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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2019

Is it Love?

Entführt
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Dieses Mal hat die 16-jährige, lebensfrohe, aber auch aufmüpfige Louisa wirklich Mist gebaut, weshalb sie die Ferien mit ihren Brüdern beim Zelten verbringen muss, statt, wie geplant, mit ihren Freundinnen. ...

Dieses Mal hat die 16-jährige, lebensfrohe, aber auch aufmüpfige Louisa wirklich Mist gebaut, weshalb sie die Ferien mit ihren Brüdern beim Zelten verbringen muss, statt, wie geplant, mit ihren Freundinnen. Im Sequoia-Nationalpark geschieht es dann. Gleich am ersten Abend lernt Louisa Brendan kennen und wird von ihm in die Wildnis Kanadas verschleppt. Nach wochenlanger Angst und Isolation, muss Louisa jedoch erkennen, dass Brendan vielleicht doch kein schlechter Mensch ist und dass er selbst Schreckliches erlebt haben muss. Doch darf sie in dieser Situation überhaupt positive Gefühle für ihn zulassen?

Diese Geschichte ist für mich keine typische Entführungsgeschichte. Aber sie ist auch keine typische Liebesgeschichte. Diese Geschichte ist eine Gefühlsexplosion, bei welcher das Verhältnis zwischen Täter und Opfer irgendwie verschwimmt.

Dabei hat Mila Olsen einen super angenehmen Schreibstil, der sich richtig gut und schnell weg lesen lässt und das, obwohl er recht beschreibend und sogar poetisch ist. Doch genau das hat die Geschichte auch gebraucht, weil man sich dadurch nämlich direkt in die Handlung versetzt fühlt. Ich konnte mir jedenfalls die beschriebene Umgebung richtig gut vorstellen und teilweise sogar schon fast die Natur riechen. Außerdem konnte ich mit der Protagonistin mitfühlen.

Dazu fand ich die Geschichte richtig richtig toll, denn die Autorin hat es geschafft, aus einer Entführungsgeschichte eine Liebesgeschichte entspringen zu lassen, ohne Louisa zu einem Opfer zu machen und das auch noch richtig nachvollziehbar. Zu keiner Zeit hatte ich nämlich das Gefühl, dass sie an einem Stockholm Syndrom leiden könnte. Vielmehr entwickelt sie langsam und aus vollkommen logischen Gründen Gefühle für Brendan. Und auch er ist nicht der typische Entführer, der seine Macht demonstrieren will. Dabei ist die ganze Handlung eher ruhig und man könnte sagen, dass sie sich an manchen Stellen zieht, doch genau das braucht sie, um die jeweiligen Entwicklungen richtig zur Geltung zu bringen und die beiden Hauptcharaktere kennenzulernen. Außerdem fand ich das Setting wunderschön und sehr gut beschrieben. Wie schon gesagt, fühlte ich mich direkt in die Geschichte hinein gezogen und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das Ende dann fand ich außergewöhnlich, aber auch passend und ich freue mich schon auf die weiteren Bände der Reihe, weil ich unbedingt wissen will, wie es mit Louisa und Brendan weiter geht.

Auch die Charaktere sind super gut umgesetzt. Hier passte einfach alles. Louisa ist eine starke Persönlichkeit, die am Anfang des Buches noch nicht weiß, was sie eigentlich will und sich durch Brendan weiter entwickelt. Brendan hingegen scheint anfangs noch stark zu sein, zeigt aber immer mehr, dass er alles andere als stark ist. Vielmehr ist er ein gebrochener Charakter, den ich trotz seiner Tat einfach nicht verurteilen konnte. Und dann sind da noch Louisas Brüder, die alle sehr unterschiedlich und individuell sind.

Dieses Buch ist einfach großartig und ich mochte die Geschichte, weil sie eben mal keine typische Entführungsgeschichte ist, bei der die Rollen von Täter und Opfer klar abgestochen sind. Und vor allem mochte ich sie, weil sie nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommt, sondern vielmehr mit vielen Emotionen, ohne dabei in den Kitsch abzuschweifen oder unrealistisch zu wirken.

Veröffentlicht am 07.02.2019

Valentinstag kann kommen

Wie sagt man eigentlich: Ich liebe dich
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Als Roberto Isabella das erste Mal sieht, ist er sofort hin und weg. Doch wie bringt man dieses Gefühl der Liebe am besten zum Ausdruck? Wie sagt man eigentlich: „Ich liebe dich“?

Da ich Kinderbücher ...

Als Roberto Isabella das erste Mal sieht, ist er sofort hin und weg. Doch wie bringt man dieses Gefühl der Liebe am besten zum Ausdruck? Wie sagt man eigentlich: „Ich liebe dich“?

Da ich Kinderbücher sowieso liebe, ist mir dieses Buch sofort ins Auge gesprungen und ich musste es unbedingt haben. Deshalb habe ich es mir auch gleich gekauft und gelesen.

Wie viele Kinderbücher dieser Art, hat auch dieses eher wenig Text und lässt sich dadurch richtig schnell und immer wieder zwischendurch lesen.

Die Geschichte ist richtig süß und sogar ein Stück weit tiefgehend, aber trotzdem gut verständlich. Dabei ist sie durchgehend wunderschön, bunt und kindgerecht illustriert.

Ich kann nur sagen, dass dieses Buch nicht nur für Kleine super geeignet ist, um sie an das Thema Liebe heran zu führen, sondern auch für Erwachsene. Sicher ist es auch ein schönes Geschenk zum Valentinstag.

Veröffentlicht am 06.02.2019

Emotionen pur und eine Geschichte on point

All In - Zwei Versprechen
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In der Trauer um Jonah gefangen, trinkt sich Kacey, weit weg von ihren Erinnerungen, jeden Abend um den Verstand. Währenddessen versucht Theo in Las Vegas, alles zusammen zu halten, immer die Sorge um ...

In der Trauer um Jonah gefangen, trinkt sich Kacey, weit weg von ihren Erinnerungen, jeden Abend um den Verstand. Währenddessen versucht Theo in Las Vegas, alles zusammen zu halten, immer die Sorge um die Freundin seines verstorbenen Bruders im Kopf. Als die beiden dann wieder aufeinander treffen, ist es an Theo, Kacey zu helfen und zwischen den beiden entsteht ein tiefes Gefühl der Verbundenheit, welches allerdings schon bald über eine normale Freundschaft hinausgeht.

Mir fehlen die Worte. Mir fehlen die Worte und dennoch habe ich so viel zu diesem Buch zu sagen. Zum Beispiel, dass es großartig war und dass es schon jetzt ein Jahreshighlight werden wird. Emma Scott hat es wieder einmal geschafft, mich wahnsinnig zu beeindrucken. Denn nicht nur, dass sie einen wunderbaren Schreibstil hat, der genau die richtige Balance zwischen Leichtigkeit und Poesie schafft, ist ihre Geschichte auch noch einfach perfekt. Aber dazu später mehr.

Dieses Buch ist in drei Teile eingeteilt, die die Entwicklung der Gefühle zwischen Kacey und Jonah perfekt widerspiegelt. Dazu wird die Geschichte wieder abwechselnd aus der Sicht der zwei Protagonisten erzählt und man ist erneut mittendrin in ihren Gefühlen und Gedanken. Am wichtigsten ist aber, dass man einfach nur durch das Buch hindurch fliegt, weil der Schreibstil super leicht zu lesen ist, ohne an Niveau und Sprachgewalt einzubüßen.

Was die Handlung angeht, so beginnt diese, nach einem kurzen Prolog, sechs Monate nach Jonahs Beerdigung. Dabei begleitet man sowohl Kacey, als auch Theo die erste Zeit meistens allein und bekommt gleich die volle Dröhnung Emotionen, Trauer, aber auch Verzweiflung und Verdrängung. Wobei ich sofort mittendrin war und alles mitgefühlt habe. Und auch als sich Kacey und Theo dann endlich näher kommen, war ich immer voll und ganz gefesselt und habe mich mit den beiden gefreut, mit ihnen gelacht, aber auch gelitten und geweint. Es war einfach wunderbar, wahnsinnig emotional und großartig, mitzuerleben, wie sich die zwei immer näher kommen und sich langsam aber beständig eine Beziehung zwischen ihnen entwickelt, die einfach nur wahnsinnig süß und intensiv ist und trotzdem noch genug Platz für ein bisschen gut geschriebenes Drama lässt. Die Autorin hat es einfach geschafft, die gesamte Geschichte, ohne zu viel oder zu wenig zu wollen, auf den Punkt zu bringen. Und so war auch das Ende einerseits herzzerreißend, andererseits aber auch wunderschön und absolut passend.

Und auch die Charaktere sind wieder richtig gut geschrieben. Ich mag Kacey und ihre Entwicklung vom Anfang des ersten Bandes bis zum Ende des zweiten einfach. Sie handelt zwar nicht immer richtig, aber vollkommen nachvollziehbar, sie ist stark und dennoch zerbrechlich und dabei eine absolut liebenswerte Person. Und ganz ehrlich, welche Frau wünscht sich nicht einen Mann wie Theo an seiner Seite? Für mich ist er genau das, was ein perfekter Mann sein sollte, verlässlich und gefühlvoll und trotzdem hat auch er seine Schwächen. Beide, sowohl Kacey, als auch Theo wirkten dadurch auf mich extrem menschlich und realistisch und genau solche Charaktere braucht ein gutes Buch.

Nun, was gibt es noch zu diesem Buch zu sagen, außer dass es wahnsinnig tief geht, dass es mich zum Weinen gebracht hat und dass es neben Band eins der Dilogie eins der großartigsten New Adult Romane war, die ich je gelesen habe? Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich nicht nur die wunderbare Geschichte, sondern auch Kacey, Jonah und Theo fest in meinem Herzen behalten werde.

Veröffentlicht am 29.01.2019

Spannende und dramatische Fortsetzung

Fighting to Be Free - Nie so begehrt
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Drei Jahre ist es her, dass Jamie seine große Liebe Ellie zutiefst verletzt hat. Drei Jahre, in denen er sich verändert hat und noch tiefer abgerutscht ist. Doch dann kehrt Ellie zurück und schon bald ...

Drei Jahre ist es her, dass Jamie seine große Liebe Ellie zutiefst verletzt hat. Drei Jahre, in denen er sich verändert hat und noch tiefer abgerutscht ist. Doch dann kehrt Ellie zurück und schon bald treffen die beiden wieder aufeinander. Und auch, wenn in den letzten drei Jahren so viel geschehen ist, ist die Anziehung zwischen Jamie und Ellie noch immer die Gleiche. Jedoch haben Jamies Feinde nur darauf gewartet, dessen Schwachstelle zu erfahren und plötzlich ist Ellie in höchster Gefahr.

Wie schon der erste Band dieser Dilogie, hat mir auch dieser wieder wirklich gut gefallen. Doch obwohl sich die Geschichte für mich dieses Mal eigentlich perfekt angefühlt hat, konnte sie mich trotzdem nicht durchgehend so in ihren Bann ziehen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Auch hier wird die Geschichte wieder aus der Sicht von Jamie und Ellie erzählt, wobei sich die Erzählstränge teilweise auch ein bisschen überschneiden, wodurch man direkt an den beiden Charakteren dran ist. Und auch der Schreibstil, sowie die Sprache, waren wieder sehr gut und leicht zu lesen.

Die Handlung zieht in diesem Band noch einmal extrem an. Die Liebesgeschichte rückt zwar die meiste Zeit in den Hintergrund und wird erst gegen Ende wieder richtig wichtig, dennoch hat mir das echt gut gefallen. Das lag vor allem daran, dass gerade Jamies Geschichte sehr interessant ist. Obwohl ich seine Entwicklung nicht gut heißen kann, so hat mich der Einblick in sein kriminelles Leben doch schon extrem mitgenommen. Doch auch Ellies Leben nimmt in dieser Fortsetzung eine sehr emotionale und dramatische Wendung, die mich zutiefst berührt hat. In diesem Sinne begleitet man die beiden Protagonisten die meiste Zeit getrennt voneinander, merkt das aber kaum, weil beide einen wichtigen Weg zu bestreiten haben. Außerdem wird es gerade zum Ende hin sehr spannend. Wie sie sich dann wieder annähern, fand ich ebenfalls gut gelöst und das Ende hat mich zufrieden zurück gelassen.

Dabei mochte ich sowohl Ellie, als auch Jamie wieder sehr und die beiden sind mir endgültig ans Herz gewachsen. Gerade Jamie ist, trotz seiner Fehler, ein sehr sympathischer Typ, der mir eigentlich oft ziemlich leid tat. Und auch Ellie ist eine großartige Person. Beide machen, wie schon erwähnt, eine große Entwicklung durch und werden in diesem Band erwachsen.

Ihr seht also, es gibt eigentlich gar nichts zu meckern. Umso schwieriger ist es für mich zu benennen, was mir eigentlich gefehlt hat. Um ehrlich zu sein, kann ich das auch gar nicht sagen. Dieses Buch ist einfach toll und ich kann es nur weiterempfehlen. Dennoch kann ich ihm nicht die volle Punktzahl geben.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Der etwas andere Kinderbuchklassiker

Wo die wilden Kerle wohnen
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Der kleine Max ist mal wieder so wild, dass ihn seine Mutter ohne Essen ins Bett schickt. Daraufhin reist er ins Land der wilden Kerle und erlebt ein großes Abenteuer. 

Dieses Buch ist wohl der Klassiker ...

Der kleine Max ist mal wieder so wild, dass ihn seine Mutter ohne Essen ins Bett schickt. Daraufhin reist er ins Land der wilden Kerle und erlebt ein großes Abenteuer. 

Dieses Buch ist wohl der Klassiker unter den Kinderbüchern. Deshalb musste ich es jetzt auch endlich haben.

Mit einer kurzen, einprägsamen Geschichte, werden Kinder in eine Welt entführt, die genau das widerspiegelt, was sie brauchen, nämlich Platz für Fantasie, Mut und einen Ort, an den sie immer wieder zurückkommen können und an dem sie geliebt werden. Dabei ist aber unbedingt anzumerken, dass die Geschichte ziemlich tiefgründig ist und alles andere als weichgespült. 

Die Illustrationen sind hier sehr zahlreich und auf eine kuriose, skurrile Art und Weise gut gemacht. Allerdings merkt man, gerade an den Zeichnungen, dem Buch sein Alter schon irgendwie an. Dennoch ist dieses Kinderbuch zeitlos und genau das Richtige für kleine mehr oder weniger wilde Kerle, aber auch Mädchen.

Wer also ein Kinderbuch sucht, welches nicht einfach nur niedlich ist, sondern vor allem ehrlich und tiefgründig, der muss dieses hier im Regal haben.