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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2024

Wunderschön und doch so erschreckend

Kein Ort dieser Welt
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Ich weiß gar nicht so richtig, was ich sagen beziehungsweise schreiben soll, denn dieses Buch ist einfach nur krass. Anders kann ich es kaum beschreiben. Mich hat es jedenfalls durch sämtliche Gefühlsregungen ...

Ich weiß gar nicht so richtig, was ich sagen beziehungsweise schreiben soll, denn dieses Buch ist einfach nur krass. Anders kann ich es kaum beschreiben. Mich hat es jedenfalls durch sämtliche Gefühlsregungen geschleudert und einfach nur fertig gemacht.

Marie Döling hat mit einem super guten, teilweise leicht poetischen und dennoch flüssigen Schreibstil eine Geschichte geschrieben, die super realistisch wirkt und dabei unter die Haut geht. Dazu lässt sie jedes Kapitel mit einem sehr tiefgründigen, kurzen Gedicht enden, welches Fionas Gefühle jeweils perfekt widerspiegelt. Die Autorin wirft hier zudem Themen auf, die jeden etwas angehen, egal, ob man selbst betroffen ist oder nicht, angefangen bei einer zerrütteten Familie und einer zerbrochenen Freundschaft, über Mobbing und Einsamkeit bis hin zu sexuellem Missbrauch und sogar mehr.

Dabei ist die Geschichte wahnsinnig emotional, bietet sehr dramatische und auch bösartige Szenen, die mich teilweise einfach nur wütend und fassungslos gemacht haben. Aber es gibt auch extrem viel Schönheit zwischen den Zeilen, eine ungewöhnliche Freundschaft, welche sich aus der Not heraus entwickelt, aber dafür umso fester wird und sogar eine sehr romantische und zarte Liebesgeschichte. Dennoch kommt es zum Ende noch einmal zu einem Ereignis, welches mich tatsächlich total fertig gemacht hat, nur damit das Buch dann auch noch mit einem regelrechten Knall endet, der mich komplett zerbrochen hat. Ich konnte jedenfalls meine Tränen kaum noch im Zaum halten.

Nicht zuletzt sind da noch die sehr realistisch geschriebenen, vielschichtigen Charaktere, solche, die aus meiner Sicht sowieso verloren sind und die, welche mein Herz erreicht haben, mit denen ich gelacht habe, geweint und gelitten. Aber es gibt auch solche, die viel mehr sind, als sie anfangs scheinen, die keine typischen Mitläufer sind, sondern Zuhörer und Beschützer, die hinsehen und hinterfragen. Die Protagonistin Fiona ist solch ein Charakter, der sich selbst vollkommen verkennt und gleichzeitig an mein Herz gewachsen ist. Sie muss so viel durchmachen und bleibt dabei dennoch ein guter Mensch, ist eine Kämpferin und entwickelt sich im Laufe der Geschichte sogar noch weiter. Ihr Schicksal hat mich extrem bewegt und obwohl sie mir so oft leid tat, habe ich auch ihre Stärke bewundert. Mehr möchte ich über die Charaktere aber nicht verraten, da ich nichts spoilern möchte, nur soviel, als dass sie allesamt richtig gut geschrieben sind.

Alles in allem ist dieses Buch einfach nur grandios, emotional und super wichtig, wobei die Autorin Fionas Schicksal, auch, wenn es hier fiktiv ist, eindrucksvoll und berührend zu Papier gebracht hat. Denn leider gibt es viele solche Schicksale im realen Leben. Mich hat dieses Buch jedenfalls durch eine Achterbahn der Gefühle geschickt und am Ende komplett zerstört und so schnell werde ich die Geschichte sicher auch nicht vergessen.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Zum Ende hin wirds noch einmal spannend

Das Vermächtnis der besonderen Kinder
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Wieder einmal bin ich in die Welt der besonderen Kinder abgetaucht und muss sagen, dass es mir auf jeden Fall gutgetan hat, dass ich zwischen Band vier und fünf nicht so viel Zeit vergehen lassen habe, ...

Wieder einmal bin ich in die Welt der besonderen Kinder abgetaucht und muss sagen, dass es mir auf jeden Fall gutgetan hat, dass ich zwischen Band vier und fünf nicht so viel Zeit vergehen lassen habe, denn so war ich ziemlich schnell wieder in der Geschichte. Außerdem fand ich diese auch insgesamt wieder recht spannend und interessant, vor allem auch, weil hier alles etwas geraffter geschieht.

Dabei schließt die Geschichte unmittelbar an die Geschehnisse aus Band vier an und fokussiert sich auf den ersten Seiten auf Jakob und Noor, sowie die Tatsache, dass er die geheimnisvolle V finden muss, um die neue Besondere zu ihr zu bringen. Bereits dieser Part war wirklich packend, da Noor plötzlich in eine für sie vollkommen neue Welt geschmissen wird und nach und nach neue Erkenntnisse gelüftet werden, welche die Kinder V immer näher bringen. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes und der Fokus wird verschoben. Plötzlich sehen sich Jakob und seine Freunde neuen Problemen gegenüber, die die Besonderenwelt bedrohen, nicht wissend, dass diese Ereignisse mit einer alten Prophezeiung zu tun haben, genauso auch mit Noor.

Dies alles wurde hervorragend miteinander verwoben und die Geschichte hatte obendrein ein richtig gutes Timing, hat nicht zu schnell zu viel verraten und doch immer wieder genug, um dranzubleiben. Ebenfalls mochte ich die Chemie zwischen den besonderen Kindern und auch die neue, kleine Liebesgeschichte fand ich wirklich süß, nicht zu aufdringlich, aber vielversprechend. Das Ende dieses Bandes kann dazu auch noch mit einem richtig fiesen Cliffhanger aufwarten, sodass es sicher nicht lange dauern wird, bis ich auch den letzten Band lese. Schließlich muss ich wissen, wie es weitergeht und wie die Geschichte rund um die besonderen Kinder enden wird.

Gespannt bin ich aber nicht nur, wie die Geschichte an sich endet, sondern auch, wie es mit den Charakteren weitergeht, die ich durchaus ins Herz geschlossen habe und wie sie am Ende dastehen werden. Gerade Jacob liegt mir dabei besonders am Herzen und ich frage mich, ob er als Besonderer einen Weg finden wird, zwischen der Besonderenwelt und der normalen Welt zu leben. Ebenfalls interessiert mich, wie es mit ihm und Noor weitergeht. Schön ist auf jeden Fall auch zu sehen, wie erwachsen und selbstständig der Kinder geworden sind, die ja eigentlich gar keine Kinder mehr sind, sondern nur so aussehen. Ich wünsche mir für sie alle einfach nur ein schönes und würdiges Ende.

Den Schreibstil fand ich hier tatsächlich wieder richtig gut, sehr flüssig, bildlich und leicht zu lesen. Allerdings sind auch in diesem Band die Kapitel teilweise wieder echt lang, für meinen Geschmack zu lang für ein Jugendbuch. Dennoch kam ich recht schnell durch das Buch durch und habe es in nur drei Tagen beendet.

Alles in allem bekommt man hier erneut einen recht spannenden und gut geschriebenen Band rund um die besonderen Kinder, mit einiger Action, teils gefährlichen Ereignissen und interessanten Geheimnissen. Dieser war wieder um einiges besser als der letzte Band und macht Hoffnung auf einen spannenden und gelungenen sechsten Band.

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Veröffentlicht am 23.11.2024

Wenn alles hoffnungslos scheint ....

Romeos Payne 3
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Wow, was für ein Finale! Nach dem riesigen, fiesen Cliffhanger am Ende des zweiten Bandes war mir zwar klar, dass es hier eigentlich nur spannend weitergehen konnte, aber mit so viel Spannung habe ich ...

Wow, was für ein Finale! Nach dem riesigen, fiesen Cliffhanger am Ende des zweiten Bandes war mir zwar klar, dass es hier eigentlich nur spannend weitergehen konnte, aber mit so viel Spannung habe ich nun wirklich nicht gerechnet und vor allem nicht damit, dass sich diese über das ganze Buch hinweg halten wird. So war ich in gerade einmal zwei Tagen komplett durch die knapp vierhundert Seiten durch und das auch nur so langsam, weil der Alltag dann doch hin und wieder gerufen hat.

Dazu kam, dass die Geschichte noch einmal richtig emotional wurde, viele Entscheidungen zu treffen waren und ein Kampf zu führen, der schier unmöglich schien. Dabei muss Arianna sich in einer ganz neuen Situation zurechtfinden und Elijah über sich hinauswachsen, während der Dreiklang auseinanderfällt, geliebte Figuren sterben und Malorie immer mehr an Macht gewinnt. Zwischendurch fühlte sich dann auch noch alles so aussichtslos an, dass ich gar nicht mehr wusste, wohin mit meinen Gefühlen, schließlich habe ich mir von Anfang an ein Happy End für Ari und Elijah gewünscht, musste meine Hoffnungen zwischendurch aber schon fast begraben. Wie das Buch dann allerdings geendet hat, hätte ich so gar nicht erwartet, fand es aber wunderschön und einfach nur perfekt, super romantisch, prickelnd und hochemotional.

Zu den Charakteren muss ich wahrscheinlich nicht mehr allzu viel sagen. Sie sind und bleiben auch in diesem Band großartig geschrieben, vielschichtig, glaubhaft und besonders, wobei gerade die, welche mit der fantastischen Welt verbunden sind, noch einmal alles geben müssen und dabei sogar neue Freundschaften oder zumindest Bündnisse entstehen. Allerdings zeigt auch Malorie, die Göttin der Unterwelt, noch einmal, wie verrückt und abartig böse sie ist und zieht damit Elijas Hass noch mehr auf sich. Alles in allem lebt die ganze Trilogie von ihren großartig geschriebenen Charakteren, die größtenteils extrem liebenswert sind und sich im Laufe der Geschichte weiterentwickeln.

Ebenfalls muss ich sagen, hat mir in diesem dritten Band der Schreibstil gleich viel besser gefallen. Er ist zwar noch immer nicht perfekt, aber um einiges flüssiger. Ich habe jedenfalls eine große Verbesserung gemerkt. Die Sprache blieb aber dennoch hier und da recht grob und manche Formulierungen mochte ich nicht besonders. Rechtschreibfehler sind mir, glaube ich, gar keine mehr aufgefallen.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich diesen Band der Reihe am meisten mochte und obwohl der Schreibstil noch immer nicht perfekt war, so fand ich die Geschichte einfach nur genial, unvorhersehbar und zu einem richtig tollen Ende gebracht, welches den großartigen Charakteren in allem gerecht wird. Ich kann die Reihe jedenfalls nur empfehlen und vergebe für diesen Band hier die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Eine sympathische Ode an die Sachsen

Made in Sachsen
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Ich kenne Kristina vom Dorf oder auch bekannt als Sachsen Muddi von Instagram und muss sagen, für mich ist sie, neben wenigen anderen, so etwas wie eine Botschafterin für Sachsen und den sächsischen Dialekt. ...

Ich kenne Kristina vom Dorf oder auch bekannt als Sachsen Muddi von Instagram und muss sagen, für mich ist sie, neben wenigen anderen, so etwas wie eine Botschafterin für Sachsen und den sächsischen Dialekt. Mit witzigen, unterhaltsamen, kleinen Videos bringt sie mich immer wieder zum Schmunzeln und lässt mich meine Herkunft immer wieder tief fühlen.

Auch in ihrem Buch bringt sie dem Leser Sachsen und den sächsischen Dialekt, unsere Eigenheiten und viel Wissenswertes über den Freistaat und seine Bewohner näher. Sie erzählt von sich, ihrer Kindheit und Jugend in Sachsen, aber auch von ihrem Erwachsenenleben außerhalb Sachsens. Außerdem gibt sie Einblicke in verschiedene Themen, die uns besonders machen, was wir können, wie wir sind und welch tolle Menschen und Dinge aus Sachsen kommen. Und natürlich darf auch unser Dialekt nicht fehlen, der schon irgendwie sehr besonders ist, selbst, wenn ihn viele Außenstehende nicht gern hören. Kristina vergisst jedoch nicht, auch die negativen Seiten Sachsens aufzuzeigen, dies allerdings immer mit einem Augenzwinkern.

Unterteilt ist das Buch in die verschiedenen Lebensabschnitte Kristinas und dann noch einmal in kleine, übersichtliche Kapitel, die sich super gut und schnell weglesen lassen, wobei ich die Überleitungen wirklich gelungen finde. Ebenfalls ist der Schreibstil sehr einfach gehalten, könnte aber hier und da noch etwas erfrischender und humorvoller sein.

Alles in allem bekommt man hier eine interessante Mischung aus Biografie, Reiseführer und Sachbuch von und über eine waschechte Sächsin, den sächsischen Freistaat und alles, was man so wissen sollte, aber nicht unbedingt muss. Ich finde es jedenfalls klasse und kann es nur empfehlen, wenn man mehr über die Sachsen wissen will.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Wir lieben Viva

Vivas Tagebuch
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Schon eine Weile verfolge ich Patrick Thomalla mit seinen Pferden auf Instagram und muss sagen, ich habe mich wahnsinnig gefreut, als er verkündete, ein Kinderbuch herauszubringen. Da es in diesem Buch ...

Schon eine Weile verfolge ich Patrick Thomalla mit seinen Pferden auf Instagram und muss sagen, ich habe mich wahnsinnig gefreut, als er verkündete, ein Kinderbuch herauszubringen. Da es in diesem Buch auch noch um sein Fohlen Viva geht, welches sowohl ich als auch meine Tochter bereits von Anfang an ins Herz geschlossen hatten, war klar, wir müssen dieses Kinderbuch haben.

Dieses ist aber auch wirklich süß, ein klassisches Kinderbuch, welches mit fünfundvierzig Seiten nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang ist. Außerdem ist es aufgeteilt in mehrere Kapitel, welche nie länger sind als eine Doppelseite und damit gut zum Vorlesen, aber auch zum selbst lesen, gerade auch als Gute-Nacht-Geschichte. Der Schreibstil ist ebenfalls super einfach gehalten, dennoch hört man Patricks Art zu sprechen heraus, wenn man ihn kennt.

Die einzelnen, kurzen Geschichten, erzählt aus Vivas Sicht, sind nicht nur super süß und voller pferdiger Abenteuer, sondern bieten auch, gut verpackt, einiges Wissen rund um Pferde und die Fohlenaufzucht an, sind also wirklich informativ. Die niedlichen, kindgerechten und bunten Illustrationen passen dabei perfekt zu den einzelnen, kleinen Anekdoten und bilden die kleine Viva, ihre Freunde, sowie Patrick wirklich gut ab.

Alles in allem bekommt man hier ein unterhaltsames und gleichzeitig informatives Kinderbuch für kleine Pferdefreunde, welches durch den Alltag des kleinen Stutfohlens Viva führt und dabei auch noch richtig toll Illustriert ist. Von mir gibt es dafür auf jeden Fall eine Empfehlung und ich freue mich schon auf weitere Geschichten.

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