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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2025

Eine vergangene Liebe

Variation – Für immer oder nie
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In "Variation" nimmt uns Rebecca Yarros mit nach Cape Cod, einem Ort, an dem die Vergangenheit einige Menschen noch immer noch nicht loslässt und so manche Gefühle wieder aufkeimen. Sie zeigt uns wie wichtig ...

In "Variation" nimmt uns Rebecca Yarros mit nach Cape Cod, einem Ort, an dem die Vergangenheit einige Menschen noch immer noch nicht loslässt und so manche Gefühle wieder aufkeimen. Sie zeigt uns wie wichtig die Familie ist und, wie wichtig es ist, zu wissen, wer zur Familie gehört.

Wieder einmal sorgt der Schreibstil von Rebecca Yarros dafür, dass Emotionen und Gefühle der Protagonisten authentisch rüberkommen. Dazu den Beschreibungen und das Setting generell – alles ergibt ein wirklich harmonisches Gesamtbild. Mal ist die Geschichte leicht und mal liest sich alles etwas schwerer. Es werden beide Teile sehr gut miteinander verbunden, sodass man auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen wird.

Den Protagonisten Allie und Hudson kommt man ebenfalls immer näher, je länger die Geschichte andauert. Beide sind auf ihre Weise einzigartig und ihre Vergangenheit verbindet sie noch immer. Besonders bei Allie spielt Ballett eine alles einnehmende Rolle und für mich war es manchmal etwas too much, wie oft ihre Verletzung erwähnt wurde. So hat sich die ein oder andere Stelle etwas repetitiv angefühlt.
Wie die anderen Protagonisten mit in die Geschichte einbezogen wurden, hat mir dagegen gefallen. Schon zu Beginn der Geschichte gab es die ein oder andere Überraschung, sodass man direkt in der Geschichte war.

Schlussendlich ist Ballett vielleicht nicht mein Lieblingsthema, aber dennoch mochte ich diese Geschichte ganz gerne, denn Rebecca Yarros zieht mich mit ihrem Schreibstil immer wieder in ihren Bann. Es ist eine Empfehlung für alle, die vor der Vergangenheit nicht zurückschrecken und sich im kleinen Küstenort Cape Cod wohlfühlen wollen.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Glaub an dich und deine Träume

Words Like Feathers
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3,5 von 5

Words like feathers von Marie Weis ist ein Buch, das viele wichtige Themen anspricht, die oft ignoriert oder beiseitegeschoben werden. Die Geschichte von Olivia und Tristan ist deshalb auch ...

3,5 von 5

Words like feathers von Marie Weis ist ein Buch, das viele wichtige Themen anspricht, die oft ignoriert oder beiseitegeschoben werden. Die Geschichte von Olivia und Tristan ist deshalb auch keine federleichte Geschichte. Es ist eine Geschichte mit Tiefe. Mit Momenten die alles andere als einfach sind. Ohne Beschönigungen. Und doch gibt es diese kleinen Szenen, die zeigen wie viel Wert Freunde sind, und dass die Liebe vieles überstehen kann.

Besonders zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mit der Geschichte. Der Schreibstil war irgendwie etwas holprig und auch Olivia und die anderen Protagonisten sind mir etwas ferngeblieben. Doch mit der Zeit hat sich der Schreibstil, wie die Protagonisten, weiterentwickelt. Er wurde leicht und Emotionen sowie Gefühle sind auf einer anderen Ebene übergekommen. Ich habe mich den Protagonisten dann doch nahe gefühlt. Trotzdem hat mir irgendwo die Tiefe gefehlt, bei den Gefühlen zwischen den Protagonisten, besonders bei Olivia und Tristan. Es ging schnell von einer Szene zur nächsten, dabei hätte man gut und gerne noch ein paar Seiten länger bei manchen Szenen bleiben können. So ist auch die Idee mit CineStage Hills wirklich wundervoll, aber ich hätte mir gewünscht, dass man als Leser noch weiter in das Retreat reinfindet, mehr miterlebt und nicht nur kurze Ausschnitte aus den Kursen. Die Spannung oder Anspannung hat mir etwas gefehlt.

Dafür haben die Rückblicke geholfen Olivia besser zu verstehen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Sie waren so ungeschönt und ehrlich, dass es manchmal auch ein bisschen weh getan hat, zu lesen, was Olivia alles durchgemacht hat. An diesen Stellen hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen und das für eine längere Zeit. Umso schöner war es dann zu sehen, wie sie jetzt ihren Traum lebt und das macht, woran sie Freude hat. Nicht zu vergessen sind auch ihre Freunde, wie Sienna und Gracie, die diese Geschichte so unfassbar wertvoll gemacht haben, auch wenn sie nicht immer im Rampenlicht standen.

Schlussendlich lässt sich sagen, dass ich mit diesem Buch so einige Höhen und Tiefen erlebt und ein bisschen von meinem Herzen in Schottland verloren habe – denn am CineStage Hills hätte ich auch liebend gerne teilgenommen. Es ist trotz mancher Punkte eine Empfehlung, für alle, die sich auf Protagonisten einlassen können, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Eine Empfehlung für alle, die miterleben wollen, wie Worte heilend und schlussendlich doch so leicht wie Federn sein können.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Zwischen Liebe und Intrigen

A Dance of Lies
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A Dance of Lies – Die Spionin von Brittney Arena ist ein Buch, das uns in eine andere Welt entführt. Eine Welt, in der Könige an der Macht und Lügen sowie Intrigen an der Tagesordnung stehen. Ein ständiger ...

A Dance of Lies – Die Spionin von Brittney Arena ist ein Buch, das uns in eine andere Welt entführt. Eine Welt, in der Könige an der Macht und Lügen sowie Intrigen an der Tagesordnung stehen. Ein ständiger Wettstreit um die Macht. Angst um das Leben und Gefühle kommen auch nicht zu kurz.

Doch mal angefangen bei den Protagonisten: Mit Vasalie finden wir die Hauptprotagonistin vor. Ihre Vergangenheit hat so einige Narben hinterlassen und diese Vergangenheit lernt man im Laufe der Zeit zur genüge kennen. Die Dinge, die sie durchmachen musste, haben sie zu der starken Frau gemacht, die sie ist. Dennoch scheinen auch immer wieder ihre verletzlichen Seiten durch. Aber genau das ist es, was sie nahbar macht. Ihr moralischer Zwiespalt in den sie kommt. Die Gefühle und Emotionen die sie zeigt – besonders Anton, Illian und den Nebenprotagonisten wie Gustav und Marian gegenüber.
Die Nebenprotagonisten haben mir besonders gefallen, weil sie am menschlichsten rübergekommen sind und jeder für sich stehen konnte, auch wenn sie irgendwie miteinander verbunden waren.

Auch ihre Geschichte und ihre Gefühle kamen durch den Schreibstil gut hervor. Trotzdem bin ich über so manche Formulierungen gestolpert oder andere Sachen, die irgendwie nicht ganz gepasst haben. Das war aber nur vereinzelt der Fall, denn ansonsten fliegt man nur so durch die Geschichte. Besonders Freude hatte ich immer an den Dialogen, die mal mit Humor gespickt waren und den ein oder anderen Schlagabtausch bereithielten. Nur leider waren diese Szenen oft schnell vorbei, sowie weitere Punkte in der Handlung, die mir zu abrupt beendet wurden. Bei denen ich mir gewünscht habe, sie wären ausführlicher gewesen. So passiert zwar viel, aber irgendwie wäre es schöner gewesen, wenn der Fokus eher auf einzelnen Handlungssträngen gelegen hätte, anstatt möglichst viele in die Geschichte zu bringen.

Nichtsdestotrotz konnte mich besonders das Ende des mittleren Teils und die letzten hundert Seiten überzeugen. Doch auch das Setting und die Protagonisten haben dafür gesorgt, dass eine gewisse Grundspannung immer zu finden war.
So gibt es zwar einzelne Dinge, die nicht perfekt waren, aber das Gesamtbild bleibt ein positives. Deshalb ist dieses Buch eine Empfehlung für alle, die vor Intrigen, Lügen, Macht und der Liebe nicht zurückschrecken und über den ein oder anderen Schwäche hinwegsehen können.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Tiefgreifend

Atmosphere
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"Atmosphere" von Taylor Jenkins Reid beeindruckt vor allem durch die tiefgreifende Geschichte von Joan Goodwin und ihren Beziehungen zu den verschiedensten Menschen. Man wird getragen in die Weiten des ...

"Atmosphere" von Taylor Jenkins Reid beeindruckt vor allem durch die tiefgreifende Geschichte von Joan Goodwin und ihren Beziehungen zu den verschiedensten Menschen. Man wird getragen in die Weiten des Alls und spürt die Faszination der Raumfahrt auf unterschiedlichen Ebenen.

Der Schreibstil trägt dazu bei, dass die Emotionen und Gefühle der Protagonisten greifbar werden. Es bleibt nichts anderes übrig, als in manchen Situationen mitzufiebern, zu zweifeln und so manches in Frage zu stellen. Es entwickelt sich mit der Zeit ein Sog und die Geschichte wirkt real. Dies liegt auch an den Beschreibungen und der gesamten Atmosphäre, die sich super schnell ändern kann.
So wie sich das Leben einzelner Protagonisten verändert.
Wir erleben mit, wie aus Fremden Freude werden. Wie aus Freunden vielleicht auch etwas mehr wird. Und wie sich innerhalb von einem Wimpernschlag alles ändern kann.

Durch den Wechsel von der Gegenwart in die Vergangenheit schafft Taylor Jenkins Reid es, eine packende und spannende Handlung aufzubauen. Sie bringt uns die Weiten des Universums näher und die Arbeit bei der NASA. Sie zeigt uns anhand von Joan wie hart es sein kann nur zu zuschauen und nichts machen zu können. Joan ist generell eine sehr nahbare Protagonistin und ihre Art einfach toll. Doch auch von anderen Protagonisten wie Vanessa, erfährt man vieles.
Doch besonders Joans Nichte Frances bleibt mir im Kopf: Sie und Joan haben eine tolle Beziehung zueinander und jede Szene zwischen den Beiden ist eine Szene, in der man etwas lernt. In der man eine andere Seite von Joan kennenlernt.

Schlussendlich ist "Atmosphere" ein Buch, dessen Geschichte man selbst erlebt haben muss. Sie ist facettenreich und tiefgreifend und öffnet die Tore in eine völlig neue Welt.
Es ist eine Geschichte, die die Vergänglichkeit auf eine neue Weise zeigt und auch, wie Liebe immer eine Rolle spielt...

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Eine Kleinstadt zum wohlfühlen

Story of My Life
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In „Story of my life“ entführt uns Lucy Score in die Kleinstadt Story Lake, in der wir vielen verschiedenen Protagonisten begegnen und über eine Romance Autorin lesen, die ihr ganzes Leben auf den Kopf ...

In „Story of my life“ entführt uns Lucy Score in die Kleinstadt Story Lake, in der wir vielen verschiedenen Protagonisten begegnen und über eine Romance Autorin lesen, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Insbesondere hat mich das Buch und die Geschichte durch das Setting überzeugt: Eine Kleinstadt oder vielmehr ein kleiner Ort, mit einer kleinen Villa, die komplett renoviert wird. Alles hat irgendwie seinen Charme in dieser Geschichte und nichts wirkt überflüssig – zumindest was die Umgebung angeht.
Denn beim Lesen hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Geschichte auch ein paar Seiten kürzer hätte sein können. Manches hat einfach so gewirkt, als wäre es extra in die Länge gezogen worden.

Dies ändert aber nichts an dem super leichten und lockeren Schreibstil, der auch die Längen im Buch nicht zu lang hat wirken lassen. Lucy Score bringt Emotionen und Gefühle einfach äußerst authentisch rüber, sodass man sich den Protagonisten auf einer gewissen Ebene immer wieder verbunden fühlt.
So fand ich auch Hazel super sympathisch und mochte ihre Art sehr gerne, auch wenn sie ein bisschen verrückt drauf sein kann.
Cam hat auf jeden Fall den perfekten Kontrast zu ihr gebildet, mit seiner stoischen, grummeligen und doch liebenswerten Art. Man merkt, wie er im Laufe der Geschichte immer ein Stück weiter schmilzt und den harten Kern loswird.
Dazu kommen die verschiedensten Nebenprotagonisten, die eine Stadtversammlung einberufen, wegen den wildesten Dingen, ein Bürgermeister, der noch zur Schule geht und ein Adler...
Damit aber auch erstmal genug.

Wer sich fallen lassen und sich wohlfühlen möchte, ist hier genau richtig. Es ist eine Geschichte voller Emotionen, mit einem wahnsinnig tollen Setting und eben Protagonisten, die einen das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen.

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