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Veröffentlicht am 16.05.2026

Auf der Suche nach sich selbst

Das größte Rätsel aller Zeiten
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Aufgewachsen in der Gemeinschaft der Rätselmacher, hat Clayton in den letzten 25 Jahren doch einiges über knifflige Rätseln, verschlüsselte Botschaften und verwirrende Labyrinthe gelernt. Doch das größte ...

Aufgewachsen in der Gemeinschaft der Rätselmacher, hat Clayton in den letzten 25 Jahren doch einiges über knifflige Rätseln, verschlüsselte Botschaften und verwirrende Labyrinthe gelernt. Doch das größte aller Rätsel gibt ihm seine eigene Existenz auf. Denn Clayton ist als Baby vor der Tür der Gemeinschaft ausgesetzt wurden. Auch wenn Clayton die skurrilen, aber liebenswerten Mitglieder der Gemeinschaft als seine Familie betrachtet, möchte er doch wissen, woher er stammt. Nachdem seine Ziehmutter Pippa verstirbt, schickt sie ihn auf eine Reise in seine und ihre Vergangenheit. Und mit jedem Rätsel das Clayton löst, kommt er der Wahrheit ein Stück näher.

Ich bin selbst ein großer Rätselfan und war deshalb begeistert von der Idee einer Gemeinschaft der Rätselmacher. Ich habe mir beim Lesen des Klappentextes eher eine mystische Gemeinschaft vorgestellt, doch letztlich haben wir hier einen Zusammenschluss von eher introvertierten Menschen, die Rätsel lieben und nicht mehr allein sein möchten. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einerseits berichtet Pippa von der Gründung der Gemeinschaft und den Hindernissen, die diese zu bewältigen hatten. Hierbei hat mich vor allem der Zusammenhalt der vielen Mitglieder wirklich berührt. Die zweite Zeitebene spielt in der Gegenwart und begleitet Clayton auf der Suche nach seinen Eltern. Hierbei hat Pippa ihm einige Rätsel gestellt, die ihn auf eine Art Schnitzeljagd schicken. Für mich hätten die Rätsel tatsächlich etwas interessanter und vor allem schwieriger sein können. Zudem hat es der Geschichte für mich vor allem in diesem Teil wirklich an Spannung gefehlt und war zeitweise sehr zäh. Die etwas ungewöhnlichen Charaktere mochte ich dahingegen sehr.
Insgesamt ein ruhiger Roman, der für Rätselliebhaber auf jeden Fall geeignet ist.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Lesehighlight!

Shield of Sparrows
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Odessa Cross war ihr Leben lang die unwichtige Prinzessin. Ihre kleine Schwester wurde im Kampf und in Spionage ausgebildet, um einen fremden Prinzen zu heiraten und ein jahrhundertealtes Friedensabkommen ...

Odessa Cross war ihr Leben lang die unwichtige Prinzessin. Ihre kleine Schwester wurde im Kampf und in Spionage ausgebildet, um einen fremden Prinzen zu heiraten und ein jahrhundertealtes Friedensabkommen zu erfüllen. Doch als der Prinz von Turah an den Hof kommt, fordert er Odessa anstelle ihrer Schwester als seine Braut. Verheiratet mit einem Fremden und unvorbereitet auf das Land, in dem sie den Rest ihres Lebens verbringen soll, segelt Odessa an der Seite des Prinzen in ihre neue Heimat. Begleitet werden sie durch den Hüter, den besten und gefährlichsten Krieger Turahs, der übernatürliche Kraft besitzen soll. Doch ihre neue Heimat ist voller Gefahren, die nicht nur Odessas Leben, sondern auch ihr Herz bedrohen.

Ich muss sagen, dass ich schon lange kein so unglaublich gutes Fantasybuch gelesen habe und mich der überwiegend positiven Bewertungen zu dieser Geschichte uneingeschränkt anschließen kann.
Odessa als Protagonistin hat mich mit Abstand am meisten überzeugt. Entgegen anderer High Fantasy Geschichten muss ich zunächst anmerken, dass an Odessa kaum etwas außergewöhnlich scheint. Sie kann nicht kämpfen oder spionieren, hat keine besonderen Fähigkeiten, die sie zur „Heldin“ machen. Sie wirkt einfach völlig normal, hat einen liebenswerten und rücksichtsvollen Charakter und hilft denjenigen, die ihre Hilfe benötigen. Meiner Meinung nach großartige Eigenschaften für eine zukünftige Königin. Es wird sehr realistisch dargestellt wie sie das Kämpfen lernen will und regelmäßig bei ihren Übungen scheitert, was dem Buch und den Charakteren etwas sehr Authentisches gibt. Aber auch alle anderen Charaktere der Geschichte sind unglaublich realistisch beschrieben, wobei vor allem Evie ziemlich schnell mein Herz erobern konnte.
Die Story ist von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur spannend. Selbst die etwas ruhigeren Szenen waren jedes Mal wichtig für die weitere Handlung und niemals langweilig. Aber auch insgesamt hat mich die Handlung eines Buches selten so überraschen können wie hier. Ich liebe alles an der Geschichte und fiebere jetzt schon dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen. Ein absolutes Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Humorvolle Geschichten

Ich hab mit Ingwertee gegoogelt
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Normalerweise bin ich kein so großer Fan von Büchern aus dem Genre Humor. Es gleicht einer Kunstform Humor, der auf Bühnen und im Gespräch funktioniert, auf Papier zu bringen und den gleichen Effekt zu ...

Normalerweise bin ich kein so großer Fan von Büchern aus dem Genre Humor. Es gleicht einer Kunstform Humor, der auf Bühnen und im Gespräch funktioniert, auf Papier zu bringen und den gleichen Effekt zu erzielen. Doch Susanne Riedel hat dies mit ihren kleinen Anekdoten für mich hervorragend hinbekommen. Im Zentrum der Geschichtensammlung stehen ganz alltägliche Situationen und Ärgernisse, die jeder von uns erlebt. Aber auch das Älterwerden und dessen Unwägbarkeiten werden thematisiert. Alltäglicher Humor in Reinform, welcher mich ein ums andere Mal zum Lachen bringen konnte.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Vier Schwestern und eine Leiche

Beth is dead
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Am Neujahrsmorgen wird Beth March ermordet im Schnee gefunden. Jeder in ihrem Umkreis scheint verdächtig zu sein, sogar ihre drei Schwestern. Amy wollte das Geld, das für Beth Musikausbildung gedacht war. ...

Am Neujahrsmorgen wird Beth March ermordet im Schnee gefunden. Jeder in ihrem Umkreis scheint verdächtig zu sein, sogar ihre drei Schwestern. Amy wollte das Geld, das für Beth Musikausbildung gedacht war. Jo brauchte ganz dringend eine zündende Idee für ihr Buch. Meg hatte vielleicht kein Motiv, doch bei ihrem Freund liegen die Verhältnisse anders. Und dann gibt es da noch das Buch ihres Vaters, welches für einigen Wirbel gesorgt hat. Ein Buch, welches das Leben der Schwestern von vorne bis hinten beschreibt und ohne ihr Einverständnis veröffentlicht wurde. Ein Buch an dessen Ende Beth March stirbt.

Wer „Little Women“ gelesen hat, der wird natürlich einige Parallelen zu der Geschichte finden, die spannend zu entdecken sind. Die vier Schwestern Beth, Amy, Meg und Jo erzählen die Geschichten aus ihren Perspektiven vor und nach Beth Tod, wodurch man als Leser einen guten Einblick in das Leben der Schwestern bekommt. Besonders interessant war die Art und Weise wie unterschiedlich die Schwestern auf die Veröffentlichung des Buches ihres Vaters reagieren. Insgesamt sind die vier Mädchen/Frauen sehr unterschiedliche Charaktere, welche jedoch alle sehr authentisch dargestellt waren. Auch ihre Liebe zueinander ist trotz ihrer Streitigkeiten klar erkennbar. Auch wenn es sich bei der Geschichte um einen Jugendthriller handelt, gab es mir jedoch ein wenig zu viel Teeniedrama. Auch die Handlung geht an einigen Stellen nur sehr langsam voran, hier hätten ein paar Seiten weniger der Story durchaus gutgetan. Insgesamt hat mich die Geschichte jedoch sehr gut unterhalten können. Ein spannender Jugendthriller, der für kurzweilige Unterhaltung sorgt.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Das Signal
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Viola hat bei einem schrecklichen Unfall ihr Bein verloren und ist nun mehr oder weniger ans Haus gefesselt. Doch ihr Mann Adam kümmert sich rührend um sie. Sogar eine eigene Haushälterin hat er angestellt, ...

Viola hat bei einem schrecklichen Unfall ihr Bein verloren und ist nun mehr oder weniger ans Haus gefesselt. Doch ihr Mann Adam kümmert sich rührend um sie. Sogar eine eigene Haushälterin hat er angestellt, um seiner Frau zu helfen, während er auf Arbeit ist. Doch Viola fallen immer mehr Ungereimtheiten in Adams Erzählungen über seinen Tag auf. Also beschließt Viola ihn zu tracken. Egal wo er hingeht, sie kann ihm folgen. Und ihr Ehemann scheint mehr Geheimnisse zu verbergen, als sie bisher vermutet hat.

Ursula Poznanskis neuester Thriller beginnt direkt im Krankenhaus, nachdem Viola bei einem Unfall ihr Bein verloren hat. Da sie sich selbst nicht an die Ereignisse direkt vor dem Unfall erinnern kann, tappen wir als Leser zunächst zusammen mit der Protagonistin im Dunkeln. Aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität und ihrem Haus auf dem Land beschränkt sich das weitere Setting fast ausschließlich auf Violas und Adams Haus. Doch durch das Tracking der anderen Charaktere hat man dennoch den Eindruck die Straßen der Stadt mit Viola zusammen zu betreten, um ihre Geheimnisse aufzudecken. Viola ist eine unglaublich clevere, teilweise sogar berechnende Protagonistin. Ihre Pläne und logischen Vorgehensweisen haben mich sehr beindruckt. Besonders die Art und Weise wie sie sich mit dem Verlust ihres Beines auseinandersetzt und den Alltag bewältigt war für mich realistisch umgesetzt.
Es brauchte leider eine ganze Weile, bis die Geheimnisse der Charaktere nach und nach ans Licht kommen, sodass die Geschichte bis zum letzten Drittel zeitweise ein bisschen zäh wurde. Trotzdem ist auch dieser Thriller von Ursula Poznanski etwas ganz Besonderes und konnte mich hervorragend unterhalten.

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