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Veröffentlicht am 13.09.2021

Wiedersehen in Moonflower Bay

Someone like you
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Mein zweiter Besuch in Moonflower Bay und es war erneut ein emotionales und romantisches Leseerlebnis.

Diesmal geht es um die sympathische Ärztin Dr. Nora Walsh, die nach einer unschönen Trennung die ...

Mein zweiter Besuch in Moonflower Bay und es war erneut ein emotionales und romantisches Leseerlebnis.

Diesmal geht es um die sympathische Ärztin Dr. Nora Walsh, die nach einer unschönen Trennung die Hausarztpraxis in der Kleinstadt übernimmt, allerdings nur für zwei Jahre, denn dann hat sie hoffentlich genug Geld gespart, um mit ihrer Schwester zusammen ein Haus zu kaufen. Bei ihrem ersten Friseurbesuch landet sie auf einem Stuhl neben Jake Ramsey, einem gut aussehenden Einzelgänger, der plötzlich immer zur Stelle ist, wenn Nora in irgendeiner Form Hilfe benötigt.

Hach, was soll ich sagen. Es war einfach wieder witzig, bezaubernd und emotional. Ich mochte die Annäherung der beiden Protagonisten, besonders wie Jack sich dabei ertappt, dass er mit Nora viel offener über seine Schicksalsschläge reden kann, als mit allen anderen Menschen - manchmal braucht es eben nur jemanden, der die richtigen Fragen stellt. Gerade diese Mischung aus tiefsinnigen, traurigen Momenten und den hoffnungsvollen Schritten zurück in ein glückliches, lebensbejahendes Dasein konnte mich wirklich berühren. Gleichzeitig war durch die übrigen Nebencharaktere, die immer gerne ihre Nase in fremde Angelegenheiten stecken, eine gut Portion Humor in der Geschichte, was die perfekte Balance zwischen Taschentuchalarm und Lachattacken brachte. Eine Figur, die mir in diesem Buch wirklich gut gefallen hat, war Noras Grandma, ein echtes Unikat, die Szenen mit ihr haben mich wirklich zum Schmunzeln gebracht.
Auch in diesem Band gab es natürlich explizite Szenen, die aber realistisch und echt rüberkamen.

Fazit
Auch die Geschichte von Nora und Jake hat mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen, insgesamt hat ihre Story mich noch mehr berührt und überzeugt als „Still into you“. Erneut ein großartiges Wohlfühlbuch mit einem Setting und Charakteren zum Verlieben. Und ich möchte unbedingt mehr von Maya und Law lesen … ich warte also ungeduldig auf Band 3!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Solider Reihenstart

Der Blutkünstler
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Ein Mord an einer Galeristin in Düsseldorf der die gleiche Handschrift trägt wie Morde in Hamburg, Bremen und München. Höchste Zeit für das BKA den „Seelenleser“ Tom Bachmann hinzuzuziehen, der erst kürzlich ...

Ein Mord an einer Galeristin in Düsseldorf der die gleiche Handschrift trägt wie Morde in Hamburg, Bremen und München. Höchste Zeit für das BKA den „Seelenleser“ Tom Bachmann hinzuzuziehen, der erst kürzlich aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt ist. Gemeinsam mit seinem Team soll er den „Blutkünstler“ stoppen. Doch wird das gelingen, bevor der Serienmörder sein nächstes, blutiges Kunstwerk vollendet?

Den Einstieg fand ich sehr vielversprechend, es kam bereits auf den ersten Seiten Spannung auf und man ist als Leser direkt im Geschehen. Erzählt wird in verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven. So erlebt der Leser nicht nur die Ermittlungsarbeit des BKA, sondern taucht auch in Toms schwierige Vergangenheit ein, schaut in den Kopf des Blutkünstlers und begibt sich mit einer Person auf die Jagd, die Gewalt gegen Kinder rächt. Durch diesen Wechsel bleibt das Lesen spannend und abwechslungsreich.

Ich wusste ja, dass es blutig wird und die expliziten, bildhaften Beschreibungen haben mir tatsächlich einiges abverlangt, grausamer hätte es für mich wirklich nicht mehr werden dürfen. Tom Bachmann als Protagonist konnte meine Sympathien nicht wecken, er war mir zu kalt, unsensibel und empathielos. Die Rückblenden haben allerdings geholfen seinen Charakter und sein Handeln besser zu verstehen. Der Rest seines Teams bleibt leider etwas blass,aber vielleicht erfährt man in den übrigen Bänden der Reihe da noch etwas mehr.

Von Toms Genialität und Brillanz als Profiler hätte ich gern etwas mehr gesehen, denn abgesehen von diversen Exkursen in die Psychologie von Psychopathen und Mordfällen, die er in den USA gelöst hat, war da beim aktuellen Fall meiner Meinung nach nicht wirklich viel zu spüren. Auch die Auflösung der Mordserie hat mich in dieser Hinsicht etwas enttäuscht. Ebenso war das Handeln anderer Protagonisten im Showdown für mich leider nicht ganz nachvollziehbar.

Fazit: Interessanter Reihenauftakt, spannend und blutig, aber in der Auflösung für mich nicht ganz überzeugend. Einen weiteren Band würde ich lesen, einfach um noch mehr aus Tom Bachmanns Vergangenheit zu erfahren. Hier sind doch noch einige Fragen offen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Herzensbuch

A Reason To Stay - Liverpool-Reihe 1
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Habt ihr auch manchmal die Gewissheit, dass ihr bestimmte Charaktere nie vergessen werdet? Ich werde wohl nie mehr das Skelett eines Dinosauriers betrachten, ohne an Billy zu denken, genauso wie meine ...

Habt ihr auch manchmal die Gewissheit, dass ihr bestimmte Charaktere nie vergessen werdet? Ich werde wohl nie mehr das Skelett eines Dinosauriers betrachten, ohne an Billy zu denken, genauso wie meine Gedanken immer zu Cedric wandern werden, wenn Gewitterwolken aufziehen.

Billy ist nach Liverpool gekommen um dort einen rar gesäten Job in einem Naturkundemuseum zu ergattern. Bei der Flucht von einer Eröffnungsfeier, bei der sie eigentlich Kontakte knüpfen wollte, stolpert sie in Cedric und zwischen den beiden sprühen vom ersten Moment an die Funken. Aber als sie ihn näher kennenlernt, fragt sie sich, ob sie sich nicht besser voneinander fernhalten sollten.

Nach der Dark Canopy - und One True Queen - Dilogie wusste ich ja bereits, dass ich Jennifer Benkaus Schreibstil sehr gerne mag und auch bei "A Reason to Stay" fliegt man nur so durch die Seiten.

Die Protagonisten werden detailliert, anschaulich und sehr authentisch beschrieben. Billy mit ihrer sympathischen, leicht nerdigen Art, brennt für Paläontologie, leidet aber gleichzeitig sehr unter dem schlechten Verhältnis zu ihrem Vater. Cedric ist einerseits lustig und schlagfertig, baut aber selbst haushohe Mauern um sich, weil er denkt, dass seine Mitmenschen mit einer gesunden Distanz zu ihm einfach besser dran sind.

Die Story beginnt mit viel Witz und spritzigen Dialogen, die mir gleich am Anfang ein Grinsen ins Gesicht gezaubert haben. Nach und nach merkt man, dass nicht alles so easy ist, wie es von außen betrachtet zunächst aussieht und es schleicht sich ein beklemmendes Gefühl in die Magengegend. Dagegen sind die Gefühle und das Knistern zwischen Billy und Cedric so greifbar, dass ich selbst zeitweise mit Herzklopfen zu tun hatte.

Diese Geschichte ist ebenso vielschichtig wie tiefsinnig und vermittelt eine Vielzahl wichtiger Botschaften. Im Buch gibt es eine Triggerwarnung und ich möchte hier gar nicht näher auf die behandelten Themen eingehen, um nicht zu spoilern. Ich finde Jennifer Benkau hat hier die perfekte Balance zwischen den eher schweren und traurigen Abschnitten sowie den romantischen und auch lustigen Szenen gefunden. Ich habe mich Cedric und Billy sehr nah gefühlt und habe bis zu den letzten Seiten mitgefiebert, dabei kam für mich der Plottwist zum Ende hin wirklich völlig unvorhersehbar.

Für mich eine wirklich besonderer New Adult Roman, den ich gerne weiterempfehle! Und ich freue mich schon jetzt riesig auf Band zwei der Liverpool Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2021

Emotionales Leseerlebnis

Alle Farben des Regens
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Mein erstes Buch von Jessica Winter … an einem Abend gelesen und geliebt!

Arya und Kasey verband in ihrer Kindheit eine enge Freundschaft, bis Kasey eines Tages aus familiären Gründen verschwand. Arya ...

Mein erstes Buch von Jessica Winter … an einem Abend gelesen und geliebt!

Arya und Kasey verband in ihrer Kindheit eine enge Freundschaft, bis Kasey eines Tages aus familiären Gründen verschwand. Arya traf es schwer, dass er trotz des Versprechens zurückzukehren, jahrelang kein Lebenszeichen von sich gab. In der Zwischenzeit wird Arya Vorschullehrerin an ihrer alten Schule, ist mit Peter verlobt und lebt ein geplantes Leben ... bis eines Tages die kleine Evie - Kaseys Tochter- neu in ihre Klasse kommt und ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt wird.

Ich habe von Anfang an mit Kase und Ari mitgefiebert denn durch die wechselnden Perspektiven fühlt man sich eng mit den Protagonisten verbunden. Ari hat mit ihrer offenen und liebevollen Art ihren jungen Schülern gegenüber, bei mir direkt Sympathien gewonnen, aber auch ihre Verletztheit, ihr Kummer und ihre widersprüchlichen Gefühle gegenüber Kase waren für mich gut nachvollziehbar. Mit Kase habe ich sehr mitgelitten, weil er sich als alleinerziehender Vater eines Säuglings und eines Kleinkinds zurecht völlig überfordert fühlte, voller Selbstzweifel war und doch unbedingt alles richtig machen wollte. Jessica Winter schildert die Gefühlswelt ihrer Protagonisten so authentisch, dass es mir beim Lesen fast das Herz brach, dazu noch die Rückblenden in die teilweise traumatische Vergangenheit, die die besondere Beziehung der beiden noch verständlicher macht.

Das Buch beschäftigt sich mit tiefgründigen Themen ... wie verarbeiten und verkraften Kinder einen schweren Schicksalsschlag? ... wie stark färbt das Verhalten der Eltern auf ihre Kinder ab? ... es geht um toxische Beziehungen, Freundschaft, Liebe, Vergebung und die Erfüllung von Kindheitsträumen ... all das geschildert mit einem angenehmen Schreibstil, der einen nur so durch das Buch fliegen lässt. Und ja, natürlich ahnt man, wie das Buch enden wird, aber der Weg dorthin war eine wundervoll emotionale Reise, bei der sich jede Minute Lesezeit gelohnt hat.

Von mir gibt’s eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen für diese wunderschöne Geschichte!

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 02.07.2021

Größtenteils spannend mit Schwächen in der Auflösung

Die Karte
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In Hamburg kommt es zum Mord an einer Joggerin, die ihre Laufstrecken trackt und in eine Fitnessgruppe online stellt. Kurze Zeit später schlägt der Mörder erneut zu. Das Opfer auch diesmal eine Frau aus ...

In Hamburg kommt es zum Mord an einer Joggerin, die ihre Laufstrecken trackt und in eine Fitnessgruppe online stellt. Kurze Zeit später schlägt der Mörder erneut zu. Das Opfer auch diesmal eine Frau aus der Laufcommunity. Kennt der Täter die Lieblingsstrecken seiner Opfer?

Der vierte Fall für Jens Kerne und Rebecca Oswald, den man aber auch problemlos unabhängig von der Reihe lesen kann. Der Einstieg ins Buch ist spannend und beginnt mit einem verstörenden Prolog. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Handlungsstränge und durch die abwechselnde Erzählweise bleibt der Spannungsbogen konstant hoch. Neben den Morden an den Joggerinnen, beobachtet Rebecca einen älterern Mann, der mit einem Fahrrad Leichenteile durch Hamburg transportiert, wir begleiten ein junges Mädchen in einem lieblosen, von Hass geprägtem Elternhaus und erhalten Einblick in die gestörte Psyche des Mörders.

Über Dreiviertel des Buches habe ich mich bestens unterhalten gefühlt, leider hat mich das Ende dann etwas enttäuscht. Um meine Frustration über das Ende detailliert zu erklären, müsste ich spoilern, aber das möchte ich nicht. Nur so viel ... meiner Meinung nach wecken Titel und Klappentext Erwartungen, die dann eigentlich nur am Rande eine Rolle spielen. Auch das Meisterwerk, das der Täter mit seinen Morden erschaffen wollte, erschloss sich mir nicht. Am Ende blieben für mich doch einige Zusammenhänge unklar und somit einige Fragen offen. Eine Sache die mich persönlich gestört hat waren die Anspielungen auf die im Buch bereits überstandene Corona-Pandemie. Vermutlich wollte der Autor hier aktuell sein, leider stecken wir aber noch mitten in der Pandemie und dann ist es schon ein bisschen grotesk von „Überbleibseln der Pandemie“ zu lesen.

Neben den Kritikpunkten möchte ich aber noch ein paar positive Dinge nennen. Jens und Rebecca hatten erneut meine volle Sympathie. Die Charakterentwicklung des Kommissars in diesem Band und die dadurch bedingte privaten Entwicklungen haben mir richtig gut gefallen. Auch der Aufbau mit den relativ kurzen Kapiteln mit ihren Cliffhangern und die hohe Spannung haben mich überzeugt. Ebenso mochte ich das Thema des Missbrauchs von sozialen Medien und den Hinweis auf die Gefahr, die daraus resultiert, private Dinge öffentlich zu teilen.

Fazit: Die Karte wird zwar nicht mein Lieblingsband der „Kerner und Oswald - Reihe“, hat mir aber unterhaltsame und spannende Lesestunden beschert. Das Ende war mir insgesamt etwas zu konstruiert und beantwortete nicht alle meine Fragen, trotzdem gibt’s von mir eine Leseempfehlung für Thrillerfans.

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