Erfrischend anders und einfach gut
Dinios Kol ist der Gravierer der Ermittlerin Ana Dolabra und wird damit beauftragt, den Tatort eines skurilen Todes für sie zu untersuchen. Denn der hohe Offizier ist von einem Baum getötet worden, der ...
Dinios Kol ist der Gravierer der Ermittlerin Ana Dolabra und wird damit beauftragt, den Tatort eines skurilen Todes für sie zu untersuchen. Denn der hohe Offizier ist von einem Baum getötet worden, der einfach durch ihn hindurch gewachsen ist. Als wäre das nicht genug, kommt es zu weiteren komischen Todesfällen und Dinios und Ana finden sich in einem Geflecht aus Intrigen wieder, das potenziell tödlich enden wird.
Das Buch ist aus der Sicht von Dinios geschrieben, einem jungen Mann mit Anpassung zum Gravierer, das heißt, er kann sich alles was er sieht merken. Dabei hat er jedoch ein Geheimnis: Lesen fällt ihm massiv schwer und das darf niemand erfahren.
Der Schreibstil des Buches ist flüssig, es kommt zwar zu massivem Name-Dropping und ich habe lange gebraucht um alle Personen sicher zuordnen zu können, aber es lohnt sich! Das Worldbuilding ist wahnsinnig ausgeklügelt und tief, dabei aber innovativ und wirklich einfach gut.
In dem Buch liegt der Fokus ganz klar auf den Ermittlungen und der Bedrohung, es gibt aber auch etwas Gesellschaftskritik und die Figuren selbst sind einfach so herrlich skuril, dass man sie einfach lieben muss. Nebenbei geht es um Fragen über Freundschaft und auch Gefühle, allerdings ist das wirklich eher nebensächlich.
Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so unterhalten konnte und so herrlich anders war. Von mir daher eine ganz klare Empfehlung für jeden Fantasy-Crime-Fan.