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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Wie gewohnt witzig

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Die Känguru-Rebellion funktioniert als Hörbuch genau so, wie man es sich wünscht.
Der größte Pluspunkt ist, dass Marc-Uwe Kling selbst liest. Timing, Betonung und die Dialoge zwischen ihm und dem Känguru ...

Die Känguru-Rebellion funktioniert als Hörbuch genau so, wie man es sich wünscht.
Der größte Pluspunkt ist, dass Marc-Uwe Kling selbst liest. Timing, Betonung und die Dialoge zwischen ihm und dem Känguru machen das Ganze nochmal deutlich witziger als beim Lesen. Viele Szenen leben einfach von der Art, wie sie gesprochen werden.
Inhaltlich bleibt alles beim gewohnten Stil. Viele kurze Episoden, viel Wortwitz, viel Gesellschaftskritik. Mal komplett absurd, mal überraschend treffend. Nicht jeder Witz sitzt, aber insgesamt ist der Humor sehr solide.
Eine durchgehende Story gibt es nicht wirklich, das muss man mögen. Es geht eher um einzelne Situationen und Gespräche als um eine klassische Handlung.
Als Hörbuch funktioniert das Ganze aber besonders gut und macht einfach Spaß, vor allem für Fans der Reihe.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Ein Café voller Baby Drachen, die Chaos verursachen

The Baby Dragon Café
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The Baby Dragon Café ist ein cozy Fantasy Buch mit einer richtig schönen Grundidee, das aber nicht ganz alles rausholt, was möglich wäre.
Das Setting macht direkt Spaß. Ein Café voller Baby Drachen, die ...

The Baby Dragon Café ist ein cozy Fantasy Buch mit einer richtig schönen Grundidee, das aber nicht ganz alles rausholt, was möglich wäre.
Das Setting macht direkt Spaß. Ein Café voller Baby Drachen, die Chaos verursachen und alles in Brand setzen, ist einfach unterhaltsam und hebt sich von typischen Romance Geschichten ab. Vor allem die Drachen sind das Highlight, verspielt, frech und genau so, wie man es sich erhofft.
Die Geschichte selbst bleibt dagegen eher ruhig. Die Romance entwickelt sich wie erwartet und bietet wenig Überraschungen. Man kann gut mitlesen, aber die ganz großen Gefühle oder Spannungsspitzen bleiben aus.
Auch die Welt an sich hätte etwas mehr Tiefe vertragen können. Es gibt interessante Ansätze rund um Drachen und ihre Rolle, aber vieles wird nur angerissen.
Trotzdem lässt sich das Buch sehr angenehm lesen und eignet sich perfekt für zwischendurch, wenn man etwas Leichtes und Gemütliches sucht.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Berührende Geschichte über falsche Entscheidungen und echte Gefühle

The Night We Met
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The Night We Met ist eine gefühlvolle Romance, die sich langsam entfaltet und dabei vor allem durch ihre emotionale Tiefe überzeugt.
Im Mittelpunkt steht Larissa, deren Leben durch eine einzige Entscheidung ...

The Night We Met ist eine gefühlvolle Romance, die sich langsam entfaltet und dabei vor allem durch ihre emotionale Tiefe überzeugt.
Im Mittelpunkt steht Larissa, deren Leben durch eine einzige Entscheidung eine völlig andere Richtung nimmt. Was zunächst wie der richtige Weg erscheint, entpuppt sich mit der Zeit als kompliziert, als sich ausgerechnet zu einer anderen Person eine tiefere Verbindung entwickelt. Daraus entsteht ein innerer Konflikt, der die Geschichte trägt und für eine spürbare emotionale Spannung sorgt.
Besonders stark ist die Darstellung von Gefühlen wie Schuld, Loyalität und Sehnsucht. Die Figuren wirken nahbar, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, auch wenn sie nicht immer richtig sind. Genau das macht die Geschichte so authentisch.
Der Schreibstil ist leicht zugänglich, warm und emotional, mit einer guten Balance zwischen ruhigen Momenten und intensiven Szenen. Die Beziehung entwickelt sich langsam und glaubwürdig, was gut zur Grundstimmung des Buches passt.
Wer viel Action oder unerwartete Wendungen sucht, könnte die Handlung als eher ruhig empfinden, da der Fokus klar auf der emotionalen Entwicklung liegt.
Insgesamt ist The Night We Met eine berührende Geschichte über falsche Entscheidungen, echte Gefühle und die Frage, was passiert, wenn das Herz einen anderen Weg will als der Verstand.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein ungewöhnlicher, atmosphärisch dichter Krimi mit starkem Setting und einer konstanten, unangenehmen Spannung.

Giftiger Grund
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Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht. Es ist kein klassischer Krimi nach Schema F, sondern eher eine düstere, fast beklemmende Geschichte über Schuld, Vergangenheit und menschliche Abgründe.
Alles beginnt ...

Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht. Es ist kein klassischer Krimi nach Schema F, sondern eher eine düstere, fast beklemmende Geschichte über Schuld, Vergangenheit und menschliche Abgründe.
Alles beginnt an einem ziemlich starken Setting. Eine verlassene Tankstelle, mitten in der Nacht, ein Lost Place. Allein diese Atmosphäre trägt schon extrem viel zur Spannung bei. Und dann liegt da plötzlich eine Leiche im Schacht. Ausgerechnet jemand aus Jorans Vergangenheit. Ab diesem Moment zieht die Story richtig an.
Was ich besonders spannend finde, ist, dass hier drei völlig unterschiedliche Figuren aufeinandertreffen. Joran, frisch aus dem Jugendknast, Edda, ein verstörend fehl am Platz wirkendes Kind, und Charu, die eigentlich nur Fotos machen wollte. Diese Konstellation sorgt für eine ganz eigene Dynamik, weil keiner dem anderen wirklich trauen kann.
Die Spannung entsteht weniger durch Action, sondern durch die Situation selbst. Man weiß nie genau, wem man glauben kann, was wirklich passiert ist und welche Rolle die einzelnen Figuren spielen. Gleichzeitig wird Jorans Vergangenheit Stück für Stück aufgedeckt, was der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt.
Gerade die düsteren Themen und die zwischenmenschlichen Abgründe machen das Buch intensiv. Es geht nicht nur um die Frage, wer der Täter ist, sondern auch darum, wie Menschen unter Druck handeln und welche Entscheidungen sie treffen, wenn sie keine guten Optionen mehr haben.

Ein ungewöhnlicher, atmosphärisch dichter Krimi mit starkem Setting und einer konstanten, unangenehmen Spannung. Kein leichter Read, aber genau das macht ihn so eindringlich. Besonders für Leser, die eher auf düstere, psychologische Geschichten stehen

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Starke Idee, emotional und besonders

Die Namen
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Die Namen ist ein ruhiger, gleichzeitig sehr eindringlicher Roman über Identität, Entscheidungen und die Frage, wie sehr unser Leben von scheinbar kleinen Momenten geprägt wird.
Im Mittelpunkt steht Cora, ...

Die Namen ist ein ruhiger, gleichzeitig sehr eindringlicher Roman über Identität, Entscheidungen und die Frage, wie sehr unser Leben von scheinbar kleinen Momenten geprägt wird.
Im Mittelpunkt steht Cora, die nach der Geburt ihres Sohnes vor einer Entscheidung steht. Welchen Namen soll er tragen? Drei Möglichkeiten gibt es und mit jeder davon entfaltet sich ein völlig anderer Lebensweg. Der Roman begleitet diese drei Versionen parallel über viele Jahre hinweg und zeigt, wie unterschiedlich sich ein Leben entwickeln kann.
Besonders stark ist die Grundidee der Geschichte. Was zunächst unscheinbar wirkt, entwickelt schnell eine große emotionale Tiefe, weil nicht nur der Sohn, sondern auch alle Menschen in seinem Umfeld von dieser einen Entscheidung beeinflusst werden.
Der Schreibstil ist eher ruhig und detailreich, fast schon leise, aber genau das sorgt dafür, dass die emotionalen Momente umso stärker wirken. Vor allem die Darstellung von familiären Beziehungen und schwierigen Dynamiken geht teilweise wirklich unter die Haut.
Man muss aber sagen das Buch ist kein klassischer Pageturner. Es nimmt sich viel Zeit, arbeitet mit Zeitsprüngen und entfaltet seine Wirkung eher langsam. Dadurch kann es sich stellenweise etwas schwer oder distanziert anfühlen.
Wer eine tiefgründige, nachdenkliche Geschichte sucht, die noch lange im Kopf bleibt, wird hier definitiv fündig. Wer hingegen viel Spannung oder Romance erwartet, könnte enttäuscht werden.

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