Ein düsterer Fantasy-Auftakt voller Herz, Schmerz und Hoffnung
Verlorenes Herz entführt in eine gnadenlose Welt, in der Magie gefürchtet und Technik vergöttert wird. Nhika ist eine außergewöhnliche Protagonistin: verletzlich, stark und geprägt von Verlust. Ihre Gabe, ...
Verlorenes Herz entführt in eine gnadenlose Welt, in der Magie gefürchtet und Technik vergöttert wird. Nhika ist eine außergewöhnliche Protagonistin: verletzlich, stark und geprägt von Verlust. Ihre Gabe, Körper durch Berührung zu manipulieren, ist Fluch und Hoffnung zugleich. Vanessa Le erzählt Nhikas Geschichte mit großer Intensität und moralischer Tiefe. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen dem unterdrückten Volk Nhikas und der kalten, technokratischen Stadt Theumas. Die Mordermittlung rund um die Familie Congmi sorgt für Spannung, während sich langsam politische Intrigen und persönliche Schicksale verweben. Ven Kochin bringt eine geheimnisvolle Dynamik in die Handlung, ohne einfache Antworten zu liefern. Die Atmosphäre ist dicht, stellenweise brutal, aber immer emotional getragen. Themen wie Ausgrenzung, Machtmissbrauch und Vertrauen ziehen sich konsequent durch den Roman. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und voller leiser Grausamkeit. Verlorenes Herz ist nicht nur Fantasy, sondern auch eine Geschichte über Menschlichkeit in unmenschlichen Systemen – und macht große Lust auf die Fortsetzung.