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Veröffentlicht am 14.04.2025

Von allem etwas zu viel und dennoch zu wenig

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Häufig zieren aufgedruckte Empfehlungen die Umschläge der Neuerscheinungen und ich gebe zu – ich lasse mich oft dadurch beeinflussen. Aber nun ist Schluss damit! Warum? Das werde ich euch anhand eines ...

Häufig zieren aufgedruckte Empfehlungen die Umschläge der Neuerscheinungen und ich gebe zu – ich lasse mich oft dadurch beeinflussen. Aber nun ist Schluss damit! Warum? Das werde ich euch anhand eines Buches erklären, denn ich wurde mal wieder getäuscht. Ich sage ganz bewusst wieder, denn ich bin schon einmal auf eine Empfehlung hereingefallen, in der ein Buch mit „Der Gesang der Flusskrebse“ verglichen wurde. Eine Geschichte, die ich liebe. Auch „Middletide – Was die Gezeiten verbergen“ von Sarah Crouch ist so ein Buch, das mit dem Werk von Delia Owens verglichen wird. Meiner Meinung nach hält es diesem Vergleich nicht stand.

Middletide – Was die Gezeiten verbergen

Nach einem gescheiterten Versuch als erfolgreicher Autor in einer Großstadt Fuß zu fassen, kehrt Elijah Leith nach vielen Jahren in die kleine Küstenstadt Point Orchards im malerischen Puget Sound zurück. Konfrontiert mit seiner zurückgelassenen Jugendliebe Nakita und einem verfallenen Elternhaus. Sein Leben gleicht einem Scherbenhaufen und Elijah ist sehr bemüht sich ein neues Leben aufzubauen. Jedoch betritt er mit diesem Vorhaben einen sehr steinigen Weg und muss plötzlich für seine Unschuld kämpfen.

Wenn ich von dem Positiven berichten soll, würde ich die gelungene und farbenfrohe Gestaltung des Covers erwähnen. Und dann wird es für mich bereits kritisch, weil ich einige Schwierigkeiten bei der Lektüre dieser Geschichte hatte. Dies lag vor allem an den häufig wechselnden Perspektiven und Zeitsprüngen. Gut 150 Seiten habe ich benötigt, um mich mit den literarischen Figuren und dem Geschehen vertraut zu machen. Doch dies ist nicht der einzige Aspekt, der meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken gebracht hat.

Von allem etwas zu viel und doch zu wenig

Die Autorin wirkt in ihrem Schreibstil sehr verkrampft. Sie fährt ein vielseitiges Repertoire auf, um der Geschichte eine besondere Atmosphäre einzuhauchen. !Spoiler! Hierbei hätte Sarah Crouch sich jedoch auf etwas weniger besinnen sollen: Ein ausgedachtes indigenes Volk, von der ein Mitglied zum Christentum konvertiert ist. Ein junger Mann, dessen Vater mit seinem Schicksal haderte, zum Alkoholiker wurde und letztendlich starb. Ein guter Freund, der erst Stütze bot, dann ebenfalls starb. Eine Jugendliebe, die enttäuscht wurde und doch wieder aufflackerte. Nicht zu vergessen die literarische Hauptfigur Elijah, die das verfallene Elternhaus bewohnbar macht und selbstversorgend aus dem Garten lebt. Und dann wäre da noch ein an den Haaren herbei gezogener Kriminalfall, in den rein zufällig Elijah verwickelt sein soll – so viele Details und literarische Figuren, von denen getrost die Hälfte weggelassen werden konnte.

Eine wahrhaft mitreißende Stimmung ist beim Lesen nicht entstanden, sondern eher ein stetiges Verlangen das Buch zur Seite zu legen. Denn die Handlung wirkte insgesamt zu konstruiert und zum Teil sehr klischeehaft. Und dennoch habe ich mich durch die knapp 380 Seiten von „Middletide – Was die Gezeiten verbergen“ gekämpft.


https://kathrineverdeen.de/rezension-middletide-was-die-gezeiten-verbergen-von-sarah-crouch/

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Ein cooles Kritzel-Mitmach-Buch

#buch4you: Dein unglaubliches Kritzel-Mitmach-Buch
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Es gibt eine Sache, die mein Sohn auch mit seinen 10 Jahren nicht ertragen kann: Langeweile. Und auch wenn unser Haus voll Spielzeug und Bücher ist, braucht es manchmal ein besonderes Buch, um ihm die ...

Es gibt eine Sache, die mein Sohn auch mit seinen 10 Jahren nicht ertragen kann: Langeweile. Und auch wenn unser Haus voll Spielzeug und Bücher ist, braucht es manchmal ein besonderes Buch, um ihm die Langeweile zu vertreiben. Früher griff er gerne zu interaktiven Exemplaren, in denen er seine Kreativität freien Lauf lassen konnte. Doch nun ist er ein Teenager und etwas zu cool für viele dieser Bücher. Zum Glück bin ich zufällig auf ein kunterbunt-kreatives Exemplar gestoßen, welches genau in seine Lebensphase passt: „

buch4you: Dein unglaubliches Kritzel-Mitmach-Buch“ in der Teens-Edition ab 10 Jahren.
Dein unglaubliches Kritzel-Mitmach-Buch

Aber was macht dieses Buch so anders und warum spricht es Teens an? Allen voran ist es die coole und dynamische Aufmachung. Die kritzeligen Zeichnungen – ob filigran oder im Graffiti Stil – auf dem Collageartigen Cover, gepaart mit verrückten Elementen wie zerrissenen Schmierzetteln, machen neugierig auf den Inhalt. Und schlägt man das Buch auf, so überrascht es mit einem kunterbunt-verrückten Portfolio an unterhaltsamen Herausforderungen, die die Langeweile rasch vertreiben.
Kreativität kann man nicht aufbrauchen

Je mehr man sie nutzt, umso mehr entsteht. Und in diesem Buch bekommt man einiges geboten, um die eigene Kreativität so richtig auszuleben und zu fördern. In sieben verschiedenen Kapiteln mit findet man die unterschiedlichsten Aufgaben wie weiterkritzeln und malen, schneiden und kleben oder eben selbst kreativ zu werden. Mir persönlich gefällt das Kapitel Erinnerungen festhalten am besten. Hier darf man schöne Dinge aus der eigenen Schulzeit dokumentieren, seine Lieblingsbücher zu benennen oder seinen Traumberuf kreieren. Das Buch lädt auch dazu ein mit hinausgenommen zu werden, um seine Lieblingsorte festzuhalten, oder Dinge auszuprobieren. Auf vielen Seiten warten kleinere Überraschungen, denn dort sind QR-Codes versteckt, die zu Videos von Autor:innen wie Katja Brandis oder Sebastian Fitzek führen.

buch4you: Dein unglaubliches Kritzel-Mitmach-Buch“ ist ein überaus unterhaltsames Buch, welches nicht nur Langeweile vertreibt, sondern beklebt und vollgekritzelt zu einem persönlichen Erinnerungsschatz für coole Teenager wird.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Reise durch die Geschichte

Reise durch die Geschichte
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Sachbücher liegen bei meinem Sohn hoch im Kurs. Insbesondere, wenn es Geschichtsbücher sind. Seine Leidenschaft kann ich nicht immer nachvollziehen. Jedoch hat mich die Gesamtgestaltung von einem ganz ...

Sachbücher liegen bei meinem Sohn hoch im Kurs. Insbesondere, wenn es Geschichtsbücher sind. Seine Leidenschaft kann ich nicht immer nachvollziehen. Jedoch hat mich die Gesamtgestaltung von einem ganz besonderen Exemplar schon neugierig gemacht: „Reise durch die Geschichte: Vom Urknall bis zum Internet – die Welt im Lauf der Zeit“.
Reise durch die Geschichte

Bevor ihr zu diesem Buch greift, solltet ihr euch entsprechend vorbereiten. Denn dieses bildgewaltige Sachbuch nimmt euch nicht nur mit auf eine Reise durch die Weltgeschichte. Es wird euch aufgrund der enthaltenen Details und seiner Themenvielfalt so schnell nicht mehr loslassen. Als Leser durchkreuzt man mehrere Kontinente und lernt die verschiedenen Kulturen und Epochen kennen.
Vom Urknall bis zum Internet

Ob als Papyrusrolle mit ägyptischen Hieroglyphen oder als Ölgemälde aus der Renaissance – die insgesamt 320 Seiten präsentieren sich sehr abwechslungsreich und auf ganz besondere Weise. Es gibt auf vielen thematisch gestalteten Doppelseiten über 130 bildgewaltige Zeitleisten zu entdecken, die nicht überladen wirken und mit präzisen Informationen bestückt sind. Durch das Register am Ende des Buches kann man bei bestimmten Fragen ganz leicht ein Thema finden, um nach einer entsprechenden Antwort zu suchen.

Meinen 10-jährigen Sohn konnte dieses umfangreiche Sachbuch völlig begeistern. Er findet es so großartig, dass er es sogar häufiger mit zur Schule nimmt, um es seinen Lehrer:innen zu bestimmten Themen, die im Unterricht angesprochen wurden, zu präsentieren.
Die Welt im Lauf der Zeit

„Reise durch die Geschichte: Vom Urknall bis zum Internet – die Welt im Lauf der Zeit“ ist ein umfassendes und spannendes Sachbuch für Jugendliche ab 10 Jahren, welches seine Leser:innen auf eine visuelle Zeitreise durch über 13 Milliarden Jahre Weltgeschichte einlädt und restlos begeistert.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Philine und das Orakeldesaster

Philine und das Orakeldesaster (1)
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Wenn ich in den Buchladen gehe, lasse ich mich gerne von einem schönen Cover locken. Und wenn dieses Cover mich komplett für sich einnehmen kann, dann benötige ich auch keinen Klappentext mehr – das Buch ...

Wenn ich in den Buchladen gehe, lasse ich mich gerne von einem schönen Cover locken. Und wenn dieses Cover mich komplett für sich einnehmen kann, dann benötige ich auch keinen Klappentext mehr – das Buch muss mit! Genau so ist es mir mit „Philine und das Orakeldesaster“ ergangen. Denn die Illustrationen auf dem Buchdeckel sind so zauberhaft und machen einfach Lust auf den Inhalt des Buches.
Philine und das Orakeldesaster

Philine entstammt einer ganz besonderen und mächtigen Familie: Ihre Oma und ihre Mutter sind Orakel. Auch Philine soll nach ihrem 11. Geburtstag erfahren, welches Orakel sie sein wird. An diesem Tag entscheidet sich, ob sie mit Tieren, Steinen oder Pflanzen sprechen wird, um die Zukunft vorherzusagen. Doch die Weissagung bei dem Großen Orakelspektakel bringt viele unerwartete Fragen mit sich. Und Philines Mutter und Großmutter hüllen sich in Schweigen und entfachen so viele Zweifel. Vielleicht wird sie kein Orakel?
Was ist ein Orakel?

Als ich mich endlich an dem schönen Cover sattgesehen hatte, erhielt ich auf den ersten Seiten eine kleine Einführung in die Welt der Orakel. Danach durfte ich mich ohne große Umschweife auf eine magische und abenteuerliche Reise in die Welt von Philines Familie begeben. Und dort angekommen erlebte ich, wie sich die Missgeschicke häufen. Denn die sonst so treffsicheren Orakelsprüche der Familie gehen plötzlich fürchterlich schief. Dadurch entbrennt eine unterhaltsame Handlung, die von den wunderschönen Illustrationen von Simona Ceccarelli vortrefflich ergänzt werden.

Philine ist eine wunderbare literarische Hauptfigur, die sich nicht damit zufriedengibt, dass sie keine Antworten auf ihre Fragen erhält. Sie wird mit jedem neuen Vorkommnis neugieriger, gewinnt an Stärke und wächst über sich hinaus. Immer an ihrer Seite sind ihre tierisch guten Freunde, die sich an der Suche nach den Ursachen für die mysteriösen Zwischenfälle beteiligen.

„Philine und das Orakeldesaster“ von Lilly Silver ist ein Auftakt zu einer magischen Kinderbuch-Reihe, die ich Kindern ab 8 Jahren empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Die Hochhauskatze

Die Hochhauskatze
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Bücher, die bei uns einziehen dürfen, haben meist einen Bezug zu unserer Familie. Insbesondere ist dies so bei Bilderbüchern. Auch wenn mein Sohn bereits 10 Jahre alt ist, lieben wir es Bilderbücher zu ...

Bücher, die bei uns einziehen dürfen, haben meist einen Bezug zu unserer Familie. Insbesondere ist dies so bei Bilderbüchern. Auch wenn mein Sohn bereits 10 Jahre alt ist, lieben wir es Bilderbücher zu lesen. Und wenn sie Details enthalten, die uns an bestimmte Dinge aus unserem gemeinsamen Leben erinnern. Wie das Buch „Die Hochhauskatze“ von Oliver Wnuk und Andrea Stegmaier. In dieser Geschichte ist eine schneeweiße Katze die literarische Hauptfigur, die uns an unseren ebenfalls schneeweißen Kater Murle erinnert.

Die Hochhauskatze

Schnee ist eine Katze, die bei Frau Martinez in einem Hochhaus in der Wollmastettersteinsraße wohnt. Ein Hochhaus mit 12 Stockwerken, in denen viele Menschen und auch Tiere wohnen. Genau wie Schnee. Katze Schnee liebt es von Etage zu Etage zu stromern um die Menschen, die dort leben zu besuchen.

Ich liebe die Idee zum Buch: Eine Katze vereint viele Menschen unter einem großen Dach – egal welcher Herkunft sie sind oder wie sie leben. Schnee lebt überall ein bisschen und lässt sich nicht nur verwöhnen. Sie darf überall sein, wie sie will und genauso hält sie es mit ihren Lieben. Aber nicht nur das – sie führt ihre Menschen zusammen, weil diese es ohne ihre Hilfe nicht schaffen würden. Sie benötigen einen entsprechenden Stupser in die richtige Richtung.

Wir Leser:innen begleiten Katze Schnee, die von fast jedem Menschen im Hochhaus anders genannt wird, durch ein Katzenabenteuer durch die verschiedenen Etagen des Hauses. Dabei lernen wir viele unterschiedliche Familien und ihre Lebensweisen kennen. Keine Situation gleicht einer anderen und doch haben sie alle etwas gemeinsam: Sie lieben die Hochhauskatze! Diese bedankt sich dafür auf ganz besondere Weise.

Nicht nur die Idee zur Handlung ist überaus gelungen. Auch die Illustrationen sind wunderbar! Kunterbunt und manchmal wild oder ruhig ergänzen sie mit viel Liebe zum Detail den Fließtext. Oft erinnerten mich die Doppelseiten an unsere geliebten Wimmelbücher, die ich zusammen mit meinem Sohn stundenlang durchgeblättert habe.

„Die Hochhauskatze“ von Oliver Wnuk und Andrea Stegmaier ist ein wunderbares Bilderbuch für Kinder mit gewichtigen Botschaften, die für Offenheit und Toleranz werben.

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