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Veröffentlicht am 19.03.2026

Finanzwissen einfach erklärt

Von Geld, Gold und Guppys
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Die zwei Guppys Goldi und Fondia - zugegeben die „coolsten Finanz-Fische im Aquarium“ - begleiten uns durch dieses spannende Finanzbuch. Mit dabei haben sie jede Menge Ideen, um selbst zum Thema zu experimentieren, ...

Die zwei Guppys Goldi und Fondia - zugegeben die „coolsten Finanz-Fische im Aquarium“ - begleiten uns durch dieses spannende Finanzbuch. Mit dabei haben sie jede Menge Ideen, um selbst zum Thema zu experimentieren, und so gar ein paar Tipps, wie man sein Taschengeld vermehren kann. Es geht los mit den Basics - was ist Geld und wofür wird es gebraucht - und geht dann schließlich tiefer ins Eingemachte: Geldanlage, Börse, Kredite, sogar Bitcoins sind ein Thema. Was ich besonders finde: Dieses Buch geht auch grundlegenden Fragen auf den Grund, zum Beispiel warum manche viel Geld haben und andere nur wenig oder ob Geld eigentlich glücklich macht.
Die Themen sind der Altersgruppe entsprechend kindgerecht erklärt.
Die Inhalte sind grundsätzlich aktuell und unserer heutigen Zeit entsprechend. So geht es hier unter anderem um Fonds und Aktien. Auch die klassische Geldanlage mit Zinsen wird hier erklärt. Im Beispiel dazu rechnen sie hier allerdings mit optimistischen vier Prozent Zinsen, was eventuell tatsächlich nicht mehr ganz zeitgemäß ist.
Ein paar Aussagen in diesem Buch finde ich persönlich schwierig, gerade wenn es um das Thema arm und reich geht. „Sind deine Eltern arm, ist es schwieriger für dich, reich zu werden.“ Die Aussage ist zwar richtig, jedoch fehlt mir der sensible Umgang mit dem Thema, insbesondere die Wortwahl „arm“ betreffend. Des Weiteren bekommt man den Eindruck, dass sich dieses Buch eher an Kinder aus privilegierterem Haushalt richtet.

Dieses Sachbuch punktet mit:
- 128 Seiten geballtem Finanzwissen
- Illustrationen, die Spaß machen
- dem Geld-Labor, in dem die Kids selbst zum Finanz-Wissenschaftler werden und erforschen
- Alltagstipps für Kids

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.03.2026

Ali Hazelwood meets Slasher-Movie

A Killer Crush
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Eigentlich wollte Jamie nur einen lustigen Abend mit ihrer besten Freundin beim Speed Dating verbringen. Doch was wie eine RomCom beginnt, endet schließlich im Massaker und Jamie findet sich neben ein ...

Eigentlich wollte Jamie nur einen lustigen Abend mit ihrer besten Freundin beim Speed Dating verbringen. Doch was wie eine RomCom beginnt, endet schließlich im Massaker und Jamie findet sich neben ein paar Leichen eingesperrt in einem Club wieder. Und jeder der Überlebenden könnte der Killer sein.

Das Alleinstellungsmerkmal dieses Romans ist definitiv der doch etwas ausgefallene Genre-Mix von Romance und Thriller. Tatsächlich wird dieses Buch auch beiden Genres gerecht. Wir haben hier einen wirklich blutigen Thriller, der dafür sorgte, dass ich bei dem kleinsten Geräusch selbst zusammenzuckte, mein Adrenalin-Pegel während des Lesens beängstigend hoch war und ich meine übliche Lesezeit von abends auf tagsüber verlegen musste. Ja, ich hatte beim Lesen wirklich Schiss, denn wirklich oft schleicht unsere Protagonistin hier durch schummrige Gänge mit ebenso schummrigen Ecken und stolpert dabei nicht selten über eine wirklich übel zugerichtete Leiche. Jetzt bitte einmal das Kopfkino ausschalten können! Aber no way - dadurch, dass wir Jamie als humorvolle, liebenswerte und intelligente Romance-Protagonistin wie sie im Buche steht, kennenlernen, kann man sich als Lesender auch besonders gut in sie hineinversetzen. Das hemmt den Gruselfaktor dieses Buches keines Wegs. Und damit kommen wir auch schon zum zweiten Genre-Part: der Romance. Wir bekommen hier eine intensive Liebesgeschichte samt angedeutetem Liebesdreieck und obwohl es der Geschichte absolut fern liegen sollte, gibt es sogar einen Spice-Anteil. Das Buch lässt kaum ein Romance-Klischee aus, was schon beeindruckend ist, wenn man bedenkt, dass die Buchfiguren hier permanent um ihr Leben bangen müssen.
Die Spannung blieb konstant hoch und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Als der Killer jedoch entlarvt war, verpuffte die Spannung auch ziemlich schnell, was für mich der Beweis ist, dass das Buch als Thriller richtig gut funktioniert, als Liebesroman allerdings nicht hervorstechen kann.

Ali Hazelwood meets Slasher-Movie: Wer Nervenkitzel mit einer absolut nahbaren Protagonistin sucht und dazu eine Prise Romantik verträgt, der sollte dieses Buch lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 10.03.2026

Kindern Selbstwertgefühl geben

Ich bin ich – und das mag ich
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Dieses Buch beweist, dass eine Geschichte nicht lang oder besonders ausgefallen sein muss, um eine wichtige und so schöne Botschaft zu transportieren. Oft reicht es, wenn man die Kinder dafür in ihrem ...

Dieses Buch beweist, dass eine Geschichte nicht lang oder besonders ausgefallen sein muss, um eine wichtige und so schöne Botschaft zu transportieren. Oft reicht es, wenn man die Kinder dafür in ihrem Alltag abholt. So nimmt uns der Ich-Erzähler in diesem Buch mit in die Schule, stellt uns seine Freunde und ihre Talente vor und lernt dabei auch ganz viel über sich selbst und was ihn ausmacht. 
Der Ich-Erzähler in diesem Buch erkennt, was für wunderbare Talente seine Freunde haben und hinterfragt schließlich: Was macht mich eigentlich aus? Denn obwohl er vielleicht mit genau diesen Talenten nicht mithalten kann, ist er nicht weniger wert und trotzdem auf seine eigene Art besonders. Ich bin ich und das ist gut so - ist die wertvolle Botschaft, die der idealerweise namenlose Ich-Erzähler seinen Zuhörern mitgibt. Kinder können sich wunderbar in ihn hineinversetzen und lernen, dass sie genau richtig sind, so wie sie sind, und dass es dafür keine Vergleiche braucht. 
Zur Gestaltung: Dieses Buch ist tatsächlich kunterbunt. Und damit meine ich nicht die Farbwahl, sondern die Diversität der Figuren. Laserschnitte machen das Buch zusätzlich zum optischen Highlight. 
Mein Fazit: Der liebevolle Umgang der Kinder untereinander schafft hier eine absolute Wohlfühlatmosphäre, samt empathischen Eltern, die ihr Kind mit seinen Sorgen abholen und Mut zum Selbstbewusstsein schenken. Ein Buch, dass sich sowohl zum Vorlesen als auch für Erstleser eignet und jedem Kind aufzeigt: Du bist gut so wie du bist. Dafür braucht es weder Vergleiche noch hervorstechende Talente. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2026

Die Nacht entdecken

Babys erstes Schiebebuch: In der Nacht
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Die Nacht beginnt - die Eule macht die Augen auf, die Dachse verkriechen sich in ihrem Bau und im Kinderzimmer geht das Licht aus. Was mit Einbruch der Nacht passiert, können die Allerkleinsten hier mit ...

Die Nacht beginnt - die Eule macht die Augen auf, die Dachse verkriechen sich in ihrem Bau und im Kinderzimmer geht das Licht aus. Was mit Einbruch der Nacht passiert, können die Allerkleinsten hier mit vielen Schiebern selbst entdecken.
Die Schiebebücher aus der Usborne-Reihe kommen dabei bis auf wenig Lautmalerei ohne Text aus, denn im Fokus steht das haptische Erleben und das Entdecken der Veränderung im Bild, die die Kleinen selbst bewirken. Zudem gibt es Fühllinien zum Nachfahren.
Der typische Stella Baggott-Stil ist wie gewohnt kunterbunt und liebenswert, reich an Kontrasten, außerdem nicht zu detailreich und somit ideal für Babys.
Wieder mal ein wundervoller Titel aus der Schiebebuch-Reihe, der sich mit seiner Thematik im besonderen Maße vorm Schlafengehen eignet. Das Buch kommt ohne Text aus, fördert Feinmotorik und trifft den Entdeckersinn der Kleinen, sodass auch Lesemuffel wunderbar abgeholt werden. Und am Ende machen die Kleinen selbst das Licht aus.

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  • Cover
Veröffentlicht am 02.03.2026

Mit Vorurteilen umgehen

Willkommen im Zoo - Ein neues Zuhause für Ignaz Pfefferminz Igel
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Ignaz Pfefferminz Igel sucht ein neues Zuhause und landet sogleich im Zoo. Doch wird er hier leider nicht mit offenen Armen empfangen. Ein Missverständnis sorgt für jede Menge Unmut. Ignaz gibt folglich ...

Ignaz Pfefferminz Igel sucht ein neues Zuhause und landet sogleich im Zoo. Doch wird er hier leider nicht mit offenen Armen empfangen. Ein Missverständnis sorgt für jede Menge Unmut. Ignaz gibt folglich alles, um den anderen Zootieren zu beweisen: In ihm steckt ein feiner Kerl.
Ignaz' Vorlesegeschichte erstreckt sich dabei über zwölf Kapitel. Jedes Kapitel für sich hat eine gute Länge, um beispielsweise ein Kapitel am Tag oder Abend zu lesen und die Geschichte am nächsten Tag fortzuführen. So erreicht man auch wunderbar die Aufmerksamkeit der 4- oder 5-Jährigen. 

Als "Neuer" im Zoo wird Ignaz unglücklicherweise mit Vorurteilen konfrontiert. Um diese aus dem Weg zu räumen, geht der kleine Igel in den Dialog mit den anderen Zootieren und findet auf diese Weise viele neue Freunde. Daneben wächst auch der schüchterne Eddie Ameisenbär über sich selbst hinaus, wir lernen, dass wir mit Fantasie Berge bewegen und mit Zusammenhalt Wunder wirken können. 

Wer die Zoo-Reihe kennt, der weiß, was einen hier erwartet: humorvolle Illustrationen liebenswerter Tiere, denen wir ihre Emotionen aus dem Gesicht ablesen können. Mal schiebt sich eine kleine Zeichnung zwischen den Text, mal ist eine ganze Seite gefüllt oder der gesamte Hintergrund der Geschichte angepasst. Vorne können die Kinder die Kapitel, die sie schon gelesen haben, anmalen oder einkleben. 

Ich habe dieses Buch wahnsinnig gern vorgelesen. Der Schreibstil geht mühelos von den Lippen, voller Humor, verstellten Stimmen und mitten ins Herz. Jedes Kapitel ist geprägt von Zusammenhalt und Freundschaft. Zugleich baut sich von Kapitel zu Kapitel ein bisschen Spannung auf, die große Lust macht, herauszufinden, wie die Geschichte für Ignaz ausgehen wird. Dank der kurzen Kapitel ein gelungener Einstieg in längere Vorlesegeschichten!

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