Tine Tiedkens wächst als eine der mittleren Töchter einer armen Hamburger Familie in einem schäbigen Viertel auf und muss schon früh Geld als Blumenmädchen verdienen, damit ihre Geschwister genug zu essen ...
Tine Tiedkens wächst als eine der mittleren Töchter einer armen Hamburger Familie in einem schäbigen Viertel auf und muss schon früh Geld als Blumenmädchen verdienen, damit ihre Geschwister genug zu essen bekommen. Ein Hotelbesitzer aus Helgoland bietet ihr die Chance, den ärmlichen Verhältnissen zu entfliehen und auf der Hochseeinsel neu zu beginnen. Obwohl es für Tine nicht leicht ist, dort hin zu gelangen und auch ihre Familie zurück zu lassen, ergreift sie sie und beginnt auf Helgoland ein neues Leben als Zimmermädchen.
Mir hat der Roman gut gefallen, ich fand es spannend, mehr über Helgoland im Wandel der Zeiten zu erfahren. Tine ist mir auf jeden Fall sehr ans Herz gewachsen, weil sie ein einfach durch und durch guter Mensch ist, obwohl sie es nie leicht hatte und auch auf Helgoland nicht immer alles gut läuft und sie sogar schwere Schicksalsschläge verkraften muss. Man leidet mit ihr und freut sich über kleine Lichtblicke.
Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und anschaulich und sie schafft es, mit ihrem Roman zu fesseln, mich sogar so sehr, dass ich mir direkt noch den zweiten Teil besorgt habe.
"Zwischen zwei Herzschlägen" wurde von einer britischen Autorin verfasst, die unter dem Pseudonym Eva Carter schreibt. Das Thema plötzlicher Herzstillstand und Herz-Lungen-Wiederbelebung, das im Roman ...
"Zwischen zwei Herzschlägen" wurde von einer britischen Autorin verfasst, die unter dem Pseudonym Eva Carter schreibt. Das Thema plötzlicher Herzstillstand und Herz-Lungen-Wiederbelebung, das im Roman eine große Rolle spielt, liegt ihr aus persönlichen Gründen sehr am Herzen, weil ihr Mann davon betroffen war.
Was die Covergestaltung angeht, hat mich das dunkle Blau sehr angesprochen, die Illustrationen könnten meiner Meinung nach aber passender gewählt sein. Positiv finde ich aber, dass es nicht allzu sehr an ein kitschiges Liebesroman-Cover erinnert.
Die Geschichte spielt in Großbritannien, genauer im Badeort Brighton. 1999 träumen die Freunde Tim und Kerry davon, Medizin zu studieren und engagieren sich in ihrer Freizeit auch schon in einer Erste Hilfe Gruppe. In der Silvesternacht zum neuen Jahrtausend erleidet Kerrys heimlicher Schwarm, das Fußballtalent Joel einen Herzstillstand und sie reanimiert ihn, während Tim wie gelähmt ist. Joels Herz hat aber 18 Minuten lang nicht geschlagen und er benötigt künftig einen Defibrillator und muss seine Hoffnungen auf eine Fußballkarriere aufgeben und auch Kerry arbeitet "nur" in der Notrufzentrale, während Tim Medizin studiert, ohne, dass er sich insgeheim wirklich vorstellen kann, in dem Beruf zu arbeiten. Beide jungen Männer erkennen aber irgendwann, in Kerry verliebt zu sein und auch Kerry spürt zu beiden eine besondere Verbindung, was in den folgenden Jahren zu einigen Komplikationen führt.
Der ernste Hintergrund der Geschichte gefällt mir gut, da die Autorin so ein breites Publikum darauf aufmerksam macht, wie wichtig es ist, Erste Hilfe zu leisten und auch ganz nebenbei wichtige Tipps dazu mit auf den Weg gibt. Mir persönlich handeln die Protagonist:innen aber teilweise etwas zu unreif und es gibt zu viel hin und her, was teilweise für Längen sorgt. Gut finde ich, dass aus allen drei Perspektiven abwechselnd erzählt wird, sodass man sich recht gut in die Personen hineinversetzen kann. Auch der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und anschaulich.
"Zwischen zwei Herzschlägen" wurde von einer britischen Autorin verfasst, die unter dem Pseudonym Eva Carter schreibt. Das Thema plötzlicher Herzstillstand und Herz-Lungen-Wiederbelebung, das im Roman eine große Rolle spielt, liegt ihr aus persönlichen Gründen sehr am Herzen, weil ihr Mann davon betroffen war.
Was die Covergestaltung angeht, hat mich das dunkle Blau sehr angesprochen, die Illustrationen könnten meiner Meinung nach aber passender gewählt sein. Positiv finde ich aber, dass es nicht allzu sehr an ein kitschiges Liebesroman-Cover erinnert.
Die Geschichte spielt in Großbritannien, genauer im Badeort Brighton. 1999 träumen die Freunde Tim und Kerry davon, Medizin zu studieren und engagieren sich in ihrer Freizeit auch schon in einer Erste Hilfe Gruppe. In der Silvesternacht zum neuen Jahrtausend erleidet Kerrys heimlicher Schwarm, das Fußballtalent Joel einen Herzstillstand und sie reanimiert ihn, während Tim wie gelähmt ist. Joels Herz hat aber 18 Minuten lang nicht geschlagen und er benötigt künftig einen Defibrillator und muss seine Hoffnungen auf eine Fußballkarriere aufgeben und auch Kerry arbeitet "nur" in der Notrufzentrale, während Tim Medizin studiert, ohne, dass er sich insgeheim wirklich vorstellen kann, in dem Beruf zu arbeiten. Beide jungen Männer erkennen aber irgendwann, in Kerry verliebt zu sein und auch Kerry spürt zu beiden eine besondere Verbindung, was in den folgenden Jahren zu einigen Komplikationen führt.
Der ernste Hintergrund der Geschichte gefällt mir gut, da die Autorin so ein breites Publikum darauf aufmerksam macht, wie wichtig es ist, Erste Hilfe zu leisten und auch ganz nebenbei wichtige Tipps dazu mit auf den Weg gibt. Mir persönlich handeln die Protagonist:innen aber teilweise etwas zu unreif und es gibt zu viel hin und her, was teilweise für Längen sorgt. Gut finde ich, dass aus allen drei Perspektiven abwechselnd erzählt wird, sodass man sich recht gut in die Personen hineinversetzen kann. Auch der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und anschaulich.
Christoffer Carlsson, der Autor von "Unter dem Sturm", ist promovierter Kriminologe und wuchs in Schweden auf, er veröffentlichte bereits mehre Krimis, der aktuelle Roman "Unter dem Sturm" war in seiner ...
Christoffer Carlsson, der Autor von "Unter dem Sturm", ist promovierter Kriminologe und wuchs in Schweden auf, er veröffentlichte bereits mehre Krimis, der aktuelle Roman "Unter dem Sturm" war in seiner Heimat bereits für den Schwedischen Krimipreis nominiert.
Der Roman beschäftigt sich quasi mit einem "Cold Case", wie es heutzutage gerne heißt. Im Jahr 1994 starb eine junge Frau bei einem Hausbrand und als Schuldiger gilt schnell Edvard Christensson, der damalige Freund der Toten, der von einem jungen Polizisten namens Vidar bewusstlos in der Nähe des Brandortes gefunden wurde. Er beteuert seine Unschuld, wird vor Gericht aber dennoch später schuldig gesprochen und seine Schwester wendet sich wegen seiner vermeintlichen Schuld von ihm ab. Darunter leidet besonders deren kleiner Sohn Isak, Edvards Neffe, der einerseits nicht verstehen kann, warum sein Onkel, der eigentlich sein großes Vorbild war, das ihm nun schmerzlich fehlt, so eine schlimme Tat begangen haben soll und andererseits deswegen auch von manchen Menschen ausgegrenzt oder krumm angeschaut wird, als ob es eine Sippenhaft gäbe. Er fragt sich irgendwann auch, ob er vielleicht wirklich das Böse von seinem Großvater geerbt hat, dass anscheinend auch auf den Onkel übergegangen ist. Das begleitet ihn bis ins Erwachsenenalter, wo er dem Polizisten Vidar, der damals seinen Onkel verhaftet hat, nach einem Diebstahl gegenübersitzt. Dies führt dann schließlich auch dazu, dass Vidar den Fall wieder aufrollt, da Zweifel in ihm aufkeimen, ob sich wirklich alles so zugetragen hat, wie damals alle so schnell annahmen.
Der Autor zeigt in seinem Roman sehr eindrücklich, dass es nach so einen Tat nicht nur ein Opfer und einen Täter gibt, sondern dass viel mehr Menschen in deren Umfeld davon betroffen und ihr Leben lang dadurch beeinflusst sind. Es geht auch darum, wie sehr es Isaks Leben beeinflusst, dass er Angst hat, ebenfalls "böse" zu sein, wenn Onkel und Großvater es waren und dass er, wie bei einer "Self fullfilling prophecy" immer wieder in ungute Situationen gerät. Der psychologische Hintergrund spielt also eine große Rolle. Die Atmosphäre des Romans ist so natürlich auch keine fröhliche, sondern, wie oft bei schwedischen Kriminalromanen, eher düster. Dem Autor gelingt es auch sehr gut, die Atmosphäre des Lebens im ländlichen Schweden einzufangen, wo sich Gerüchte, Vorurteile oder auch Vorverurteilungen schnell herumsprechen und man leicht einen "Stempel" aufgedrückt bekommt, wie man selbst oder wie die eigene Familie ist.
Die Charaktere der Protagonisten wurden von Christoffer Carlsson sehr überzeugend ausgestaltet und sein Schreibstil ist angenehm lesbar, anschaulich, teilweise auch sehr ausgefeilt und passend zur Atmosphäre des Romans. Der Autor versteht in dieser Hinsicht auf jeden Fall sein Handwerk. Dies alles steht bei diesem Buch mehr im Vordergrund als ein actiongeladener oder blutiger Fall. Daher wahrscheinlich auch die Einordnung als Roman und nicht speziell als Krimi.
Bei "Der Traum von Freiheit" handelt es sich um den dritten und finalen Teil der Speicherstadt Trilogie um eine Hamburger Kaffeehändlerin zwischen Jahrhundertwende und Zweitem Weltkrieg. Die Handlung dieses ...
Bei "Der Traum von Freiheit" handelt es sich um den dritten und finalen Teil der Speicherstadt Trilogie um eine Hamburger Kaffeehändlerin zwischen Jahrhundertwende und Zweitem Weltkrieg. Die Handlung dieses Bandes beginnt im Jahr 1925 und endet nach Kriegsende. Mina führt den von ihrem Vater übernommenen Kaffeehandel eigenständig und ist mit ihrem Ehemann Frederik nur noch auf dem Papier verheiratet, während sie eigentlich mit Edo, dem Vater ihrer zweiten Tochten zusammen ist, der sich im Ersten Weltkrieg schwere Verletzungen zugezogen hat. Ihre Schwester Agnes ist mit dem jüdischen Musiker Anton verheiratet.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Machtergreifung der Nationalsozialisten und die Folgen für Mina und ihre Familie und Firma, aber auch für andere Menschen und schließlich der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mitsamt der Bombenangriffe, die Hamburg stark getroffen haben. Das im Roman mitzuerleben, war interessant und erschreckend zugleich. Mina selbst meistert alles mit einer großen Stärke und bleibt sich treu, obwohl auch sie einige Schicksalsschläge verkraften muss.
Etwas gestört hat mich bei diesem Teil aber, dass es teilweise zu größeren Zeitsprüngen kam und das Schicksal mancher Personen dann einfach in einem kurzen Satz abgehandelt wurde. Gerne hätte ich auch etwas detaillierter erfahren, wie es nach dem Krieg mit der Firma weiterging, da auch die Nachkriegszeit ja keine leichte war. Der Schreibstil der Autorin war aber gut lesbar und anschaulich. Die Geschichte von Mina, ihrer Firma und ihrer Familie konnte mich wieder sehr fesseln und so finde ich es etwas schade, dass das nun der Abschluss der Trilogie war.
Millie hat mit 16 ihre Eltern verloren und es fällt ihr eher schwer, sich auf andere Menschen wirklich einzulassen, nur zu ihrem Bruder hat sie ein richtig enges Verhältnis. Sie arbeitet als Assistentin ...
Millie hat mit 16 ihre Eltern verloren und es fällt ihr eher schwer, sich auf andere Menschen wirklich einzulassen, nur zu ihrem Bruder hat sie ein richtig enges Verhältnis. Sie arbeitet als Assistentin bei einem kleinen Buchverlag in Notting Hill und soll unter anderem abgelehnte Manuskripte entsorgen, die sie aber lieber liest. Dabei stößt sie auf eine Liebesgeschichte mit tragischem Ausgang, die sie in ihren Bann zieht. Sie beschließt, Textstellen, die sie besonders beeindrucken, in der Stadt zu verteilen oder anderen Menschen zukommen zu lassen. So wird auch der Verfasser der Geschichte zufällig darauf aufmerksam, dass jemand Ausschnitte aus seinem Roman in Umlauf bringt und will mehr über die Hintergründe erfahren.
Der Roman hat eine nicht ganz gewöhnliche, fast etwas märchenhafte Handlung. Die Geschichte ist interessant, die Hauptperson Millie sehr liebenswürdig, richtig identifizieren konnte ich mich mit ihr aber nicht und auch beim männlichen Protagonisten, dem Autor William Winter konnte ich nicht alle Verhaltensweisen nachvollziehen, auch wenn er sympathisch wirkt. Der Schauplatz London, insbesondere Notting Hill, wird sehr reizvoll beschrieben, den würde ich auch gerne einmal selbst erkunden.
Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und anschaulich, die Covergestaltung passt zu einem Liebesroman, hätte aber noch etwas mehr auf die konkrete Handlung bezogen sein können.
Millie hat mit 16 ihre Eltern verloren und es fällt ihr eher schwer, sich auf andere Menschen wirklich einzulassen, nur zu ihrem Bruder hat sie ein richtig enges Verhältnis. Sie arbeitet als Assistentin bei einem kleinen Buchverlag in Notting Hill und soll unter anderem abgelehnte Manuskripte entsorgen, die sie aber lieber liest. Dabei stößt sie auf eine Liebesgeschichte mit tragischem Ausgang, die sie in ihren Bann zieht. Sie beschließt, Textstellen, die sie besonders beeindrucken, in der Stadt zu verteilen oder anderen Menschen zukommen zu lassen. So wird auch der Verfasser der Geschichte zufällig darauf aufmerksam, dass jemand Ausschnitte aus seinem Roman in Umlauf bringt und will mehr über die Hintergründe erfahren.
Der Roman hat eine nicht ganz gewöhnliche, fast etwas märchenhafte Handlung. Die Geschichte ist interessant, die Hauptperson Millie sehr liebenswürdig, richtig identifizieren konnte ich mich mit ihr aber nicht und auch beim männlichen Protagonisten, dem Autor William Winter konnte ich nicht alle Verhaltensweisen nachvollziehen, auch wenn er sympathisch wirkt. Der Schauplatz London, insbesondere Notting Hill, wird sehr reizvoll beschrieben, den würde ich auch gerne einmal selbst erkunden.
Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und anschaulich, die Covergestaltung passt zu einem Liebesroman, hätte aber noch etwas mehr auf die konkrete Handlung bezogen sein können.