluss hatte ich ein sehr intensives Bild der beiden Frauen vor mir.

Auch wer selbst nicht Elvis-Fan ist: Dieses Buch ist unbedingt allen Lesern zu empfehlen, die sich für zwischenmenschliche und vor allem für Mutter-Tochter-Beziehungen interessieren. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sternen.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Die Schatten der Vergangenheit

Dunkler Abgrund
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Clara Lofthus wird nach dem Tod ihres Ehemannes zur neuen Justizministerin Norwegens ernannt. Die alleinstehende Mutter hat viele Pläne für ihre Arbeit, merkt aber auch, dass sie sich unbedingt mehr Zeit ...

Clara Lofthus wird nach dem Tod ihres Ehemannes zur neuen Justizministerin Norwegens ernannt. Die alleinstehende Mutter hat viele Pläne für ihre Arbeit, merkt aber auch, dass sie sich unbedingt mehr Zeit für ihre Söhne nehmen muss, fehlt ihnen doch der geliebte Vater. Bevor sie diesen Vorsatz umsetzen kann, erhält sie Drohbriefe, und ihre Söhne Andreas und Nikolai werden entführt. Die Polizei soll sie auf keinen Fall hinzuziehen. So macht sie sich verzweifelt auf die Suche nach ihren Kindern und wird dabei von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Das Buch ist der zweite Teil der Clara-Trilogie. Es gibt deshalb viele Hinweise auf den ersten Band der Geschichte, das Buch lässt sich jedoch auch ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Es wird klar, dass hier ein großes Familiengeheimnis dahintersteckt, oder vielleicht sogar noch mehrere? Clara hat es nicht leicht, weder als Mutter noch als frischgebackene Ministerin. Dennoch hat sie nach und nach jede Menge Sympathiepunkte bei mir verloren, zum Schluss fiel es mir schwer, mit ihr mitzufühlen, trotz all der tragischen Ereignisse, die ihr Leben begleitet haben. Dafür bietet die Geschichte einige überraschende Wendungen, die völlig überzogen erscheinen, jedoch völlig plausibel sind auf dem Hintergrund der Geschehnisse. Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt, so dass der Leser einen spannenden Überblick über die Geschehnisse erhält. Ich bin auf jeden Fall neugierig geworden auf den ersten Teil der Trilogie und warte gespannt auf den Abschluss der Geschichte.

Mir hat dieser Thriller jede Menge spannende Lesestunden beschert. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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