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Veröffentlicht am 01.07.2026

Wie leben?

Alice im Land der Ideen
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Als ich dieses Buch sah und den Klassenklappentext las hat es mich sofort an Jostein Garders Sophies Welt erinnert. Selbst das Cover mit den Leinenstreifen an der Seite .
Seit meiner Kindheit habe ich ...

Als ich dieses Buch sah und den Klassenklappentext las hat es mich sofort an Jostein Garders Sophies Welt erinnert. Selbst das Cover mit den Leinenstreifen an der Seite .
Seit meiner Kindheit habe ich mich immer mit dem Sinn des Lebens und mit Fragen der Welt auseinandergesetzt. Nur ,wie hier die Alice aus dem Buch , haben die heutigen Kinder und Jugendlichen viel weniger Vertrauen in die Zukunft als ich es damals hatte und dabei war auch nicht alles rosig.
So finde ich es schön dass das Buch eine Hilfestellung mit alten Philosophen geben möchte .Sehr treffend werden sie Ideenhandwerker genannt . Das Buch möchte jungen Menschen Mut machen für die Zukunft, eigene Lösungsansätze zu finden, denken zu lernen. In dem Zusammenhang hat mir dieser Satz hier so gut gefallen.
" ... dass die Erde zwar bedroht sei ,wir aber nicht glauben sollten , dass sich die Probleme nicht lösen ließen. Wir müssten uns mit dem beschäftigen, was die Weisen und Philosophen der ganzen welt über die Jahrhunderte gedacht gesagt und geschrieben haben , und danach suchen was uns heute noch helfen könnte"
Alice lernt, dass Jeder Ideen von der Welt in seinem Kopf hat ,die immer versus Ideen von der Welt im Kopf der Anderen stehen , dass aber jedoch alles zusammen hängt .
Es geht darum auszuhandeln,zu entscheiden ob die Welt ein egozentristisches Bild bleibt, oder ob man sich aufeinander abstimmt, zu vegleichen, seine Ideen hinterfragen, Kompromisse schließen, so können Veränderungen geschehen.
Durch das Buch zieht sich auch vor allem das Prinzip die Gedanken sind frei , aber immer im Diskurs. Dabei ist auch der eigene Diskurs der im Kopf vorgeht gemeint.
Besonders toll finde ich , dass in dieser Geschichte über Alice im Wunderlands Kaninchenbau phantasievoll die Brücke zur Welt der Philosophie geschlagen wird. Und so landet Alice im Land der Ideen , auf der suche nach dem E i n e n Satz der ihr im leben Richtung geben. Mäuse, eine Fee der Widerede und ein Verweise -Kängeruh führen Alice durch die verwirrende ,manchmal widersprüchliche Welt der Philosophen und Ideen , die Alice dann in ihrem Tagebuch versucht für sich zu verarbeiten. Sie beginnt zu philosophieren und Recherchieren.Diese Kapitel sind gleichermaßen für den Leser eine Art Zusammenfassung des Gelernten.Ergänzt
Ich habe schon seit längerer Zeit wieder auf so ein Kinderbuch/ Jugendbuch gewartet welches Philosophie leicht verständlich und Phantasievoll dahrstellt. Meiner Meinung nach dringt dieses Buch etwas tiefer in die Welt der Philosophie ein als "Sofies Welt" ,oder vielleicht auf eine andere Art.Bei "Sofies Welt " ist die Philosophie eingebunden in ein myteriöses Rätsel , das ist wunderschön und hat viel Atmosphäre . Hier konzentriert sich der Roman, aber mehr auf das Denken lernen an sich, ohne langweilig zu werden
Diesen Roman finde ich als sehr gelungen, und ich genoss es auf unterhaltsame Art und Weise in die Welt der Philosophie mitgenommen worden zu sein . Denn ehrlich gesagt ,auch wenn ich mich dafür sehr interessiere, können Standartbücher der Philosophie auch für Erwachsene harter Tobak und recht zäh sein.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Alarm auf Marsstation Pax

Red Star Rebels
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Ich habe schon einige Romane von Amie Kaufman gelesen , auch von ihr zusammen mit Jay Kristoff. Die Aurora Reihe gefiel mir extrem gut. Science Fiction ist eh immer was Besonderes für mich.
Der Marsaufenthalt ...

Ich habe schon einige Romane von Amie Kaufman gelesen , auch von ihr zusammen mit Jay Kristoff. Die Aurora Reihe gefiel mir extrem gut. Science Fiction ist eh immer was Besonderes für mich.
Der Marsaufenthalt ist für die Elite der Erde bestimmt und Hunter kommt aus einer besonders berühmten Familie der Erstbesiedler und Investoren , frisch von der Erde. Ein schöner Kontrast ,zum reichen Hunters trifft die Überlebenskünstlerin Cleo in einer Notsituation , ein vermeintliches Leck und verpasste Evakuierung, auf ihn . Schnell stellt sich heraus das eine ganz andere Bedrohung als das Leck herrscht.
Am Anfang fühlte ich mich wohl und war schon von Beginn an sehr neugierig darauf wie das Leben auf einer Marsstation aussieht. Ich saß quasi mit im Shuttle mit Blick auf Mars.
Es hätte so interessant aufgrund der unterschiedlichen Herkünfte und den damit verbundenen Vorurteilen untereinander und ob und wie sie sie überwinden, werden können. Eigentlich sind sie das perfekte Team, Cleo ist toll, hat geniale Macgyver Tricks drauf und Hunter ist ein Computerpezialist. Es hätte auch durchaus ein spannender Roman mit Tempo sein können. Auch das Komplott gegen den Konzern fand ich sehr interessant. Ja, wenn nicht ständig gegendert worden wäre. Das hat mich immer wieder aus dem Lesefluß gebracht, konnte mich nicht konzentrieren und hat mir den Spaß am Roman verdorben. Was wäre denn schlimm an "unseren neuen Freunden" , stattdessen steht da in wörtlichen Rede "unsere neuen Freund innen " Wer spricht so.
Hätte ich lieber mal das englische Original gelesen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass im Orginal "our new friend
esses", oder "hitchhiker*resses" stand.
Zumal es nicht offiziell erforderlich ist , wäre es schön wenn der Verlag seine Übersetzerinnen und Übersetzer anhalten würde nicht zu gendern. Gerade in der Literatur ist es sehr störend.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Endzeit

Ins fahle Herz des Sommers
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Seit Jahren mittlerweile Jahrzenten , lese ich gerne Romane von Andreas Eschbach . Den ersten Roman "Das Jesus Video " las ich in den 90ern . Die Mischung aus plausiblen Geschehen , Science Fiction und ...

Seit Jahren mittlerweile Jahrzenten , lese ich gerne Romane von Andreas Eschbach . Den ersten Roman "Das Jesus Video " las ich in den 90ern . Die Mischung aus plausiblen Geschehen , Science Fiction und Übernatürlichem hat mich seit jehher bei ihm fasziniert. Hier handelt es sich um einen ausgwachsenem Endzeit- Roman . Diese Situation hat sich durch einen schnell wachsenden Klimawandels in Kombination mit einer Pandemie , denen die geschwächten Menschen nichts mehr entgegenzusetzen hatten , entwickelt .
Ich mochte sehr wie Eschbach die Veränderung des Klimas, der Natur und die damit verbundenen Lebensbedingungen beschrieb. Besonders gefiel mir wie er die Sonne und den Mond veranschaulicht. So toll wie Eschbach die Sensorik Gerüche und ( taktiles) von zb. gutem nicht verdorbenes Essen vermittelt, als ob man bei der Entdeckung dabei wäre und man meint es selbst zu riechen. Und dann verbindet Eschbach es mit Erinnerungen die solche Gerüche bei Fausto, dem Hauptprotoganisten, hervorrufen. Ein sehr geschickter Zug um von der Vergangenheit ,als alles noch normal war ,zu erzählen.
Der Sprecher ist sehr angenehm anzuhören ,vom Gefühl her wie ein Märchenerzähler .Eigentlich ein starker Kontrast zu einer Dystopie und all dem Überlebenskampf , aber eigentlich auch sehr passend. Er erzeugt so eine große Emphatie mit den Personen . Wie er manche Personen durch eine gewisse Stimmfärbung fremd und anders wirken ließ hat mich auch sehr angesprochen . Wenn man selbst liest hat man nur die Stimme die man sich selbst ausdenkt. Sprecher wissen oft mehr...
Der Roman regt zum Nachdenken an. Auf der einen Seite zeigt Eschbach das unteschiedlichen Verhalten der verschiedenen Menschen wie sie in extremen Lebenbedingungen reagieren und läßt auf der Anderen Seite darüber nachdenken welcher Typ man selbst ist . Derjenige der andere Nachbarn unterstützt und zusammen arbeitet, gleichzeitig an sich selbst denkt um zu Überleben, oder ganz sein eigenes Ding macht, natürlich ohne zu eigenützig zu sein. Keine einfache Sache. Man wird, finde ich , auch aufgefordert darüber nachzudenken wie das Leben in einer solchen Situation lebenswert ist. Wie möchte man leben ? Fremdbestimmt in einem Flüchtlingslager in einer Masse von Menschen, oder freier sich selbst durchkämpfend, aber unter schwierigeren Umständen.
Diese philosophische Seite an dem Buch gefällt mir auch sehr gut. Wenn man Überleben muss, verschiebt sich die Perspektive, ist vieles was sonst so wichtig war nicht mehr wichtig. Das hier und jetzt ist dann Wichtigste.
Ich sehe aber bei all der Fiktion und Unterhaltung des teils verstörend schrecklichen, aber immer faszinierenden Roman auch eine Zukunftswarnung und Gesellschaftskritik. Einiges von den Anfängen des Klimawandels kam mir durchaus bekannt vor.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein zerplittertes Leben

Solange ein Streichholz brennt
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Nachdem ich von " Man vergisst wie man schwimmt " so begeistert war musste ich unbedingt zu seinem Nachfolgeroman greifen , obwohl das Thema ganz anders ist . Ein wenig Berührungsängste mit dem Thema Obdachlosigkeit ...

Nachdem ich von " Man vergisst wie man schwimmt " so begeistert war musste ich unbedingt zu seinem Nachfolgeroman greifen , obwohl das Thema ganz anders ist . Ein wenig Berührungsängste mit dem Thema Obdachlosigkeit hatte ich jedoch zunächst schon .Ich war aber trotzdem sehr gespannt. In eine einfachen sehr klaren Sprache lässt Huber die Geschichte sprechen, den harten Alltag des Obdachlosen und dem der Reporterin zwischen Existenzverlustnöte und Karrierebestrebungen .
Wir sehen überall im Stadtbild Obdachlose möchten sie aber irgenwie nicht als Menschen sehen, sich lieber nicht mit ihnen Beschäftigen, ausblenden. Christian Huber sieht den Abdachlosen Bohm in diesem Roman, zeigt ihn als Menschen und wie sein Weg in die Obdachlosigkeit abglitt. Gleichzeitig entmenschlichen das Fernsehteam und die Reporterin (zunächst) ihn, sehen ihn fast als Ware.
Viele begegnen ihm mit Voreingenommenheit, als ob es nur Allgemeingültiges für Obdachlose gibt. Ich selbst ertappte mich bei solch einem Gedanken bei der Tablettensache,der leider Bestätigt wurde, oder nur bedingt. Da ich aber ein in der Regel positiv denkender Mensch bin und mir Bohm sympatisch war, wälzte ich die ganzenZeit meine Gedanken. Was wird dabei herauskommen, was möchte der Autor. Erst mal abwarten . Alles sehr geschickt gemacht.
Auf jeden Fall ist der Autor, als Autor gereift. Ein Roman der nachdenklich macht und als Konsequenz dazu auffordert bei jedem Obdachlosen den man sieht dran erinntert , dass hinter jedem Obdachlosen eine Geschichte steht.Ein zersplittertes Leben.
Er plädiert aber auch für Verständniss für Leute die ein scheinbar sicheres Leben führen , dass es oft gar nicht so sicher und Problemfrei ist. Bis auf eine Ausnahme, da bin ich mir nicht schlüssig wie ich drüber denken soll, zählt Dummheit und Kontrollverlust auch ?

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Schottischer cosy crime

Mord & Breakfast
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Ich finde es klasse , dass der Cosy crime an der Ostküste Schottlands spielt, ein wundervolles Setting . Ich war ein paar mal in Schottland und wir haben uns an der Ostküste bei Aberdeen die Burgruine ...

Ich finde es klasse , dass der Cosy crime an der Ostküste Schottlands spielt, ein wundervolles Setting . Ich war ein paar mal in Schottland und wir haben uns an der Ostküste bei Aberdeen die Burgruine Dunnattor Castle in Verbindung einer Steilküstenwanderung angeschaut.
Ich musste schon bei der Vorstellung der Pesonen schmunzeln, da blitzte schon ein gewisser Humor durch.
Melody ist nicht gerade eine Premium Journalistin, aber das weiß sie selbst, sie ist in gewisser Weise durch die Zeitung limitiert. Sie hat jedoch Ambitionen zur anspruchsvollen Journalistin, macht sich aber auch ein bisschen was vor. Ich hatte auch den Eindruck, dass sie sich in manchen Situationen durch eine gewisse Naivität / Ungeschicktheit selbst reinreitet. Sie ist jedoch recht gut in Recherche , die hauptsächlich durch ihre hartnäckigkeit zum Erfolg führt, das muss ich ihr lassen .
Es war spannend zu sehen, wie sie sich doch in einer anderen Umgebung bewähren konnte . Mir gefiel der starke Kontrast der "harten" Londonder Arbeitwelt und der cosy Schottland Atmosphäre in die sie durch das Erbe ihrer Tante wechselte. Es wurde dabei kein Klischee ausgelassen, besonders wenn es darum ging sie als Städter hinzustellen. Ich war gespannt ob sie sich verändern wird , oder ich ging eigentlich davon aus.
Was auch gut war , denn zu Anfangs war sie mir nicht wirklich sympathisch. Ausser Dean war mir eigentlich keiner sympathisch, was es nicht so einfach beim Mordrätseln machte, abgesehen davon , dass keiner Marbel so richtig leiden konnte. Man merkte schnell ,dass fast jeder so seine Geheimnisse hatte...
Es war eine unterhaltsame Geschichte in toller Atmosphäre. Stilistisch keine Meisterleistung ,aber Alles in Allem ein wirklich gemütlicher Krimi. Ich kann mir gut vorstellen ,dass ich den nächsten Melody Fall ,der im März nächste Jahres heraus kommt, lesen werde.


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