Leider kam ich in der Story nicht an
Bluttochter – Die Schwarzen JuwelenMeinung: Der Schreibstil von Anne Bishop ist atmosphärisch dicht und sehr detailreich. Man merkt schnell, wie viel Arbeit in die Ausgestaltung der Welt geflossen ist. Allerdings empfand ich die Sprache ...
Meinung: Der Schreibstil von Anne Bishop ist atmosphärisch dicht und sehr detailreich. Man merkt schnell, wie viel Arbeit in die Ausgestaltung der Welt geflossen ist. Allerdings empfand ich die Sprache stellenweise als schwer zugänglich und teilweise unnötig ausschweifend. Gerade am Anfang wird man ohne viel Erklärung in Begriffe, Hierarchien und Machtstrukturen geworfen, was es mir ehrlich gesagt schwer gemacht hat, wirklich reinzufinden. Mehrfach hatte ich das Gefühl, den Überblick zu verlieren und öfters kam der Gedanke das Buch abzubrechen, aber die Neugier blieb.
Die Grundidee rund um Macht, Magie, Prophezeiungen und Intrigen ist spannend und definitiv vielversprechend. Dennoch zog sich die Handlung für mein Empfinden sehr in die Länge. Es passiert zwar einiges, aber vieles wirkt eher wie Aufbauarbeit für spätere Bände. Der Spannungsbogen konnte mich nicht konstant halten, und gerade im Mittelteil fehlte mir der erzählerische Sog.
Die Figuren sind komplex angelegt und moralisch nicht immer eindeutig, was ich grundsätzlich spannend finde. Allerdings blieb für mich emotional etwas Distanz. Ich konnte nicht wirklich mitfühlen, weil mir oft der Zugang zu ihren inneren Beweggründen fehlte. Manche Dynamiken wirkten sehr intensiv, aber nicht immer ausreichend entwickelt.
Bluttochter hat eine faszinierende, düstere Grundidee und ein ambitioniertes Worldbuilding. Trotzdem hatte ich große Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte einzutauchen. 2.5 von 5 Sternen