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Veröffentlicht am 15.09.2016

Zauberhaft, aber leider viel zu kurz

Schnee Elfen Herz
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Schnee Elfen Herz

Sanja Schwarz

Jugendbuch/Romantasy

Altersempfehlung: ab 12 Jahren



Sira ist gerade siebzehn Jahre alt geworden. Mit ihrem Geburtstag scheinen einige Veränderungen bei ihr eingesetzt ...

Schnee Elfen Herz

Sanja Schwarz

Jugendbuch/Romantasy

Altersempfehlung: ab 12 Jahren



Sira ist gerade siebzehn Jahre alt geworden. Mit ihrem Geburtstag scheinen einige Veränderungen bei ihr eingesetzt zu haben, die sie noch nicht so richtig deuten kann und die sie deshalb etwas aus der Spur bringen. Als sie eines Nachts von einer Stimme in den Wald gelockt wird, trifft sie Turak. Er ist der Sohn des Schneeelfenkönigs und erklärt Sira, dass sie selbst zu seinem Volk gehört. Sira muss sich entscheiden, ob sie Turak in die Welt der Elfen folgen will. Dort herrscht Krieg, doch Sira könnte ihn beenden....


Die zauberhafte Geschichte wird in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Sira, geschildert. Sira wirkt vom ersten Moment an sehr sympathisch. Es fällt deshalb leicht, sich in ihre Gefühle, die durch die ganzen Veränderungen, die gerade mit ihr passieren, etwas durcheinander sind, hineinzuversetzen. Man kann ihre Verwirrung förmlich spüren und ist deshalb sofort mitten in der Geschichte, da man unbedingt erfahren möchte, was hinter allem steckt.

Der Schreibstil ist locker und recht einfach. Dennoch kann man sich den mystischen Zauber, der in der Welt der Elfen herrscht, mühelos vorstellen und dadurch ganz in die fantastische Erzählung eintauchen. Die unterschiedlichen Charaktere nimmt man dabei wahr und kann sie problemlos zuordnen. Allerdings wirken sie alle neben Sira etwas blass. Denn nur zur Hauptprotagonistin selbst, kann man beim Lesen eine Beziehung aufbauen, da sie sehr lebendig wirkt. Die anderen Protagonisten beobachtet man eher distanziert, was gerade beim männlichen Gegenpart, dem Prinzen Turak, sehr schade ist.

Die Geschichte selbst ist zauberhaft und durchgehend interessant. Da Sira so sympathisch wirkt, fiebert man gerne mit ihr mit und beobachtet fasziniert die Welt der Elfen. Da die Erzählung aber leider viel zu kurz ist, beginnen sich die Ereignisse recht früh zu überschlagen und der gesamte Handlungsverlauf wirkt zu gehetzt. Einiges passiert viel zu schnell und das steigert nicht unbedingt die Glaubwürdigkeit der Handlung. Man ist sich stets bewusst, dass es sich um eine Fantasyerzählung handelt, aber dennoch brauchen manche Dinge einfach etwas Zeit.

Ich habe mich beim Lesen dieses dünnen Büchleins wirklich gut unterhalten, da mich Sira vom ersten Moment an begeistern konnte. Doch leider wirkte die Geschichte auf mich zu gehetzt. Ich bin der Meinung, dass hier ein paar Seiten mehr, wirklich großartig gewesen wären. Deshalb vergebe ich auch "nur" drei von fünf Bewertungssternchen.


Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannender Krimi, der einige Überraschungen zu bieten hat

Krähennest
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Krähennest / Luka Kroczek Bd. 2

Klara Holm

Kriminalroman


Mittlerweile hat sich Luka Kroczek in seinem Job als Leiter der Kripo Bergen auf Rügen gut eingearbeitet. Nun hat er es mit einem spektakulären ...

Krähennest / Luka Kroczek Bd. 2

Klara Holm

Kriminalroman


Mittlerweile hat sich Luka Kroczek in seinem Job als Leiter der Kripo Bergen auf Rügen gut eingearbeitet. Nun hat er es mit einem spektakulären Fall zu tun: Im Ausguck eines Schiffs finden Kinder den abgetrennten Kopf eines Mannes. Als sich herausstellt, dass es sich bei dem Mann um einen Angestellten von Kroczeks Lebensgefährtin Teresa handelt, wittert Kroczeks Kollegin Kerstin ihre Chance, ihren Dienststellenleiter aus dem Fall zu drängen. Der Fall nimmt ungeahnte Wendungen und nicht nur Teresa, die ihre Angelegenheiten gern selbst regelt, gerät dabei in große Gefahr....

"Krähennest" ist nach "Möwenfraß" der zweite Fall für den Kommissar Luka Kroczek. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, können die Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Zum besseren Verständnis der privaten und beruflichen Nebenhandlungen, und der Weiterentwicklung der Charaktere, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der vorgesehenen Reihenfolge. Den aktuellen Ermittlungen kann man allerdings mühelos ohne diese Vorkenntnisse folgen.

Der Einstieg in den Ostsee-Krimi gelingt zügig, da Klara Holm es hervorragend versteht, das Interesse an der Handlung bereits auf den ersten Seiten zu wecken. Denn man verfolgt gebannt, wie zwei Kinder den abgetrennten Kopf finden. Da man unbedingt erfahren möchte, wie es zu der Tat kam und warum der Kopf ausgerechnet dort abgelegt wurde, ist man sofort mitten im Geschehen und beginnt gemeinsam mit Luka Kroczek zu ermitteln.

Im Zentrum der Handlung stehen natürlich die Ermittlungen in dem geheimnisvollen Mordfall. Man verfolgt gespannt die Arbeit der Polizei und tappt gemeinsam mit ihr im Dunkeln. Denn das Rätsel lässt sich nicht so leicht lösen. Klara Holm gelingt es hervorragend, Spuren auszulegen, denen man allzu bereitwillig folgt. Da aber nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, kommt es zu einigen überraschenden Wendungen und dadurch muss man die eigenen Ermittlungen gelegentlich über den Haufen werfen und neu ansetzen. Die aufgebaute Spannung bleibt dadurch durchgehend erhalten und der Fall ist keinen Moment vorhersehbar. Damit hat dieser Krimi also genau das zu bieten, was Fans des Genres lieben.

Private Nebenhandlungen sorgen außerdem dafür, dass die Charaktere glaubhaft und lebendig wirken. Dadurch kann man sich ganz auf die Handlung einlassen und mit ihnen mitfiebern. Der Handlungsort Rügen wird ebenfalls sehr anschaulich beschrieben, sodass man alles lebhaft vor Augen hat. Sehr hilfreich ist dabei auch die Karte am Anfang des Buchs, in der wichtige Stationen eingezeichnet sind.

Ich habe mich beim Lesen sehr gut und spannend unterhalten. Der Fall hat mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen und wirkte auf mich keinen Moment vorhersehbar und auch die privaten Nebenhandlungen konnten mich voll und ganz überzeugen. Ich vergebe deshalb alle fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung für Krimifans.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ich hatte mir etwas mehr Spannung erhofft

Was wir getan haben
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Was wir getan haben

Karen Perry

Roman


Katie, Luke und Nick sind durch ein furchtbares Geheimnis untrennbar miteinander verbunden. Als Kinder spielten sie an einem Fluss in Kenia ein scheinbar harmloses ...

Was wir getan haben

Karen Perry

Roman


Katie, Luke und Nick sind durch ein furchtbares Geheimnis untrennbar miteinander verbunden. Als Kinder spielten sie an einem Fluss in Kenia ein scheinbar harmloses Spiel. Bis heute ist es ihnen nicht gelungen, die damaligen Ereignisse zu vergessen. Ihre Eltern haben ihnen damals eindringlich eingeschärft, niemals ein Wort
darüber zu verlieren. Niemand sollte jemals erfahren, was wirklich geschehen ist. Nun, dreißig Jahre später, drängen die Erinnerungen wieder an die Oberfläche. Denn Katie erhält ein Päckchen mit einem toten Vogel. Die Vergangenheit droht Katie, Luke und Nick einzuholen. Jemand scheint genau zu wissen, was damals passiert ist...




Der Einstieg in den Roman gelingt durch den Prolog, in dem man die Ereignisse, die sich damals am Fluss in Kenia zugetragen haben, beobachtet, relativ mühelos. Denn man möchte unbedingt erfahren, was sich vor all den Jahren ereignet hat. So einfach macht es einem das Autorenduo dann aber doch nicht. Man weiß nach dem Lesen des Prologs zwar, wie das Spiel endete, doch wie genau es dazu gekommen ist und welchen Anteil die drei Kinder daran hatten, bleibt bis zum Schluss im Dunkeln. Dadurch wird das Interesse bereits früh geweckt. Eine unterschwellige Spannung baut sich auf und zieht sich durch die komplette Handlung.

Das Geschehen wird meistens in der Ich-Form, abwechselnd aus der Sicht von Katie und Nick, geschildert. Es gibt aber auch Rückblenden, bei denen man kurze Einblicke in die damaligen Ereignisse bekommt. Dabei erfährt man allerdings nur nach und nach, was damals geschehen ist und macht sich deshalb beim Lesen ständig Gedanken, was da wohl tatsächlich passiert sein mag und wer nun von der Ereignissen weiß und auf Rache aus sein könnte. Trotz der wechselnden Perspektiven und der eingeschobenen Rückblenden fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Durch die wechselnden Ich-Formen bekommt man einen guten Einblick in die Gefühle und Gedanken der beiden Hauptprotagonisten und nimmt deshalb hautnah wahr, welche Auswirkungen das alte Kinderspiel in Kenia auf das gesamte Leben der beiden hat.

Die unterschwellige Spannung ist zwar durchgehend spürbar, doch im Mittelteil lässt sie leider etwas nach. Man muss sich dann allerdings in Erinnerung rufen, dass es sich bei der Geschichte ja auch um einen Roman und keinen Thriller handelt. Das Ende überrascht durch eine spannende Wendung, die einen das Buch dann zufrieden schließen lässt.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans gut unterhalten. Nicht weniger, doch leider auch nicht mehr! Der spannende Klappentext hat mich wahrscheinlich etwas in die Irre geleitet, denn deshalb hatte ich mir eine deutlich spannendere Gesamthandlung erhofft. Ich vergebe drei von fünf Bewertungssternchen und die Empfehlung, sich keine Thrillerhandlung zu erhoffen.



Veröffentlicht am 15.09.2016

Rasanter Thriller

18 - Zahlen des Todes
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18 / Zahlen des Todes Bd.1

Mia Winter

Thriller


Leana Meister kehrt nach 18 Jahren Südafrika in ihre deutsche Heimat zurück. In Deutschland wartet ein Neuanfang auf sie, denn in Südafrika hält sie nichts ...

18 / Zahlen des Todes Bd.1

Mia Winter

Thriller


Leana Meister kehrt nach 18 Jahren Südafrika in ihre deutsche Heimat zurück. In Deutschland wartet ein Neuanfang auf sie, denn in Südafrika hält sie nichts mehr. Ihr Mann möchte sich scheiden lassen und die beiden Töchter sprechen kaum noch mit ihr. Ablenkung von den privaten Problemen liefert der neue Job als Leiterin der LKA-Kompetenzcenters in Düsseldorf quasi ab der ersten Minute. Denn kaum im Büro angekommen, steht die erste Tatortbesichtigung an. Denn ein Toter wurde im Rosengarten entdeckt. Als schon bald darauf die nächste, ganz ähnlich zur Schau gestellte Leiche aufgefunden wird, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um einen Serientäter handelt. Leana Meister ahnt, dass nur eine Frau auf diese Art tötet. Was führt sie im Schilde und wann wird sie wieder zuschlagen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt....



Der Einstieg in Mia Winters Thriller gelingt mühelos, da man gleich mitten ins spannende Geschehen geworfen wird. Die Hauptprotagonistin ist kaum in Deutschland gelandet und im LKA angekommen, da wird auch schon die erste Leiche aufgefunden. Gemeinsam mit ihr wirft man so einen ersten Blick auf den Tatort und lernt nach und nach das Team der Eliteeinheit kennen, deren Leiterin Leana Meister nun sein wird. Es wird dabei schnell klar, dass eine Kollegin aus dem Team eigentlich für diesen Posten vorgesehen war und nun natürlich nicht davon angetan ist, dass ihr Leana direkt vor die Nase gesetzt wird. Deshalb kommt es zwischen den beiden auch zu ersten Reibereien. Die Charaktere wirken sehr lebendig, sodass man sich gut mit ihnen identifizieren kann.

Da der Fall rasant fortschreitet und dem gesamten Team einiges abverlangt, müssen die beiden Frauen sich miteinander arrangieren. Dabei kommt es immer wieder zu Situationen, in denen man auch mal spontan schmunzeln kann. Diese kleinen Atempausen hat man auch bitter nötig, da das Tempo dieses Thrillers sehr rasant ist. Die Spannung ist durchgehend spürbar und da man lange Zeit im Dunkeln tappt, welches Motiv die Täterin antreibt und was die Opfer wohl miteinander verbinden könnte, fliegt man förmlich über die Seiten.

Ich habe mich beim Lesen dieses Thrillers sehr gut und durchgehend spannend unterhalten. Durch den flüssigen Schreibstil und die rasant fortschreitende Handlung konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es deshalb fast in einem Rutsch beendet. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt der Thriller alle fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung!




Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannender Krimi, in dem ein sympathisches Duo ermittelt

Tod in der Provence
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Tod in der Provence / Commissaire Leclerc Bd.1

Pierre Lagrange

Kriminalroman

Die Eheleute Hanna und Niklas erben in der Provence ein Chateau. Die beiden reisen mit Töchterchen Lilly an, um die Beerdigung ...

Tod in der Provence / Commissaire Leclerc Bd.1

Pierre Lagrange

Kriminalroman

Die Eheleute Hanna und Niklas erben in der Provence ein Chateau. Die beiden reisen mit Töchterchen Lilly an, um die Beerdigung des verstorbenen Onkels zu organisieren und das Erbe genauer anzusehen. Schnell beschließen Hanna und Niklas, sich einen alten Traum zu verwirklichen und das Haus zum Hotel umzubauen. Die Umgebung ist malerisch und das Ziel zahlreicher Touristen. Die Idylle erweist sich aber schon bald als trügerisch, da ein Serienmörder umzugehen scheint, der die Körperteile von rothaarigen Frauen sammelt. Hannas Haar ist ebenfalls rot und deshalb beginnt der pensionierte Kommissar Albin Leclerc sich Sorgen um die Deutsche zu machen. Gemeinsam mit seinem Mops Tyson ignoriert Leclerc seinen Ruhestand und stellt auf eigene Faust Ermittlungen an....

"Tod in der Provence" ist der erste Fall, den der pensionierte Kommissar Albin Leclerc, gemeinsam mit Mops Tyson, in seinem wohlverdienten Ruhestand verfolgt. Das Geschehen wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wobei man Albin Leclercs Ermittlungen verfolgt, Einblicke in die Morde bekommt und beobachtet, wie Hanna und Niklas ihr Erbe in Besitz nehmen. Durch die verschiedenen Einblicke ist die Geschichte von Anfang an interessant und abwechslungsreich.

Dem Autor gelingt es hervorragend, die Atmosphäre der sommerlichen Provence einzufangen und zu vermitteln. Man kann sich beim Lesen alles mühelos vorstellen und hat schon fast das Gefühl, die sommerlich drückende Luft selbst zu spüren. Darunter nimmt man stets ein unterschwelliges Gefühl der Bedrohung wahr. Denn der Serienmörder geht um und man kann nicht genau fassen, aus welcher Richtung die Gefahr droht.

Dadurch gerät man früh in den Sog der Handlung. Denn die Charaktere werden so glaubhaft und lebendig beschrieben, dass man mit ihnen mitfiebert und unbedingt erfahren möchte, was als nächstes passiert und wer eigentlich hinter dem Ganzen steckt. Pierre Lagrange legt dabei einige Fährten aus, denen man allzu bereitwillig folgt. Bis zum Schluss kann man sich aber nicht sicher sein, ob die eigenen Ermittlungen sich auch bestätigen werden. Die aufgebaute Spannung kann also bis zum Ende gehalten werden.

Ich habe mich beim Lesen dieses Provence-Krimis ausgesprochen gut unterhalten gefühlt. Die Charaktere wirkten so lebendig auf mich, dass ich mich gut mit ihnen identifizieren konnte. Besonders der pensionierte Kommissar und sein Mops sind mir dabei ans Herz gewachsen und haben mir ein paar unverhoffte Schmunzler entlockt. Denn die Kreativität des Rentners, sich in die Ermittlungen der früheren Kollegen zu drängen, scheint keine Grenzen zu kennen. Doch auch der Kriminalfalls selbst und das gesamte Drumherum konnten mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Ich vergebe deshalb alle fünf Bewertungssterne und die Empfehlung, selbst einen literarischen Ausflug in die Provence zu machen, um die Ermittlungen von Albin Leclerc und Tyson zu verfolgen.