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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2017

Leider enttäuschend

Die Magie zwischen den Zeilen
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Lins Aufgabe ist es Protagonisten, die von jungen Mädchen aus ihren Büchern rausgelesen wurden, wieder in ihre Welt zurück zuschicken. Dabei hilft ihr die Kraft des Elementes Luft und ihr Team aus Wächtern. ...

Lins Aufgabe ist es Protagonisten, die von jungen Mädchen aus ihren Büchern rausgelesen wurden, wieder in ihre Welt zurück zuschicken. Dabei hilft ihr die Kraft des Elementes Luft und ihr Team aus Wächtern. Doch Lin selbst bricht die wichtigste Regel der Wächter, keine Bücher außerhalb der Bibliotheca Elementaria zu lesen, um nicht für noch mehr verirrte Protagonisten in der realen Welt zu sorgen. Doch Lin kann dem Buch "Otherside" einfach nicht wiederstehen. Als plötzlich Protagonisten auftauchen, deren Kräfte viel stärker sind als die ihrer Vorgänger, müssen Lin und ihre Freunde einem Feind in die Augen blicken, der die Grenzen der Buchwelt zur Gänze auflösen will.

Wer würde nicht gern einmal seinem Lieblingsprotagonisten auf der Straße begegnen. Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich fasziniert von der Vorstellung, dass die Protagonisten, die ich so sehr bewundere aus Büchern herausgelesen werden könnten. Weshalb ich an dieser Stelle ein großes Lob für die tolle Idee vergeben möchte, die hinter diesem Buch steht. Leider muss ich sagen, dass damit für mich jedoch alles Lob zu diesem Buch ausgesprochen ist. Der Schreibstil des Buches ist sehr einfach gehalten und beinhaltet leider viele Wiederholungen, die auf Dauer schon nervend waren. Darunter waren die ständigen Wiederholungen, dass die Protagonistin einen Kaffee brauchte oder das sich der Duft eines Kamins oder Feuers in die Luft mischte, wenn Ric mal wieder wütend wurde. Ich hatte das Gefühl ganze Sätze würden sich in ähnlicher Form immer wieder wiederholen. Im Gegensatz dazu war die Geschichte an anderen Stellen verwirrend kurz gehalten, sodass ich ab und an Mühe hatte zu folgen, da Szenen hin und her sprangen. Ich war auch etwas enttäuscht, dass sobald sich ein wirkliches Problem einstellte, die Lösung des Rätsels den Protagonisten scheinbar von selbst zuflog, sodass sich für mich nicht das geringste bisschen an Spannung aufbauen konnte.
Ich hatte aufgrund des Klappentextes bei dem Zac, als die zentrale Figur von Lins Schwärmerei im Focus steht deutlich mehr von dieser Beziehung erwartet. Als der gute Zac letztlich aus seinem Buch auftaucht und Lin ihrem "Traummann" endlich gegenüber steht, braucht es für sie nur 2 Seiten sich für Ric zu entscheiden und Zac, für den sie jahrelang geschwärmt hat, zu vergessen. Auch die anderen Protagonisten konnten mich leider nicht überzeugen und die Handlung an sich mich nicht mitreißen, da sie viel zu vorhersehbar ablief.
Alles in allem finde ich die zugrunde liegende Geschichte sehr schön erdacht, die Umsetzung lässt jedoch leider zu wünschen übrig. Mir fehlte die emotionale Tiefe der Figuren und eine strukturierte Handlung, die mehr Spannung hätte vertragen können. Leider kann ich das Buch nicht besser bewerten.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Go Big or Go Home

DUMPLIN'
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Willowdean hat sich in ihrem Körper bisher immer wohl gefühlt, trotzdem sie ein paar mehr Kilo als andere auf der Waage hat, denn sie ist selbstbewusst, hübsch und klug. Als sie sich jedoch in ihren attraktiven ...

Willowdean hat sich in ihrem Körper bisher immer wohl gefühlt, trotzdem sie ein paar mehr Kilo als andere auf der Waage hat, denn sie ist selbstbewusst, hübsch und klug. Als sie sich jedoch in ihren attraktiven Arbeitskollegen Bo verknallt und der ihre Gefühle zu erwidern scheint, ist das Selbstbewusstsein schnell dahin. Plötzlich macht es Will doch etwas aus, was die anderen Leute sagen werden. Um ihre Selbstzweifel verstummen zu lassen, wagt Will einen mutigen Schritt: sie meldet sich beim wichtigsten Schönheitswettbewerb von ganz Texas an, denn sie will beweisen, dass wahre Schönheit und Glück im Inneren liegen.

„Dumplin“, oder auf deutsch „Knödel“ ist der Spitzname von Wills Mutter für ihre Tochter, was ich an sich schon etwas fies finde. Die Geschichte wird aus Wills Perspektive erzählt und ist ein toller Jugendroman, der die Probleme mit dem eigenen Körper mit viel Ironie, Witz und Charme in den Fokus stellt. Will ist eine tolle Protagonistin, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe. Obwohl sie selbst zunehmend in Selbstkritik zu versinken droht, ist ihr Ansporn ein Vorbild für andere zu sein und ihren Freunden beizustehen einfach nur toll. Ein wirklich klasse Buch über den Mut zu sich selbst zu stehen und sich so zu akzeptieren wie man ist, obwohl das nicht immer einfach ist. Natürlich ist auch eine Liebesgeschichte eingearbeitet, die aber nichts Kitschiges an sich hat. Auch die Besessenheit der Protagonisten zu Dolly Parton hat etwas amüsantes aber auch Besonderes.
Ein wundervoller Jugendroman über die Liebe zu Anderen und zu sich selbst.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Die Sprache der Blumen

Vanitas - Schwarz wie Erde
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Der Wiener Zentralfriedhof ist der einzige Ort an dem Caro sich wirklich sicher fühlt. Zwischen den Gräbern und Blumen kann sie für kurze Zeit vergessen, dass sie trotz ihres vorgetäuschten Todes in Gefahr ...

Der Wiener Zentralfriedhof ist der einzige Ort an dem Caro sich wirklich sicher fühlt. Zwischen den Gräbern und Blumen kann sie für kurze Zeit vergessen, dass sie trotz ihres vorgetäuschten Todes in Gefahr schwebt. Denn Caro hat als Spitzel der Polizei eine der gefährlichsten Clans Frankfurts infiltriert. Um der Rache der Gruppe zu entkommen, hat die Polizei ihren Tod fingiert, droht jedoch dieses Arrangement rückgängig zu machen, sollte Caro ihnen nicht erneut helfen. Ziel ist die Tochter eines Baulöwen in München, die sie bespitzeln soll. Die Polizei glaubt, dass die Lambert-Gruppe für einige „Unfälle“ auf Baustellen der Konkurrenz verantwortlich ist. Caro nimmt den Auftrag an und begibt sich damit in größere Gefahr als ihr bewusst ist.

Nachdem ich schon ein paar Bücher von Ursula Poznanski gelesen habe, ist dieses jedoch das erste aus dem Genre Thriller, das ich von ihr lese. Der wunderbare Schreibstil und die anhaltende Spannung sind nur zwei der Dinge, die mir an dem Buch sehr gut gefallen haben. Die Handlung ist nicht vorhersehbar und vor allem sind gerade am Ende einige Überraschungen für den Leser eingebaut wurden. Besonders schön finde ich die Sprache der Blumen, die in der Handlung eine zentrale Rolle einnimmt, um vor allem geheime Botschaften zu verschicken. Ein wirklich außergewöhnlicher Einfall, der dem Buch das gewisse Etwas verleiht und zu etwas Besonderem macht. Caro als Protagonistin wirkt auf mich sehr realistisch, auch wenn ihre Panikattacken mir manchmal etwas zu viel wurden, finde ich sie trotzdem nachvollziehbar. Über Caros Vergangenheit werden kleine Hinweise eingestreut ohne jedoch die ganze Geschichte zu erzählen. An dieser Stelle merkt man doch, dass eine Fortsetzung der Reihe geplant ist.

Insgesamt ein sehr spannendes Buch mit vielen Überraschungen, dass Lust auf die Fortsetzung macht.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Super enttäuschend!

Infernus
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Aus Angst vor dem abgrundtief Bösen hat sich Marias Mutter bereits, als sie noch ein kleines Kind war das Leben genommen. Ihr einziger Rückhalt seitdem ist ihr Vater, ein Archäologe, der sich der Entschlüsselung ...

Aus Angst vor dem abgrundtief Bösen hat sich Marias Mutter bereits, als sie noch ein kleines Kind war das Leben genommen. Ihr einziger Rückhalt seitdem ist ihr Vater, ein Archäologe, der sich der Entschlüsselung von Rätseln und seiner Liebe zu Ägypten verschrieben hat. Auf dem Weg zu einer wichtigen Entdeckung, stirbt er jedoch bei einem vermeintlichen Unfall. Maria glaubt nicht an einen Zufall und beginnt das Rätsel, dass ihr Vater versuchte zu lösen, selbst zu entschlüsseln. Dabei begegnet sie den Geheimnissen ihrer Familie und reist selbst nach Ägypten. Denn das Böse will sich einen Weg in die Welt der Lebenden bahnen und Maria ist die Einzige, die das verhindern kann.

Zuallererst muss ich sagen, dass ich sehr viel von der Geschichte erwartet habe. Ich bin ein großer Fan der ägyptischen Kultur und Mythologie und liebe Bücher in denen es um Rätsel und Geheimnisse geht. Umso enttäuschter war ich, dass die Geschichte mich so gar nicht mitreißen konnte. Maria ist eine ungewöhnliche Protagonistin, die mit ihrer Phobie vor Bakterien nicht den Eindruck einer starken Persönlichkeit macht. Auf Dauer wirkte sie sogar auf mich ein wenig nervig mit ihrer Angst vor ein wenig Dreck. Als zweiten Protagonisten gibt es Joshua, der quasi als Playboy mit nettem Charakter beschrieben wird und diesen Eindruck auch bis zum Ende des Buches verteidigt. Insgesamt konnte ich mich mit beiden Charakteren nicht so richtig anfreunden, obwohl dies nicht der Grund ist warum ich das Buch nicht mochte.
Die „Rätsel“ die Maria lösen muss, erscheinen sehr plump und einfach, wobei die Frage aufkommt, warum niemand es vorher geschafft hat, sie zu lösen. Viel zu schnell finden die Protagonisten zur Lösung ohne dass die Handlung wirklich Spannung aufbauen kann.
Besonders genervt hat mich jedoch der Versuch so viele sagenumwobene Geschichten wie möglich in die Geschichte einzuflechten, damit alles mystisch wirkt. Ein Wirrwarr aus christlicher, ägyptischer und anderweitiger Mythologie wird zusammen in eine Form gepresst, sodass der Eindruck entstehen soll die größten Geheimnisse der Welt hängen alle zusammen. Neben dem Antichristen, dem Niedergang von Atlantis und den Kriegen der ägyptischen Götter, wird am Ende sogar die Bundeslade auf den Plan gerufen. An der Stelle hat es dann bei mir endgültig aufgehört, auch wenn der Sinn der Geschichte schon weit vorher abhanden gekommen ist.
Eine untragbare, unsinnige Geschichte, die versucht mystisch und rätselhaft zu erscheinen, aber nur eine Ansammlung langweiliger und plumper Rätsel ist. Ich werde die Fortsetzung ganz sicher nicht lesen. Sehr enttäuschend!

Veröffentlicht am 19.02.2019

Das Leben dreier Generationen

Bella Germania
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Julia ist eine kleine Modedesignerin aus München, die ihre Kollektion in Mailand an die Leute bringen will. Als der große Durchbruch endlich erreichbar scheint, besucht sie ein Mann, der behauptet ihr ...

Julia ist eine kleine Modedesignerin aus München, die ihre Kollektion in Mailand an die Leute bringen will. Als der große Durchbruch endlich erreichbar scheint, besucht sie ein Mann, der behauptet ihr Großvater zu sein. Um sich mit seinem Sohn zu versöhnen, bittet er Julia Kontakt zu ihrem Vater aufzunehmen, den Julia selbst für Tod gehalten hat. Auf der Suche nach ihrer eigenen Identität entdeckt Julia die Geschichte ihrer Familie, die bereits vor über 50 Jahren in Italien begonnen hat und bis in die Gegenwart reicht.

„Bella Germania“ ist ein Familienepos über 3 Generationen, der die Lebensgeschichten der Marconis erzählt. Den roten Faden bildet Julia, die auf der Suche nach ihrem Vater die Geschichte ihrer Familie erfährt, die in Italien vor über 50 Jahren ihren Anfang nahm. Die Erinnerungen der einzelnen Protagonisten werden zu einer wunderschönen und auch traurigen Erzählung verwoben, die Liebe, Familie, Tragödien und die Suche nach einer Heimat und nach sich selbst zum Thema haben.
Grundsätzlich liest sich die über 600 Seiten starke Geschichte sehr flüssig und schön erzählt. Nur an wenigen Stellen gerade zum Ende hin, erschien mir die Erzählung etwas zäh, konnte aber am Ende wieder mehr überzeugen. Die Figuren sind überzeugend und die Geschichte sehr emotionsgeladen. Daneben werden auch politische Themen in die Handlung integriert und auch der Autorennsport findet seinen Platz in der Erzählung.
Alles in allem ist „Bella Germania“ eine wundervolle Geschichte, die mit ihren Emotionen voll überzeugen konnte. Für Liebhaber von Familiengeschichten ein absolutes Muss.