An sich nette Romanze, geprägt von einer unzufriedenen Protagonistin die einem den Spaß am Lesen verdirbt.
Seoulicious – Fake Me, Real YouIn „Seoulicious“ von Thea Hong begleiten wir Suki auf der Suche nach Zugehörigkeit, Glück und Heimat. Sie ist eine Koreanerin, die mit ihrer Mutter und Zwillingsschwester Yoona in Deutschland lebt. Allerdings ...
In „Seoulicious“ von Thea Hong begleiten wir Suki auf der Suche nach Zugehörigkeit, Glück und Heimat. Sie ist eine Koreanerin, die mit ihrer Mutter und Zwillingsschwester Yoona in Deutschland lebt. Allerdings fühlt sie sich fehl am Platz, als würde sie nicht in dieses Land gehören und so entscheidet ihre Mutter sie zu ihren Großeltern nach Korea zu schicken. Dort läuft jedoch alles ein wenig aus dem Ruder als sie in die Rolle ihrer Zwillingsschwester – einer Influencerin – schlüpfen und an einer berühmten Koch- und Datingshow teilnehmen soll. Wird der Schwindel auffliegen und Konsequenzen haben?
Fazit
Die Inhaltsangabe hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Ich habe mir eine süße Romanze mit ein wenig Drama erhofft, wurde jedoch größtenteils sehr enttäuscht. Suki als Protagonistin ist mir unglaublich auf die Nerven gegangen. Am liebsten hätte ich nach 40 Seiten das Handtuch geworfen, denn diese handelten nur davon, dass alles und jeder ein Rassist ist. Suki fühlt sich von allem und jedem angegriffen, ist aber selbst ziemlich unsympathisch und angriffslustig und ihr Verhalten ist stellenweise arg grenzwertig. Natürlich muss man sich nicht alles gefallen lassen, aber manchmal ist es besser Dinge einfach zu ignorieren – ziemlich genau so wie ihre Mutter ihr das jedes Mal aufs Neue erklärt. Teilweise macht die Protagonistin sogar dort Probleme wo keine sind, zum Beispiel schnauzt sie ein deutsches Pärchen in Korea an, welches ihr überhaupt nichts getan hat und ist anschließend der Meinung, dass ihr problematische Menschen scheinbar von Kontinent zu Kontinent folgen. An dieser Stelle habe ich mich gefragt ob nicht Suki das einzige Problem an dem ganzen Buch ist – so leid es mir auch tut, aber diese Victim Mentality war ab einem gewissen Punkt nicht mehr auszuhalten.
Besser wurde das Ganze als das Setting nach Korea gewechselt ist und die Koch- bzw. Datingshow angefangen hat. Dennoch ist Suki immer wieder in ihre alten Muster abgestürzt, denn sie passt ihrer Meinung nach weder nach Deutschland, noch nach Korea – dort sind auch alle gegen sie - und hat mir den Lesespaß mit ihrer Einstellung ordentlich verdorben. Nicht einmal die anderen Charaktere konnten das wieder ausgleichen.
Von mir gibt es deshalb leider absolut gar keine Empfehlung für dieses Buch.