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Veröffentlicht am 27.02.2025

Neuanfang

Blumen im Schuh
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Für Elisabeth läuft alles in guten und gewohnten Bahnen. Sie ist verheiratet mit Wolf, der damit beschäftigt ist die Familienfirma zu leiten und dem sie in allem den Rücken freihält, jeden Abend bekommt ...

Für Elisabeth läuft alles in guten und gewohnten Bahnen. Sie ist verheiratet mit Wolf, der damit beschäftigt ist die Familienfirma zu leiten und dem sie in allem den Rücken freihält, jeden Abend bekommt er ein frisch gekochtes Essen, das Haus und der Garten ist picobello und in ihrer Kirchengemeinde sind die Rollen des Ehepaars auch entsprechend verteilt. Wolfgang ist im Kreis der Ältesten geschätzt und Elisabeth dient im Kirchcafe nach dem Gottesdienst. Gemeinsam haben sie einen Sohn, Jonathan, der mittlerweile studiert. Das könnte doch nun alles so weitergehen, doch dann.....

Kurz vor ihrer Silberhochzeit bekommt Elisabeth überraschend Besuch von ihrer Schwägerin Anja, einer etwas sehr unkonventionellen Sozialarbeiterin, die nach Elisabeths Empfinden etwas sehr hippiemäßig unterwegs ist und die sich gar nicht gut mit ihrem Bruder Wolfgang versteht, dem Leser wird auch bald klar warum. Anja hat auch die Angewohnheit alles direkt und ehrlich anzusprechen, auch was Elisabeths Ehe betrifft und in Elisabeth kommt etwas ganz sachte in Bewegung.

Kurz danach erwischt sie ihren Mann beim Ehebruch auf eine Weise, die ich keiner Frau wünsche und Elisabeths sorgfältig gepflegte und geordnete Welt stürzt komplett zusammen. Sie sieht nun ihren Mann so wie er wirklich ist und weiß, dass es niemals mehr so sein wird wie zuvor. Völlig überstürzt flieht sie Hals über Kopf zu Anja, die auf dem elterlichen Bauernhof vor der Stadt wohnt und sie mit offenen Armen aufnimmt.

Nun beginnt eine spannende Reise, Elisabeth beginnt sich selbst neu zu entdecken, beginnt unter Tränen und auch Lachen, das liegt bei diesem wunderbaren Buch so eng beieinander und ist mit so viel Liebe, Empathie und Tiefgang geschrieben, dass es einfach Freude macht zu lesen, auch wenn der Leser auf der nächsten Seite mit weinen möchte. Anja wird zur Freundin, die Elisabeth so annimmt wie sie ist, etwas was Elisabeth nicht so leicht fällt, denn die beiden sind sowas von unterschiedlich, jedoch finde ich jeder sollte eine Anja haben. Sie gibt Elisabeth immer neue Namen, die Elisabeth immer wieder ablehnt, bis sie schließlich zu ihrem wahren Namen findet und damit ist ein ganz wunderbarer Anfang gemacht.

Ein Neuanfang ist niemals leicht, vor allem nicht, wenn völlig unverhofft das Alte zusammenbricht und man sich Wahrheiten eingestehen muss, die unbequem und unangenehm sind und doch heilsam. Annette Spratte versteht es ganz wunderbar von Scheidung und Neuanfang zu schreiben, von der Befreiung von Lebenslügen und emotionalem Missbrauch in der Ehe, auch in der christlichen Ehe und auch wie viele Gemeinden darin versagen echte Hilfestellung zu geben. Doch sie zeigt auch wie der Glaube heilen kann und wie er neu in Freiheit gelebt werden kann. Elisabeth und Anja sind so verschieden und sind sich doch so nah. Ich hätte noch ewig weiterlesen können.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Träumend ist der Himmel blauer als blau....

Die Schwestern von Krakau
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Wir befinden uns im 2016 in Paris. Ediths Vater Simon Mercier ist überraschend verstorben und ihre Tante Adi, mit der ihr ihr Vater im gleichen Haus lebte, bittet sie um Rat und Hilfe, da ihr geliebter ...

Wir befinden uns im 2016 in Paris. Ediths Vater Simon Mercier ist überraschend verstorben und ihre Tante Adi, mit der ihr ihr Vater im gleichen Haus lebte, bittet sie um Rat und Hilfe, da ihr geliebter Wintergarten durch einen starken Gewittersturm völlig unter Wasser steht und nun neu gestaltet werden muss. Edith, die mit ihrem Mann ein gemeinsames Architekturbüro in Deutschland leitet, reist natürlich sofort an. In Paris angekommen, geht sie auch erstmals nach dem Tod ihres Vaters in dessen Wohnung und macht eine Entdeckung, die nicht nur ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn anscheinend hatte Simon einen jüdischen Vater und eine deutsche Mutter namens Helene und stammte nicht aus der Familie Mercier. Doch was geschah mit seinen Eltern, was weiß ihre Tante Adi....Edith erlebt das, was vielen Kriegsenkeln dieser Zeit passiert, die unheilvollen Schatten der Vergangenheit lichten sich, die Decke des Schweigens öffnet sich und Edith begibt sich auf Spurensuche....Sie nimmt den Leser mit in ihre Familiengeschichte und die dunkle Geschichte der Stadt Paris im Jahr 1942, als die große Razzia stattfand und Paris danach judenrein war.

Auf dieser Spurensuche findet sie auch die Adresse ihrer Großcousine Tatjana, die in der Nähe von Stuttgart lebt und als Psychologin tätig ist. Da sowohl Edith als auch Tatjana keine Geschwister haben und während ihres gemeinsamen Austauschs feststellen, dass in ihrer beider Familien eine Decke des Schweigens herrscht, sie beide die Vergangenheit ihrer Vorfahren spüren, aber nichts wissen, begibt sich Tatjana ebenfalls auf Spurensuche. Tatjanas Großmutter Lilo war Helenes Schwester und die Familie wohnte damals in dem von den Deutschen besetzten Polen, in Krakau. Nachdem Tatjana in Krakau angekommen ist, nimmt sie Kontakt zu einem polnischen Historiker auf, der sie mit der Vergangenheit der Stadt und der seines Onkels, einem geheimnisvollen Apotheker, mit hinein nimmt. In dieser Apotheke, mitten im damaligen jüdischen Ghetto hat ihre Großmutter Lilo als junge Frau gearbeitet und sehr viel erlebt. Diese Apotheke war für viele Juden ein Lichtblick in ihrem tristen und gefahrvollen Alltag und auch für den jüdischen Widerstand hat dieser Ort und vor allem der Apotheker Tadeusz eine ganz zentrale Rolle gespielt.

Bettina Storcks nimmt uns mit auf eine Zeitreise, denn wir lesen jeweils aus der Sicht von Tatjana und Edith in der Gegenwart, sowie auch in der Vergangenheit aus der Sicht von Lilo, reisen nach Paris, Krakau und Stuttgart. Vor allem reisen wir auch in die Tiefen unserer Seele, setzen uns mit der Schuld der Generationen auseinander, mit erfüllter und unerfüllter Liebe, mit Unterlassung, Schmerz und Trauer, Mitläufertum, Zivilcourage, mit Verantwortung und Erinnerung und Loslassen und Neuanfang. Sie beschreibt psychologisch tiefgehend und sehr fein formuliert, wie es in der Seele der Spurensuchenden aussieht, wenn sie die Tür der Vergangenheit öffnen und sich diesem unaussprechlichen Grauen stellen, ebenso wie es den Menschen in der damaligen Zeit ging, die das Grauen erleben mussten und um zu überleben, es tief in ihrer Seele versteckten, nicht wissend, dass Traumata Brandmale im Gehirn hinterlassen und an die Generationen weitergegeben werden.

Für mich war das der beste Roman von Bettina Storcks und ich durfte schon einige Geschichten von ihr lesen. Sehr sensibel und fein formuliert, dabei spannend und tiefgehend und am Ende doch auch hoffnungsvoll. Ich kann jedem empfehlen, diese Familiengeschichte zu lesen und habe mich bei der Beschreibung der Spurensuche in vielem wieder gefunden. Dieser Krieg hat Generationen traumatisiert und sollte unbedingt von den neu gewählten Politikern gelesen werden, denn ich habe den Eindruck, dass viele leider nichts aus der Geschichte gelernt haben.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Unser Immunsystem aus ganzheitlicher Sicht

Kleine Kräuterkunde fürs Immunsystem
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In diesem feinen kleinen Buch von Ruth Pfennighaus, Gesundheits- und Ernährungsberaterin, erfährt der Leser sehr hilfreiche und einfache Tipps, wie er sein Immunsystem dauerhaft und präventiv stärken kann. ...

In diesem feinen kleinen Buch von Ruth Pfennighaus, Gesundheits- und Ernährungsberaterin, erfährt der Leser sehr hilfreiche und einfache Tipps, wie er sein Immunsystem dauerhaft und präventiv stärken kann. Die bunten und wunderschönen Illustrationen der freischaffenden Künstlerin Katja Hogh machen das informative Sachbuch zu einem Lesegenuss.

Da ich selbst schon seit 18 Jahren präventiv tätig bin, kann ich viele Tipps und Vorschläge nur unterstreichen. Zu Anfang bekommen wir eine Übersicht über unser Immunsystem aus ganzheitlicher Sicht und dann folgen alltagstaugliche Ratschläge wie wir unseren Körper dauerhaft stärken können mit kleinen Anpassungen unserer gedanklichen und gewohnheitsmäßigen Stellschrauben. Gesund zu bleiben ist auch immer eine Entscheidung, die Veränderungen unserer Gewohnheiten beinhaltet.

Wir lesen über nützliche Tipps unsere Darmflora zu stärken durch Fasten oder auch Entlastungstage, wie baue ich das Ölziehen, Trockenbürsten in meine tägliche Hygiene mit ein, welche Vorzüge haben Honig und Propolis und wie wichtig ist es mit Wasser innen und außen zu duschen.

Sehr informativ fand ich auch den Teil über Sebastian Kneipp, den Vater der Prävention und seine weisen Sprüche, die gemeinsam mit den Illustrationen vertiefen dieses wichtige Thema auf eine sehr schöne Art und Weise.

Auch die Tipps und natürliche Heilmittel für Atemwegserkrankungen und Erkältungskrankheiten bei Erwachsenen und Kindern und was es da an Möglichkeiten aus der Natur gibt, fand ich sehr wertvoll. Welche Kraft die Pflanzen von Wald und Wiese haben, wieviel Vitamine sich in den verschiedenen Obststräuchern verstecken und welche Heil- und Nahrungspflanzen uns dienen können, fand ich spannend zu lesen. Es erfüllt mich immer wieder mit Dankbarkeit, wie gut Gott in seiner Schöpfung uns damit versorgt, ob es die Vielfalt an Obst, Kräuter und Gemüse ist und deren Zusammenspiel oder welche Bäume ganz besonders heilsam für uns sind.

Dabei ist auch zu erwähnen, dass nicht jeder einen großen Garten braucht, um sich gesund und immunstärkend zu ernähren. Es reicht auch ein kleiner Balkon und vor allem auch gute rein natürliche und hochwertig hergestellte Vitalstoffe/Nahrungsergänzungen, die neben einer gesunden Ernährung dem Körper helfen alle 47 essentiellen Nährstoffe aufzunehmen, die er täglich braucht. Jeder Leser kann entscheiden, was für ihn passt und was er an Gesundem denn in seinen Alltag einbauen möchte.

Mir hat diese feine kleine Lektüre sehr gut gefallen und ich habe einige wertvolle Anregungen zusätzlich zu dem, was ich schon in meinem Leben habe und regelmäßig anwende, entnehmen können.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Lass mich nicht allein!

Das einzige Kind
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Wir befinden uns im ehemaligen Jugoslawien im Jahr 1939 und begleiten den damals 5-jährigen Djoko auf seiner schweren Lebensreise durch seine Kindheit inmitten von Krieg und Zerstörung. Djoko erzählt seine ...

Wir befinden uns im ehemaligen Jugoslawien im Jahr 1939 und begleiten den damals 5-jährigen Djoko auf seiner schweren Lebensreise durch seine Kindheit inmitten von Krieg und Zerstörung. Djoko erzählt seine Geschichte aus der Sicht des Kindes und bei vielen Schilderungen bleibt mir einfach der Atem stehen, so schlimm und grausam ist das was ihm und stellvertretend vielen kleinen Kinder in diesem sinnlosen Krieg angetan wurde.

Gemeinsam lebt er mit seinen sehr jungen Eltern, die einen kleinen Bauernhof betreiben, auf dem Land in bitterster Armut. Es ist ein Kampf ums tägliche Überleben gegen die Natur, Wölfe und auch immer mehr Partisanen. Die verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Namen wechseln sich ab, doch das Morden bleibt gleich. Nach einem Partisanenangriff, bei dem sein Elternhaus komplett zerstört wird, schafft er es mit letzter Kraft und schwerverletzt aus dem Trümmern und befindet sich nun ohne Eltern auf der Flucht. Djoko überlebt als kleiner Junge Dinge, die sich kein Mensch vorstellen kann.

Nun ist er völlig auf sich allein gestellt und muss mutterseelenallein durch einen Teil des kriegsgeschüttelten Europas fliehen. Vor ihm liegen tausend Kilometer bis ins hoffentlich rettende Österreich. Dabei leidet der Leser die unsäglichen Qualen Djokos mit, körperlich sowie auch seelisch, denn wie soll eine kleine Kinderseele mit viel Schrecklichem fertig werden. Wie durch ein Wunder bekommt er immer im letzten Augenblick einen Menschen an die Seite gestellt, der ihm hilft, seien es Partisanen, Krankenschwestern oder auch feindliche deutsche Soldaten. Menschen, von denen der Leser dachte, sie haben jegliches Herz verloren, retten ihm ein um das andere Mal das Leben und setzen für ihn auch ihr eigenes Leben aufs Spiel. Djoko erfährt Verlust über Verlust und sobald er einen Menschen gefunden hat, der für ihn Familie sein könnte, verliert er ihn auch schon wieder und so manches Mal will er nicht mehr weiterleben, doch erstaunlicherweise siegt dann doch sein Überlebenswille und er wagt wieder einen neuen Schritt, um endlich in einer Familie, einem neuen Zuhause anzukommen.

Hera Lind hat mich mit diesem Buch wirklich überrascht. Ihr gelingt es dem Leser diese schlimme Geschichte aus den Augen eines Jungen zu schildern und die unschuldige Kindlichkeit, mit der Djoko Dinge erzählt, ich denke nur an die Geburtstagsfeier mit dem Lamm, lässt den Leser den Kopf schütteln und auch der Absurdität des Geschehens lächeln und ein anderes Mal könnte man nur noch weinen und möchte den Jungen am liebste aus dem Buch retten. Doch Djoko überlebt wohl aus dem Grund, dass seine Geschichte erzählt wird und allen Lesern klar wird, was Krieg anrichtet.

Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Gottes bedingungslose Liebe

Winterleuchten am Liliensee
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Wir befinden uns im Schwarzwald im Jahr 1965. Charlotte Vogel aus dem Forsthaus Vogel am Liliensee bekommt Post aus dem Nachlass ihrer früheren Freundin mit der Bitte ihre kleine Tochter zu sich zu nehmen, ...

Wir befinden uns im Schwarzwald im Jahr 1965. Charlotte Vogel aus dem Forsthaus Vogel am Liliensee bekommt Post aus dem Nachlass ihrer früheren Freundin mit der Bitte ihre kleine Tochter zu sich zu nehmen, deren Patentante sie. Charlotte nimmt diese Bitte sehr ernst und freut sich auf das kleine Mädchen, doch bei ihrer Ankunft staunt sie.

Aus dem Auto, mit dem ihr Sohn Robert ihr Patenkind vom Bahnhof abgeholt hat, steigt eine junge schöne Frau, eindeutig erwachsen was die ganze Familie erstmal verdutzt zur Kenntnis nimmt. Lisa kommt mit einem Koffer und sehr viel unsichtbarem Gepäck namens Selbstzweifel und Ablehnung. Sie hofft im Forsthaus mehr über ihre Mutter zu erfahren und sehnt sich aus tiefstem Herzen nach einer Familie. Doch aufgrund ihrer Biografie glaubt sie fest daran, dass ihr das nicht zusteht. Der Leser erlebt sehr authentisch den inneren Kampf der jungen Frau mit die Vergangenheit loszulassen und innere Ruhe und Frieden zu finden.

Robert, der älteste Sohn und ebenfalls Förster, steht Lisa sehr skeptisch gegenüber und fühlt sich auf der anderen Seite auch von ihr angezogen. Doch eine große und immer noch schmerzende Wunde in seinem Herzen, was Frauen und Beziehungen betrifft, lässt ihn auf Distanz gehen. Charlotte hingegen, die sich sehr gerne als einen Engel der Liebe betätigt, wittert die Gunst der Stunde und versucht einen ihrer Söhne mit Lisa zusammenzubringen Großvater Johann beobachtet das alles und bespricht es mit dem, der alles in die richtigen Wege leiten wird.

Auf einer gemeinsamen Winterbergtour von Robert und Lisa, herbeigeführt von einem weiteren Engel der Liebe, nämlich Johann, kommen sich die beiden zögerlich näher. Ein plötzlicher Schneesturm bringt sie jedoch in höchste Gefahr und die Forstfamilie ahnt noch nichts davon. Derweil kommt das echte Patenkind, Trudi, mit ihren Pflegeeltern im Forsthaus an......

Elisabeth Büchle hat einen ganz wundervoll stimmungsvollen Winterroman geschrieben und dabei die 60er Jahre gekonnt wieder aufleben lassen. Die Landschaft und das Leben im Schwarzwald wurden mir so lebendig während des Lesens, ich fühlte mich förmlich am Liliensee und habe die wunderbare Natur genossen. Da mein Geburtsjahr in den 60ern liegt, war es mir auch ein ganz besonderes Vergnügen. Doch nicht nur die äußeren Stimmungen vermag die Autorin zu beschreiben sondern auch das Innenleben der Protagonisten, mit was sie zu kämpfen haben, was sie verletzt hat und immer noch verletzt und wie sie sich bemühen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen um in Ruhe und Frieden ein neues Leben zu starten, das nur mit Gottes Hilfe möglich ist, liest sich einfach so gut. Auf eine ganz angenehme Weise wird der christliche Glaube in die Geschichte eingebettet und jeder Leser kann die kleinen versteckten Weisheiten Gottes für sich in Anspruch nehmen.

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