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Veröffentlicht am 27.03.2018

✎ Andrea Rohloff - Die Schneejungfrau

Die Schneejungfrau
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Lange stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal, obwohl ich es mir damals extra ertauscht hatte. Nun bin ich froh, es gelesen zu haben, denn es enthält eine wichtige Mitteilung.

Der Schreibstil Andrea ...

Lange stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal, obwohl ich es mir damals extra ertauscht hatte. Nun bin ich froh, es gelesen zu haben, denn es enthält eine wichtige Mitteilung.

Der Schreibstil Andrea Rohloffs ist einfach, aber nicht primitiv. Durch die junge und unverbrauchte Ausdrucksweise konnte ich mit ihr mitfühlen und ihre Geschichte auf mich wirken lassen. Es klang sehr authentisch, was sie hier niedergeschrieben hat.

Mir gefiel vor allem, dass die Autorin nie einen bösen Ton gegenüber der Türkei und den Menschen, die in ihrem Bericht vorkommen, anschlug. Da hatte ich aufgrund des Klappentextes ("... unter schrecklichen Bedingungen ...") eine andere Befürchtung. Sie reflektiert und man merkt, dass sie noch junge 18 - und leider sehr naiv - ist. Ihre Schilderungen sind sehr sachlich dargestellt und stellen keinen an den Pranger.

Einzig einige Wiederholungen hätten nicht sein müssen - die waren manchmal mühselig zu lesen, da ich in solchen Situationen dann auch dachte: Schon wieder ...

Ich denke, dieses Werk sollten vor allem Jugendliche lesen, die ebenfalls schon einmal den Gedanken hatten, das schnelle Geld zu machen.

©2018

Veröffentlicht am 26.03.2018

✎ Joy Fielding - Solange du atmest

Solange du atmest
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Endlich mal wieder ein Werk aus der Feder Joy Fieldings, welches mich mitnehmen konnte.

Manchmal ist es echt schwer für mich, einem Buch der Schriftstellerin zu widerstehen, denn bereits seit Jahren verfolge ...

Endlich mal wieder ein Werk aus der Feder Joy Fieldings, welches mich mitnehmen konnte.

Manchmal ist es echt schwer für mich, einem Buch der Schriftstellerin zu widerstehen, denn bereits seit Jahren verfolge ich ihre Werke, war jedoch nicht immer sonderlich angetan von ihnen. Daher hatte ich mir eigentlich vorgenommen, Abstand davon zu nehmen und doch griff ich nun wieder danach.

Für mich hat es sich auch als gute Investition herausgestellt.

Dadurch, dass der Verlag dieses Werk von Anfang an als Roman deklariert, hatte ich auch keine besonderen Erwartungen. Ganz oft werden die Bücher nämlich als Psychothriller beschrieben und dann bin ich enttäuscht, weil es irgendwas Seichtes ist.

Die Figuren, die hier dargestellt werden, haben alle einen Charakter. Keiner wirkte langweilig auf mich. Die Entwicklungen sind gut herausgearbeitet und man wird immer wieder überrascht. Toll fand ich, dass man angehalten wird, nachzudenken. Manche Dinge mögen stereotypisch erscheinen, aber ich finde, man muss es auf sich wirken lassen und den Nachklang betrachten.

Auch wenn ich irgendwann geahnt habe, welche Wendung die Geschichte nehmen wird, so war ich dennoch gespannt, was die Autorin daraus macht.

Mich hat sie jedenfalls bis zum Schluss gut unterhalten und daher gibt es von mir an dieser Stelle eine Leseempfehlung.

©2018

Veröffentlicht am 22.03.2018

✎ Wolf Küper - Eine Million Minuten

Eine Million Minuten
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Ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut - verspricht sie doch eine fröhliche und nachdenklich machende zu werden. Und bereits ganz am Anfang bekommt man diesen Eindruck vermittelt:

"»Das wird doch ...

Ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut - verspricht sie doch eine fröhliche und nachdenklich machende zu werden. Und bereits ganz am Anfang bekommt man diesen Eindruck vermittelt:

"»Das wird doch ein gutes Leben, oder nicht? Es dauert halt!« »Wolf, das Leben ist doch schon da. Du musst ihm nur eine Chance lassen. Das ist die Chance deines Lebens.«" (S. 37)

Dann jedoch verliert sich der Autor in Nichtigkeiten. Er erzählt sehr viel über sich und seine Arbeit - und das interessierte mich einfach nicht. Ich hatte gehofft, viel mehr über die Momente zu erfahren. Aber selbst wenn er darüber spricht, steht meist sein Erleben im Mittelpunkt. Man erfährt wenig über Nina, die ja den Anstoß gab. Oder generell seine Familie.

Die Familie bereist ja die Welt. Aber ist das wirklich der Wunsch der kleinen Nina? Oder nicht doch eher der vom Papa?! Denn obwohl die Tochter bereits im Klappentext thematisiert wird und auch im Buch immer wieder Hinweise gegeben werden, dass nicht alles in Ordnung mit ihr ist, wird mir am Ende doch zu wenig darauf eingegangen.

Außerdem frage ich mich, was genau die Kinder aus dieser Reise mitgenommen haben. Haben sie gelernt, dass "die ganzen schönen Sachen" nur fern von zu Hause stattfinden können? Das wäre sehr schade. Warum ich auf diesen Gedanken komme? Eine Stelle im Buch ging mir diesbezüglich sehr nah:

"Sie kämpft mit den Tränen. [...] »Jetzt ist die ganze schöne Zeit zu Ende!«" (S. 228)

Als Denkanstoß finde ich dieses Werk ok, aber zu gespickt mit Nebensächlichkeiten. Oft blieben die Emotionen auf der Strecke. Auch hätte mich interessiert, wie es nach er Reise weiterging - langfristig gesehen.

Von mir gibt es an dieser Stelle daher leider keine Leseempfehlung.

©2018

weitere Zitate:

»Dieses Leben, das wir einfach in Zeit umbenannt hatten, verging unaufhaltsam,und irgendwie blieb nichts zurück. Am schlimmsten aber war: Auf den blöden To-do-Listen stehen die wirklich wichtigen Dinge überhaupt nicht drauf.« (S. 58)

»Dinge, deren Verlust wehtun, haben keine tiefere Bedeutung. Was eine tiefe Bedeutung hat, geht nicht verloren.« (S. 85)

»Obwohl die Wahrheit an sich eigentlich gar nicht das Problem war. Das Problem war, dass sich die Wahrheit einfach nicht um den Trost kümmert.« (S. 193)

Veröffentlicht am 21.03.2018

✎ Charlotte Link - Die letzte Spur

Die letzte Spur
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Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen, denn es durfte dank einer Kollegin vorübergehend bei mir einziehen. Als ich dann noch sah, dass es die Onleihe als Hörbuch hat, habe ich sofort zugeschlagen ...

Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen, denn es durfte dank einer Kollegin vorübergehend bei mir einziehen. Als ich dann noch sah, dass es die Onleihe als Hörbuch hat, habe ich sofort zugeschlagen und mir die Geschichte gegönnt, auch wenn ich etwas skeptisch war, da ich schon eine Enttäuschung mit der Autorin erlebte, aber auch bereits ein tolles Werk von ihr kennenlernen durfte.

So ganz weiß ich (noch) nicht, was ich von dieser Lektüre halten soll ...

Auf der einen Seite war es ziemlich spannend, da die Autorin immer wieder Fährten legte, denen man folgt und die dann doch nicht korrekt sind. Auf der anderen Seite gab es deutlich Längen, die mir das Lesen wahrscheinlich schwer gemacht hätten, die beim Hörbuch jedoch einfach dahinfließen.

Die Personen waren auch nicht sonderlich tiefgründig dargestellt, dafür wurden Sachen beschrieben, die für die Handlung keine Bedeutung hatten. Es kam mir so vor, als ob damit Seiten gefüllt werden wollten. Eine Straffung hätte sicher die ein oder andere Länge herausgenommen.

Leider muss ich gestehen, dass nun, einige Zeit nach dem Hören, die Geschichte fast nicht mehr präsent ist. Es ist also lediglich etwas für Zwischendurch - ohne Nachklang. Ich denke, ich werde kein Fan mehr von Charlotte Link ...

©2018

Veröffentlicht am 19.03.2018

✎ Sue Monk Kidd - Die Erfindung der Flügel

Die Erfindung der Flügel
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Schon lange hatte ich mich auf diese Lektüre gefreut, denn der Klappentext hört sich sehr gut an und ich erwartete eine emotionale Geschichte.

Anfangs war ich durch den tollen Schreibstil Kidds sehr angetan ...

Schon lange hatte ich mich auf diese Lektüre gefreut, denn der Klappentext hört sich sehr gut an und ich erwartete eine emotionale Geschichte.

Anfangs war ich durch den tollen Schreibstil Kidds sehr angetan und ich flog durch die ersten Seiten. Sehr schnell machte sich jedoch Ernüchterung breit, denn dieses Ausführliche war mir irgendwann zu viel. Stellenweise empfand ich es sogar als langweilig, obwohl der Aufbau - es wird abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Handful erzählt - gut gewählt ist.

Gestört hat mich außerdem, dass zwar ein brisantes Gebiet Beachtung und Worte findet, aber nur an der Oberfläche. Als ich dachte, nun wird es richtig interessant, endet die Handlung.

Sehr gut dagegen fand ich den Schreibstil der Autorin. Durch ihn bin ich am Buch drangeblieben und werde schauen, was sie sonst noch so geschrieben hat - vielleicht packt mich das ja eher.

Ein wirklich interessantes und vor allem wichtiges Thema, welches für mich jedoch nicht gut genug umgesetzt wurde. Von mir gibt es daher nur eine bedingte Leseempfehlung.

©2018