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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2025

Dramatisch und gleichzeitig zuckersüß

All das Ungesagte zwischen uns
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Wieder einmal wurde ein Buch von Colleen Hoover verfilmt, welches ich bis dato noch nicht gelesen hatte, weshalb ich das schnell noch vor Erscheinen des Filmes nachgeholt habe und das Erste, was mir zu ...

Wieder einmal wurde ein Buch von Colleen Hoover verfilmt, welches ich bis dato noch nicht gelesen hatte, weshalb ich das schnell noch vor Erscheinen des Filmes nachgeholt habe und das Erste, was mir zu diesem Buch einfällt, ist, dass es gleichzeitig dramatisch und zuckersüß ist.

Die Geschichte wird dabei aus zwei Perspektiven erzählt, nämlich einmal aus der der vierunddreißigjährigen Morgan, die nach einem plötzlichen Verlust auch noch mit einer wirklich fiesen Offenbarung klarkommen muss. Gleichzeitig kommt sie einem Mann immer näher, dem sie vielleicht nicht so nahe kommen sollte.

Auf der anderen Seite ist da Morgans sechzehnjährige Tochter Clara, welche denselben Verlust durchstehen muss, das in einer Phase, wo sich sowieso schon alles ändert. Hier spielen viele verschiedene Themen eine Rolle, unter anderem natürlich der Verlust selbst, aber auch die erste Liebe, die Probleme, die mit der Pubertät auf Mütter und ihre Töchter zukommen sowie Schuldgefühle und Zweifel. Besonders hat mir dabei die Beziehung zwischen Clara und ihrem Freund Miller gefallen, weil sie einfach super süß miteinander umgehen, selbst, wenn sie sich mal streiten. Sämtliche Szenen zwischen den beiden fand ich einfach nur großartig und habe sie wahnsinnig genossen. Aber auch Morgans Part fand ich wirklich schön, wenn auch nicht ganz so spannend, wie den von Clara, weil ihre Geschichte nicht wahnsinnig besonders war, aber trotzdem echt schön. Zudem fand ich die Beziehung zwischen Morgan und Clara sehr interessant und realistisch gezeichnet, die Streitereien, die langsame Absondern Claras und auch das ganze Gefühlschaos. Die Geschichte ist jedenfalls insgesamt einerseits tragisch, weil sowohl Morgan als auch Clara einiges durchmachen müssen, andererseits aber auch so oft super süß, mit richtig tollen, herzerwärmenden Szenen.

Auch die Charaktere mochte ich hier sehr, denn diese sind sehr lebendig geschrieben und auch, wenn mich Claras Verhalten manchmal echt genervt hat, so war dieses für ein junges Mädchen mitten in der Pubertät einfach normal, zumal sie auch noch einiges durchzustehen hat. Ebenso mochte ich Morgan wirklich gern und konnte ihre Verzweiflung über die aktuelle Situation in ihrem Leben als auch den Problemen mit Clara absolut nachvollziehen. Ebenfalls fand ich Miller und Jonah super toll. Miller, weil er so viel Geduld mit Clara hat, scheinbar immer genau das Richtige tut und super witzig ist. Jonah, weil er für Morgan da ist, sich gleichzeitig aber auch zurücknimmt, obwohl er in sie verliebt ist.

Alles in allem war dieser Roman wieder einmal ein typischer Hoover, wenn man hier auch gleich zwei Liebesgeschichten in einem bekommt und gleichzeitig auch noch eine Coming-of-Age Geschichte. Dieser war super gut und flüssig geschrieben, emotional und, wie schon öfter erwähnt, zuckersüß. Jetzt freue ich mich jedenfalls auf den Film und hoffe, dass dieser gut umgesetzt wurde.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Mafia Prinzessin trifft auf sadistisch veranlagten BadBoy

God of Pain – Verbotene Liebe
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Ich hätte es ja kaum gedacht, aber dieser zweite Band der Reihe konnte mich doch tatsächlich zu großen Teilen begeistern, denn dieser war wirklich super spicy und gleichzeitig hatte er einiges an Spannung ...

Ich hätte es ja kaum gedacht, aber dieser zweite Band der Reihe konnte mich doch tatsächlich zu großen Teilen begeistern, denn dieser war wirklich super spicy und gleichzeitig hatte er einiges an Spannung zu bieten. Er ist aber auch wieder extrem brutal, die Liebesgeschichte nicht sanft und romantisch und die Sexszenen nichts für schwache Nerven. Aber hey, immerhin geht es hier um Dark Romance und dieses Genre darf das.

Annika und Creighton sind aber auch ein sehr interessantes Paar, sie die Tochter eines Mafia-Bosses, er adoptiert, mit einer geheimnisvollen und gleichzeitig spannenden Hintergrundgeschichte. Trotzdem spürt man eine gewisse Anziehungskraft zwischen den beiden, welche nicht nur sexueller Natur ist und dennoch steht natürlich dieses Thema mit im Vordergrund, wobei es richtig rund geht. Allerdings ist es hier einvernehmlich, wenn es auch nicht immer so wirkt. Das muss man natürlich nicht mögen, ist aber dennoch echt prickelnd. Außerdem gibt es verschiedene Rivalitäten, Anschläge aufeinander und einen Rachefeldzug, der zusätzlich für einige Spannung sorgt.

Was die Charaktere angeht, so fand ich Creighton am interessantesten. Er, der viel schläft und gerne isst, wirkt eigentlich gar nicht so extrem, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Gerade seine sexuellen Vorlieben sind echt gewöhnungsbedürftig, was auch Annika schnell zu spüren bekommt. Gleichzeitig steckt noch ein kleiner, verletzter Junge in ihm, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Trotzdem kann er für Annika auch wenigstens ein bisschen Normalität und Romantik aufbringen. Sie fand ich aber auch echt süß, manchmal, gerade am Anfang noch, vielleicht etwas naiv, aber sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte auch weiter, wird selbstbewusster und härter.

Alles in allem war dieser Band wieder einmal echt unterhaltsam, sehr spicy und brutal, aber im Gegensatz zu Band eins auch noch spannender und vor allem wirkte die Liebesgeschichte für mich realistischer und nachvollziehbarer. Mir hat das Buch jedenfalls ganz gut gefallen und ich hoffe, dass die nachfolgenden Bände mindestens genauso gut werden.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Kurzes und kackiges Werk

Schachnovelle
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Ich muss zugeben, ich habe von diesem Klassiker nicht viel erwartet, habe ihn nur gelesen, weil ich dachte, man müsste ihn einmal gelesen haben und doch hat er mich durchaus mitgerissen und ich habe ihn ...

Ich muss zugeben, ich habe von diesem Klassiker nicht viel erwartet, habe ihn nur gelesen, weil ich dachte, man müsste ihn einmal gelesen haben und doch hat er mich durchaus mitgerissen und ich habe ihn letztendlich auch an einem Tag komplett durchgelesen. Das Buch ist aber auch sehr dünn und lässt sich, trotz des eher antik anmutenden Schreibstils, sehr schnell und flüssig weglesen.

Ein unbekannter Erzähler erzählt hier vom Aufeinandertreffen eines jungen Schachprofis und des Dr. B. auf einem Schiff von New York nach Buenos Aires, wo man in erster Linie die Geschichten der beiden vollkommen verschiedenen Charaktere erfährt. Während Czentovic nämlich ein Naturtalent im Schach ist, ansonsten aber ein eher einfach gestrickter Charakter, ist Dr. B. durch einen gewissen Zwang zu einem Meister in diesem Spiel geworden. Dazu kommt, dass Czentovic spielt, weil er nichts anderes kann, Dr. B. hingegen, weil er nicht anders kann. Dieser kleine Unterschied zeigt sich bei einem Schachspiel zwischen den beiden auf besagten Schiff, welches zu einem spannungsgeladenen Krimi wird, der Dr. B. bis an seine Grenzen bringt.

Diese Geschichte wird durchaus packend erzählt und ich konnte das Buch kaum weglegen. Gerade die Geschichte des Dr. B. hat mich sehr beeindruckt, weil er aus der Not heraus, um sich abzulenken, erst recht in eine Abwärtsspirale gerät. Zudem muss man, um die Geschichte zu verstehen, kein Schach spielen, es nicht einmal verstehen, dafür bekommt man einen guten Einblick in die menschliche Psyche.

Alles in allem ist dieser Klassiker besser, als ich erwartet habe. Er hat mich nun nicht unbedingt komplett umgehauen, aber er war kurz, knackig und unterhaltsam, mit einem gewissen, philosophischen Unterton.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Emotionale, düstere Liebesgeschichte, aber ohne Kitsch

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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Nach langer Zeit habe ich hiermit endlich wieder ein Buch gelesen, welches mich absolut packen konnte und welches ich kaum aus den Händen legen konnte, weil mich die Geschichte so sehr in ihren Bann gezogen ...

Nach langer Zeit habe ich hiermit endlich wieder ein Buch gelesen, welches mich absolut packen konnte und welches ich kaum aus den Händen legen konnte, weil mich die Geschichte so sehr in ihren Bann gezogen hat.

Diese beginnt noch ziemlich ruhig und man könnte denken, es wird, obwohl gleich am Anfang eine Trauerfeier stattfindet, eine gemütliche Kleinstadt-Romanze. Doch falsch gedacht. Was man hier bekommt, ist nämlich eine zutiefst emotionale Liebesgeschichte mit einem gebrochenen, männlichen Charakter, der für mich irgendwie den Mittelpunkt der ganzen Geschichte gebildet hat, obwohl eigentlich Flora die Protagonistin ist. Er ist einerseits typisch Mann, der seine wahren Gefühle versteckt, der harte Ex-Soldat, der andern droht und ihnen Angst einjagt. Andererseits versteckt er innen drinnen selbst ganz viele Ängste, Angst vor Fehlern, Angst, nicht richtig zu sein und Angst vor der Zukunft. Dabei spielen viele verschiedene Themen eine Rolle, zu aller erst PTBS, was unter anderem zu Suizidgedanken führt, aber auch Krankheit und in gewissem Maße auch Stalking, wobei ich dieses Thema absolut nicht schlimm in diesem Buch fand.

Die Liebesgeschichte selbst fand ich aber auch großartig geschrieben, voller Verständnis von Seiten Floras, selbst, als andere sich einmischen, ihr von einer Beziehung mit Swayer abraten und ihn als gefährlich ansehen. Ihre Hingabe habe ich bewundert und wie sie ihn immer wieder verteidigt, ihn auffängt und am Leben hält, ist sehr realistisch und ohne unnötigen Kitsch geschrieben, nachvollziehbar und sehr menschlich. Vor allem fand ich schön, wie sie mit dem Thema Briefe umgeht, worüber ich nicht zu viel verraten möchte. Allerdings gibt es diesbezüglich auch ein kleines Logikproblem, was ich aber auch nicht weiter bewerten möchte. Das Ende der Geschichte fand ich ebenfalls großartig, denn es ist ein bittersüßes Happy End, bei welchem sich die Autorin keine unrealistische Lösung für ein bestehendes Problem herbeifantasiert hat.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich dieses Buch wirklich toll fand, die Geschichte sehr schön, emotional und obwohl sie lange Zeit teilweise echt düster ist, ist sie doch auch irgendwie lebensbejahend. Ebenso mochte ich die Charaktere, selbst die, die nicht unbedingt Sympathieträger sind, weil sie einfach gut und nachvollziehbar geschrieben sind. Und auch den Schreibstil fand ich super, mal ganz ohne Gendern, außer in den Anmerkungen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Nichts für schwache Nerven

God of Malice - Gefährliche Liebe
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Manchmal fällt es mir echt schwer, ein Buch zu bewerten und so ging es mir auch bei diesem hier, denn eigentlich war die Geschichte teilweise echt abstoßend und gerade Killian fand ich einfach nur furchtbar. ...

Manchmal fällt es mir echt schwer, ein Buch zu bewerten und so ging es mir auch bei diesem hier, denn eigentlich war die Geschichte teilweise echt abstoßend und gerade Killian fand ich einfach nur furchtbar. Dennoch hatte sie etwas, was mich durchaus begeistern konnte.

Bereits der Anfang des Buches zeigt, womit man es hier zu tun bekommt und das ist nichts Romantisches, sondern Stalking, Bedrohungen, sexueller Missbrauch und überhaupt ein sehr harter Umgang miteinander. Dazu kommt, dass Killian Glyndon scheinbar überhaupt nicht ernst nimmt, sie drangsaliert und wie ein Spielzeug behandelt. Dabei muss man bedenken, dass er anders ist, vielleicht Autismus hat, wobei diese Entwicklungsstörung aber echt negativ dargestellt wird, was sie eigentlich gar nicht ist. Killian ist nämlich für mich ein Psychopath, der angeblich keine Gefühle hat, sich aber von einer bestimmten Aussage seines Vaters dann doch angegriffen fühlt. Irgendwie habe ich das nicht so richtig verstanden. Für mich ist er jedenfalls ein sehr zwielichtiger Charakter und ich konnte bis zum Ende nicht nachvollziehen, wie sich Glyndon in ihn verlieben kann.

Andererseits fand ich die Geschichte durchaus interessant, unterhaltsam und obwohl ich sowohl die sexuellen Vorlieben der beiden Protagonisten als auch ihre Gefühle füreinander, nicht so ganz nachvollziehen kann, so fand ich sie dennoch recht prickelnd geschrieben. Jedenfalls habe ich immer irgendwie zwischen Wut, Ekel und einer gewissen Anziehung geschwankt. Auch Glyndon fand ich als Charakter echt gut geschrieben, eigentlich ein nettes Mädchen, aber mit verborgenen Gelüsten, die erst Killian aus ihr herauskitzelt.

Alles in allem ist dieser Roman echt gut und flüssig geschrieben, die Geschichte unterhaltsam, aber auch echt krass und nicht immer mein Fall, dennoch konnte sie mich irgendwie halten und ich wollte auch immer wissen, wie es mit Glyndon und Killian weitergeht. Ich habe sogar Lust, die Reihe weiterzulesen, beziehungsweise zu hören.

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