Zerrissene Krone, zerrissenes Ich
The Beasts We RaiseMit The Beasts We Raise (Band 2) liefert D. L. Taylor eine intensive Fortsetzung, die vor allem durch ihre emotionale Tiefe überzeugt. Mancellas Fähigkeit, sich selbst zu vervielfachen, wird hier nicht ...
Mit The Beasts We Raise (Band 2) liefert D. L. Taylor eine intensive Fortsetzung, die vor allem durch ihre emotionale Tiefe überzeugt. Mancellas Fähigkeit, sich selbst zu vervielfachen, wird hier nicht nur als spannendes Magiesystem genutzt, sondern auch als kraftvolle Metapher für Identitätsverlust und innere Zerrissenheit. Besonders gelungen ist die Darstellung von Angst und Verantwortung, die sich wie ein roter Faden durch die Handlung ziehen.
Die Liebesgeschichte mit Silver entfaltet sich angenehm langsam und wirkt trotz der dramatischen Umstände glaubwürdig. Der Konflikt mit Primus Reltas bringt zusätzliche Spannung, auch wenn einige Wendungen vorhersehbar bleiben. Stilistisch punktet das Buch mit düsterer Atmosphäre und klaren emotionalen Momenten, verliert sich jedoch gelegentlich in Wiederholungen.