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Veröffentlicht am 24.05.2020

Tolles Kinderbuch mit starker Botschaft

Kleiner Löwe, großer Mut
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Zwischendurch finde ich ein Kinderbuch immer wieder schön, da ich nicht nur detailverliebte Illustrationen sehr mag, sondern auch die Botschaften, die vom Autor vermittelt werden. In diesem Fall haben ...

Zwischendurch finde ich ein Kinderbuch immer wieder schön, da ich nicht nur detailverliebte Illustrationen sehr mag, sondern auch die Botschaften, die vom Autor vermittelt werden. In diesem Fall haben Tom Belz und Carolin Helm nicht nur eine sehr schöne Geschichte geschaffen, sondern auch gleichzeitig eine tolle Botschaft vermittelt.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Tobe, einem kleinen Löwen, der ein Bein verloren hat. Für ihn ist dies jedoch kein Hindernis, denn er möchte weiterhin mit seinen Freunden spielen, rumtoben und um die Wette brüllen. Das Problem ist jedoch, dass seine Freunde nun vorsichtiger mit ihm sind und ihn anders behandeln, weil sie glauben, dass er mit seinem Handicap nicht mehr alles machen kann. Tobe sieht diese Vorurteile jedoch als Herausforderung an und macht sich gemeinsam mit seinem besten Freund auf dem Weg zum höchsten Berg, den er erklimmen möchte.

Hierbei gefällt mir nicht nur die Geschichte selbst sehr gut, sondern vor allem die Botschaft, die hier vermittelt wird: Sei mutig, geh Risiken ein und spring über deinen Schatten. Lass dir von niemanden sagen, dass du etwas nicht kannst, denn du kannst alles, solange du es nur willst! Diese Botschaft wird besonders glaubwürdig, wenn man sich den Lebenslauf von Tom Belz genauer ansieht, denn dieser verlor mit gerade mal acht Jahren ein Bein aufgrund einer Krebserkrankung und schaffte es im Jahr 2018 den Kilimandscharo mit nur einem Bein und zwei Gehhilfen zu besteigen, was mehr als beeindruckend ist.

Wunderschön und sehr detailliert sind auch die Farbillustrationen von Alexandra Helm, die den kleinen Löwen und auch sein Umfeld richitg schön in Szene setzen. Hierbei gibt es eine Menge zu bestaunen, sodass Kinder hier sehr viele kleine Details entdecken können.

Kurz gesagt: "Kleiner Löwe, großer Mut" ist eine wunderbare und sehr gut illustrierte Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern vor allem Mut macht und besonders für Erstleser geeignet ist und eine tolle Botschaft enthält. Zwar ist das Buch preislich für gerade einmal 32 Seiten viel zu hoch angesetzt, allerdings ist der Inhalt es definitiv wert.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

gelungene Fortsetzung mit schwieriger Thematik

Bittersweet Always (Gray Springs University 2)
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Da mir der erste Band "Suddenly Forbidden" gut gefallen hat, wollte ich auch unbedingt und zeitnah den zweiten Band "Bittersweet Always" lesen. Hier habe ich mir eine ähnlich emotionale und packende Geschichte ...

Da mir der erste Band "Suddenly Forbidden" gut gefallen hat, wollte ich auch unbedingt und zeitnah den zweiten Band "Bittersweet Always" lesen. Hier habe ich mir eine ähnlich emotionale und packende Geschichte gewünscht und genau das erhalten, sodass ich nicht enttäuscht wurde.

Obwohl ich den Schreibstil im ersten Band noch ein wenig kritisiert habe, weil ich das Denglische bei den Dialogen als unpassend empfand, hat mich der Schreibstil in diesem Band mehr begeistert, denn die Autorin hat eine ordentliche Schippe draufgelegt und die Geschichte noch emotionaler und schöner geschrieben und auch die Dialoge wirken hier deutlich besser ausgearbeitet. Auch die Figuren sind sehr gut gezeichnet und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Nachdem man bereits im ersten Band Daisy und Quinn kennen lernen durften, bekommt man es nun mit Pippa und Toby zu tun, die man bereits auch im ersten Band kurz kennen lernen durften. Die beiden passen auf eine gute Art perfekt zueinander, allerdings haben beide ihre ganz eigenen Sorgen und Ängste und auch Depressionen spielen hierbei eine sehr große Rolle, was in jeder Beziehung schwierig ist und bis an die Grenzen führen kann.

Dies wird von der Autorin auch sehr gut aufgezeigt, denn Tobys Ängste und Depressionen und somit auch viele Unsicherheiten werden sehr authentisch beschrieben. Seine oft sprunghaften Gedanken und seine Gefühle haben mich sehr berührt und ich konnte auch Pippas Ängste und Bedenken im Bezug auf die Beziehung sehr gut verstehen, denn auch sie musste bereits in ihrer Familie erleben, was es bedeutet, wenn jemand an einer psychischen Erkrankung leidet.

Auch das Cover sieht sehr ansprechend aus und hat mich direkt angesprochen. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die zwar bereits etwas zu viel verrät, jedoch dennoch mein Interesse wecken konnte.

Kurz gesagt: "Bittersweet Always" ist ein wunderbarer und emotionaler zweiter Band der "Gray Springs University"-Trilogie und überzeugt mit wichtigen Themen, die authentisch erzählt werden und Figuren, in die man sich gut hineinversetzen kann. Ich kann somit nur eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 23.05.2020

Gute Mafiageschichte mit ordentlich Frauenpower

Cold Princess
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Lange Zeit war ich sehr skeptisch, ob mir "Cold Princess", Band 1 der "Cosa Nostra"-Dilogie, wirklich gefallen könnte, da mir die Kurzbeschreibung anfänglich nicht gänzlich zugesagt hat. Mittlerweile bin ...

Lange Zeit war ich sehr skeptisch, ob mir "Cold Princess", Band 1 der "Cosa Nostra"-Dilogie, wirklich gefallen könnte, da mir die Kurzbeschreibung anfänglich nicht gänzlich zugesagt hat. Mittlerweile bin ich jedoch endlich über meinen Schatten gesprungen und habe es nicht bereut, denn "Cold Princess" konnte mich mit interessanten Figuren und einer eher untypischen Liebesgeschichte überzeugen.

Vanessa Sangue hat hier eine spannende und ereignisreiche Mafia-Geschichte mit vielen Wendungen geschaffen, die sich actionreich, brutal, aber auch mindestens genauso flüssig lesen lässt. Die Figuren sind interessant, teilweise sympathisch, düster und vielseitig. Allen voran hat mir Saphira sehr gut gefallen.

Saphira ist Mitglied und Anführerin einer mächtigen Mafiafamilie und hat in ihrer Heimatstadt Palermo das Sagen. Dabei ist sie nicht das sanfte und gnädige Püppchen, sondern kann auch sehr hart austeilen, wird geachtet, respektiert und gefürchtet. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die mal etwas ganze anderes ist als die üblichen shoppingwütenden und unsicheren Püppchen, die man sonst so in dem Genre vorfindet.
Um den Tod ihrer Familie zu rächen, geht Saphira über Leichen und engagiert Madox als Auftragskiller und Leibwächter. Dieser schafft es jedoch auch gleichzeitig in ihr Herz, was zu einigen doch recht harten, aber auch durchaus prickelnden Momenten führt.

Allgemein handelt es sich hierbei nicht um eine typische romantische Liebesgeschichte, sondern um eine Geschichte, die mit Angst und Gewalt geprägt ist. Die Liebe zwischen Madox und Saphira ist sehr roh, nicht immer sinnlich oder gar romantisch, sondern auch oftmals recht nüchtern, sodass sich "Cold Princess" sehr von anderen Büchern unterscheidet, was ich jedoch sehr gut finde.

Somit hat mir "Cold Princess" insgesamt gut gefallen und mich mit einer spannenden Liebesgeschichte und vielen Actionszenen n den Bann ziehen können. Der zweite und letzte Band "Fire Queen" muss somit ebenfalls direkt gelesen werden.

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Veröffentlicht am 23.05.2020

Ein Roadtrip, wie er schon tausendmal da war

Marianengraben
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"Marianengraben" gehört zu den Büchern, die ich unbedingt mögen wollte. In den letzten Monaten habe ich auf Twitter immer wieder von dem Buch gelesen und wurde neugierig, weil es an sich wirklich gut klingt ...

"Marianengraben" gehört zu den Büchern, die ich unbedingt mögen wollte. In den letzten Monaten habe ich auf Twitter immer wieder von dem Buch gelesen und wurde neugierig, weil es an sich wirklich gut klingt und mich sowohl das Cover als auch die Kurzbeschreibung ebenfalls überzeugen konnten. Meine Erwartungen waren riesig und ich habe mir ein ähnlich mitreißendes Buch zum Thema Depressionen gewünscht, wie ich es vor vielen Jahren von Sarah Kuttner gelesen habe. Leider entpuppte sich "Mariangraben" für mich jedoch zum Flop, was sehr bedauerlich ist.

Dabei ist der Schreibstil an sich nicht einmal wirklich schlecht: Die Geschichte liest sich trotz der schweren Thematik leicht und flüssig, aber auch humorvoll und emotional. Leider haben mich diese Emotionen jedoch nicht immer packen können, weil die Geschichte stellenweise auch sehr plan- und ideenlos wirkt. Auch die Figuren sind mir nicht sonderlich sympathisch, da sie sehr sprunghaft, manchmal oberflächlich und teilweise sogar arrogant sind. Problem ist außerdem, dass sich das Buch so anfühlt, als hätte man es bereits mehrfach gelesen.

Geschichten, in denen Roadtrips eine Rolle spielen, sind an sich immer gut, aber hier kam mir einfach zu vieles zu bekannt vor: Zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein können, die sich beide irgendwo selbst verloren haben und gemeinsam auf eine Reise gehen, um wieder zu sich selbst zu finden. Dazu gibt es - natürlich! - immer irgendwas ganz und gar Verrücktes, was UN-BE-DINGT dabei sein muss und schon kann die Reise beginnen. Das ist mir persönlich insgesamt zu wenig, wenn man bedenkt, wie sehr das Buch im Vorfeld immer wieder gehypt wurde.

Somit entpuppt sich "Marianengraben" für mich leider zu einem Flop. Hätte man der Geschichte etwas Einzigartiges geschenkt und sich nicht einfach an anderen Roadtrip-Geschichten orientiert, hätte ich mich vielleicht mehr mit dem Buch anfreunden können. So kann ich den Hype leider überhaupt nicht verstehen.

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Veröffentlicht am 22.05.2020

Nett für zwischendurch

Secret Kiss. Die Tochter vom Coach (Secret-Reihe)
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Sport Romance-Romane wurden in den letzten Jahren zunehmends populärer, sodass sich auch immer mehr deutsche Autoren mit Geschichten aus dem Bereich auseinandersetzen. So auch Mimi Heeger, die eine ganze ...

Sport Romance-Romane wurden in den letzten Jahren zunehmends populärer, sodass sich auch immer mehr deutsche Autoren mit Geschichten aus dem Bereich auseinandersetzen. So auch Mimi Heeger, die eine ganze Reihe dazu geschaffen hat. Den Auftakt macht hierbei "Secret Kiss. Die Tochter vom Coach".

Mimi Heeger konnte mich mit ihrem Schreibstil definitiv unterhalten. Die Geschichte liest sich flüssig, flott, sehr unterhaltsam und humorvoll, sodass ich schon ab und zu sehr grinsen musste. Dies habe ich der Protagonistin Maggie zu verdanken, die nicht nur oftmals sehr vorlaut ist, sondern auch mit ihrer direkten und humorvollen Art bei mir punkten konnte. Maggie wird dabei von der Autorin sehr gut und vor allem authentisch gezeichnet, sodass man sie nicht nur gut kennen lernt, sondern sich auch in sie hineinversetzen kann.

Maggie liebt Fußball und ist ein großer Fan der "Ramsgate Firebirds" - ausgerechnet die Fußballmannschaft, die auch von ihrem Vater trainiert wird. Sie ist immer am Spielfeldrand mit dabei und animiert die Mannschaft nicht nur, sondern hat auch großen Spaß daran zu sehen, wie sich die Mannschaft immer mehr steigert. In Sachen Liebe läuft es für Maggie dagegen nicht allzu gut, was sie ihrem Vater und ihrem großen Bruder zu verdanken hat, die sie zu sehr vor der Männerwelt beschützen. Dies ändert sich jedoch, als Sam neu zu der Mannschaft stößt und bei Maggie für ordentlich Herzklopfen sorgt...

Die Geschichte zwischen Maggie und Sam wird dabei an sich ganz gut erzählt. Es gibt hier und da kleinere Flirtereien und mit Sam erhält die Geschichte einen Bad Boy, wie man ihn schon haufenweise erleben durfte: Gutaussehend, düster, geheimnisvoll und natürlich auch tätowiert.

Hier wurde für meinen Geschmack leider zu sehr die Klischeeschublade geöffnet, sodass man hier einen 0815-Charakter geschaffen hat, aus dem man viel mehr hätte machen können. Dadurch hat mich auch die Geschichte zwischen Maggie und Sam leider nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft habe. Es ist nett und süß, aber nichts, weswegen ich jetzt schlaflose Nächte bekommen hätte oder allzu lange im Gedächtnis bleibt.

Somit ist "Secret Kiss. Die Tochter vom Coach" zwar insgesamt eine ganz nette und witzige Geschichte für zwischendurch, aber leider nichts, was allzu lange im Gedächtnis bleibt, was ein wenig schade ist. Hätte es hier besonders beim männlichen Part weniger Klischees gegeben, hätte ich die Geschichte sicherlich noch besser gefunden.

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