Roman | Über Liebe und Kontrollverlust – der neue Coming-of-Age Romans des preisgekrönten Autors von »Klapper«
Die Schule ist vorbei. Marko hat das beste Abi der Stufe, trotzdem reicht es nicht für seinen Traum vom Medizinstudium. Auch die Beziehung mit Claire geht zu Ende. Sie will nur noch raus aus der Kleinstadt, rein ins richtige Leben. Marko hingegen versackt zwischen TikTok und Zukunftsangst im tristen Wohnblock. Bis sein Vater einen Ausweg findet: ein Studium in Ungarn. Bezahlt von allem, was sie haben. Doch statt gemeinsam loszugehen, rennen Marko und Claire in entgegengesetzte Richtungen. Und je weiter sie sich voneinander entfernen, desto mehr verlieren sie die Kontrolle. Bis alles durch die Luft geschleudert wird. Und nichts mehr ist, wie es war.
Salto
erzählt von dem Moment, in dem das Leben beginnen soll, aber alles zerbricht. Ein Roman über Körper, die rebellieren, und darüber, wie man weitermacht. Aber vor allem: eine große Liebesgeschichte.
»Kurt Prödel gelingt es, direkt neben Schicksalseinschlägen immer wieder kleine Lebensschönheiten aufblitzen zu lassen – dann steht man da wie vom Donner gerührt.« Mariana Leky
»So berührend, so lustig, so absurd, und so gut geschrieben.« Caroline Wahl über
Klapper
»Mit mehr Tiefe und verblüffender Frische kann man nicht erzählen.« Clemens Setz über
Klapper
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Der Autor bringt uns hier wie in seinem Debütroman „Klapper“ wieder die Generation 18+ sehr nahe.
Fast schmerzlich verfolgt der Lesende die Phase nach dem Abi im Leben von Marko und Claire, deren Wege ...
Der Autor bringt uns hier wie in seinem Debütroman „Klapper“ wieder die Generation 18+ sehr nahe.
Fast schmerzlich verfolgt der Lesende die Phase nach dem Abi im Leben von Marko und Claire, deren Wege sich nun nach so langer Zeit trennen, da sie nicht am gleichen Ort studieren können.
Dass das nicht ihr Hauptproblem bleiben wird, ahnen die beiden noch nicht und beschließen so, ihre Beziehung zu beenden, fast als wenn ihnen nichts Besseres einfallen würde.
So will Claire nach München gehen, während Marko nach Budapest zieht, weil er hier keinen Studienplatz in Medizin bekommen hat.
Welche Schicksalsschläge sie jeweils treffen, wie sie diese fast alleine meistern und am Ende des Romans doch irgendwie wieder zusammenkommen, erzählt der Autor erneut sehr mitreißend, emotional aufwühlend und immer nah dran am wirklichen Leben.
Mit Salto hat Kurt Prödel für mich wieder einen Volltreffer gelandet. Schon Klapper war damals eines meiner absoluten Jahreshighlights – ein Buch, das mich emotional komplett abgeholt hat. Und ich hätte ...
Mit Salto hat Kurt Prödel für mich wieder einen Volltreffer gelandet. Schon Klapper war damals eines meiner absoluten Jahreshighlights – ein Buch, das mich emotional komplett abgeholt hat. Und ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass mich ein weiterer Roman von ihm noch einmal genauso erwischen könnte. Aber genau das ist passiert.
„Salto“ ist wieder ein Coming-of-Age-Roman, der sich nicht in schönen Momenten verliert, sondern das Erwachsenwerden so zeigt, wie es ist: kompliziert, schmerzhaft, ungerecht – und trotzdem voller Hoffnung. Die Schule ist vorbei, Marko hat das beste Abi seines Jahrgangs – und trotzdem reicht es nicht für seinen Traum vom Medizinstudium. Allein das ist schon so bitter und so realistisch. Wie oft denkt man, Leistung müsse automatisch zum Ziel führen? Und dann kommt das Leben dazwischen.
Auch seine Beziehung zu Claire zerbricht. Während sie nur noch raus will aus der Enge der Kleinstadt, hinein ins große, echte Leben, bleibt Marko zurück – gefangen zwischen Zukunftsangst, Social-Media-Ablenkung und dem grauen Alltag im Wohnblock. Diese Orientierungslosigkeit nach der Schule ist so treffend beschrieben, dass es fast weh tut. Die Wege trennen sich, obwohl man sich doch eigentlich gemeinsam alles ausgemalt hat.
Ein Hoffnungsschimmer scheint sich aufzutun, als sein Vater ihm ein Medizinstudium in Ungarn ermöglicht – finanziert von allem, was die Familie hat. Dieser Gedanke, dass Eltern wirklich alles geben, damit ihr Kind eine Chance bekommt, hat mich unglaublich berührt. Doch statt eines gemeinsamen Aufbruchs rennen Marko und Claire immer weiter auseinander. Und je weiter sie sich entfernen, desto mehr geraten die Dinge außer Kontrolle – bis plötzlich alles auseinanderfliegt und nichts mehr ist wie zuvor.
Besonders stark fand ich, wie ehrlich Prödel Themen wie erste Liebe, Diabetes und finanzielle Sorgen miteinander verwebt. Der Körper spielt nicht mit, die Gefühle spielen verrückt, das Geld ist knapp – und trotzdem muss man funktionieren. Oder eben lernen, dass man nicht immer funktionieren kann. Diese körperliche Dimension, dieses „Rebellieren“ gegen die eigenen Pläne, macht den Roman so intensiv. Nichts ist einfach, wenn man erwachsen wird. Träume haben ihren Preis. Und manchmal spielt das Leben einem einen gesundheitlichen Streich, der alles infrage stellt.
Was „Salto“ für mich so besonders macht, ist diese radikale Ehrlichkeit. Nichts wird beschönigt, nichts wird künstlich dramatisiert. Es fühlt sich echt an. Zerbrechlich. Nah. Und gerade deshalb so kraftvoll.
Für mich steht fest: Nach „Klapper“ ist auch „Salto“ ein absolutes Highlight. Eine große, ehrliche Liebesgeschichte – aber auch ein Roman darüber, wie man weitermacht, wenn die eigenen Pläne in der Luft zerplatzen. Fünf Sterne. Ohne Zweifel.
Die Schule ist fertig und alle bereiten sich auf ihr neues Leben vor, ziehen in neue Städte, reisen, gehen zur Uni. Doch für Claire und Marko bricht alles nacheinander zusammen.
Erstmal zum Cover, wie ...
Die Schule ist fertig und alle bereiten sich auf ihr neues Leben vor, ziehen in neue Städte, reisen, gehen zur Uni. Doch für Claire und Marko bricht alles nacheinander zusammen.
Erstmal zum Cover, wie wunderschön ist das denn bitte? Es trifft total meinen Geschmack, auch mit den schwarzen Buchdeckel und den schwarzen Bändchen.
Der Schreibstil von Kurt Prödel ist einfach Klasse, die Seiten fliegen nur so dahin. Der Stil ist modern aber nicht so dass man nichts mehr kapiert wenn man jenseits der 30 ist.
Die Charaktere sind so wunderbar normal, authentisch und liebenswert. Von der ersten Sekunde an sind sie mir ans Herz gewachsen.
Die Orte sind nicht Wunderschön und weichgezeichnet, sondern so Rau wie das Leben halt manchmal eben ist. Keine Insta Villen sondern Wohnblock mit rissiger Tapete und kaputter Matratze.
Ich mag solche Bücher, mit Geschichten, wie aus dem Leben gegriffen, in denen man sich immer wieder auch ein bisschen selbst entdeckt.
Fazit: Ein wunderbares Buch für alle die Coming-of-Age Romane mit Ecken und Kanten lieben. Für mich jetzt schon eins meiner absoluten Highlights 2026.
Nachdem Kurt Prödel mit »Klapper« ein bemerkenswertes Debüt im Jugendroman vorgelegt und sich damit als neue literarische Stimme profiliert hat, sind die Erwartungen an seine Neuerscheinung »Salto« folgerichtig ...
Nachdem Kurt Prödel mit »Klapper« ein bemerkenswertes Debüt im Jugendroman vorgelegt und sich damit als neue literarische Stimme profiliert hat, sind die Erwartungen an seine Neuerscheinung »Salto« folgerichtig hoch. Der Autor steht vor der Aufgabe, an diesen Erfolg anzuknüpfen und zugleich zu demonstrieren, dass er auch mit neuen Figuren und Themen eine vergleichbare erzählerische Dichte zu entfalten vermag.
Prödel vermeidet jedoch die naheliegende Versuchung, sein früheres Werk zu variieren, und schlägt bewusst einen eigenständigen Weg ein. Mit Marko entwirft er eine Figur, die sich deutlich von Klapper unterscheidet, ohne an literarischer Attraktivität einzubüßen. Marko ist kein klassischer Außenseiter, vielmehr ein junger Mensch in einer Phase existenzieller Verortungslosigkeit. Der Verlust der Mutter während der Corona-Pandemie sowie das spannungsvolle, wenn auch von Zuneigung geprägte Verhältnis zu seinem aus einfachen Verhältnissen stammenden Vater bilden nur den Hintergrund eines komplexeren Suchprozesses. Sein zunächst eingeschlagener Weg in Richtung Medizinstudium endet abrupt in Ablehnungen und führt ihn unverhofft nach Ungarn.
Die Beziehung zu seiner Freundin Claire tritt dabei deutlich hinter die innere Entwicklung des Protagonisten zurück. Anders als im Vorgängerroman fungiert die Liebesbeziehung nicht als zentrales narratives Gravitationsfeld, sondern bleibt Randmotiv. Im Zentrum steht Markos tastende Annäherung an eine neue Lebenssituation, geprägt von Selbstzweifeln, Unsicherheiten und der Suche nach Orientierung.
Der Roman folgt keinem streng linearen Erzählfaden. Vielmehr gewinnt er seine Struktur aus dem Sich-Treiben-Lassen seines Helden, bis ein überraschender erzählerischer Kunstgriff die Handlung in eine unerwartete Richtung lenkt. Gerade für Leser ohne Vorwissen entfaltet diese Offenheit einen eigenen ästhetischen Reiz.
Im Vergleich zu »Klapper« wirken die Figuren weniger exzentrisch und weniger demonstrativ originell, dafür umso glaubwürdiger. »Salto« ist ein leiserer, zurückhaltender Roman, der nicht auf Effekte setzt, sondern auf feine Nuancierungen. Die Beziehungen zwischen Marko und Claire sowie zwischen Vater und Sohn werden nicht zugespitzt, sondern in leichten Gesten und Alltagsszenen entfaltet. Diese Erzählweise zeugt von literarischer Reife und trägt den Roman überzeugend.
Erneut ist Prödel ein warmherziger und unaufdringlicher Text gelungen, dessen Figuren man sich ohne emotionale Manipulation verbunden fühlt. »Salto« erweist sich als authentischer, klischeefreier und sensibel komponierter Entwicklungsroman über das Erwachsenwerden. Damit bestätigt Prödel seinen Rang als eine der beachtenswertesten Stimmen der zeitgenössischen deutschsprachigen Jugendliteratur, und weckt berechtigte Neugier auf sein nächstes literarisches Projekt.
Kurt Prödel erzählt in "Salto" von Marko, der nach dem Abitur zwischen Zukunftsangst, Liebeskummer und Stillstand feststeckt, während seine große Liebe Claire entschlossen in ein neues Leben aufbricht. ...
Kurt Prödel erzählt in "Salto" von Marko, der nach dem Abitur zwischen Zukunftsangst, Liebeskummer und Stillstand feststeckt, während seine große Liebe Claire entschlossen in ein neues Leben aufbricht. Die beiden treiben immer weiter auseinander bis ihre Leben aus dem Gleichgewicht geraten.
Wie schon in seinem Debütroman "Klapper" überzeugt Kurt Prödel mit einem sehr flüssigen und eindringlichen Schreibstil. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte greift schwerwiegende Themen wie Trauer, Krankheit, Identitätsfindung, Abschied und erste Liebe auf, wodurch eine eher melancholische Grundstimmung entsteht, die jedoch sehr gut zur Handlung passt. Besonders gefallen hat mir der Aufbau mit den oft sehr kurzen Kapiteln, die aber umso mehr Inhalt bereithielten. Ich habe mir beim Lesen einige Zitate markiert, z. B. "Vielleicht sieht Glück so aus wie gebrochenes Licht in einem fleckigen Spiegel." (S. 258)
Die Figuren des Romans sind vielschichtig, auch wenn ich mich nicht immer hundertprozentig mit ihnen identifizieren konnte: Claire blieb für mich etwas distanziert und unnahbar, Marko in manchen Entscheidungen schwer nachvollziehbar. Markos Vater hingegen ist mir sehr ans Herz gewachsen. Weitere Nebenfiguren bleiben eher skizzenhaft, was den Fokus stark auf die innere Entwicklung der Hauptfiguren lenkt.
Alles in allem ist „Salto“ für mich ein mehr als würdiger Nachfolger von „Klapper“: ein intensiver Coming-of-Age-Roman, den ich direkt verschlungen habe. Ich freue mich auf die nächsten Werke von Kurt Prödel.