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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

Wohlfühllektüre mit Syltflair

Sylt oder Sehnsucht
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Das Cover versprüht sofort sommerliche Syltstimmung und passt wunderbar zur leichten Atmosphäre des Romans.
Die Geschichte rund um Steffi liest sich angenehm locker und lebensnah. Das Klassentreffen bringt ...

Das Cover versprüht sofort sommerliche Syltstimmung und passt wunderbar zur leichten Atmosphäre des Romans.
Die Geschichte rund um Steffi liest sich angenehm locker und lebensnah. Das Klassentreffen bringt nicht nur alte Erinnerungen zurück, sondern wirbelt auch einige Gefühle durcheinander. Besonders schön fand ich, wie ehrlich über Selbstzweifel, verpasste Chancen und neue Wünsche erzählt wird. Viele Situationen wirken dabei sehr vertraut und sorgen immer wieder für ein Schmunzeln.
Der Schreibstil ist flüssig und warmherzig. Die Figuren wirken sympathisch und authentisch beschrieben. Vor allem Steffi wächst einem schnell ans Herz, weil ihre Gedanken und Unsicherheiten gut nachvollziehbar sind. Zwischendurch blitzt immer wieder das besondere Syltgefühl auf und macht Lust auf Meer und frische Nordseeluft.
Mir hat die Mischung aus Humor, Gefühl und Leichtigkeit sehr gefallen. Der Roman eignet sich wunderbar für entspannte Lesestunden und schenkt eine schöne Auszeit vom Alltag.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Eine Liebe, die nie ganz vergangen ist

Fast ein Leben
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Schon das wunderschön gestaltete Cover wirkt ruhig und zugleich voller Sehnsucht. Die feinen Illustrationen passen wunderbar zu der melancholischen Stimmung der Geschichte und verleihen dem Buch eine besondere ...

Schon das wunderschön gestaltete Cover wirkt ruhig und zugleich voller Sehnsucht. Die feinen Illustrationen passen wunderbar zu der melancholischen Stimmung der Geschichte und verleihen dem Buch eine besondere Eleganz.
Kiran Millwood Hargrave erzählt von zwei Frauen, deren Wege sich immer wieder kreuzen und die doch nie ganz zueinanderfinden. Dabei entsteht eine Geschichte, die nicht laut oder dramatisch sein muss, um tief zu berühren.
Besonders gelungen ist die Atmosphäre der einzelnen Jahrzehnte. Paris wirkt lebendig und sinnlich, später verändern sich die Schauplätze ebenso wie die Figuren selbst. Erica und Laure werden mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen und Fehlern sehr glaubwürdig dargestellt. Gerade diese Unvollkommenheit macht beide so menschlich.
Der Schreibstil liest sich weich, poetisch und gleichzeitig angenehm klar. Viele Szenen wirken beinahe wie kleine Gemälde, die lange im Kopf bleiben. Auch die kunstvollen Details und kulturellen Anspielungen fügen sich harmonisch in die Handlung ein.
Trotz der vielen Seiten entstand nie das Gefühl von Belanglosigkeit, denn jede Begegnung zwischen den beiden Frauen trägt neue Emotionen in sich. Besonders die stillen Momente zwischen Sehnsucht und Erinnerung haben eine große Wirkung entfaltet.
Mich hat dieses Buch sehr bewegt. Es erzählt von Liebe, Zeit und den Entscheidungen, die ein ganzes Leben prägen können. Eine eindrucksvolle und sehr gefühlvolle Geschichte, die noch lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein schöner Ausflug für kleine Camper

Emmis großes Campingabenteuer
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Das Buch wirkt schon beim ersten Ansehen freundlich und einladend, vor allem durch die ruhigen und liebevoll gestalteten Illustrationen. Emmi als kleine Hauptfigur ist sofort sympathisch und man begleitet ...

Das Buch wirkt schon beim ersten Ansehen freundlich und einladend, vor allem durch die ruhigen und liebevoll gestalteten Illustrationen. Emmi als kleine Hauptfigur ist sofort sympathisch und man begleitet sie gern auf ihre Reise. Die Geschichte zeigt Schritt für Schritt, wie so ein Campingurlaub abläuft, vom Ankommen bis zu den gemeinsamen Erlebnissen. Dabei geht es um Spielen, neue Freunde finden und die kleinen Abenteuer im Alltag. Auch Regentage werden aufgegriffen und kindgerecht eingebunden. Die Handlung bleibt übersichtlich und ist gut verständlich für jüngere Kinder. Besonders angenehm ist der einfache und klare Schreibstil, der sich sehr gut zum Vorlesen eignet. Die kurzen Texte passen gut zu den Bildern und überfordern nicht. Die Illustrationen bieten viele Details, die Kinder entdecken können und die zum gemeinsamen Anschauen einladen. Insgesamt entsteht eine gemütliche Atmosphäre, die gut zum Thema passt.
Ich finde, es ist ein liebevolles Vorlesebuch, das sich gut für gemeinsame Lesemomente eignet und Lust auf eigene kleine Abenteuer macht.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Schöne Kulisse, verschenktes Potenzial

Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord
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Schon beim ersten Blick entsteht der Eindruck einer sommerlich-leichten Lektüre mit mediterranem Flair, doch dieser Eindruck hält nicht lange an. Die Handlung rund um eine Lesereise mit unerwarteten Zwischenfällen ...

Schon beim ersten Blick entsteht der Eindruck einer sommerlich-leichten Lektüre mit mediterranem Flair, doch dieser Eindruck hält nicht lange an. Die Handlung rund um eine Lesereise mit unerwarteten Zwischenfällen bietet eigentlich alles, was ein unterhaltsames Buch braucht. Dennoch verliert sich die Geschichte schnell in zu vielen Details und Nebenschauplätzen, wodurch der rote Faden nicht immer klar erkennbar bleibt.
Die Charaktere bleiben dabei oft schwer greifbar und entwickeln nur wenig Tiefe, sodass eine emotionale Bindung kaum entsteht. Besonders die Dynamik innerhalb der Reisegruppe wirkt stellenweise unübersichtlich und eher verwirrend als fesselnd.
Der Schreibstil liest sich grundsätzlich flüssig, wirkt jedoch durch die ständigen Unterbrechungen zunehmend anstrengend. Vor allem die zahlreichen Fußnoten reißen immer wieder aus dem Lesefluss und nehmen der Geschichte ihre eigentliche Wirkung. Statt zusätzliche Raffinesse zu bringen, entsteht eher der Eindruck von Überladung. Auch der erhoffte Italienzauber bleibt überraschend blass und wird nur am Rande eingefangen.
Im weiteren Verlauf wird zwar deutlich, dass hinter der Idee ein spannender Kern steckt, doch dieser entfaltet sich nur ansatzweise. Die Auflösung bringt zwar einen kleinen Lichtblick, kann den Gesamteindruck aber nur bedingt retten.
Ich hatte auf eine charmante Mischung aus Spannung und Urlaubsgefühl gehofft. Stattdessen blieb ein solider, aber wenig nachhaltiger Eindruck zurück. Für leichte Unterhaltung geeignet, jedoch ohne besonderen Tiefgang oder bleibende Wirkung.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Leise Spannung in rauer Küstenluft

Mord in der Pension Möwennest
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Das Cover fügt sich stimmig in die Atmosphäre des Romans ein und vermittelt bereits diesen ruhigen Ton, der sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Hinter der Fassade einer scheinbar ruhigen Küstenpension ...

Das Cover fügt sich stimmig in die Atmosphäre des Romans ein und vermittelt bereits diesen ruhigen Ton, der sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Hinter der Fassade einer scheinbar ruhigen Küstenpension verbirgt sich eine Handlung, die weniger durch Tempo als durch ihre feine Entwicklung überzeugt. Im Mittelpunkt steht Nora Breen, die nach Jahrzehnten im Kloster in eine Welt zurückkehrt, die ihr fremd geworden ist, und sich zugleich unbeirrbar auf die Suche nach einer verschwundenen Freundin begibt. Die Pension Möwennest wird dabei schnell zu einem Ort voller Geheimnisse, an dem jede Begegnung einen leisen Schatten trägt.
Die Handlung entfaltet sich ruhig und bedacht, fast wie ein vorsichtiges Abtasten der Wahrheit. Statt dramatischer Wendungen lebt die Geschichte von den kleinen Beobachtungen und den Zwischentönen. Die Figuren sind eigenwillig, teilweise verschlossen, und gerade dadurch besonders interessant. Jeder scheint etwas zu verbergen, und genau dieses Geflecht aus Andeutungen macht den Reiz aus.
Der Schreibstil ist detailreich und ruhig, beinahe zurückhaltend, und erschafft eine dichte Atmosphäre. Die Küstenlandschaft wirkt greifbar, ebenso wie die Spannung, die in der Pension ständig mitschwingt. Gleichzeitig verlangt die Erzählweise Geduld, da sie sich Zeit nimmt und nicht auf schnelle Spannung setzt.
Im weiteren Verlauf entwickelt sich die Geschichte eher ruhig und legt den Fokus auf die Figuren und ihre Hintergründe. Dabei treten nach und nach die verborgenen Seiten der Charaktere zutage, ohne dass es große dramatische Zuspitzungen braucht. Die Auflösung fügt sich am Ende stimmig in das Gesamtbild ein.
Ich habe die ruhige Erzählweise und die besondere Stimmung sehr geschätzt, auch wenn stellenweise etwas mehr Dynamik gutgetan hätte. Ein Buch für alle, die ruhige Krimis schätzen.

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