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Veröffentlicht am 15.09.2016

Großartig

Revival
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Bücher von Stephen King sind für mich ein absolutes Muss, von daher war es kein Wunder, dass ich direkt zu seinem neuesten Werk „Revival“ greifen und es direkt lesen musste. Meine Erwartungen waren aufgrund ...

Bücher von Stephen King sind für mich ein absolutes Muss, von daher war es kein Wunder, dass ich direkt zu seinem neuesten Werk „Revival“ greifen und es direkt lesen musste. Meine Erwartungen waren aufgrund der Kurzbeschreibung und der Tatsache, dass der Autor zu meinen Lieblingsautoren zählt, enorm hoch und ich bin froh, dass dem Meister des Horrors mit diesem Buch ein weiteres Meisterwerk gelungen ist.

Der Schreibstil hat mir hierbei wieder einmal ausgesprochen gut gefallen. Der Autor rutscht zwar immer wieder in die saloppe Sprache ab, allerdings bin ich dies bereits aus anderen Büchern von ihm gewohnt, sodass ich dies mittlerweile auch als ganz angenehm empfinde. Die Dialoge sind hervorragend, oftmals schonungslos ehrlich und mit viel Sarkasmus gefüllt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, nicht immer sympathisch, aber dennoch sehr interessant, sodass ich unbedingt wissen musste, wie es ihnen im Laufe der Geschichte ergehen wird.

Charles Jacobs, der als leidenschaftlicher Methodistenprediger arbeitet, verliert irgendwann seinen Glauben, nachdem ein Unfall geschehen ist. Fortan widmet er sich eher den Experimenten, die vor allem bedeuten, dass er sich komplett von Gott und seiner ursprünglichen Religion abgewandt hat. Jamie, der Charles bereits im Kindesalter kennengelernt hat, trifft nach einigen Jahren wieder auf ihn und wird immer mehr in seine neue Welt hineingezogen, denn er führt nicht unbedingt ein Leben, was man sich zuvor für ihn gewünscht hat, denn er ist drogenabhängig und auch sonst für seine Mitmenschen eine mittelgroße Enttäuschung. Es ist von daher kein Wunder, dass auch Jamies Familie hierbei eine Rolle spielt.

Wer jetzt aber glaubt, dass Jamie ein vollkommener Nichtsnutz ist, der vor allem unsympathisch ist, der hat sich getäuscht, denn in ihm steckt schon einiges, allerdings hält er sich selbst aufgrund seines Lebensstils sehr zurück. Dabei sind seine Gedanken und Gefühle oftmals sehr interessant. Sehr interessant ist dabei vor allem, dass man Jamie und seine Geschwister bereits im Kindesalter kennenlernt und er in der Geschichte immer mehr altert. Dadurch fühlt sich der Leser nicht nur mit ihm verbunden, sondern lernt auch sein gesamtes Leben mit allen Höhen und Tiefen kennen. Oftmals ist es dabei aber auch frustrierend zu sehen, wie er vom rechten Weg abkommt und sich quasi selbst bedingungslos an Charles und dessen Experimente ausliefert.

Neben den vielen Klischees, die es im Horror-Genre gibt, kommt Stephen King auch mit vielen neuen Ideen um die Ecke, die mich direkt angesprochen und stellenweise sogar schockiert haben. Außerdem kommen hierbei auch noch Liebhaber von guter Musik auf ihre Kosten, denn der Autor geht immer wieder auf die Musik im Laufe der Zeit ein, sodass man hier eine gute Mischung aus beidem hat. Hier wird auch schnell klar, wie sehr der Autor, der nebenbei auch als Musiker tätig ist, die Musik liebt. Es ist von daher sehr schön zu sehen, dass gleich zwei Sachen, die ihm wichtig sind, hierbei miteinander verbunden werden.

Das Cover passt zwar ganz gut zur Geschichte, allerdings muss ich zugeben, dass es mir nicht unbedingt gefällt und in meinen Augen auch nicht der schönste Hingucker. Allerdings muss man auch sagen, dass das Cover eine düstere Stimmung ausstrahlt, die ebenfalls zum Buch passt. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen spannend und ereignisreich, sodass ich unbedingt mehr erfahren wollte.

Insgesamt konnte mich Stephen King mit seinem neuesten Werk „Revival“ wieder einmal sehr gut unterhalten und schockieren, sodass ich dieses Buch mitsamt der vielseitigen Figuren sehr genossen habe. Ich freue mich bereits auf die kommenden Bücher die Autors, denn ich bekomme von ihm einfach nicht genug. Ich kann das Buch demnach nur empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Geschichte

Finderlohn
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Nachdem ich „Mr. Mercedes“, den ersten Band der „Bill Hodges“-Trilogie leider nur mittelmäßig fand, war ich auf den zweiten Band „Finderlohn“ umso gespannter, denn zuletzt habe ich immer wieder gelesen, ...

Nachdem ich „Mr. Mercedes“, den ersten Band der „Bill Hodges“-Trilogie leider nur mittelmäßig fand, war ich auf den zweiten Band „Finderlohn“ umso gespannter, denn zuletzt habe ich immer wieder gelesen, dass dieser weitaus besser als der erste Band sein soll. Dies kann ich zum Glück auch bestätigen, denn mir hat „Finderlohn“ gut gefallen.

Da ich „Mr. Mercedes“ leider etwas flach und als untypisch für einen King-Roman empfand, habe ich den Autor bei „Finderlohn“ direkt am Schreibstil erkannt, denn dieser ist wieder typisch für den Autor: Sehr spannend, oftmals verwirrend und salopp, gerne mit ein paar Flüchen versehen und immer wieder geradeaus ohne etwas zu beschönigen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, die Dialoge sarkastisch, aber auch wahnsinnig interessant und der Verlauf der Geschichte ist fast immer unvorhersehbar.

Bei „Finderlohn“ wurde ich gleich mehrfach vom Autor überrascht, denn immer dann, wenn ich dachte, dass ich bereits alles herausgefunden habe, hat Stephen King komplett in eine andere Richtung gelenkt, sodass ich oftmals ratlos mit dem Buch in der Hand im Sessel saß und dementsprechend auch unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht.

Außerdem sollte angemerkt werden, dass man die Geschichte auch unabhängig von „Mr. Mercedes“ lesen kann, allerdings die Reihenfolge meiner Meinung nach einhalten sollte, da es immer wieder kleine Anekdoten gibt und Figuren aus „Mr. Mercedes“ auftauchen, die sonst unter gewissen Umständen beim Leser untergehen könnten.

Bill Hodges hat sich gut weiterentwickelt. Zwar ist er immer noch ein hartes und scharfsinniges Kerlchen, der oftmals mit seiner Art recht schroff rüberkommt, allerdings habe ich ich den alternden Detective außer Dienst trotz seiner Schwächen ins Herz geschlossen. Der Täter, Morris Bellamy, ist dem Leser von Anfang an bekannt, was aber den Reiz an der Geschichte ausmacht. Dieser ist nahezu besessen von einer Romanfigur und möchte unbedingt wissen, wie es mit seiner Lieblingsfigur weitergeht. Da der Autor allerdings keine weiteren Bücher mehr veröffentlicht, bringt er diesen kurzerhand um, weil er die Hoffnung hat, dass er in seinem Nachlass noch weitere Bücher findet, die bislang noch unveröffentlicht sind. Dass er dabei schnell geschnappt wird und im Gefängnis landet, ist dabei kein Wunder, allerdings beginnt die Geschichte erst so richtig, als dieser wieder aus dem Gefängnis frei kommt.

Auch die anderen Figuren, wovon man bereits einige aus „Mr. Mercedes“ kennt, werden gut und glaubwürdig in die Geschichte eingegliedert, sodass man hier das ein oder andere Wiedersehen hautnah miterleben darf. Neue Figuren werden ebenfalls gut in die Geschichte eingebaut, sodass Stephen King hier mal wieder vielseitige und interessante Figuren geschaffen hat, die das Ganze zu einer (fast) perfekten Geschichte machen.

Das Cover ist im selben Stil wie „Mr. Mercedes“ gestaltet, sodass beide Bände sehr gut zueinander passen. Durch den blutigen Füller gefällt mir das Cover von „Finderlohn“ sogar noch viel besser. Auch die Kurzbeschreibung hat mich begeistern können, sodass das Buch unbedingt gelesen werden musste.

Abschließend kann man sagen, dass die Geschichte rund um Bill Hodges gut weitergeführt wird und ich großen Spaß an der Geschichte hatte, da der Autor hier noch einmal eine ganze Schuppe drauf gelegt hat. Wer „Mr. Mercedes“ schon gut fand, wird „Finderlohn“ lieben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Geschichte

Ein bisschen angeschlagen
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Am 18. Januar 2016 erscheint „Basar der bösen Träume“, eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, im Heyne Verlag. Um dieses Buch noch mehr zu promoten, werden nun häppchenweise einige der Kurzgeschichten ...

Am 18. Januar 2016 erscheint „Basar der bösen Träume“, eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, im Heyne Verlag. Um dieses Buch noch mehr zu promoten, werden nun häppchenweise einige der Kurzgeschichten vorab als Ebook veröffentlicht. Als großer Fan von Stephen King musste ich somit einige der Geschichten direkt kaufen und bin begeistert.

Den Anfang macht hierbei „Ein bisschen angeschlagen“, eine Geschichte, die zwar nicht den typischen King-Horror besitzt, dafür allerdings mit dem Leser spielt und zum Nachdenken anregt. Stephen King schreibt auch hier in seiner typischen Manier: Sehr direkt, ab und zu salopp, aber immer spannend und packend, sodass ich diese Kurzgeschichte geradezu verschlungen habe, denn jedes noch so kleine Buch, bzw. Ebook vom „Meister des Horrors“ zieht mich magisch an. Die Figuren sind trotz der Kürze sehr gut ausgearbeitet, die Dialoge sind erfrischend ehrlich, stellenweise aber auch voller Romantik.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Alles beginnt mit einem Traum, den Brad immer wieder durchlebt, allerdings scheint alles in Ordnung zu sein, sobald er aus diesem wieder erwacht. Brad arbeitet in der Werbebranche und hat dabei nicht nur ein Händchen dafür, was andere Menschen wollen, sondern besitzt auch sehr viel Phantasie, was ihm nicht nur bei der Arbeit, sondern auch im Privatleben mehr als hilfreich erscheint. Privat verbringt er die meiste Zeit mit Ellen, seiner geliebten Frau, die er schon seit fast dreißig Jahren kennt und diese noch wie am ersten Tag liebt, allerdings hat sich einiges verändert, seitdem Ellen an einer schweren Bronchitis erkrankt ist.

Obwohl diese Kurzgeschichte gerade einmal knapp neunundzwanzig Seiten lang ist, ist diese doch sehr intensiv, detailliert beschrieben und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann ziehen können. Hier war besonders das Ende sehr gelungen, das intensiver und emotionaler kaum sein kann.

Das Cover dürfte keine Überraschung sein, denn dies ist einfach das selbe wie auch bei „Basar der böse Träume“, was allerdings gut passt. Die Kurzbeschreibung verrät mir dagegen etwas zu viel, allerdings klingt diese auch so verlockend, dass man das Ebook nur schwer umgehen kann.

Kurz gesagt: „Ein bisschen angeschlagen“ ist ein spannender und emotionaler Vorgeschmack auf den „Basar der bösen Träume“, sodass ich der Kurzgeschichtensammlung nur noch mehr entgegensehe, demnach kann ich diese Geschichte nur empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette Geschichte

Moral
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Am 18. Januar 2016 erscheint „Basar der bösen Träume“, eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, im Heyne Verlag. Um dieses Buch noch mehr zu promoten, werden nun häppchenweise einige der Kurzgeschichten ...

Am 18. Januar 2016 erscheint „Basar der bösen Träume“, eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, im Heyne Verlag. Um dieses Buch noch mehr zu promoten, werden nun häppchenweise einige der Kurzgeschichten vorab als Ebook veröffentlicht. Als großer Fan von Stephen King musste ich somit einige der Geschichten direkt kaufen und habe diese auch sofort gelesen.

Während mich zum Beispiel die Kurzgeschichte „Ein bisschen angeschlagen“ von Anfang bis Ende gepackt hat, fand ich bei „Moral“ leider nur die Hälfte sehr spannend und interessant, danach plätscherte die knapp fünfzig Seiten starke Geschichte zu sehr vor sich hin, sodass mich auch das Ende leider nicht mehr überraschen konnte.

Dennoch hat Stephen King herbei wieder ein interessantes Thema auswählte, das mir allerdings nicht genug ausgearbeitet war, was man ihm allerdings aufgrund der Kürze der Geschichte nur schwer vorwerfen kann. Die Geschichte liest sich trotz der Schwächen flüssig, die Dialoge sind interessant und hinterlassen Eindruck und auch die Figuren sind zum Großteil gut ausgearbeitet.

Mit Chad, seiner Frau Nora und dem Pfarrer lernt man interessante Figuren kennen, die anfangs eine gewisse Anziehungskraft besitzen, danach aber stark nachlassen. Allen voran Nora, die anfangs aufgrund ihrer Gedankengänge sehr interessant war, entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu einer Person, die man privat nicht zwingend kennen lernen möchte. Chad tat mir dagegen während der gesamten Geschichte über leid und beim Pfarrer war ich bis zum Schluss zwiegespalten. Das Angebot, das er Nora unterbreitet, ist relativ hart und vollkommen unmoralisch, dennoch konnte ich ihn auf gewisse Art und Weise verstehen.

Hier geht es allerdings nicht nur um das Thema Moral, sondern auch um das Eheleben. Chad und Nora hatten von Beginn an ihrer Beziehung immer wieder mit Geldsorgen zu kämpfen und plötzlich waren diese wie weggeblasen. Dass sich dadurch auch schlagartig etwas verändert, wenn man plötzlich nahezu sorgenfrei ist, hat wohl keiner von ihnen erwartet.

Das Cover dürfte keine Überraschung sein, denn dies ist einfach das selbe wie auch bei „Basar der böse Träume“, was allerdings gut passt. Die Kurzbeschreibung liest sich vielversprechend und hat mich direkt neugierig gemacht.

Insgesamt ist „Moral“ eine nette Kurzgeschichte, bei der mir allerdings die Spannung und das gewisse Etwas gefehlt hat. Ich habe zwar verstanden, was mir Stephen King mit der Geschichte sagen möchte, allerdings war mir dies insgesamt zu wenig. Dennoch: Für Fans von Stephen King ist auch diese Geschichte ein absolutes Muss.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Geschichte

Batman und Robin haben einen Disput
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Am 18. Januar 2016 erscheint „Basar der bösen Träume“, eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, im Heyne Verlag. Um dieses Buch noch mehr zu promoten, werden nun häppchenweise einige der Kurzgeschichten ...

Am 18. Januar 2016 erscheint „Basar der bösen Träume“, eine Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, im Heyne Verlag. Um dieses Buch noch mehr zu promoten, werden nun häppchenweise einige der Kurzgeschichten vorab als Ebook veröffentlicht. Als großer Fan von Stephen King musste ich somit einige der Geschichten direkt kaufen und habe diese auch sofort gelesen.

Nachdem ich bereits „Ein bisschen angeschlagen“ und „Moral“ gelesen und für gut befunden habe, war ich sehr auf „Batman und Robin haben einen Disput“ sehr gespannt und muss sagen, dass mich die Geschichte wieder einmal in ihren Bann gezogen hat. Der Schreibstil ist zwar wieder einmal sehr salopp, allerdings auch sehr interessant gestaltet, denn trotz der schweren Thematik bin ich nur so durch die (viel zu wenigen) Seiten geflogen und habe jedes Wort geradezu verschlungen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Sandersons Vater leidet an Alzheimer und wird von seinem Sohn, bereits seit in den Sechzigern, regelmäßig besucht. Da sein Vater fast nur noch in der Vergangenheit lebt und immer wieder von seiner verstorbenen Frau und seinem verstorbenen Bruder spricht, ist dies nicht zwingend leicht für Sanderson, der allerdings relativ gut mit seinem Vater auskommt, doch dann geraten sie in einen Unfall, der einiges verändern wird…

Obwohl man hier keinen Thriller oder gar Horror erwarten kann, hat sich King an den ganz alltäglichen „Horror“ gehalten, den Menschen durchleiden müssen, die jemanden mit Alzheimer kennen. Die Krankheit wird hierbei sehr ausführlich und authentisch thematisiert, sodass auch jeder, der mit der Krankheit noch nicht in Berührung gekommen ist, einen guten Einblick davon erhält.

Das Cover dürfte keine Überraschung sein, denn dies ist einfach das selbe wie auch bei „Basar der böse Träume“, was allerdings gut passt. Die Kurzbeschreibung liest sich vielversprechend und hat mich direkt neugierig gemacht.

Kurz gesagt: Stephen King hat mit „Batman und Robin haben einen Disput“ eine starke Geschichte geschaffen, die authentischer nicht sein kann und mich emotional sehr mitgenommen hat. Ich kann die Geschichte demnach nur empfehlen.