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Veröffentlicht am 06.02.2026

Briefe fürs Herz

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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"Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" von Baek Seungyeon ist eine Hommage an das Briefe schreiben. In diesem Buch treffen verschiedene Protagonisten aufeinander, ohne dass sie sich wirklich kennen. ...

"Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" von Baek Seungyeon ist eine Hommage an das Briefe schreiben. In diesem Buch treffen verschiedene Protagonisten aufeinander, ohne dass sie sich wirklich kennen. Es entstehen Verbindungen, die ohne handgeschriebene Worte niemals möglich gewesen wären. Man bekommt einen Einblick in die tiefsten Gedanken und Gefühle der Protagonisten. Durch Briefe entstehen Nahbarkeit und ein ganz besonderes Gefühl.

Der Schreibstil von Baek Seungyeon ist absolut unaufgeregt und vermittelt die Gefühle und Emotionen der Protagonisten auf eine ganz sanfte Weise. Durch diesen Stil entwickelt sich ebenfalls eine Atmosphäre – besonders im Briefladen – die zum Verweilen einlädt. Es fühlt sich zwischenzeitlich so an, als würde sie uns Lesern einen Brief schicken, in dem sie unterschiedliche Leben zusammenführt und zeigt, dass einfache geschriebene Worte unglaublich stark sind.
Mit Hyoyeong wurde zudem eine Protagonistin geschaffen, die mitten im Leben steht, aber absolut nicht weiß wohin mit sich und ihren Gefühlen. Besonders im Fokus: die Beziehung zu ihrer Schwester, die alles andere als einfach ist. Auch wenn nicht jede Szene leicht zu lesen ist und beim Lesen das Herz ein bisschen gebrochen wird, so wird es insbesondere, was die Beziehung der Schwestern angeht, ganz sanft wieder zusammengefügt.

"Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" ist, eine Empfehlung für alle, die sich nach gemütlichen und unaufgeregten Lesestunden sehnen und ganz tief in die Welt der Briefe eintauchen möchten. Setzt euch hin, genießt dieses Buch und schreibt Briefe. Findet Brieffreunde, wenn es euch möglich ist und denkt daran, dass jeder seine eigene Geschichte zu erzählen hat, mit eigenen Gefühlen und Gedanken.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Fesselnd bis zum Ende

The Ordeals
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Mit "The Ordeals" hat Rachel Greenlaw einen famosen Auftakt zu einer neuen Reihe geschrieben. Wir begegnen auf unserer Reise nach Killmarth vielen verschiedenen Arten von Magie. Erleben Betrug, Lügen, ...

Mit "The Ordeals" hat Rachel Greenlaw einen famosen Auftakt zu einer neuen Reihe geschrieben. Wir begegnen auf unserer Reise nach Killmarth vielen verschiedenen Arten von Magie. Erleben Betrug, Lügen, Vertrauen und Liebe in einem Atemzug, versuchen Rätsel zu lösen und die Ordeals zu überleben. Es ist eine Geschichte voller Emotionen und Überraschungen, die dazu führen, dass man einmal mehr tief durchatmen muss.

Dieses Buch umgibt eine ganz besondere Atmosphäre: leicht bedrückend, düster und voller Magie. Der Schreibstil lässt alles sehr intensiv erscheinen. Er erweckt die Magie zum Leben und sorgt dafür, dass das Buch nicht aus der Hand zu legen ist.
Auch die Protagonisten sind sehr authentisch und nahbar geschrieben. Es wird zwar alles aus der Sicht von Sophia erzählt – dennoch hat man das Gefühl auch den anderen Protagonisten wie Alden, Greg und Tessa sehr nah zu sein.

Sophia ist eine super interessante Protagonistin, die aus ihrem Leben bei dem Sammler entfliehen und unbedingt nach Killmarth möchte. Ihre Beweggründe sind mehr als nachvollziehbar und schon ihr Weg nach Killmarth ist alles andere als leicht. Auch wenn sie manchmal ein paar Unsicherheiten und Schwächen hat, gleicht sie diese durch Durchhaltevermögen wieder aus. Sie steht zu sich selbst und dem, was sie ist.
Alden dagegen kommt aus einem ganz anderen Leben und was sich zwischen diesen zwei Charakteren über die Zeit entwickelt, ist sehr intensiv. Hier kommt es allerdings zu dem einzigen kleinen Kritikpunkt: Die kurzen expliziten Szenen hätten für mich nicht sein müssen. Die Geschichte wäre auch sehr gut ohne diese ausgekommen.

Ansonsten konnten mich besonders die Ordeals von sich überzeugen: Die Vielfältigkeit und die konstante Spannung, sind kaum zu überbieten. Dazu noch Dinge und Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Es ergibt sich ein rundes, magisches Gesamtbild. Und das Ende? Das hat mich sprachlos zurückgelassen...

"The Ordeals" ist definitiv eine Empfehlung für alle, die sich von Magie verzaubern, tödliche Ordeals überleben und nebenbei noch eine Liebesgeschichte haben wollen.
Voller Geheimnisse, Lügen und Wendungen und dem Tod immer ganz nah, hat Rachel Greenlaw es geschafft, mich mit einer neuen Welt zu verzaubern.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Kurz und oberflächlich

Flockenwirbel in den Highlands
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„Flockenwirbel in den Highlands“ von Skye Macdonald ist eine kurze Geschichte mit 90 Seiten, die sich gut zwischendurch lesen lässt. Wer die Highland Hearts Reihe bereits kennt, der wird hier auf einige ...

„Flockenwirbel in den Highlands“ von Skye Macdonald ist eine kurze Geschichte mit 90 Seiten, die sich gut zwischendurch lesen lässt. Wer die Highland Hearts Reihe bereits kennt, der wird hier auf einige bekannte Charaktere treffen und sich bestimmt wohlfühlen.

Mit Rhona und Neil treffen zwei Protagonisten aufeinander, die vom Typ her komplett gegensätzlich sind. Rhona ist offen und herzlich, aber auch sehr bestimmend und von sich überzeugt, während Neil mit Unsicherheiten zu kämpfen hat, die er nicht so schnell loswird. Besonders seine Vergangenheit verfolgt ihn Tag und Nacht.

Dennoch finden beide zueinander und es ergibt sich eine interessante Beziehung, der es allerdings deutlich an Tiefe fehlt, denn für Rhona ist quasi sofort klar, dass sie zusammengehören. Es geht dementsprechend alles mehr als schnell und Zeit wird sich kaum gelassen. Dennoch finde ich die Hintergründe beider Protagonisten gut gewählt und interessant.

Auch andere Szenen konnten mich überzeugen, insbesondere wenn es um den Faktor Zusammenhalt ging.

Mit dem Schreibstil dagegen hatte ich so meine Schwierigkeiten, denn manchmal war er sehr holprig und der Satzbau alles andere als einfach, so wurde mein Lesefluss gestört und meine Motivation weiterzulesen war auch nicht wirklich vorhanden.

Alles in allem war es eine nette Geschichte, nur leider ohne tiefe Emotionen und Gefühle, aber die darf man bei 90 Seiten wahrscheinlich auch nicht erwarten. Für Fans der Reihe ist es dennoch bestimmt lesenswert.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Atmosphärisch und dunkel

Our darkest Lies
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„Our darkest lies“ von Sara Rivers überzeugt vor allem durch die Atmosphäre und ein sehr Starke Hauptprotagonistin. Es entsteht eine Geschichte, die über die Zeit einen immer stärkeren Sog entwickelt. ...

„Our darkest lies“ von Sara Rivers überzeugt vor allem durch die Atmosphäre und ein sehr Starke Hauptprotagonistin. Es entsteht eine Geschichte, die über die Zeit einen immer stärkeren Sog entwickelt. Das Buch möchte man irgendwann nicht mehr aus der Hand legen.

Wir begleiten Cheryl in den Untergrund von Boston. Die Welt, die nicht für alle Menschen zugänglich ist. Die Welt der Banden und Bruderschaften. Eine Welt die gefährlich ist und in der ein kleiner Fehler schon zum Tod führen kann. Dort trifft sie wieder auf Colson, der Ihre Vergangenheit geprägt hat und Kyrill, der sie alles andere als kalt lässt.

Doch auch wenn zwei Männer es ihr angetan haben und ihr das Leben nicht unbedingt leicht machen, besticht Cheryl durch ihre Stärke und ihr Selbstbewusstsein. Sie ist eine Protagonistin mit vielen Facetten, die nach und nach alle ans Licht kommen.
Sie ist einfach sehr authentisch geschrieben und hat einen ganz weichen Kern, für die Menschen die sie liebt.
Generell ist der Schreibstil mehr als angenehm und durch die Perspektivwechsel erhält man auch einen ausreichenden Einblick in die Gefühlswelt der Männer. Gefallen hat mir an dem Punkt auch, dass das Hauptaugenmerk nicht auf den spicy Szenen liegt, denn die wurden nur an wenigen, passenden Stellen in die Geschichte eingebunden.

Die Atmosphäre und die Bruderschaft mit ihrem Ritual machen diese Geschichte zu etwas besonderem. Gerade im Hinblick auf das Ende des Buches, wird bewusst, wie verstrickt alles ist und welche Gefahren lauern. Nicht alles ist wie es scheint und manchmal holt die Vergangenheit jemanden schneller ein als gedacht…

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Häschen und Wolf

Pen Pal
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1,5 von 5

Bei dem Buch "Pen Pal" von J. T. Geissinger habe ich an eine interessante Dark Romance Story gedacht, die in manchen Phasen wirklich intensiv und mitreißend wird. Doch leider kam es ganz anders ...

1,5 von 5

Bei dem Buch "Pen Pal" von J. T. Geissinger habe ich an eine interessante Dark Romance Story gedacht, die in manchen Phasen wirklich intensiv und mitreißend wird. Doch leider kam es ganz anders als gedacht. Die Geschichte hat Wendungen genommen, mit denen nicht zu rechnen war und die Liebesgeschichte, war auch nicht so das Wahre. Dabei lernen wir als Leser Kayla und Aiden auf den ersten Seiten des Buches schon recht gut kennen.

Wir lernen sie besonders körperlich gut kennen. Denn von den gefühlt ersten 50 Seiten waren gut die Hälfte voll mit expliziten Szenen und den Kosenamen Häschen und Wolf. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten. Dabei ist der Schreibstil durchweg angenehm und wenn man in der Handlung einmal drin ist, dann kann man auch nicht so schnell wieder mit dem Lesen aufhören. Und bis auf die vielen expliziten Szenen, war der Start in das Buch auch ganz interessant und vielversprechend.
Nur dann ist die Brieffreundschaft irgendwann in den Hintergrund gerückt und ich habe mich gefragt, ob sie überhaupt eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt. Mir hat der Zusammenhang gefehlt.

Und dann ging die Geschichte auf einmal auch noch ins Paranormale über, womit gar nicht zu rechnen war. Die Liebesgeschichte hat zwar auch noch eine entscheidende Rolle gespielt, aber tiefe Emotionen und Gefühle, die wirklich authentisch waren? Fehlanzeige. Es hat alles zusammengewürfelt gewirkt und nie komplett rund. Es kam so rüber, als müsste unbedingt noch dieses und jenes in die Geschichte rein.

Schlussendlich würde ich bei diesem Buch deshalb nicht auf den Klappentext vertrauen. Denn der passt nur passagenweise zum Buch. Von mir ist es deshalb keine Empfehlung, da es unangenehm war die ganze Zeit Häschen und Wolf zu lesen und das Ende einfach in eine viel zu wilde Richtung gegangen ist.

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