Start einer Reihe
Die weiße NachtNicht nur die Zusammenarbeit zwischen Lou und Alfred König ist zu Beginn holprig.
Auch ich habe so meine Zeit gebraucht um in die Geschichte zu kommen, denn zuerst zieht es sich doch etwas.
Die Beschreibungen ...
Nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Lou und Alfred König ist zu Beginn holprig.
Auch ich habe so meine Zeit gebraucht um in die Geschichte zu kommen, denn zuerst zieht es sich doch etwas.
Die Beschreibungen des Alltages im Hungerwinter sind "leider" sehr realistisch und atmospärisch und diese Düsternis hat sich anscheinend auf mich übertragen.
Ich mag die Bücher von Anne Stern normalerweise sehr gern, hier war mir aber stellenweise zu viel Rahmenhandlung und zu wenig Krimi, wodurch ich in der ersten Hälfte öfter nicht so den Drang hatte dranzubleiben.
Auch konnte ich leider nicht wirklich eine Beziehung zu den Protagonist(inn)en aufbauen.
Natürlich geht es in der Geschichte vordergründig um die Mord-Ermittlungen im zerstörten Berlin (wo die Polizei nach Kriegsende einen sehr schlechten Ruf hat) - parallel dazu erfährt man dabei jedoch nach und nach ein klein wenig über Lou und König, die beide eine zuerst nicht näher benannte "Vergangenheit" haben. Vieles bleibt jedoch noch im Dunklen.
In einem zweiten, kleineren Erzählstrang geht es um Justus und Gerti, die versuchen sich mit Schwarzmarktgeschäften über Wasser zu halten.
Und in kurzen Zwischenkapiteln erfährt man von dem Kriegsgefangenen Gregor, den ich nicht wirklich in die Handlung einsortieren konnte.
Die Hintergründe um die Morde deuten sich ab der Mitte der Handlung vorsichtig an und ab da wird die Geschichte etwas interessanter und zum Ende hin auch spannender.
Am Schluss gibt es ein paar unerwartete Cliffhanger!