Einsamkeit, Routinen und kleine Veränderungen
Eine Maus namens MerlinEine Maus namens Merlin ist eine ruhige, sehr warmherzige Geschichte, die vor allem über Gefühle funktioniert.
Im Mittelpunkt steht eine ältere Frau, die nach vielen Verlusten ziemlich zurückgezogen lebt ...
Eine Maus namens Merlin ist eine ruhige, sehr warmherzige Geschichte, die vor allem über Gefühle funktioniert.
Im Mittelpunkt steht eine ältere Frau, die nach vielen Verlusten ziemlich zurückgezogen lebt und eigentlich nichts mehr vom Leben erwartet. Als plötzlich eine kleine Maus bei ihr auftaucht, verändert sich nach und nach etwas. Erst ist sie genervt, dann gewöhnt sie sich daran und irgendwann entsteht daraus etwas, das ihr wieder Halt gibt.
Das Buch lebt stark von seiner Stimmung. Es passiert nicht besonders viel im klassischen Sinne, dafür geht es viel um Einsamkeit, Routinen und kleine Veränderungen, die langsam etwas in Bewegung bringen.
Der Schreibstil ist ruhig und teilweise fast schon poetisch. Man muss sich darauf einlassen, sonst kann es sich auch etwas lang ziehen. Gerade im Mittelteil merkt man das ein bisschen.
Was gut funktioniert, ist die Entwicklung der Hauptfigur. Es ist kein großes Drama, sondern eher ein leiser Weg zurück ins Leben.
Insgesamt ein eher stilles Buch, das berührt, ohne laut zu sein. Perfekt, wenn man etwas Ruhiges lesen möchte. Wenn man viel Spannung erwartet, eher nicht.