Unterhaltsamer und märchenhaft unschuldiger Liebesroman
Once Upon A Tender KissEinleitung und Zusammenfassung
Die zurückhaltende und von ihren Eltern über behütete Mia Thorn führt ein geordnetes, wenn auch sehr eingeschränktes und ruhiges Leben.
Die häufigen Kontrollbesuche der ...
Einleitung und Zusammenfassung
Die zurückhaltende und von ihren Eltern über behütete Mia Thorn führt ein geordnetes, wenn auch sehr eingeschränktes und ruhiges Leben.
Die häufigen Kontrollbesuche der Eltern sorgen dafür, dass sich Mia wie Dornröschen mit einer Dornenhecke umzingelt fühlt und verhindern dadurch das aufblühen ihres Lebens. Einzig allein ihre langjährige Freundin Jill versteht sie und steht Mia zur Seite.
Unter Mias Wohnung eröffnet ein verruchter Club seine Pforten und sorgt mit seiner lauten, wummernden Musik für schlaflose Nächte.
Gleichzeitig zieht ein neuer Nachbar über ihr in die Wohnung ein. Tate Prince, ein attraktiver Single und Vater einer elfjährigen Tochter, kämpft jedoch mit seinen eigenen Problemen und versucht sein chaotisches Leben in den Griff zu bringen.
Als die beiden Welten immer wieder aufeinander prallen, fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch die Funken.
Meine Meinung
Die Autorin Myla Lion wurde 1985 geboren und wuchs unter dem Genuss zahlreicher Märchen in Leipzig auf. Genau wie in ihrem ersten Roman „Drei Haselnüsse für ein Weihnachstswunder“ lässt sie nun auch in ihrem zweiten Liebesroman „Once upon a tender kiss“ märchenhafte Anspielungen einfließen.
Der leichte und angenehme Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass ich mich schnell in die Geschichte und die Charaktere einfinden und einlesen konnte. Auch durch die abwechselnd erzählten Geschichten der Protagonisten je Kapitel springt man einmal zu Mias und dann wieder zu Tates Sichtweise, wodurch die Erzählung spannend bleibt. Durch ihre einfühlsame Darstellung schafft die Autorin es die Leser in die Gefühlswelt der beiden Hauptcharaktere mitzureißen.
Die Figur der Mia fand ich etwas gekünstelt, da sie sich ja anfangs durchaus gegen Tate versucht aufzulehnen und ihm ihre Meinung geigt, dies jedoch nicht bei ihren Eltern schafft. Ich fand es jedoch schön zu sehen, als Mia endlich den Mut aufgebracht hat, für jemand anderen, aber auch für sich selbst einzutreten.
Die schlaflosen Nächte und überwachenden Besuche ihrer Eltern tagsüber, sorgen dafür, dass sich immer mehr Spannung beim Leser aufbaut. Selbst als Leser war ich schon von Mias Mutter Eliza regelrecht genervt und ich fand Melody und Eliza hätten beide die bösen Feen sein können - zwei schreckliche Persönlichkeiten.
An Tate Prince hat mir gefallen, dass er – ganz der Künstler – chaotisch und spontan war und dadurch Mia aus ihrem „Dornröschenschlaf“ geweckt hat. Gleichzeitig wurde er selbst durch das 1. Gerichtsurteil und seinen Krankenhausbesuch ebenfalls wach gerüttelt, sodass er endlich anfing den Kampf gegen seine Exfrau aufzunehmen.
Die ständigen Kabbeleien von Mia und Tate und die zwischenzeitlichen Anspielungen auf Dornröschen sorgen für einen zusätzlichen Unterhaltungsfaktor. Für mich hätten die Reibereien gepfefferter und die Dialoge mit mehr Anspielungen versetzt sein können. Selbst die Darsteller wussten lange nicht, ob sie beim jeweils anderen Chancen haben. Auch Riley war ständig zugegen und hat die Annäherungen der beiden verzögert. Dadurch kam auch die knisternde Romantik im Roman zu kurz und das Ende des Romans wurde ähnlich wie im Märchen schnell abgehandelt.
Fazit
Der Roman hat mich überrascht, da die Story zuerst etwas langsam ins Rollen gekommen ist und mich nach und nach durch die abwechselnde Erzählweise dann doch in seinen Bann gezogen hat. Wer einen leichten, unterhaltsamen und märchenhaft unschuldigen Liebesroman sucht ist hier an der richtigen Stelle.
Er hat mich mitfiebern lassen, meine Nerven strapaziert und auch ein paar Tränen gekostet.
Und genau so soll ein Buch sein, mit Unterhaltungsfaktor auf jeder Ebene.