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Veröffentlicht am 11.11.2024

Ein Garten, wie er sein sollte

Slow Gardening
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Das Titelbild mit dem bunten, dicht bewachsenem Garten und der reichen Ernte hat direkt mein Interesse geweckt. Der Begriff "Slow Food" ist mir bereits aus dem Bereich der Gastronomie im Sinne von Nachhaltigkeit ...

Das Titelbild mit dem bunten, dicht bewachsenem Garten und der reichen Ernte hat direkt mein Interesse geweckt. Der Begriff "Slow Food" ist mir bereits aus dem Bereich der Gastronomie im Sinne von Nachhaltigkeit ein Begriff und hier ist er nun auf den Gartenbereich übertragen. Im Prinzip kann man sagen, dass damit so etwas wie die Küchengärten und bunten Bauerngärten, wie sie früher noch viel häufiger anzutreffen waren, gepaart mit Ruhezonen für Mensch und Tier gemeint ist. Die beiden Autorinnen, die auf Instagram unter farmmade_sisters aktiv sind, haben 2016 damit begonnen, den alten Bauerngarten ihres Großvaters bei München zu reaktivieren und eine der beiden Schwestern lebt mittlerweile in Schweden, wo sie unter etwas anderen klimatischen Bedingungen ebenfalls einen Nutzgarten anlegt.

Im Buch gibt es dann natürlich auch viele ansprechende Fotos von den Gärten, den Pflanzen und der schmackhaften Ernte. Da es sich aber mehr um einen Ratgeber als um einen Bildband handeln soll, finden sich natürlich auch eine Menge Tipps, wie man selbst zu so einem bunten und in jeder Hinsicht nützlichen Garten kommen kann. Angefangen mit dem Anlegen von Beeten, über die Bodenpflege, zu halbwegs unkomplizierten Pflanzen, der Aussaat und passenden Beetnachbarn. Auch Zeitpläne, was wann gemacht werden sollte und Ratschläge zu verschiedenen Schadbildern, fehlen nicht und, für die erfolgreiche Ernte gibt es Rezepte und Tipps zur Haltbarmachung. Auch die Tierwelt und der Genuss für's Auge durch bunte Blumen werden berücksichtigt. Somit bekommt man richtig Lust, sich direkt an die Garten(um)gestaltung zu machen. Prinzipiell richtet sich das Buch eher an Gartenanfänger würde ich sagen, es liefert Basic-Informationen und viel Inspiration, den eigenen Garten bunt und naturnah zu gestalten und dafür noch mit leckerem selbst geernteten Gemüse, Obst und bunten Blüten belohnt zu werden. Dabei gilt aber immer auch der Grundsatz, auszuprobieren und nicht zu verbissen an die Sache heranzugehen, sondern den Garten auch als Ort des Genusses und der Erholung zu sehen.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Vegetarische Streedfood Trends auch für zuhause

Green Street
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Bei Green Street haben mich die farbintensive Covergestaltung im Retro-Look und das Thema direkt angesprochen. Ich probiere gerne Essen von Foodtrucks oder ausgefalleneren Imbissläden und ernähre mich ...

Bei Green Street haben mich die farbintensive Covergestaltung im Retro-Look und das Thema direkt angesprochen. Ich probiere gerne Essen von Foodtrucks oder ausgefalleneren Imbissläden und ernähre mich fleischlos, da klingt das sehr interessant. Auch der Autor ist mir bereits von anderen Kochbüchern ein Begriff.

Bei dem Buch handelt es sich um eine Mischung aus Bildband mit dem Thema Foodtrucks und Streetfood und Kochbuch. Der Autor besucht ausgewählte Imbiss- und Foodtruckbetreiber und stellt sie und ihre jeweiligen Spezialitäten vor. Anschließend gibt es dann thematisch passende Rezepte zum Nachkochen zuhause. Das Ganze ist natürlich mit reichlich Bildern ergänzt, sodass man sich mehr unter den Gastronomen und den Gerichten vorstellen kann und direkt Appetit bekommt.

Es finden sich im Buch dann auch viele sehr spannende Rezepte, die man so nicht überall sieht. Teils vegetarische Varianten von Klassikern, die aber ohne fertigen Fleischersatz hergestellt werden, teile Spezialitäten, die schon immer ohne Fisch und Fleisch auskommen. Etwas gestört hat mich jedoch, dass beim verwendeten Käse ignoriert wurde, dass auch tierisches Lab von vielen Vegetariern gemieden wird. Hier wären zumindest Tipps für ähnliche Alternativen, die man z. B. statt Pecorino verwenden kann, wünschenswert gewesen. Die Zutatenliste ist teilweise schon recht lang, das kommt aber auf das jeweilige Rezept an. Je nachdem, wie exotisch ein Gericht ist, muss man für die eine oder andere Zutat wahrscheinlich auch einen sehr gut sortierten Supermarkt oder spezielle Geschäfte aufsuchen.

Insgesamt liefert das Buch eine Menge Inspiration für Foodtrucks, die sich auszuprobieren lohnen, aber auch für Gerichte, die man in kleineren Orten nicht so leicht bekommt, wie in Berlin oder Hamburg, die man mit Hilfe des Buchs dann aber selbst kochen kann. Etwas Kocherfahrung sollte man dafür aber schon mitbringen, für komplette Anfänger ist es eher nicht konzipiert, auch wenn die Anleitungen gut nachvollziehbar sind.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Bruderliebe

Der König
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Bei diesem Buch hat mich die ästhetische Covergestaltung mit der goldenen Achterbahn vor dem in Graustufen gehaltenen Rest direkt angesprochen. Es handelt sich um den zweiten Teil einer Reihe, aber ich ...

Bei diesem Buch hat mich die ästhetische Covergestaltung mit der goldenen Achterbahn vor dem in Graustufen gehaltenen Rest direkt angesprochen. Es handelt sich um den zweiten Teil einer Reihe, aber ich habe auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gut in die Handlung hineingefunden. Andererseits schadet es sicher auch nicht, wenn man noch etwas mehr über die Vorgeschichte weiß.

Ort der Handlung ist der kleine Ort Os im Norden Norwegens. Dort leben die Brüder Carl und Roy, Carl betreibt ein Spa Hotel, Roy unter anderem eine Tankstelle und eine Kneipe, er träumt aber davon, eine riesige Achterbahn zu bauen. Dazu muss er aber unbedingt den Bau eines Tunnels, der den Durchgangsverkehr nicht mehr durch Os führen würde, verhindern und eine ordentliche Menge an Geld auftreiben. Das alles nicht gerade mit legalen Methoden. Auch zwischen den Brüdern gibt es immer wieder Konflikte und zudem drohen alte Geheimnisse doch noch ans Licht zu kommen.

Ich mochte es, mich beim Lesen nach Nordnorwegen zu begeben. Roy, aus dessen Perspektive erzählt wurde, hat trotz aller krimineller Energie und Brutalität, wenn ihm etwas gegen den Strich geht, definitiv auch ein gutes Herz und war mir so irgendwie sympathisch. Für meinen Geschmack gab es aber etwas viele düstere Abgründe in den Familiengeschichten der einzelnen Protagonist:innen, das fand ich so etwas übertrieben und es nahm auch etwas viel Raum in der Geschichte ein. Ansonsten kam es immer wieder zu unvorhersehbaren Wendungen und man kann lange nicht einschätzen, wie alles für Roy und seinen Bruder enden wird.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Mitbewohner wider Willen

Midsummer House
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Bei "Midsummer House" handelt es sich um den dritten Teil der Applemore-Reihe der Autorin. Das hat zur Folge, dass es, auch wenn jedes Mal wer anders im Mittelpunkt steht, dennoch ein Wiedersehen mit einigen ...

Bei "Midsummer House" handelt es sich um den dritten Teil der Applemore-Reihe der Autorin. Das hat zur Folge, dass es, auch wenn jedes Mal wer anders im Mittelpunkt steht, dennoch ein Wiedersehen mit einigen Nebenfiguren gibt. Trotzdem lässt sich dieser Band aber auch unabhängig von den vorherigen lesen. Das bunte Cover sorgt direkt für eine angenehme Lesestimmung und macht Lust auf die schottischen Highlands, wo alles spielt.

Im Mittelpunkt steht diesmal Charlotte Fraser, die in Applemore bereits einige Cottages an Urlauber vermietet und nun gerne Midsummer House von einer recht exzentrischen älteren Frau kaufen möchte, die zur Bedingung macht, das Charlotte zunächst das Haus und ihre Tiere sittet, während sie auf Reisen geht. Charlotte lässt sich darauf ein, nichtsahnend, dass auch Rob, der Neffe der alten Damen in dem Haus wohnen soll. Diesen kennt sie von einer gemeinsam verbrachten Nacht in Edinburgh und wollte ihn eigentlich nicht wiedersehen, auch wenn sie zugeben muss, dass sie ihn weiterhin sehr anziehend findet.

Der Roman bietet eine etwas voraussehbare, aber angenehm lesbare Geschichte, die an einem tollen Schauplatz spielt, sodass man direkt Lust bekommt, dort einmal hinzureisen und auch die lokalen Spezialitäten zu probieren. Die beiden Hauptpersonen waren mir grundsätzlich sympathisch und auch das "Wiedersehen" mit einigen Nebenpersonen und dabei zu erfahren, wie es mit ihnen weiterging, fand ich gut. Gerne würde ich noch weitere Teile der Reihe lesen.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Schmerzvolle Erinnerungen

Tage mit Milena
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Bei diesem Roman hat mich das Cover direkt angesprochen, da es auf mich wirkte, als spiele das Meer eine große Rolle in der Geschichte. Das war dann zwar weniger der Fall, dennoch hat mir die Geschichte ...

Bei diesem Roman hat mich das Cover direkt angesprochen, da es auf mich wirkte, als spiele das Meer eine große Rolle in der Geschichte. Das war dann zwar weniger der Fall, dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Annika, eine um die 50-jährige Frau, die eine Art Schreibwarenladen betreibt und dort die 17-jährige Klimaaktivistin Luzie kennenlernt. Dadurch werden plötzlich Erinnerungen an ihre Zeit in der Hausbesetzerszene in der Hamburger Hafenstraße vor gut 30 Jahren und Milena und Matti wach, mit denen sie damals dort lebte. Aus Sorge um Luzie folgt Annika ihr zu einer Protestaktion in Hamburg, wo weitere Erinnerungen an die Zeit damals und ein traumatisches Ereignis hochkommen.

Ich fand es sehr gelungen, wie die Autorin die aktuellen Klimaproteste mit der Zeit der Hausbesetzungen in Hamburg vor über 30 Jahren verwoben hat und es war sehr interessant, mehr über diese Zeit und die damit verbundenen Ereignisse zu erfahren. Auch die Protagonist:innen sind interessante Persönlichkeiten, deren Charaktere von der Autorin überzeugend ausgestaltet wurden. Der Schreibstil war gut lesbar und Wechsel zwischen den Zeitebenen erzeugten zusätzlich Spannung.

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