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CynthiaM94

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2019

Wieder eine gelungene Liebesgeschichte

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Meine Erwartung an dieses Buch waren von Anfang an sehr hoch, weil ich den Vorgänger so toll fand. Und was soll ich sagen, dieses Buch hat mir sogar noch besser gefallen.

Zum Inhalt: Grace hatte es nicht ...

Meine Erwartung an dieses Buch waren von Anfang an sehr hoch, weil ich den Vorgänger so toll fand. Und was soll ich sagen, dieses Buch hat mir sogar noch besser gefallen.

Zum Inhalt: Grace hatte es nicht leicht in letzter Zeit, ihre Ehe steht vor dem aus und zudem ist sie gezwungen vorübergehende in ihre Heimatstadt zurückzuziehen. Dieses ist eine typische Kleinstadt, wo kein Geheimnis lange verborgen bleibt.
Dort lebt auch Jackson, dem von den Einwohnern der Stadt übel mitgespielt wird und der einen sehr fraglichen Ruf genießt.
Doch alles ist anders als es scheint und Grace und Jackson scheint mehr zu verbinden als sich auf den ersten Blick erkennen ist.

Es ist eine Geschichte mit großen Emotionen und vielen verwinkelten Handlungssträngen. Niemand in der Stadt ist ganz offen und so kommen nach und nach die Geheimnisse ans Licht, die das Leben der Leute verändern.

Der Schreibstil war sehr leicht und flüssig. Das Buch konnte man eigentlich in einem Rutsch lesen und es ist mir schwergefallen es überhaupt aus der Hand zu legen. Man konnte sich gut in Grace aber auch in Jackson hineinversetzen, sodass sie einem schnell ans Herz wachsen. Ich war am Ende des Buches sehr traurig, dass die Geschichte um die beiden vorbei sein soll und man nicht erfährt wie ihre Liebesgeschichte weitergeht.

Alles in allem war es ein Buch, dass ich jedem wärmstens ans Herz legen kann, der sich für romantische Young-Adult-Geschichten interessiert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 23.10.2019

Was für ein Buch- ab jetzt nie mehr ohne Handy :D

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Also vorweg schonmal: ich durfte im Zuge des Offline-Day bereits eine 100 Seiten lange Leseprobe testen und hatte daher schon eine ungefähre Idee in welche Richtung das Buch gehen würde.
Die Idee eine ...

Also vorweg schonmal: ich durfte im Zuge des Offline-Day bereits eine 100 Seiten lange Leseprobe testen und hatte daher schon eine ungefähre Idee in welche Richtung das Buch gehen würde.
Die Idee eine zeitlang völlig offline zu gehen, als Digital Detox quasi, hat mich total fasziniert. Als Bürotier, das den ganzen Tag am PC arbeitet und das Smartphone immer griffbereit hat, hat mich diese Idee total neugierig gemacht.
Allerdings nur knapp 100 Seiten lang, danach hat das Buch mich davon überzeugt, dass ich mein Handy am liebsten an meiner Hand festtackern möchte. Aber Spaß beseite, der Autor hat hier wieder echt abgeliefert. Stimmung und Kulisse überzeugen total und schaffen ein stimmiges Bild.
Ich will hier nichts von der Handlung verraten aber die Plottwists hatte ich so nicht erwartet, auch wenn meine Vermutung über den Täter am Ende richtig war.

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, mehr muss ich dazu nicht sagen.

Veröffentlicht am 14.09.2019

Eine Abenteuergeschichte der anderen Art

Washington Black
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Washington Black ist ein fantastischer, fantasievoll konstruierter Roman, der die Hauptfigur Washington Black, genannt Wash, auf seiner Reise begleitet. Wash lebt als Skalve auf einer Zuckerrohrplantage, ...

Washington Black ist ein fantastischer, fantasievoll konstruierter Roman, der die Hauptfigur Washington Black, genannt Wash, auf seiner Reise begleitet. Wash lebt als Skalve auf einer Zuckerrohrplantage, über seine Eltern ist ihm nichts bekannt. Die einzige Familie die er kennt sind die anderen Sklaven, allen voran eine Frau namens Kit, die sich dem Jungen annimmt, ihn beschützt und ihren Glauben lehrt. Der Alltag ist geprägt von Hoffnungslosigkeit und Grausamkeit. Alles ändert sich schlagartig, als der Bruder des Plantagenbesitzers, ein Erfinder namens Titch, auf der Bildfläche erscheint. Es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, die beide Leben verändern soll.
Dieser erste Abschnitt des Buches ist meiner Meinung nach am anschaulichsten geschildert. Mit viel Detail wurden die Umgebung, das Leben der Sklaven und der Alltag von Wash ausgearbeitet. In diesem Abschnitt konnte ich mich an ehesten in die Gefühlswelt des Hauptcharakters eindenken.

Titch erkennt schnell Wash‘s Potential, seinen klugen Geist und sein Talent zu zeichnen und macht ihn zu seinem Gehilfen. Sein Plan ist es, einen Wolkenkutter zu bauen und damit die Plantage zu verlassen. Als die Umstände es notwendig machen, sofort aufzubrechen, fliehen die beiden auf dem Wolkenkutter. Die Konstruktion und die herrschenden Wetterbedingungen sorgen allerdings dafür, dass Titch und Wash eine Bruchlandung auf einem Schiff hinlegen, welch glücklicher Zufall. Ab hie wird die Geschichte etwas diffuser, weil sie so schnell an Fahrt aufnimmt.
Gefühlt werden dadurch Beziehungen und Gedanken der Figuren weniger scharf ausgearbeitet, was dem Verlauf der Geschichte allerdings keinen Abriss tut.

Die Reise der beiden führt sie schließlich nach Alaska. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, aber dieser Handlungsstrang hat mir am wenigsten zugesagt, weil ich ihn nicht ganz nachvollziehen konnte. Letztendlich fügt sich aber alles schicksalhaft ins rechte Bild, sodass Wash die Liebe findet, wissenschaftliche Fortschritte erzielt, seine Familiengeschichte aufdeckt und auf einen unerwarteten Freund trifft.

Alles in allem war das Buch anders, als ich es erwartet hätte. Das Cover und die Zusammenfassung ließen auf eine Weltreise der besonderen Art hoffen. Auch wenn das Ende meinen Geschmack leider überhaupt nicht getroffen hat, so war es doch eine Geschichte voller Herz, Grübelei, Hoffnung und Witz. Der Hauptcharakter hat mich von Anfang an abgeholt und mitgenommen, wozu vorallem auch der flüssige und intelligente Schreibstil beigetragen haben.

Ich würde das Buch ganz klar weiterempfehlen, nur sollte man sich vorher keine zu großen Gedanken über den möglichen Inhalt machen, sondern sich einfach überraschen lassen.

  • Cover
  • Idee
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 02.07.2019

Urlaubs-Paradies mit Hindernissen

Das kleine Cottage auf dem Hügel
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Maddie verliert ihren Job in einer PR-Agentur und wird in London zur Aussätzigen. Daher kommt ihr die Flucht aufs Land auch ganz gelegen. Scheint sie doch zudem mit einem lukrativen Jobangebot verbunden ...

Maddie verliert ihren Job in einer PR-Agentur und wird in London zur Aussätzigen. Daher kommt ihr die Flucht aufs Land auch ganz gelegen. Scheint sie doch zudem mit einem lukrativen Jobangebot verbunden zu sein. Leider stellt sich heraus, dass vieles anders ist, als gedacht.

Maddie war mir direkt von Anfang an unsympathisch. Ihre inszenierte Selbstdarstellung und Hochnäsigkeit haben mich irgendwann nur noch gelangweilt. Für jemanden in ihrer Position war sie von Anfang an sehr überheblich und undankbar. Auch als sie später mit den anderen Personen warm geworden ist, konnte sie bei mir nicht mehr punkten. Ich empfinde selten so ewig mit dem Hauptcharakter einer Geschichte.

Die Story um Joys Acre finde ich schön konstruiert, es macht aus diesem kleinen Cottage einen magischen Ort, den ich gerne live besuchen würde. Dass Seth ein alter Grummelbär ist, der sich vor allem übergangen fühlt, finde ich verständlich und es macht ihn in meinen Augen sympathisch. Er hat es verdient wieder glücklich zu sein und den Ort, den er so liebt aufblühen zu sehen. Umso enttäuschender ist es, dass er sich ausgerechnet Maddie dazu auserwählt. Schade ist auch, dass das Ende meiner Meinung nach doch recht abrupt kam und man nicht erfährt, was nun aus dem Cottage geworden ist und ob Seth sich seinen Traum erfüllen konnte.

Was mir nicht ganz klar ist: Maddie erwirbt dieses großartige Bild ja nicht gerade zum Schnäppchenpreis und begründet dies mit der offenbar sehr hohen Abfindung, die sie für ihren Rauswurf bei der PR-Agentur erhalten hat. Wenn sie mal eben soviel Geld hat, warum muss sie sich dann so an diesen Job klammern, den sie zu Anfang so hasst? Es wird von Beginn an so dargestellt, als hätte sie keine anderen Möglichkeiten. Irgendwie passte das für mich nicht ganz zusammen.

Insgesamt war das Buch für mich in netter Zeitvertreib, aber keines diese Bücher, die nachklingen. Der Schreibstil war flüssig und gut gewählt, die Charaktere allerdings etwas einseitig und fad. Gerne hätte ich mehr über die Hintergründe der Personen erfahren und auch, wie die Geschichte für alle beteiligten ausgeht. Auch zwischenmenschlich wird viel angedeutet, was dann nicht ausgearbeitet wurde. Hier wird Potential verschenkt.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.06.2019

Hochbrisant, hochspanned; ein echtes Lesevergnügen

Unbarmherzig
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Bisher hatte ich Inge Löhnig als Krimiautorin gar nicht auf dem Schirm, was, wie ich nun weiß, ein großer Fehler ist. Das Buch startet mit einem Rückblick in die Vergangenheit, man wird Zeuge eines Mordes ...

Bisher hatte ich Inge Löhnig als Krimiautorin gar nicht auf dem Schirm, was, wie ich nun weiß, ein großer Fehler ist. Das Buch startet mit einem Rückblick in die Vergangenheit, man wird Zeuge eines Mordes an einem unbekannten Mann und einer unbekannten Frau. Zurück in der Gegenwart lernt der Leser Ella kennen. Eine Frau, die kürzlich ihren Mann verloren hat und der nichts als Schulden von ihrer ehemaligen Liebe geblieben sind. Zu allem Übel entdeckt sie während einer Radtour einen menschlichen Schädel. Die Ermittlung nimmt schnell Fahrt auf was vor allem Gina zu danken ist, die als engagierte Ermittlerin bei der Sache ist. Aber auch Gina hat ihr Päckchen zu tragen, ihre Tochter hat das Down Syndrom und eine mysteriöse Frau lungert vor ihrem Haus herum. Der Erzählstil ist sehr flüssig und die Geschichte interessant konstruiert. Durch den historischen Hintergrund der Munitionsfabrik im Altenbruck des Nazideutschlands ereignet sich eine tragische Geschichte. Tatsächlich haben mir die Rückblenden in die Vergangenheit am besten gefallen und ich hätte gerne noch mehr davon gelesen. Vor allem, weil doch noch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind. Aber das hätte sicherlich den Rahmen des Buches gesprengt. Auch das Familiendrama um Ella fand ich sehr gelungen und man spürte von Anfang an, dass es da einen Zusammenhang zu den Toten geben muss. Das Ende war feinfühlig beschrieben und passte zum Rest der Geschichte. Die Ermittlerin hat ein gutes Gespür bewiesen, auch wenn der Mörder letztendlich nicht zur Rechenschaft gezogen werden konnte. Für mich war „Unbarmherzig“ ein echter Pageturner, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Autorin hat mich so von sich überzeugt, dass ich mir direkt auch „Gedenke mein“ von ihr bestellt habe. Ich hoffe, es werden noch viele weitere Fälle mit Gina folgen.