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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2025

Beziehungen, Erwartungen, Liebe

Lügen, die wir uns erzählen
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Dieser Roman hat mir mal wieder auf eine ganz andere Weise gefallen, da er einerseits auf relativ sachliche Art realistisch ist, andererseits aber auch wirklich emotionale Szenen zu bieten hat. Dabei hat ...

Dieser Roman hat mir mal wieder auf eine ganz andere Weise gefallen, da er einerseits auf relativ sachliche Art realistisch ist, andererseits aber auch wirklich emotionale Szenen zu bieten hat. Dabei hat er mehr zu bieten als einfach nur Unterhaltung.

So geht es hier nicht nur um die zerbrochene Ehe von Helene und Georg und wie Helene langsam aber sicher immer selbstständiger wird, sich sozusagen befreit, sondern auch um viele andere Dinge. Zum Beispiel um eine vergangene Liebe, die vielleicht gar nicht so vergangen ist und somit weiterhin Helens Leben beeinflusst. Es geht um die Beziehung zu den eigenen Eltern, aber auch den eigenen Kindern. Außerdem geht es um ganz persönliche Schicksalsschläge, um Fehlgeburten, Trennung und Erwachsenwerden, mit allem, was dazu gehört. Dabei entwickelt sich die Protagonistin immer weiter und geht ihre Probleme an, trifft aber auch Entscheidungen, die ich teilweise nicht so ganz nachvollziehen konnte. Ebenfalls hat sich mir im Laufe der Geschichte immer mehr der Gedanke aufgedrängt, dass Georg aus einer Midlifecrisis hinaus die Entscheidung getroffen hat, sich zu trennen. Ob er seine neue Freundin wirklich so sehr liebt, wird irgendwie nie so richtig klar. Auch, wenn man bedenkt, dass am Ende des Buches etwas geschieht, womit ich nicht gerechnet hätte. Dennoch hat mich dieses letzten Endes zufrieden zurückgelassen.

Ebenfalls mochte ich ganz gern, wie die Charaktere geschrieben waren, nämlich sehr lebendig und menschlich. Dennoch waren sie mir nicht wahnsinnig sympathisch, was aber auch okay war. Trotzdem konnte ich sie größtenteils durchaus verstehen, mit ihnen fühlen und ihren Weg mit ihnen gehen.

Auch, wie die Geschichte erzählt wird, fand ich hier durchaus gut gemacht. Man verfolgt nämlich nicht nur Helen in der Gegenwart, sowie in der Vergangenheit, sondern auch ihre Tochter Anna. Damit bekommt man ebenfalls einen guten Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt, was auch die Beziehung zwischen ihr und Helen nachvollziehbarer macht.

Alles in allem fand ich diesen Roman wirklich gut, weil er tiefer schaut und einen guten Einblick in eine Familie gibt, die sich durch verschiedene Schicksalsschläge kämpfen musste und dennoch an falschen Erwartungen zerbricht. Aber auch, weil er zeigt, wie schwer es für Frauen teilweise noch sein kann, allen Aufgaben gerecht zu werden.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Süße Liebesgeschichte mit tollen Charakteren aber zu vielen Längen

Letting Go - Wenn ich falle
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Ach Mensch, es hätte wirklich gut werden können, denn dieses Buch hatte eine wirklich gute Liebesgeschichte, wären da nicht die Dinge ringsherum gewesen, wie die Längen zwischendrin und die teils vorhersehbaren ...

Ach Mensch, es hätte wirklich gut werden können, denn dieses Buch hatte eine wirklich gute Liebesgeschichte, wären da nicht die Dinge ringsherum gewesen, wie die Längen zwischendrin und die teils vorhersehbaren Wendungen. Zudem konnten mich die Gefühle, die eigentlich hätten transportiert werden sollen, nicht so richtig erreichen.

Es fing zwar echt emotional an, wobei die Möglichkeit aber nicht so richtig genutzt wurde, die Emotionalität genug auszubauen, um die gesamte Geschichte zu tragen. Da half es auch nicht, dass diese Gefühle von Verlust zwischendrin immer mal wieder aufgegriffen wurden. Dafür gab es einige andere Dinge, die Grey und Jagger geschehen. Sie werden gestalkt und mehr oder weniger bedroht, müssen sich Jaggers narzisstischen Mutter stellen und nebenbei geht es auch noch um ein kleines Kind. Um all diese Geschehnisse gibt es einige Wendungen, die, wie schon erwähnt, teilweise sehr vorhersehbar waren, was ich wirklich schade fand. Ebenso fand ich schade, dass mich die gesamte Geschichte irgendwie nicht so richtig mitreißen konnte. Dennoch war sie auf ihre Weise wirklich schön und gerade die Beziehung zwischen Grey und Jagger fand ich einfach nur fantastisch, weil sie, trotz Problemen, mit Respekt geführt wird und weil, bis auf eine Sache, alle Probleme miteinander besprochen werden.

Richtig toll fand ich auch die Charaktere geschrieben, denn auch, wenn nicht alle unbedingt gute Menschen sind, so sind sie dennoch menschlich und realistisch. Die beiden Protagonisten habe ich wirklich sehr gemocht und vor allem Jagger fand ich extrem liebenswert, verständnisvoll und selbstlos. Für ihn steht nur Greys Wohlergehen im Vordergrund, auch, wenn er selbst darunter leiden muss.

Alles in allem fand ich diesen Roman ganz gut geschrieben, aber leider nicht so packend, dass ich unbedingt immer hätte weiterlesen müssen. Dennoch war die Geschichte von Grey und Jagger echt schön und die Charaktere super gezeichnet.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Großartige Fortsetzung, doofes Ende

Onyx Storm – Flammengeküsst
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Nachdem es nun schon wieder fast ein Jahr her war, dass ich den letzten Band der Reihe gelesen habe, war ich, so wie sicher viele andere auch, super gespannt auf diesen neuen Band der Flammengeküsst-Reihe. ...

Nachdem es nun schon wieder fast ein Jahr her war, dass ich den letzten Band der Reihe gelesen habe, war ich, so wie sicher viele andere auch, super gespannt auf diesen neuen Band der Flammengeküsst-Reihe. Gefallen hat mir auch dieser wieder super gut, aber mit kleinen Abstrichen.

Gerade der Einstieg in die Geschichte war nach so langer Zeit nicht besonders leicht und auch zwischendrin hatte ich aufgrund der vielen verschiedenen Charaktere, Drachen und Orte ein paar Probleme, mich zurechtzufinden. Allerdings habe ich mir eine kleine Liste erstellt, die mir geholfen hat, alle und alles ein bisschen besser auseinanderzuhalten. Damit ging es dann und die Geschichte wurde immer bildlicher und nachvollziehbarer für mich. Außerdem wurde die Geschichte von Seite zu Seite immer spannender und als Hörbuch ist sie nur so an mir vorbeigeflogen, weil sie so packend war und zudem gut vertont. Dabei treffen hier mehrere Probleme aufeinander, denn nicht nur beginnt der Krieg gegen die Veneni, sondern Xaden muss auch noch dagegen ankämpfen, selbst zum Veneni zu werden, was nicht nur seine Beziehung zu Violet beeinflusst. Ebenfalls gibt es eine große Reise zu verschiedenen Inseln und Orten, um nicht nur neue Verbündete zu finden, sondern auch Andarnas Familie, die Iriden. Diese wird zu einem ziemlich großen und spannenden Abenteuer, welches ich sehr genossen habe. Ansonsten fand ich die Liebesgeschichte wirklich schön und auch die spicy Szenen waren gut geschrieben. Insgesamt gab es viel Action und sogar etwas Humor. Dennoch gab es aber auch hier und da ein paar kleine Längen und das Ende fand ich ebenfalls echt blöd. Schade!

Richtig toll fand ich dagegen die Entwicklung der Charaktere. Vor allem Violet ist eine richtig starke, junge Frau geworden, die zudem auch noch wahnsinnig intelligent und gebildet ist. Und selbst, wenn sie noch immer gewisse Selbstzweifel hat, so weiß sie, sich zu behaupten und wird immer mehr zu einer Führungspersönlichkeit. Ebenso fand ich Xadens Entwicklung recht interessant, da er hier einen Kampf zu kämpfen hat, der nicht nur für die Beziehung zwischen ihm und Violet entscheidend ist, sondern auch für alle anderen, sowie den Krieg gegen die Veneni. Gleichfalls fand ich alle anderen Charaktere sowie die Drachen richtig toll und vielseitig geschrieben. Hier passt wirklich jeder an seinen jeweiligen Platz und ich mochte das Zusammenspiel untereinander.

Alles in allem bekommt man hier einen wirklich packenden und mitreißenden dritten Band dieser beliebten Drachen-Fantasy-Reihe, der sich absolut lohnt zu lesen oder zu hören. Er führt die Geschichte, bis auf Kleinigkeiten, perfekt fort, ist actionreich, romantisch und spicy. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf Band vier und hoffe, es dauert nicht wieder so lange, bis auch dieser endlich erscheint.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Bad Girl und good Cop

Wretched
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Eine böse, böse und zudem geniale Kriminelle und ein guter DEA-Agent, so eine Mischung bekommt man doch eher selten vorgesetzt, weshalb ich gerade das an diesem Band der Reihe so toll und erfrischend fand. ...

Eine böse, böse und zudem geniale Kriminelle und ein guter DEA-Agent, so eine Mischung bekommt man doch eher selten vorgesetzt, weshalb ich gerade das an diesem Band der Reihe so toll und erfrischend fand. Und dennoch bekommt man nicht allzu viel Neues geboten.

Mal wieder geht es um mafiöse Strukturen mit Drogenhandel, Konkurrenzkampf und viel Gewalt. Ebenso gibt es erneut ein gewisses inneres Ringen um die eigenen Gefühle für eine Person, die man vielleicht eher nicht lieben sollte. Ich glaube auch, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, man bekommt das übliche Ergebnis dieses Ringens. Und außerdem bekommt man obendrauf einmal mehr ziemlich viel, teilweise abgedrehten Sex. Immerhin habe ich hier aber verstehen können, warum Evelina so auf Rache aus ist und auch Nicholas Motive konnte ich recht gut nachvollziehen, wenn ich die Geschichte seiner Schwester auch etwas unausgereift fand. Tiefgang sollte man bei dieser Geschichte jedenfalls auf keinen Fall erwarten, dafür aber eine Menge Action, Erotik und Unterhaltung.

Die Charaktere waren auch wieder okay, wobei ich Nicholas schon irgendwie sexy fand. Warum auch immer. Zum Ende hin fand ich ihn dann aber doch etwas naiv. Evelina ist tough und lässt sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen. Dennoch konnte ich insgesamt nicht allzu viel mit ihr anfangen.

Insgesamt war auch dieser Band wieder okay. Nicht mehr und auch nicht weniger. Er ließ sich super schnell lesen, beziehungsweise hören, wobei auch die Sprecher des Hörbuchs wieder richtig gut waren. Er war kurzweilig und unterhaltsam, aber mit wenig Substanz, also eher etwas für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Könnte packender sein

Libellen im Kopf
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Anfangs war ich bei diesem Buch wirklich noch guter Dinge, zumal das Thema echt interessant, emotional und auch wichtig ist, schließlich nehmen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung immer mehr zu. ...

Anfangs war ich bei diesem Buch wirklich noch guter Dinge, zumal das Thema echt interessant, emotional und auch wichtig ist, schließlich nehmen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung immer mehr zu. Besonders auch, dass der Autor weiß, wovon er da geschrieben hat, fand ich gut.

Dennoch war ich während des Lesens immer wieder hin- und hergerissen, weil mich die Geschichte nicht so packen konnte, wie ich es gern gehabt hätte. Zwar fand ich gerade den Anfang auf skurrile Weise gut und den Verlauf von Abbys manischer, später depressiven Episode echt gut beschrieben und interessant, aber zwischendurch gab es hier und da einfach zu viele Längen. Das, obwohl das Buch mit nicht einmal vierhundert Seiten gar nicht mal so lang ist. Gerade auch die Szenen, die in der Klinik spielen, wirkten auf mich etwas in die Länge gezogen. Ebenfalls ist mir die Liebesgeschichte zwischen Abby und Beck etwas zu kurz gekommen, um deren Beziehung zueinander richtig verstehen zu können, schließlich ist es auch für den Partner nicht leicht, mit einer manisch-depressiven Person zusammenzuleben. Nur zwei Briefe von Beck erklären seine Gefühle recht eindrücklich, was ich auch wirklich gut und emotional fand. Das Ende der Geschichte fand ich zwar ebenfalls ganz gut und zufriedenstellend, aber insgesamt hat mir irgendetwas gefehlt, was ich nicht so richtig benennen kann.

Die Charaktere fand ich in diesem Buch ebenfalls ganz in Ordnung. Ich habe Abby, Beck und auch Melody zwar nicht wirklich ins Herz schießen können, aber war dennoch damit zufrieden, wie sie geschrieben sind, nämlich realistisch und im weitesten Sinne nachvollziehbar. Auch die Entwicklung der Protagonistin ist sehr gut beschrieben. Man muss die Charaktere in einem Buch auch nicht wahnsinnig mögen, solange sie etwas an sich haben, damit man ihnen gern folgt und das hatte Abby.

Alles in allem fand ich diese Buch okay. Die Geschichte von Abby war durchaus gut, hätte aber packender geschrieben sein können. Auch die Charaktere waren in Ordnung. Man bekommt hier also einen durchschnittlichen Roman, der zwischendurch Durchhaltevermögen erfordert.

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