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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2025

schwächer als der Vorgänger

Maybe Meant To Be
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Nachdem mir der Vorgänger richtig gut gefallen hat, hatte ich große Erwartungen an Maybe Meant to Be. Leider konnte mich dieser Band nicht ganz so mitreißen. Die Geschichte rund um Sage und Charlie ist ...

Nachdem mir der Vorgänger richtig gut gefallen hat, hatte ich große Erwartungen an Maybe Meant to Be. Leider konnte mich dieser Band nicht ganz so mitreißen. Die Geschichte rund um Sage und Charlie ist süß angelegt, aber irgendwie fehlte mir dieses Mal der emotionale Tiefgang, der den ersten Teil für mich besonders gemacht hat.

Die queere Liebesgeschichte zwischen Charlie und Luke bringt zwar wichtige Themen auf den Tisch – wie Unsicherheit, Angst vor dem Coming-out und das Finden der eigenen Identität – dennoch wirkte vieles auf mich eher oberflächlich erzählt. Auch Sages Beziehung zu Nick hatte Potenzial, blieb für meinen Geschmack aber etwas zu vorhersehbar und klischeehaft.

Trotzdem ist Maybe Meant to Be eine nette Highschool-Romance mit liebenswerten Charakteren und vertrautem Setting. Für Fans von Slow Burn, Found Family und queerer Liebe gibt es definitiv schöne Momente – nur war mir die Geschichte dieses Mal ein bisschen zu seicht. Daher solide 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

eigenwilliger Schreibstil

Die Melodie der Lagune
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Die Idee hinter Die Melodie der Lagune fand ich grundsätzlich interessant – eine junge Frau im Venedig des 18. Jahrhunderts, die sich in der männerdominierten Musikwelt behaupten will, hat viel Potenzial. ...

Die Idee hinter Die Melodie der Lagune fand ich grundsätzlich interessant – eine junge Frau im Venedig des 18. Jahrhunderts, die sich in der männerdominierten Musikwelt behaupten will, hat viel Potenzial. Auch die historische Figur Anna Maria und die Verbindung zu Vivaldi bieten einen spannenden Ausgangspunkt. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht vollständig überzeugen.

Der Roman plätschert über weite Strecken eher ruhig dahin, ohne große Höhepunkte. So richtig spannend wurde es für mich nie. Auch der Schreibstil ist recht eigenwillig – teilweise poetisch, aber dadurch auch etwas distanziert. Ich konnte nicht ganz in die Geschichte eintauchen, obwohl mir Anna Marias Entwicklung als Figur gut gefallen hat.

Trotzdem ist das Buch eine interessante Hommage an eine fast vergessene Musikerin und an das Venedig der Barockzeit. Wer sich für historische Romane mit Musikbezug interessiert und kein großes Tempo erwartet, wird hier sicherlich Lesefreude finden. Für mich waren es solide 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Interessante Freundschaft

Wenn wir lächeln
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„Wenn wir lächeln“ von Mascha Unterlehberg ist ein intensives und beeindruckend geschriebenes Debüt, das mich vor allem mit der Darstellung einer ungewöhnlich starken Freundschaft berührt hat. Im Zentrum ...

„Wenn wir lächeln“ von Mascha Unterlehberg ist ein intensives und beeindruckend geschriebenes Debüt, das mich vor allem mit der Darstellung einer ungewöhnlich starken Freundschaft berührt hat. Im Zentrum steht die Beziehung zwischen Jara und Anto – zwei Mädchen, die sich in ihrer Wut auf die Welt, auf Ungerechtigkeit und auf die eigenen Lebensumstände wiederfinden und zusammenschweißen. Ihre Verbindung ist wild, verletzlich, manchmal verstörend – aber durchweg authentisch.

Die Erzählung beginnt mit einem Paukenschlag: Anto springt von einer Eisenbahnbrücke in die Ruhr – und taucht nicht wieder auf. Jara bleibt zurück, schockiert, mit vielen Fragen und einem Baseballschläger, der im Wasser treibt. Diese starke Eingangsszene zieht sofort in die Geschichte hinein. Von da an blickt der Roman zurück auf die Freundschaft der beiden: Wie sie sich kennenlernen, wie sie sich gegenseitig Halt geben, und wie sich langsam Risse zeigen.

Ich mochte besonders die Figur der Jara. Ihre Perspektive ist eindringlich, nahbar und emotional gut nachvollziehbar. Bei Anto hingegen blieb bei mir immer eine gewisse Distanz. Sie ist ohne Frage faszinierend – mutig, widersprüchlich, laut –, aber ich konnte sie nie ganz greifen. Vielleicht ist das gewollt, vielleicht spiegelt es auch Jaras eigene Unsicherheit, doch es hat mir stellenweise den Zugang erschwert.

Was das Buch auf jeden Fall stark macht, ist die sprachliche Wucht und die dichte Atmosphäre. Mascha Unterlehberg schreibt kraftvoll, manchmal poetisch, manchmal roh – und findet dabei einen eigenen Ton, der im Gedächtnis bleibt. Auch die gesellschaftlichen Themen – Wut, Gewalt, soziale Herkunft, Geschlechterrollen – werden nicht plakativ abgehandelt, sondern sensibel in die Handlung eingebettet.

Ein Stern Abzug, weil mir Antos Figur trotz aller Faszination emotional zu fern blieb. Aber insgesamt ist „Wenn wir lächeln“ ein bemerkenswerter Roman über Freundschaft, Verlust und das Ringen um Kontrolle in einer Welt, die oft viel zu früh zu viel verlangt. Lesenswert!

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Veröffentlicht am 06.05.2025

zu spicy

Body Check
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„Body Check“ von Elle Kennedy klang nach einer unterhaltsamen Liebesgeschichte mit Eishockey-Setting und einem reizvollen Gegensatz zwischen zwei grundverschiedenen Charakteren – und genau das hatte ich ...

„Body Check“ von Elle Kennedy klang nach einer unterhaltsamen Liebesgeschichte mit Eishockey-Setting und einem reizvollen Gegensatz zwischen zwei grundverschiedenen Charakteren – und genau das hatte ich mir erhofft. Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen.

Die Grundidee ist vielversprechend: Hayden, die sich endlich von ihrem „Good Girl“-Image lösen will, sucht sich für eine Nacht jemanden in einer Bar – und trifft ausgerechnet auf Brody, einen charismatischen Eishockeyspieler. Da sie aus einer sportgeprägten, eher schwierigen Kindheit kommt und mit dem Eishockey-Milieu eigentlich abgeschlossen hat, könnte das der Anfang einer spannenden und emotional komplexen Geschichte sein. Doch leider bleibt vieles an der Oberfläche.

Die Beziehung zwischen Hayden und Brody wirkt für meinen Geschmack zu körperlich und zu wenig entwickelt. Es fehlt an tiefgründigen Gesprächen, an emotionalem Aufbau – stattdessen dominieren spicy Szenen, die nicht nur zahlreich, sondern auch oft sehr ausführlich sind. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Handlung regelrecht unterbrochen wurde, um wieder Platz für ein heißes Intermezzo zu machen. Das hat meinen Lesefluss gestört und mir die emotionale Verbindung zu den Charakteren erschwert.

Hayden hätte eine spannende Protagonistin sein können – eine Frau, die mit ihrer Vergangenheit ringt und sich nach Stabilität sehnt. Doch diese innere Zerrissenheit kommt nur in wenigen Momenten durch. Auch Brody bleibt recht eindimensional und seine „andere Idee“ (nämlich mehr zu wollen als nur eine Nacht) wirkte auf mich wenig glaubwürdig, da kaum echte Gespräche oder Entwicklungen zwischen den beiden stattfinden.

Insgesamt ist „Body Check“ für Fans von heißer Romance sicher unterhaltsam – wer jedoch eine tiefere Liebesgeschichte mit emotionaler Entwicklung sucht, wird hier eher enttäuscht. Für mich war es ein netter, aber zu oberflächlicher Leseausflug. Drei Sterne.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Bitte keine Zeitschleifen...

Gestern waren wir unendlich
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„Gestern waren wir unendlich“ hat mich mit seiner gefühlvollen Grundidee sofort angesprochen: Louis verliert seinen Freund Henry bei einem tragischen Autounfall – nur um am nächsten Morgen festzustellen, ...

„Gestern waren wir unendlich“ hat mich mit seiner gefühlvollen Grundidee sofort angesprochen: Louis verliert seinen Freund Henry bei einem tragischen Autounfall – nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass er den Tag erneut durchlebt. Die Zeit steht still, und Louis bekommt die Möglichkeit, Henry vielleicht zu retten. Klingt emotional, dramatisch und voller Hoffnung – und genau das ist es auch.

Ich fand sowohl Louis als auch Henry unglaublich süß gezeichnet. Ihre Beziehung wirkt liebevoll, ehrlich und berührend. Man spürt beim Lesen, wie viel sie einander bedeuten, und das macht die Ausgangssituation umso schmerzlicher. Ihre Dialoge, ihre Nähe, ihre kleinen Gesten – all das hat mir sehr gefallen und mich emotional berührt.

Was mir hingegen weniger gefallen hat, war die Zeitschleifen-Thematik. Persönlich bin ich einfach kein Fan solcher wiederholenden Erzählmuster. Auch wenn es zur Geschichte passt und sinnvoll genutzt wird, hat es mir das Leseerlebnis manchmal etwas erschwert. Die Spannung litt für mich darunter, da sich bestimmte Szenen zwangsläufig wiederholen und ich irgendwann das Gefühl hatte, in einer Endlosschleife zu stecken.

Was dem Buch aber definitiv Tiefe verleiht, ist das Nachwort des Autors. Es hat mir geholfen, die Geschichte in einem größeren Zusammenhang zu verstehen und bestimmte Entscheidungen und Motive noch besser nachzuvollziehen. Ich finde, gerade dieser persönliche Einblick rundet das Buch schön ab.

Alles in allem ist „Gestern waren wir unendlich“ eine gefühlvolle Geschichte über Verlust, Liebe und die Frage, ob man das Schicksal überlisten kann. Für mich persönlich wäre es ohne Zeitschleife stimmiger gewesen – aber Fans solcher Konzepte und emotionaler Lovestorys werden sicher auf ihre Kosten kommen. Drei solide Sterne.

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