Platzhalter für Profilbild

KaKu

aktives Lesejury-Mitglied
offline

KaKu ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KaKu über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2023

Ganz nette Sommerlektüre, die nicht wirklich hält, was sie verspricht

Das Versprechen der Oktoberfrauen
1

Das Buch hat mich durch das sehr schöne, schlicht gestaltete Cover, den Titel und den Klappentext sehr angesprochen. Der erste Teil liest sich gut, auch wenn die Hauptprotagonistin Hanna mir nicht sonderlich ...

Das Buch hat mich durch das sehr schöne, schlicht gestaltete Cover, den Titel und den Klappentext sehr angesprochen. Der erste Teil liest sich gut, auch wenn die Hauptprotagonistin Hanna mir nicht sonderlich sympathisch war. Sie findet in einer Lebenskrise Unterschlupf in einem kleinen Dorf an der Ostsee, in dem jeder alles von jedem zu wissen scheint. Dort schließt sie nach anfänglichen Schwierigkeiten neue Freundschaften. Im zweiten Teil jedoch überschlagen sich die – teilweise sehr konstruiert erscheinenden – Ereignisse, so dass man emotional kaum noch folgen kann und münden schließlich in einem sehr abrupten Ende, das viele Fragen offenlässt.
Ein Buch, das man als Sommerlektüre mit wenig Tiefgang lesen kann, aber auch nicht unbedingt muss. Wer allerdings, wie im Klappentext angedeutet, eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 14.08.2023

Tolle Mischung aus historischem Hintergrund und spannender Story!

Die Zuckerbaronin
1

Das Buch handelt von der Familie des Fuhrmannes Korbinian Schindler, die sich mit dem Schmuggel von Saccharin dem Monopol der Zuckerbarone entgegenstellt. Eine tolle Mischung aus gut recherchierten historischen ...

Das Buch handelt von der Familie des Fuhrmannes Korbinian Schindler, die sich mit dem Schmuggel von Saccharin dem Monopol der Zuckerbarone entgegenstellt. Eine tolle Mischung aus gut recherchierten historischen Fakten und einer spannenden Story.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar, der Spannungsbogen wird gut aufgebaut. Einige Wendungen (teils voraussehbar, teils aber auch nicht) halten die Spannung aufrecht. Die einzelnen Charaktere werden sehr detailliert und in ihrer Individualität gut dargestellt. Rückblenden klären über die Beweggründe für das Handeln der Protagonisten auf. Nebenhandlungen wie z.B. die Ereignisse um den Zöllner und seine Tante oder die Brunner-Brüder runden das Gesamtbild ab - vielleicht werden sie in den nächsten Bänden noch wichtig, wenn nicht bereichern sie trotzdem die Geschichte.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, das trotz der zwei Autoren aus einem Guss erscheint.
Man freut sich auf die Fortsetzung!
Kleiner Kritikpunkt ist der Klappentext: Hier wird von den Schindler-Schwestern nur Martha explizit erwähnt, obwohl sie im Verlauf der Handlung zunehmend in den Hintergrund rückt und Gwendolyn (und in den nächsten Bänden vielleicht auch Helena) aus ihrem Schatten heraus treten. Und auch der Titel "Die Zuckerbaronin" wird der Handlung nicnt ganz gerecht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 17.07.2023

Viele Drama, wenig Tiefgang

Bleib bei mir, wenn der Sommer geht
1

Das Buch hat mich leider etwas enttäuscht.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, der Perspektivenwechsel macht die Geschichte interessanter.
Leider wird das Potential der Story nicht ausgeschöpft. ...

Das Buch hat mich leider etwas enttäuscht.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, der Perspektivenwechsel macht die Geschichte interessanter.
Leider wird das Potential der Story nicht ausgeschöpft.
Die Charaktere sind zu gut, ohne jegliche Ecken und Kanten. Selbst Jesse, "der Böse", ist am Ende geläutert.
Nur Dawn, mit der man sich ja eigentlich identifizieren können sollte, macht eine Kehrtwendung nache der anderen und alle anderen ertragen das lächelnd. So ist das Leben einfach nicht....
Dass River zum Schluss den Sehnsuchtsort ihrer Kindheit für Dawn ausfindig gemacht hat und das Haus dann auch noch zufällig Mrs. Meyer gehört, die natürliche auch nichts besseres zu tun hat, als es Dawn kostenlos zu überlassen, finde ich ziemlich konstruiert - vielleicht hätte es gereicht, wenn er einen ähnlichne Ort für sie gefunden/geschaffen hätte.
Die Idee mit der No-School-Today-Liste finde ich klasse und nachahmenswert bei Schulverweigerung und auch schön, dass man diese Liste am Ende findet.
Insgesamt ein Buch, dass man leicht lesen kann, aber nichts, was man unbedingt gelesen haben muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 14.06.2023

Schöne Urlaubslektüre ---- Achtung Spoiler!

Das romantische Château in Frankreich – Ein Neuanfang für Élodie
3

Elodie kommt zum Lernen für ihre Prüfungen aus Paris zurück in ihr kleines Heimatdorf Courleon. Statt Ruhe zum Lernen zu finden, gerät sie als Komparsin in einen Film, der im nahegelegenen Chateau gedreht ...

Elodie kommt zum Lernen für ihre Prüfungen aus Paris zurück in ihr kleines Heimatdorf Courleon. Statt Ruhe zum Lernen zu finden, gerät sie als Komparsin in einen Film, der im nahegelegenen Chateau gedreht wird. Hier trifft sie auf Nicolas, einen der Schlosserben und alten Kindheitsfreund, und Paul, den charismatischen Hauptdarsteller des Filmes - die typische Dreiecksgeschichte, die zu (Gefühls)Verwirrungen führt.
Nebenbei tragen Sabotageakte am Filmset zur Spannung bei.
Der Schreibstil ist flüssig und locker, erzählt aus aus der Sicht von Elodie, in die man sich schnell einfühlen kann. Aber auch die anderen Charaketre sind gut gezeichnet, vielleicht manchmal ein wenig zu sehr schwarz/weiß. Die immer wieder eingeworfenen französichen Ausdrücke hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Das Buch spielt ja komplett in Frankreich (könnte aber genauso gur überall spielen), so dass es keine ständigen Hinweise darauf braucht, dass die Protagonisten französich sprechen - anders beim "perfecto" des Regiesseurs, der ja Spanier ist.
Das Happy End kommt etwas sehr plötzlich und hier fehlt mir ein bisschen der Reifungsprozess der beiden Hauptprotagonisten. Es ist nicht die Entscheidung der beiden, noch einmal aufeinander zuzugehen, sondern eher der Kupplungsversuch der wohlmeinenden Nachbarin, der schließlich alles zum Guten wendet.
Auch die Zukunftspläne wirken sehr unausgegoren - aber hier soll es ja im September einen Folgeband geben.

Fazit: Das Buch ist genau das, was das Cover verspricht - eine lockere Romanze für laue Sommerabende, ein Buch zum Abtauchen aus dem Alltag.

Ich freue mich auf den Folgeband.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.06.2023

Interessantes Thema, aber eher enttäuschende Umsetzung

Die Reisenden der Nacht
2

Ally bekommt in den 1930ern ein Kind von einem farbigen Musiker. Statt das Land zu verlassen, als dies vielleicht noch möglich gewesen wäre, zieht sie ausgerechnet nach Berlin, wo ihre Tochter Lilith im ...

Ally bekommt in den 1930ern ein Kind von einem farbigen Musiker. Statt das Land zu verlassen, als dies vielleicht noch möglich gewesen wäre, zieht sie ausgerechnet nach Berlin, wo ihre Tochter Lilith im Verborgenen aufwächst. Ally kann Lilth jedoch auch so nicht vor den Rassegesetzen der Nazis schützen und schickt diese unter falschem Namen mit einem jüdischen Ehepaar auf der St. Louis nach Cuba. Dort scheint zunächst alles gut und Lilith steigt über ihren späteren Ehemann Lilith sogar bis in den engeren Zirkel um den Präsidenten Batista auf. Doch nach dem Sturz des Regimes steht sie wieder "auf der falschen Seite", wieder wurde die Chance auf Flucht verpasst und auch Lilith scheint der letzte Rettungsweg, ihre Tochter Nadine wegzugeben - an ein adoptionswilliges Ehepaar in New York. Ein Kriegsverbrecherprozess gegen ihre Adoptivmutter führt Nadine dann wieder nach Deutschland, aber erst Nadines Tochter Luna recherchiert die Familiengeschichte.
Vom Thema her eigentlich sehr interessant. Der Autor hat wohl (wenn man sich das für einen Roman völlig untypische Quellenverzeichnis ansieht) sehr intensiv recherchiert und ist auf viele tragische Einzelschicksale gestoßen. Man hat den Eindruck, dass er sich nicht entscheiden konnte, sondern versucht hat, jedem einzelnen Schicksal ein Denkmal zu setzen. Leider erreicht er damit in meinen Augen das komplette Gegenteil. Es gibt so viele, teils für den Fortgang der eigentlichen Geschichte völlig entbehrliche Nebenhandlungsstränge, dass alles sehr an der Oberfläche bleibt. Durch die Vielzahl der Schicksalsschläge stumpft man etwas ab, außerdem wird vieles so kurz abgehandelt, dass wenig Atmosphäre und Gefühl aufkommen können. Die Protagonisten bleiben ebenfalls sehr oberflächlich, eine Identifikation gelingt kaum.
Die besonders gegen Ende sehr großen Zeitsprünge lassen einen wie im Zeitraffer durch die Handlung fliegen.
Die politischen Ereignisse in Kuba kann man meines Erachtens nur verstehen, wenn man sich mit der Geschichte Kubas gut auskennt. Der Autor ist gebürtiger Kubaner, insofern ist ihm die Geschichte seines Heimatlandes vermutlich geläufig, für die internationale Leserschaft wären jedoch ein paar mehr Hintergrundinformationen hilfreich gewesen.
Das Cover passt für mich nicht wirklich gut zum Inhalt - was genau soll der Leuchtturm verkörpern?
Alles in Allem trotz des interessanten Themas ein eher enttäuschendes Buch. "The German Girl" vom gleichen Autor hat mir deutlich besser gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre