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Veröffentlicht am 02.07.2024

Berührende Geschichte einer griechischen Familie und eine Ode an die Frauen.

Bittersüße Mandeln
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Die Geschichte über ihre Herkunft wird Stella am Krankenbett ihrer Mutter erzählt.

Anna ist eine junge Mutter von fünf Kindern, die im Bürgerkrieg in den 1940er Jahren aus einem kleinen Dorf bis nach ...

Die Geschichte über ihre Herkunft wird Stella am Krankenbett ihrer Mutter erzählt.

Anna ist eine junge Mutter von fünf Kindern, die im Bürgerkrieg in den 1940er Jahren aus einem kleinen Dorf bis nach Athen fliehen muss. Eine waghalsige Reise beginnt, ohne Geld oder Essen.

Sie lässt sich in einem Vorort Athens nieder und schafft es ein großes Geschäft in der Landwirtschaft aufzubauen, vor allem aber ihren Kindern ein angenehmes Leben mit einer Schulbildung zu ermöglichen.

Ihr Mann Manolis ist Kommunist und Freiheitskämpfer. Er wurde verraten, lange Zeit in Gefangenschaft gehalten und kam nach etlichen Jahren gebrochen zurück. Er fährt das Geschäft an die Wand, denn Frauen haben damals keinerlei Rechte. Doch Anna hält immer zu ihm und gemeinsam beginnen sie ein neues altes Leben.

Die Kinder ziehen bald aus und beginnen ihre eigenen Geschichten. Anna bleibt stets wie eine Löwin an ihrer Seite.



Hanna von Feilitzsch hat außerordentliches Talent. Ihr Schreibstil geht runter wie Honig. Das Lesen schmeckt und man möchte Nachschub.

Dieses Buch erzählt vom Leben und der Liebe. Es kombiniert die alten Traditionen, die auf moderne Einflüsse treffen. Es zeugt von Schwächen und Stärken im Leben.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Man hofft vergeblich auf ein bisschen Spannung

Kärntner Totenmesse
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Bei einer Messeausstellung in Kärnten wird der Landesrat ermordet aufgefunden. Die Mutter des Prominenten engagiert Heinz Sablatnig zu dessen Aufklärung.

Detektiv Sablatnig hat starke Depressionen, die ...

Bei einer Messeausstellung in Kärnten wird der Landesrat ermordet aufgefunden. Die Mutter des Prominenten engagiert Heinz Sablatnig zu dessen Aufklärung.

Detektiv Sablatnig hat starke Depressionen, die den Lesern permanent unter die Nase gerieben werden.
Gemeinsam mit seiner Schwester Sabine, die als Chefin der Mordkommission fungiert und extrem dominant wirkt, machen sie sich an die Arbeit.
Viel Arbeit steckt leider nicht dahinter, weder von der Polizeiarbeit, noch kommen viele Verdächtige in Betracht. Von Anfang an gibt es nur einen Verdächtigen, der Zweite stirbt leider in Folge eines Herzinfarkts.
Auch ein Spannungsbogen, den ich aufgrund des interessanten Covers und Klappentextes erwartet habe, tauchte hier nicht auf.

Obwohl es sich gut gelesen hat, empfand ich manche Textpassagen als unnötig lang.

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Veröffentlicht am 28.06.2024

Langatmig

Blutender Tod - Tatort Boston
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Personen verschwinden und der in die Jahre gekommene Mordermittler Forrest Waterspoon beginnt. Seine Adoptivtochter Molly ist Journalistin und arbeitet parallel dazu. Sie bringt wichtige Informationen ...

Personen verschwinden und der in die Jahre gekommene Mordermittler Forrest Waterspoon beginnt. Seine Adoptivtochter Molly ist Journalistin und arbeitet parallel dazu. Sie bringt wichtige Informationen und Zusammenhänge mit.



Meiner Meinung nach zieht sich das Buch zu lange hin. Vieles schweift aus und wiederholt sich. Der Ermittler wirkt steif und lustlos, Ermittlungen spielen kaum eine Rolle in diesem Roman. Roman? Ja, ein softer Krimi, geschweige denn ein Thriller. Dementsprechend niedrig war auch der Spannungsbogen.

Außerdem fand ich die Zeitsprünge sehr verwirrend. Es gibt zwar Kapiteleinteilungen, aber zum einen ohne Jahresangaben und zum anderen wurde teilweise innerhalb eines Kapitels gesprungen.

Tut mir sehr leid, aber ich kann leider nicht mehr 🌟 vergeben.

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Veröffentlicht am 26.06.2024

Langweilig

Sündiges Grab (Zwischen Mord und Ostsee - Küstenkrimi 6)
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Bevor die Flensburger Kollegen Ina und Jörg die Mordkommission verlassen und zwei neue diese übernehmen, ermitteln sie zu viert am Tod einer 17-jährigen.
Die Spur führt schnell zu ihrem Lehrer, der jedoch ...

Bevor die Flensburger Kollegen Ina und Jörg die Mordkommission verlassen und zwei neue diese übernehmen, ermitteln sie zu viert am Tod einer 17-jährigen.
Die Spur führt schnell zu ihrem Lehrer, der jedoch ebenfalls tot in seinem Haus gefunden wurde.
Welches Geheimnis haben beide mit ins Grab genommen?
Und was weiß der beste Freund des Mädchens?
Kann er der KriPo mit seinen IT-Kenntnissen weiterhelfen?

Meiner Meinung nach stehen die persönlichen Gespräche und generell Privates zu sehr im Vordergrund bei diesem Buch.
Zudem finde ich die Frankfurter einfach nur unsympathisch.
Das bisschen Mord und Polizeiarbeit ist mir zu wenig und zu schlecht recherchiert.

Der Schreibstil ist leicht, allerdings gibt es keinen Spannungsbogen.
Durch den offenen Stil weiß man direkt, wer was denkt oder sagt und somit verdächtig ist und hat keine Chance mitzurätseln.

Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Das beste Buch dieses Jahr

Nach uns der Sturm
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Cecily ist eine junge Mutter, die Informationen über die Briten in Malaya zugunsten der Japaner organisiert.
Ende der 1930er geht ihr vermeintlicher Traum in Erfüllung und die Japaner nehmen das Land ...

Cecily ist eine junge Mutter, die Informationen über die Briten in Malaya zugunsten der Japaner organisiert.
Ende der 1930er geht ihr vermeintlicher Traum in Erfüllung und die Japaner nehmen das Land ein, doch entgegen ihren Erwartungen verschlimmert sich ihr Leben drastisch.
Ihr Mann Gordon verliert seine Anstellung und erkrankt.
Ihre Tochter Jurube arbeitet in einem Teehaus und lernt dort einen Japaner kennen, der ihr mit Lebensmittelmarken aushilft, da es nichts zu essen gibt.
Ihr hübscher Sohn Abel wird in ein Arbeitslager gesteckt, in dem seine Seele aufgrund der Erlebnisse bricht.
Ihre jüngste Tochter Jasmin muss täglich in den Keller gesperrt werden, damit sie nicht von den Japanern in ein Bordell gesteckt wird.
Und Cecily denkt, sie sei schuld daran.

Das Buch von Vanessa Chan ist in mehrere Kapitel aufgeteilt und wechselt zwischen den Kriegsanfängen, oft aus Cecilys Sicht und aus den Blickwinkeln aller Beteiligten zu Kriegsende 1945.

Man muss das Buch in Ruhe lesen, damit man die Gefühle und das Leid zwischen den Zeilen lesen bzw. aufsaugen kann.
Dann versteht man, dass die Menschen depressiv sind, neidisch, voller Schuld und am Ende ihrer Kräfte. Weil der Krieg sie so formt.

Ich persönlich fand sehr interessant, zumal ich bereits Südostasien bereist habe und keine Spuren der Japaner fand und nichts über das Leid las.
Dabei ist es wichtig, ihre Geschichten zu erfahren.

Möchte diesen Roman jedem ans Herz legen, der noch etwas von der Menschheit hält.

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