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Veröffentlicht am 27.04.2024

Eine schöne Lektüre, die jedoch auch sehr ernste Themen anspricht.

Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist
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"Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist" von Iben Akerlie und Laura Rosendorfer nimmt uns mit nach Norwegen, zu Nora und ihrem Ferienaufenthalt bei ihrer Oma in einem kleinen Dorf.

Dort lernt sie ...

"Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist" von Iben Akerlie und Laura Rosendorfer nimmt uns mit nach Norwegen, zu Nora und ihrem Ferienaufenthalt bei ihrer Oma in einem kleinen Dorf.

Dort lernt sie Abbas kennen und wird mit Gefühlen überschüttet, die sie vorher so noch nie erlebt hat. Die beiden verbringen den ganzen Sommer miteinander, tauschen sich viel aus, haben jede Menge Spaß, werden aber auch von der harten Realität eingeholt als es plötzlich um Abbas Mutter geht. Oder um Dorrit, die ganz offenkundig ein Problem mit Abbas und seiner Familie hat.


Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig, die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Die Kapitel haben eine optimale Länge, sind also relativ kurz gehalten und für jede Kapitelzahl gibt es eine süße Blumenillustration.


Charaktere

Nora taut im Laufe der Geschichte regelrecht auf und kann zum Schluss sogar richtig gut für sich selbst und ihren neuen Freund einstehen. Sie weiß jedoch auch schon ganz genau mit welchen Themen sie sich eher weniger befassen möchte, was ihr gefällt und was nicht und vertritt ihre eigene Meinung.

Abbas stammt aus Afghanistan, wurde jedoch in Norwegen geboren. Trotzdem hat er mit Vorurteilen ihm gegenüber zu kämpfen und wird im Alltag immer wieder mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert.

Wendy ist die Oma von Nora. Eine Journalistin die viele Kriegsgebiete bereist und darüber berichtet hat. Dadurch und durch Abbas' Abstammung werden wir in dem Buch ebenfalls mit diesem Thema konfrontiert.



Fazit

Ich habe mich tatsächlich ein wenig überrumpelt gefühlt, da einige ziemlich ernste und schwierige Themen angesprochen worden sind. Diskriminierung und Rassismus wurde zwar im Vorfeld kommuniziert, Krieg und Tod kamen jedoch auch noch dazu. Dessen sollte man sich vorher unbedingt bewusst sein bevor man sich in den Roman stürzt. Daher war die Stimmung abwechselnd mal gedrückt und mal heiter.

Trotzdem wurde versucht kindgerecht damit umzugehen, wir haben alles aus Noras Sichtweise erlebt und auch ihr wurde das manchmal einfach zu viel, was sie uns auch hin und wieder wissen ließ. In einem anderen Fall wurde den Kindern auch schön vermittelt, dass sie auf jeden Fall das Recht haben sauer zu sein, dass sie etwas ungerecht finden dürfen, dass ihre Gefühle wichtig sind und sie gehört werden.

Noras Beschreibungen für ihre neu entdeckten Gefühle für Abbas fand ich dagegen hinreißend und habe mich jedes Mal gefreut eine neue Metapher diesbezüglich zu lesen.

Was die Erwachsenen in diesem Roman angeht - da haben sich bei mir manchmal wirklich die Haare gesträubt. Ich habe auch keine Sympathie weder für Wendy, Noras Mutter noch sonst irgendwen verspürt. Ganz im Gegenteil. Zwar standen sie zum Schluss vereint hinter ihren Kindern aber das hat es für mich auch nicht mehr rausgerissen.



Letztendlich ein schönes Kinderbuch welches versucht schwierige Themen kindgerecht zu verarbeiten und uns die Sichtweise der Betroffenen näher zu bringen.

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Veröffentlicht am 27.04.2024

Schweden, Schnee, Elche, eine Prise Humor und schon hat man ein gutes Rezept für eine nette Liebesgeschichte.

Nordleuchten-Reihe / Nordleuchten - Linnea & Jesper
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In "Nordleuchten - Linnea & Jesper" von Romana Stauffer besucht Linnea ihre Familie in Schweden, denn es steht ein ganz besonderer Geburtstag an. Ihre Oma wird 90 Jahre alt und abgesehen davon, kann Linnea ...

In "Nordleuchten - Linnea & Jesper" von Romana Stauffer besucht Linnea ihre Familie in Schweden, denn es steht ein ganz besonderer Geburtstag an. Ihre Oma wird 90 Jahre alt und abgesehen davon, kann Linnea auch eine Pause von ihrem stressigen Alltag in Miami gebrauchen.


Fazit

Innerhalb eines Kapitels wird einerseits aus Linneas Sichtweise erzählt, aber auch aus Jespers Sicht. Das hat mich ehrlich gesagt hin und wieder reichlich verwirrt und es wurde für meinen Geschmack viel zu oft zwischen den Protagonisten hin und her gewechselt.

Grundsätzlich haben mich auch fast alle Charaktere kalt gelassen, keiner von ihnen konnte bei mir sonderlich viele Sympathiepunkte ergattern. Bei Jorun hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie auf Krampf die lustige Oma sein muss. Genauso wie ihre Freundin. Klar - Spaß muss auch sein aber manche Situationen waren mir zu viel des Guten.

Auch hat mich die Aktion mit dem Flieger zum Schluss verwirrt - ob das zeitlich wirklich realitätsnah gewesen ist?

Nichtsdestotrotz war es eine unterhaltsame Geschichte. Ich werde die Reihe jedoch nicht fortsetzen.

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Veröffentlicht am 27.04.2024

Auf der Suche nach dem Traumprinzen - humorvoll, romantisch, verzweifelt - eine Achterbahn der Gefühle!

(Kein) Traummann in Sicht
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"(Kein) Traummann in Sicht" von Svenja Lassen nimmt uns mit nach Sylt zu Femke und auf die Suche nach ihrem Traumprinzen.

Der Job nervt, der Freund sowieso und plötzlich fasst Femke all ihren Mut zusammen ...

"(Kein) Traummann in Sicht" von Svenja Lassen nimmt uns mit nach Sylt zu Femke und auf die Suche nach ihrem Traumprinzen.

Der Job nervt, der Freund sowieso und plötzlich fasst Femke all ihren Mut zusammen und lässt das Muttersöhnchen links liegen. Doch wo soll sie nun unterkommen, nach der Trennung und der spontanen Flucht aus der gemeinsamen Wohnung? Ausgerechnet Arne, der Rüpel aus ihrer Kindheit bietet ihr sein Gästezimmer an und bevor sie ihrer Familie die Trennung von ihrem Freund beichten muss, nimmt sie dieses Angebot an.


Fazit

Mit diesem Buch habe ich mich an ein neues Genre getraut und ich habe es geliebt. Die Sticheleien zwischen Arne und Femke sind herrlich, ich habe viel gelacht, konnte aber gleichzeitig das Gefühlschaos bei beiden sehr gut nachvollziehen. Femke scheint schließlich ihren Traummann auf Tinder gefunden zu haben und ich habe wahnsinnig mit ihr mitgefiebert und dieses Treffen herbeigesehnt. Es gibt Höhen und Tiefen, so unglaublich viele Emotionen, Aussprachen in der Familie, einfach ein wundervoller Roman den ich absolut jedem weiterempfehlen kann, der auf der Suche nach einer schönen Liebesgeschichte ist.

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Veröffentlicht am 27.04.2024

Grandioses Worldbuilding, geniale Charaktere, eine spektakuläre Story - absolut empfehlenswert!

Strom - Das dunkle Erwachen
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"Strom - Das dunkle Erwachen" von Robin Hill ist ein hervorragender Science-Fiction Roman, der uns mit in die Welt von Fiora nimmt.

Fiora ist eine sogenannte "Dunkle" und wird aufgrund dessen verabscheut. ...

"Strom - Das dunkle Erwachen" von Robin Hill ist ein hervorragender Science-Fiction Roman, der uns mit in die Welt von Fiora nimmt.

Fiora ist eine sogenannte "Dunkle" und wird aufgrund dessen verabscheut. Dennoch hofft sie auf eine Ausbildung zur Lehrmeisterin und dadurch ein besseres Leben. Das Schicksal hat jedoch ganz andere Pläne für sie vorgesehen. Es bricht Krieg aus, Fiora verlässt infolgedessen ihre Heimatstadt und es beginnt ein Kampf ums Überleben.


Weltenaufbau

Wüste, Wüste und noch mehr Wüste. Dazwischen hier und da eine Stadt oder ein Dorf. Eine scheinbar riesige Welt, die unsere Protagonistin bereist. So gut beschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte.


Charaktere

Die Protagonistin Fiora hat mir wahnsinnig gut gefallen. Trotz, dass ihr viel Leid wiederfahren ist, konnte sie immer auf ihre Familie zählen und sie hat nie aufgegeben, sondern stets nach vorne geblickt. Ihre Schwester Mara dagegen scheint ziemlich beliebt zu sein und hat eine glänzende Zukunft vor sich. Dennoch hält sie jederzeit zu Fiora, versucht diese zu beschützen, kann aber auch ganz schön direkt und schroff sein wenn es sein muss. Beide haben es mir unglaublich angetan, zwei sehr starke Persönlichkeiten.

Neben dem Geschwisterpaar gibt es noch Faradas, der mir ebenfalls gut gefallen hat, sowie viele weitere gut ausgearbeitete Nebencharaktere.


Fazit

Eine außergewöhnliche Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert hat. Die Handlung wurde stets vorangetrieben, wir wurden mit vielen Informationen beliefert und sämtliche relevante Fragen wurden beantwortet. Das Thema "KI" ist ein wichtiger Bestandteil des Buches, jedoch muss man kein Wissenschaftler sein um dem Ganzen folgen zu können.

Fiora und Mara sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen und das Ende hat mich völlig zerstört. Ich bin fassungslos, wehmütig und kann immer noch nicht glauben, dass es nun wirklich zu Ende sein soll.

Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen, für mich ist es definitiv das Highlight des Monats. Vor allem Fans von Science-Fiction werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 11.04.2024

Gut durchdachte Charaktere, interessante Story - aber eindeutig etwas für X-Men Fans.

Shatter Me
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Im Buch "Shatter Me" von Tahereh Mafi geht es um Juliette und ihre besondere Fähigkeit aufgrund derer sie aktuell mehr oder weniger in Haft sitzt.
Das Militär scheint zudem von ihrer Fähigkeit Gebrauch ...

Im Buch "Shatter Me" von Tahereh Mafi geht es um Juliette und ihre besondere Fähigkeit aufgrund derer sie aktuell mehr oder weniger in Haft sitzt.
Das Militär scheint zudem von ihrer Fähigkeit Gebrauch machen zu wollen, weshalb sie nach einiger Zeit aus der Anstalt raus kommt. Juliette möchte jedoch nicht als Mordwaffe herhalten und mit der Hilfe eines alten Schulfreundes der nun beim Militär ist möchte sie die Flucht wagen. Doch selbst wenn ihr die Flucht gelingen sollte, wie wird es draußen für sie weiter gehen?

Schreibstil

Die ersten fünfzig Seiten waren verdammt anstrengend. Wie wenn wir im Kopf einer psychisch kranken Person wären, alles total wirr. Wir lesen zudem aus der Sicht von Juliette in der Ich-Form. Nach den ersten fünfzig Seiten ging es dann aber bergauf, sowohl mit dem Schreibstil als auch von der Story her.

Welt

Wir befinden uns in einer zerstörten Welt, die Jahreszeiten spielen verrückt, es gibt fast keine Tiere, Blumen, es herrscht Lebensmittellknappheit und die Menschen verhungern elendig. Also quasi eine dystopische Zukunft. An der Macht ist das sogenannte "Reestablishment", doch im Untergrund scheint sich eine Rebellion zu bilden.

Charaktere

Juliette lebt in ständiger Angst jemanden aus Versehen verletzen oder gar töten zu können. Was bei ihrer Fähigkeit und Vergangenheit durchaus Sinn ergibt. Später ist sie trotzig, knickt aber immer wieder ein, damit wegen ihr niemand zu Schaden kommt. Dennoch ein starker Charakter.

Adam ist ein Soldat beim Militär und ein ehemaliger Schulfreund von Juliette. Auch er hatte keine rosige Vergangenheit, doch so ganz konnte ich seinen Gefühlen für Juliette nicht folgen.

Warner ist das typische Arschloch, Boss beim Militär, angsteinflößend, machthungrig. Trotzdem fand ich ihn sehr interessant und bin gespannt in welche Richtung es mit ihm weitergehen wird.

Mit Kenji bin ich anfangs nicht warm geworden und weiß selbst jetzt nicht was ich von ihm halten soll. Der kleine Bruder von Adam hat einen relativ kurzen Auftritt und man sieht an ihm sehr gut wie traumatisiert die ganze Gesellschaft sein muss.

Ich finde alle Charaktere insgesamt sehr spannend, wir bekommen Einblicke in ihre Vergangenheit, Gegenwart und können so die ein oder andere Handlung viel besser nachvollziehen.


Fazit

Am Anfang des Buches wusste ich nicht wohin die Reise gehen soll und am Ende musste ich feststellen, dass ich die Reihe wohl nicht mehr weiterlesen werde.
Es hat sich für mich zum Schluss zu sehr in Richtung "X-Men" entwickelt und daran habe ich leider kein Interesse. Ganz besonders bei der Protagonistin musste ich ständig an Rogue denken.

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