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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Ein zauberhafter Schwan

Verrat der Schwäne
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Verrat der Schwäne von A. B. Poranek ist ein atmosphärischer Fantasyroman, der mich insgesamt gut unterhalten hat, auch wenn er kleine Schwächen zeigt.
Das Cover ist auf den ersten Blick kein typischer ...

Verrat der Schwäne von A. B. Poranek ist ein atmosphärischer Fantasyroman, der mich insgesamt gut unterhalten hat, auch wenn er kleine Schwächen zeigt.
Das Cover ist auf den ersten Blick kein typischer Hingucker, passt aber im Nachhinein betrachtet erstaunlich gut zur Geschichte und ihrer Stimmung. Im Mittelpunkt steht Odile, ein Waisenkind mit magischen Fähigkeiten, das vom Zauberer und Theaterdirektor Regnault aufgezogen wurde. Ihre Beziehung zu ihm ist von Gehorsam und Angst geprägt. Sie führt seine Befehle ohne zu hinterfragen aus, selbst wenn es bedeutet, für ihn zu stehlen.
Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Odile darauf vorbereitet wird, die magische Königskrone zu stehlen, um die Magie im Land wieder zu befreien. Besonders spannend wird es durch den Konflikt mit ihrer ehemaligen Freundin Marie, die inzwischen zur Feindin geworden ist und die in einen wunderschönen Schwan verwandelt wird. Ab diesem Punkt entwickelt sich die Geschichte zunehmend komplexer, vor allem als Regnault mehr und mehr sein wahres Gesicht zeigt.
Die Atmosphäre ist dicht und teilweise düster, was gut zur Thematik passt. Die Figuren, insbesondere Odile, sind interessant angelegt und ihre innere Zerrissenheit wird nachvollziehbar dargestellt. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefe oder Tempo gewünscht.
Besonders hervorheben möchte ich auch das Hörbuch: Es wird hervorragend von Rebecca Veil gelesen. Sie verleiht den Figuren viel Ausdruck und bringt die Stimmung der Geschichte sehr gut rüber, sodass das Zuhören wirklich Spaß macht.
Insgesamt ein gelungener Fantasyroman mit einer spannenden Grundidee, starken Motiven und einer besonderen Stimmung. Auch wenn nicht alles perfekt ist: verdiente 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Wie ein riesiger Escaperoom

Darkly
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Darkly von Marisha Pessl hat mich als Hörbuch insgesamt sehr gut unterhalten. Ein klares Vier-Sterne-Erlebnis.

Die Geschichte rund um Dia, die ein Praktikum bei einem legendären Online Spiele Entwickler ...

Darkly von Marisha Pessl hat mich als Hörbuch insgesamt sehr gut unterhalten. Ein klares Vier-Sterne-Erlebnis.

Die Geschichte rund um Dia, die ein Praktikum bei einem legendären Online Spiele Entwickler bekommt, ist von Anfang an spannend aufgebaut. Die Spiele der Firma haben Kultstatus und die seltenen Erstausgaben sind Millionen wert, aber die mysteriöse Erfinderin Veda ist schon lange verschwunden. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen reist Dia auf eine abgelegene Insel, wo sie Schritt für Schritt komplexe und teils lebensgefährliche Rätsel lösen müssen. Das Ganze fühlt sich an wie ein riesiger Escaperoom und bleibt durchgehend packend.

Die Plot Idee ist wirklich hervorragend und hebt sich angenehm von typischen Jugendthrillern ab. Besonders das methodische Vorgehen beim Rätsellösen hat mir gut gefallen.

Als Hörbuch hatte ich allerdings gelegentlich Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Die vielen Figuren, und vor allem die trickreichen Handlungsorte, waren für mich akustisch nicht immer leicht nachzuvollziehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Ganze als Printversion noch besser funktioniert hätte.

Ein großes Plus ist die Sprecherin Nina Reithmeier. Mit ihrer jugendlichen und lebendigen Stimme bringt sie die Atmosphäre und die Figuren wirklich perfekt zur Geltung.

Fazit ein originelles spannendes Hörbuch mit kleinen Schwächen in der Übersichtlichkeit, aber definitiv hörenswert. Vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Setting zu komplex

Born of Salt and Storm
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Zunächst einmal muss ich das wunderschöne Cover in den Meeresfarben hervorheben. Es passt perfekt zur Atmosphäre der Geschichte und hat auch einen Bezug zum Inhalt.
Ich bin ursprünglich mit dem Hörbuch ...

Zunächst einmal muss ich das wunderschöne Cover in den Meeresfarben hervorheben. Es passt perfekt zur Atmosphäre der Geschichte und hat auch einen Bezug zum Inhalt.
Ich bin ursprünglich mit dem Hörbuch gestartet, habe aber gleich zweimal neu angefangen, weil ich den teils sehr komplexen Beschreibungen nur schwer folgen konnte. Der Einstieg fiel mir insgesamt nicht leicht. Nach dem Wechsel zur Printausgabe wurde es etwas verständlicher, blieb aber stellenweise zäh, bis ich schließlich besser in die Geschichte hineingefunden habe. Den weiteren Verlauf habe ich dann wieder als Hörbuch gehört, vor allem wegen der beiden Sprecher, die wirklich eindrucksvoll und mitreißend gelesen haben.
Im Mittelpunkt stehen Tavi und Eero, die eigentlich als Feinde aufgewachsen sind. Beim Kennenlernen stellen sie jedoch fest, dass vieles von dem, was sie über ihre Völker gelernt haben, nicht der Wahrheit entspricht. Diese Entwicklung fand ich grundsätzlich spannend. Allerdings haben mich die Figuren nicht vollständig überzeugt: Eero verfolgt konsequent seine eigenen Ziele und bleibt dabei undurchsichtig, während Tavi oft sehr eigensinnig und teilweise unüberlegt handelt. Ihr Fokus liegt stark darauf, ihre Eltern aus der Sklaverei zu befreien, selbst wenn sie dabei anderen schadet.
Der Mittelteil der Geschichte ist durchaus spannend und fesselnd, doch im Finale wird es wieder sehr komplex und teilweise schwer nachvollziehbar, auch wenn eine schockierende Wahrheit ans Licht kommt.
Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht so packen, wie ich es mir nach dem zauberhaften Cover erhofft hatte. Die Fortsetzung werde ich daher vermutlich nicht lesen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Düstere Familiensaga

Wintertöchter Trilogie
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„Wintertöchter“ von Mignon Kleinbek ist ein beeindruckendes, episches Werk, das mit seinen 1234 Seiten und drei Bänden im wunderschönen Schuber sofort ins Auge fällt. Die stimmigen Cover mit ihren winterlichen ...

„Wintertöchter“ von Mignon Kleinbek ist ein beeindruckendes, episches Werk, das mit seinen 1234 Seiten und drei Bänden im wunderschönen Schuber sofort ins Auge fällt. Die stimmigen Cover mit ihren winterlichen Motiven passen perfekt zur Atmosphäre der Geschichte und machen das Buch auch optisch zu etwas Besonderem.

Die Handlung spielt in einem abgelegenen österreichischen Gebirgsdorf und erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte – von 1940 bis 2004. Im Mittelpunkt steht Anna, deren Leben bereits mit einer dramatischen Geburt beginnt. Wie alle Frauen ihrer Familie besitzt sie seherische Fähigkeiten, die jedoch weniger ein Geschenk als vielmehr ein Fluch sind – besonders in der Zeit des Nationalsozialismus, in der solche „Gaben“ schnell zur Gefahr werden können.

Man begleitet Anna durch ihr gesamtes Leben und erlebt hautnah ihre zahlreichen Schicksalsschläge. Die Autorin versteht es, die Geschichte unglaublich mitreißend und emotional zu erzählen. Besonders hervorzuheben sind die eindrucksvollen Beschreibungen der rauen Gebirgslandschaft und der harten Lebensbedingungen – man spürt förmlich die Kälte, die Entbehrungen und die Isolation.

Die drei Bände unterscheiden sich dabei deutlich in ihrer Wirkung: Der erste Band ist für mich der stärkste – fesselnd, atmosphärisch und sehr stimmig. Der zweite Band ist extrem bedrückend und stellenweise kaum auszuhalten, da die Ereignisse emotional sehr schwer wiegen. Der dritte Band fällt im Vergleich leider etwas ab und konnte mich nicht mehr ganz so überzeugen.

Trotz kleiner Schwächen im letzten Teil ist „Wintertöchter“ insgesamt eine intensive, bewegende und eindrucksvolle Familiensaga, die lange nachwirkt. Wer sich auf eine emotionale und teilweise sehr düstere Reise einlassen möchte, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Freundschaft, die überdauert

Der Sommer, der uns blieb
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„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das schon äußerlich begeistert: mit liebevollem Blümchen-Buchschnitt, Lesebändchen und zwei zauberhaften Lesezeichen.

Inhaltlich erzählt ...

„Der Sommer, der uns blieb“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das schon äußerlich begeistert: mit liebevollem Blümchen-Buchschnitt, Lesebändchen und zwei zauberhaften Lesezeichen.

Inhaltlich erzählt der Roman die bewegende Freundschaft von Martin, Britta und Pia. Durch Rückblenden in ihre Kindheit und Szenen aus der Gegenwart entsteht ein intensives Bild ihrer Verbindung. Besonders berührend sind die aktuellen Lebenssituationen: Pia ist sterbenskrank, Britta unerwartet schwanger, und Martin kämpft mit einem schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter.

Die kurzen Kapitel – jeweils aus der Perspektive einer der drei Figuren – geben tiefe Einblicke in ihr Seelenleben und machen das Buch sehr angenehm zu lesen. Die Sprache ist leicht und gut verständlich, wodurch man schnell in die Geschichte eintaucht.

Zwar ist der Plot stellenweise recht klischeehaft und kommt einem bekannt vor, doch die Protagonisten sind so nahbar und sympathisch gezeichnet, dass das kaum stört.

Eine angenehme, emotionale Lektüre, die sich wunderbar zwischendurch lesen lässt – absolut empfehlenswert!

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