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Veröffentlicht am 15.01.2018

✎ Nina Sedano - Die Ländersammlerin

Die Ländersammlerin
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'Die Ländersammlerin' hätte vielleicht irgendwann sowieso den Weg zu mir gefunden, wenn ich es in einem Buchladen gesehen hätte, denn ich mag Reiseberichte. Und ich mag persönliche Erfahrungen. Meine Kollegin ...

'Die Ländersammlerin' hätte vielleicht irgendwann sowieso den Weg zu mir gefunden, wenn ich es in einem Buchladen gesehen hätte, denn ich mag Reiseberichte. Und ich mag persönliche Erfahrungen. Meine Kollegin hat es mir jedoch zum Lesen gegeben und somit war die Entscheidung bereits gefallen.

Aufgrund der Seitenzahl war mir sehr schnell klar, dass man sehr wenig erfahren wird. 193 UN-Staaten passen eben nicht auf 305 Seiten. Dennoch bin ich enttäuscht.

"Unterwegs erlebt sie Aufregendes, taucht in fremde Kulturen ein, knüpft Freundschaften, stößt manchmal an ihre Grenzen und lernt viel über das Leben, die Welt und sich selbst."

Meine Vorstellung des Inhaltes war, dass man wenigstens über einige Länder / Sitten / Menschen etwas Genaueres erfährt. Dass man Nina Sedano auf einer Reise begleiten darf, die für sie (teilweise) selbst unvergesslich bleiben wird. Stattdessen verliert sie sich in abgedroschenen Nebensächlichkeiten. Was auf dem Klappentext suggeriert wird, findet kein Gehör im Werk.

Zwar kann man die Seiten durch den leichten, authentischen Schreibstil schnell umschlagen. Aber genauso schnell hat man vergessen, wo sie sich gerade befunden und was sie erlebt hat. Es sind nur ein paar (Gefahren)Situationen beschrieben, wenige Tipps zu den Ländern, in denen sie war und viel Persönliches, was nichts mit dem vorliegenden Thema zu tun hat.

Der Titel 'Die Ländersammlerin' ist sehr passend. Denn nichts anderes tut Frau Sedano - sie "sammelt" die Länder, in denen sie unterwegs war. Ist dies wirklich ihre Ambition? Wenn ja, ist es sehr schade. Ich kann dies leider nicht nachvollziehen, dass man sein Geld, seinen Job, ja quasi sein Leben dafür her gibt. Es ist so nichtssagend, ja manchmal sogar anmaßend, was sie hier wiedergibt.

Manchmal habe ich nach einem Erfahrungsbericht das Verlangen, die Person hinter den Zeilen persönlich kennenzulernen. Nina Sedano gehört definitiv nicht dazu. Ich will nicht behaupten, dass sie mir unsympathisch ist - das kann man aus diesen paar Zeilen und ohne sie persönlich zu kennen, nicht sagen. Aber ich habe auch nicht das Gefühl, dass sie besonders interessant ist, obwohl sie so viel in der Welt herum kam.

Der Untertitel 'Wie ich in der Ferne mein Zuhause fand' trifft für mich absolut nicht zu. Im Gegenteil, die Autorin beschreibt immer wieder, dass es für sie wichtig ist, zurück nach Deutschland zu kehren. Was ja auch nicht verkehrt ist, aber dann sollte man dies anders formulieren.

"Heute sind elf Reisepässe vollgestempelt und die Ländersammlerin kann von sich behaupten, die meistgereiste Frau Deutschlands zu sein."

Ich glaub, manchmal muss man einfach nur sehr, sehr genau den Klappentext lesen, um zu wissen, worauf man sich einlässt. Hätte ich dem letzten Satz mehr Aufmerksamkeit gewidmet, wäre mir eine Enttäuschung vielleicht erspart geblieben, denn dann hätte ich die Zeilen mit anderen Augen bzw. gar nicht gelesen.

©2018

Veröffentlicht am 11.01.2018

✎ Joy Fielding - Lebenslang ist nicht genug

Lebenslang ist nicht genug
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Ich bin absoluter Fan der Autorin, denn ihre Stärke ist das Psychologische der Figuren. Dadurch hebt sie sich teilweise sehr von ihren Kollegen ab, denn oft kommen ihre Werke ohne Gemetzel aus und sind ...

Ich bin absoluter Fan der Autorin, denn ihre Stärke ist das Psychologische der Figuren. Dadurch hebt sie sich teilweise sehr von ihren Kollegen ab, denn oft kommen ihre Werke ohne Gemetzel aus und sind dennoch spannend.

Beim vorliegenden Buch bin ich mir noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll ...

Der Anfang war echt super. Man wird mit den Gefühlen Gails konfrontiert. Über die Seiten lernt man sie kennen, spürt ihre Verzweiflung, leidet mit ihr mit und möchte sie dennoch manches Mal (wach)rütteln. Die Charakterausarbeitung ist also absolut gelungen.
Auch die Nebenfiguren bleiben nicht blass und es werden einige verschiedene dargestellt.

Einzig die Handlung ist zu lang. Es passiert nichts. Und wenn, dann weiß man bereits, wie es ausgehen wird. Klar kommen immer wieder Situationen ins Bild, bei denen man erstmal den Atem anhält. Jedoch ist dieser Moment oft sehr schnell wieder vorbei und man befindet sich im selben Trott wie vorher.

Auch das Ende ist leider nichts Überraschendes. Im Gegenteil: Es ist sehr vorhersehbar, denn als aufmerksamer Leser weiß man einfach ab einem bestimmten Punkt, wie sich die Geschichte entwickeln wird.

Daher ist es für mich sehr schwer, (k)eine Leseempfehlung auszusprechen. Auf der einen Seiten sind da diese super ausgearbeiteten Personen. Auf der anderen Seite diese vor sich hindümpelnde Story.

©2018

Veröffentlicht am 10.01.2018

✎ Margit Auer - Die Schule der magischen Tiere 6 Nass und nasser!

Die Schule der magischen Tiere 6: Nass und nasser!
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Sehr, sehr schön!

Dies war mein erstes Buch aus der Reihe 'Die Schule der magischen Tiere'. Ich habe nur dieses auf Anhieb in der Onleihe gefunden und war gespannt, ob es mir Probleme bereiten würde, ...

Sehr, sehr schön!

Dies war mein erstes Buch aus der Reihe 'Die Schule der magischen Tiere'. Ich habe nur dieses auf Anhieb in der Onleihe gefunden und war gespannt, ob es mir Probleme bereiten würde, da ich die Vorgänger nicht kenne.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Man bekommt genug Hinweise, sodass man nicht im Regen stehen gelassen wird. Alles wird irgendwie nebenbei erklärt, sodass man wirklich nicht das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben aus den Bänden davor.

Zudem ist die Zielgruppe ganz klar definiert: Kinder. Weder Jungen noch Mädchen werden besonders angesprochen. Es ist eine gemischte Gruppe und für beide Geschlechter sehr spannend. Die Geschichte entwickelt sich toll und die Charaktere sind super herausgearbeitet.

Einzig allein an die vergebenen Stimmen musste ich mich erst ein wenig gewöhnen. Jedes Kind ist sehr individuell gestaltet und so kann man sie gerade beim Hören auch gut auseinander halten. Aber wenn man zuerst darauf trifft, ist es schon irgendwie anders. Ich denke, beim Lesen würde man ihnen auch nie diese Stimmen verpassen, da eine solche Erklärung nie auftaucht. (ob das in den anderen Bänden der Fall ist, kann ich (noch) nicht sagen)

Meiner Meinung nach gehört dieses Buch in eine Schulbibliothek und daher bekommt es von mir eine fette Lese- und Hörempfehlung.

©2018

Veröffentlicht am 09.01.2018

✎ Martin Suter - Der Teufel von Mailand

Der Teufel von Mailand
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Dies war mein erstes Buch von Martin Suter. Ich habe natürlich schon einiges von ihm gehört, bisher jedoch nie selbst ein Werk des Autors in die Hand genommen. Nun wurde mir dieses (und ein anderes) von ...

Dies war mein erstes Buch von Martin Suter. Ich habe natürlich schon einiges von ihm gehört, bisher jedoch nie selbst ein Werk des Autors in die Hand genommen. Nun wurde mir dieses (und ein anderes) von einer Kollegin in die Hand gedrückt und ich habe mich daran versucht.

Schon am Anfang war ich etwas irritiert. Ich hatte mich auf einen Krimi eingestellt, der absolut nicht zum Vorschein kommen mochte. Stattdessen bekomm ich da einen nichtssagenden Roman vor den Latz geknallt, der irgendwann mal einen Bezug zum Titel herstellt.

Alles wird sehr oberflächlich abgehandelt. Fragen bleiben einfach im Raum stehen und werden auch am Schluss nicht beantwortet. Personen erscheinen blass. Die Handlung wirkt konstruiert. Es kommt alles ein bisschen unglaubwürdig rüber.

Es blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück und somit kann ich keine Leseempfehlung aussprechen. Jedoch habe ich bereits gehört, dass dies nicht sein bestes Werk ist und andere weit besser dastehen. Ich werde mich überraschen lassen.

©2018

Veröffentlicht am 08.01.2018

✎ Barbara Stäcker & Dorothea Seitz - Nana ... der Tod trägt Pink

Nana - ...der Tod trägt Pink
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Bereits eine Weile befand sich dieses Buch auf meiner Wunschliste. Nun habe ich es in Form eines eBooks davon befreit.

Ein Mensch, der mir sehr nahe stand, ist ebenfalls durch Krebs aus dem Leben getreten. ...

Bereits eine Weile befand sich dieses Buch auf meiner Wunschliste. Nun habe ich es in Form eines eBooks davon befreit.

Ein Mensch, der mir sehr nahe stand, ist ebenfalls durch Krebs aus dem Leben getreten. Zwar war sie bei Weitem nicht so jung wie Nana, jedoch spielt dies für mich keine Rolle. Es ist immer schwer, geliebte Menschen auf dem letzten Weg zu begleiten. Wie das bei Nana geschehen ist, fand ich sehr schön.

Man erfährt, welche Rolle ihre Mutter spielt - nämlich die wahrscheinlich wichtigste. Man liest jedoch ebenfalls, dass auch ihr Vater eine entscheidende Rolle inne hatte, ihr Freund, ihre Freundin und so einige Menschen mehr.

Leider scheinen nur ein paar wenige Emotionen durch die Zeilen. Hier und dort blitzen sie immer mal wieder auf, jedoch nicht stark genug, dass sie mich sonderlich berührt hätten. Am meisten hat mich wahrscheinlich Nanas Dad getroffen, auch wenn er am wenigstens in Erscheinung tritt. Gerade am Schluss hat er mein Herz berührt. Und ich fand es wichtig und gut, dass auch solche Sachen an- / ausgesprochen werden.

In erster Linie ging es in diesem Werk wahrscheinlich um Nana und ihren Weg. Das muss man sich einfach immer wieder ins Gedächtnis rufen, damit man keine falschen Vorstellungen hat und das Buch einen dann eventuell enttäuscht.

Wirklich enttäuscht war ich jedoch von der Aufmachung. Zum einen sind die Bilder wild durcheinander. Und man erfährt nur in kurzen Sätzen, wann sie aufgenommen wurden. Da hätte ich mir einfach mehr zu gewünscht. Schließlich ist dies genau das, was die junge Frau anderen mitgeben möchte.

Dann gibt es solche Extrakommentare. Diese sind im gedruckten Zustand wahrscheinlich ebenfalls als Bilddatei eingefügt wurden. Auf dem eBook-Reader waren sie für mich oft nicht lesbar, da sie viel zu klein und zu hell sind.

Emotional fand ich das Ende. Es spiegelt sehr viel Freundschaft, einiges an Leid und unendlich viel Liebe wieder.

©2018