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Kate_del_Rocca

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2025

Vielversprechender Beginn, aber nicht ganz überzeugend

I Know Where You Buried Your Husband
3

Die Geschichte hat mich von Anfang an ein wenig an die Filmreihe "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" erinnert – ein düsteres Geheimnis aus der Vergangenheit, ein mysteriöser Erpresser und fünf ...

Die Geschichte hat mich von Anfang an ein wenig an die Filmreihe "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" erinnert – ein düsteres Geheimnis aus der Vergangenheit, ein mysteriöser Erpresser und fünf Freundinnen, die sich nach einem tragischen Vorfall aus den Augen verloren haben.
Obwohl ich anfangs neugierig war, wie sich alles weiterentwickelt – vor allem mit Fragen wie: Wer ist der Erpresser? Was will er? Ist Sophie wirklich schuldig oder selbst ein Opfer? – konnte mich die Geschichte im weiteren Verlauf leider nicht ganz überzeugen. Besonders der zweite Abschnitt wirkte auf mich teilweise konstruiert/unglaubwürdig, was es mir schwergemacht hat, wirklich in die Handlung einzutauchen.
Der schwarze Humor bringt zwar eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte, doch insgesamt fehlte mir bei der Umsetzung etwas Tiefe. Die Charaktere, besonders die fünf Frauen, handelten für meinen Geschmack oft unlogisch oder schwer nachvollziehbar. Ich hoffte bis zum Ende, dass sich das noch schlüssig zusammenfügt – was leider nur bedingt der Fall war.
Positiv hervorheben möchte ich die Rückblenden zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die grundsätzlich Potenzial hatten, aber nicht immer klar erkennbaren Sinn für mich boten. Der große Aha-Moment am Ende blieb leider aus – auch wenn sich das Rätsel um den Mörder letztlich löste, fehlte mir der „Wow“-Effekt. Das Ende konnte mich leider nicht richtig abholen.

Fazit:
Ein vielversprechender Anfang und eine rätselhafte Geschichte, die neugierig macht – doch fehlender Tiefgang und teils unrealistische Entwicklungen trüben das Leseerlebnis – so konnte mich das Buch letztlich nicht ganz überzeugen.

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  • Schwarzer Humor
Veröffentlicht am 16.04.2023

Ein verschwundenes Mädchen und die Geheimnisse einer Kleinstadt

Dinge, die wir brennen sahen
0

Als die 12-jährige Esther nach der Schule nicht nach Hause kommt, beginnt eine große Suchaktion. Kurze Zeit später wird die Leiche des Mädchens entdeckt – doch wer ist der Mörder? Die Polizistin Sarah ...

Als die 12-jährige Esther nach der Schule nicht nach Hause kommt, beginnt eine große Suchaktion. Kurze Zeit später wird die Leiche des Mädchens entdeckt – doch wer ist der Mörder? Die Polizistin Sarah Michaels beginnt zu ermitteln und stößt dabei auf einige Geheimnisse der Kleinstadtbewohner.

Das Cover und der Klappentext des Buches haben mich sofort angesprochen. Das Setting einer Kleinstadt mit einem Verbrechen hat mich schon immer irgendwie angezogen. Und ich wurde auch nicht enttäuscht: Ich fand das Buch sehr fesselnd, unterhaltsam, aber auch bedrückend. Das Buch erzählt abwechselt aus verschiedenen Erzählperspektiven u.a. Ronnie (Esthers beste Freundin), Lewis (Freund von Ronnie und Esther), Sarah (die leitende Ermittlerin) oder Constance (Esthers Mutter). Durch den Einblick in die Gefühlswelt, leidet man vor allem sehr mit Constance mit. Aber auch Ronnies Worte haben mich sehr berührt.

Mit der Zeit wird die Geschichte immer düsterer und bedrückender. Esthers Leiche wird gefunden, Familiengeheimnisse werden aufgedeckt und die Frage um Esthers Tod spitzt sich weiter zu. Am Ende gibt es große Überraschungen und das Rätsel um Esthers Tod wird gelüftet.

Fazit: Ein spannender, intensiver und bedrückender Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Wer Bücher über Kleinstadtgeheimnisse (wie z.B. Chris Whitaker – was auf das Ende folgt) mag, kann ich das Buch nur empfehlen!

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.02.2023

Ehrwürdige Fortsetzung der Pip-Reihe

Good Girl, Bad Blood
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Da ich bereits den ersten Band regelrecht „verschlungen“ habe, habe ich mich sehr gefreut,
dass nun endlich der zweite Band erscheint.
Diesmal geht es um den vermissten Jugendlichen Jamie und PIP beginnt ...

Da ich bereits den ersten Band regelrecht „verschlungen“ habe, habe ich mich sehr gefreut,
dass nun endlich der zweite Band erscheint.
Diesmal geht es um den vermissten Jugendlichen Jamie und PIP beginnt zu recherchieren und berichtet regelmäßig in ihrem Podcast von ihren Nachforschungen. Das Buch ist durch die Interviews, Podcast-Folgen und Tagebucheinträge wieder kreativ aufgebaut und man hat wirklich großen Spaß beim Lesen. Zudem ist Pip eine mutige und unerschrockene Protagonistin, die man nur ins Herz schließen kann.

Während dem Lesen rätselt man ständig mit, was wohl mit Jamie passiert ist. Es gibt immer wieder plötzliche Wendungen und Überraschungen. Im Laufe der Geschichte wird die Handlung dann immer spannender, bis es am Ende zu einem großen Showdown kommt. Manchmal gibt es auch emotionale Momente, da man sehr in Pips Gefühlswelt mitreingezogen wird.

Interessant fand ich auch, dass die Gefahren/Schwierigkeiten von journalistischer Arbeit thematisiert wurden. Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich, dass die Geschichte am Anfang etwas vor sich hin geplätschert ist, bevor es richtig losging.

Ein bisschen Thriller, ein bisschen Humor, ein bisschen Drama – einer der besten Jugendthriller, die ich bisher lesen durfte. Die Reihe erinnert mich ein bisschen an die Serie „Home before dark“ (die ich auch nur wärmsten empfehlen kann.)
Alles in allem, hat mich Band zwei überzeugt und das Buch bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal :)

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