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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

Blut, Hass und Hexen

Bluthass
3

Doris Litz legt mit "Bluthass" bereits den 5.Band des Ermittlerteams um die Leitende Oberstaatsanwältin Lina Saint-George und Manfred Neuer, den dienstältesten Hauptkommissar der Kripo Koblenz, vor.

Kurz ...

Doris Litz legt mit "Bluthass" bereits den 5.Band des Ermittlerteams um die Leitende Oberstaatsanwältin Lina Saint-George und Manfred Neuer, den dienstältesten Hauptkommissar der Kripo Koblenz, vor.

Kurz nach Beginn der örtlichen Ausstellung über die Hexenverfolgung wird bei einem Hausbrand die gefesselte Leiche einer jungen Frau gefunden, sie zeigt typische Folterspuren und vor Ort werden okkulte Symbole festgestellt... Neuer und sein Team ermitteln gegen die Zeit, denn bald wird die nächste Anhängerin eines örtlichen Hexenzirkels vermisst ...

Die Geschichte liest sich flüssig und durch Verweise auf frühere Fälle ist der fünfte Band auch für sich verständlich. Die Geschichte ist inhaltlich solide konstruiert und spannend, Ablauf und Motiv der Beteiligten sind nachvollziehbar, aber so nicht vorhersehbar.

Wie realistisch die persönliche Ermittlungsarbeit einer leitenden Oberstaatsanwältin und ihrer Angehörigen ist, mag dahinstehen. Die Charaktere im Team und die Zusammenarbeit entwickeln sich offenbar über die Bände hinweg, viele bleiben leider etwas blass. Die Verdächtigen sind dafür ausreichend detailliert und glaubwürdig dargestellt.

Interessant waren die umfangreichen Informationen zu den Hexenprozessen. Die Rückblende nach 1632 und die Parallelen zu den aktuellen Folteropfern sind beklemmend, ebenso die Eindrücke bei der Ausstellung und das Nachwort. Die Beschreibung der Verletzungen ist zudem ziemlich plastisch.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 29.12.2025

Verliebt im Labor

A Crush on the Boss
1

Ava Cooper, Journalistin und Pressesprecherin eines Chemiekonzern in Deutschland, legt mit "A Crush on the Boss"
bereits Teil 2 einer Reihe vor, der aber für sich verständlich ist durch Andeutungen der ...

Ava Cooper, Journalistin und Pressesprecherin eines Chemiekonzern in Deutschland, legt mit "A Crush on the Boss"
bereits Teil 2 einer Reihe vor, der aber für sich verständlich ist durch Andeutungen der maßgeblichen Vorgeschichte.

Layla Miller ist eine eigenwillige junge Chemikerin, die mit Leidenschaft und Ehrgeiz an Krebsmedikamenten forschen möchte. Im Bewerbungsgespräch beeindruckt sie damit den CEO Miles Lockhart, der sie als Assisstentin einstellt. Beide verbindet Talent und Leidenschaft für Forschung, schnell erobert Layla mit ihrer Art auch Miles Herz, setzt sein Vertrauen und die junge Liebe jedoch mit einem Alleingang aufs Spiel...
Die beiden so unterschiedlichen Protagonisten sind perfekt füreinander und in der Arbeit miteinander, stolpern aber nachvollziehbar über ihre jeweiligen Schwachpunkte und falsche eigene Annahmen.
Die Geschichte liest sich flüssig und kurzweilig, hebt sich jedoch von den typischen Liebesromanen ab durch weniger übertriebene Dramatik und dafür mehr liebevoll gezeichnete Details, die die nerdigen Charaktere sympathisch und die Geschichte rund machen. Miles experimentiert kreativ mit Tee und Kochrezepten, Layla bringt einen Spitznamen und Zimt in sein Leben...

Insgesamt eine schöne runde romantische Geschichte für einen gemütlichen Winternachmittag auf der Couch.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Autobiografie mal anders

Die Rettung der Welt
0

Dieter Nuhr unterlegt die Geschichte der letzten Jahrzehnte mit der Annahme, ein von Außerirdischen bestimmter Weltretter habe seine Finger im Spiel gehabt...
Der kurzweilige Rückblick auf die Geschehnisse ...

Dieter Nuhr unterlegt die Geschichte der letzten Jahrzehnte mit der Annahme, ein von Außerirdischen bestimmter Weltretter habe seine Finger im Spiel gehabt...
Der kurzweilige Rückblick auf die Geschehnisse der letzten Jahrzehnte aus einem anderen Blickwinkel hat mir sehr viel Spass gemacht!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 18.12.2025

Mordermittlung in die Vergangenheit

Deichfürst
0

Heike van Hoorn stammt aus Leer, ist promovierte Historikerin und legt mit Deichfürst den ersten Fall der Reihe mit Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokalreporterin Gertrud Boekhoff vor.
Kaum ...

Heike van Hoorn stammt aus Leer, ist promovierte Historikerin und legt mit Deichfürst den ersten Fall der Reihe mit Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokalreporterin Gertrud Boekhoff vor.
Kaum ist der Baustop zum umstrittenen Bau aufgehoben, findet dort ein Arbeiter den reichen Bauern Thadeus de Vries in einer Holzkiste erstickt. Die Ermittlungen zum Tod des unbeliebten Toten bringen zahlreiche Motive und reichen immer weiter in die Vergangenheit zurück...
Die Geschichte liest sich flüssig und zeichnet sich dadurch aus, dass die Autorin nicht nur den Charakteren typisch ostfriesische Züge verleiht und Informationen zu Land und Leuten sowie Sätze im Dialekt einstreut, sondern als Historikerin die Lösung des Falls eng mit der lokalen Geschichte verwebt und diese über Rückblenden greifbar macht. Die Auflösung des Falls gelingt in Teamarbeit, insgesamt ein runder Krimi, der sich aber von der durchschnittlichen Mördersuche deutlich abhebt. Unbedingte Leseempfehlung!!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2025

Intelligenter Krimi inklusive Geschichtsstunde

Flutrache
1

Heike van Hoorn stammt aus Leer, ist promovierte Historikerin und legt mit Flutrache den vierten Fall mit Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokalreporterin Gertrud Boekhoff vor, der ohne Kenntnis ...

Heike van Hoorn stammt aus Leer, ist promovierte Historikerin und legt mit Flutrache den vierten Fall mit Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokalreporterin Gertrud Boekhoff vor, der ohne Kenntnis der vorigen Bände verständlich ist.

Im Jahr 2001 sorgen in Weener Briefe mit mutmaßlichen Milzbranderregern für Aufregung, im benachbarten Holland wird am Fuß der Lenin-Statue der Inhaber einer Sicherheitsfirma in Bunderhee erschossen aufgefunden. Die bilateralen Ermittlungen zur Bedrohung durch eine örtliche Motorradgang und Waffenschmuggel sind unergiebig bis Gertrud die entscheidende Information liefert, der Tote sei der Sohn eines vor dem Zweiten Weltkrieg einheimischen kommunistischen Fluchthelfers und lebte unter falschem Namen und auch nicht von seiner Firma.

Die Geschichte liest sich flüssig und zeichnet sich dadurch aus, dass die Autorin nicht nur den Charakteren typisch ostfriesische Züge verleiht und Informationen zu Land und Leuten sowie Sätze im Dialekt einstreut, sondern als Historikerin die Lösung des Falls eng mit der lokalen Geschichte verwebt und diese über Rückblenden greifbar macht. Die Auflösung des Falls ist verblüffend, die komplexen Hintergründe politisch und historisch interessant, insgesamt ein runder Krimi, der sich aber von der durchschnittlichen Mördersuche deutlich abhebt. Unbedingte Leseempfehlung!!

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