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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2016

Ohne Vorkenntnisse nur halb so spaßig

Bittersüße Weihnachten. Fantastisch-romantische Adventsgeschichten
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Ich muss gestehen, dass ich leider ein kleiner Weihnachtsmuffel bin und somit immer ein paar Anläufe brauche, bis ich tatsächlich in Weihnachtsstimmung komme. Somit war ich sehr gespannt auf "Bittersüße ...

Ich muss gestehen, dass ich leider ein kleiner Weihnachtsmuffel bin und somit immer ein paar Anläufe brauche, bis ich tatsächlich in Weihnachtsstimmung komme. Somit war ich sehr gespannt auf "Bittersüße Weihnachten", eine Kurzgeschichtensammlung, die von Diana Tiede herausgegeben wurde.

Hier findet man insgesamt sechzehn Kurzgeschichten vor, die allesamt mit Weihnachten zu tun haben und aus der Feder von Impress-Autorinnen stammen. Mit dabei sind dabei u.a. Tanja Voosen, Jennifer Wolf, Valentina Fast und Amelie Murmann. Die Geschichten sind fast allesamt gut geschrieben und lesen sich leicht und flüssig.

Obwohl es hier im Vorfeld hieß, dass man sämtliche Geschichten ohne Vorkenntnisse lesen kann, muss ich doch leider sagen dass ich dies nicht so empfunden habe, denn einige der Reihen habe ich entweder nicht gelesen, bzw. irgendwann nicht mehr weiterverfolgt, sodass ich mit den Figuren leider nicht so warm wurde, wie ich es mir gewünscht hätte.

Somit hatte ich hierbei wirklich das Problem, dass manche Geschichten - so gut sie auch geschrieben waren - eher an mir vorbeigerauscht sind und ich mich nicht darauf einlassen konnte, da ich entweder die Welt, in der die jeweilige Geschichte spielt, bzw. die Figuren nicht wirklich spüren konnte, was sehr schade ist. Wären die Geschichten allesamt außerhalb von Reihen gewesen, hätte ich hierbei sicherlich mehr meinen Spaß gehabt.

Dennoch muss man sagen, dass man hier das Thema Weihnachten und die Adventszeit sehr gut verpackt hat und tatsächlich eine gewisse Weihnachtsstimmung aufkam. Meine Lieblingsgeschichte stammt dabei übrigens von Tanja Voosen, die mich nicht nur in Weihnachtsstimmung versetzen, sondern auch zum Lachen bringen konnte. Hier habe ich mich als Weihnachtsmuffel total verstanden gefühlt und habe mich in einigen Situationen tatsächlich wiedererkannt.

Das Cover ist wunderschön, sehr ansprechend und passt perfekt in die Weihnachtszeit, sodass ich es schon fast ein wenig schade finde, dass es "Bittersüße Weihnachten" lediglich als Ebook gibt und ich das Cover nicht im Regal stehen habe. Die Kurzbeschreibung ist dagegen lediglich eine Aufzählung, was jedoch vollkommen in Ordnung ist.

Kurz gesagt: "Bittersüße Weihnachten" ist an sich eine gute Anthologie, allerdings sollte man bei einigen Reihen gewisse Vorkenntnisse mitbringen, da es ansonsten ein wenig schwierig ist, sich voll und ganz auf die Kurzgeschichten einzulassen. Da ich bislang noch nicht alle Reihen kenne, konnte ich somit mit einigen Geschichten leider nicht warm werden. Sollte man jedoch alle Reihen kennen, erhält man hier einen gelungenen Lesespaß.

Veröffentlicht am 15.12.2016

Die Autorin kann es besser

180 Grad Meer
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Bislang habe ich die Bücher und Kolumnen von Sarah Kuttner immer sehr gemocht, von daher habe ich mich auch sehr auf "180 Grad Meer" gefreut. Ich muss zwar gestehen, dass das Buch dann doch ganz schön ...

Bislang habe ich die Bücher und Kolumnen von Sarah Kuttner immer sehr gemocht, von daher habe ich mich auch sehr auf "180 Grad Meer" gefreut. Ich muss zwar gestehen, dass das Buch dann doch ganz schön lange ungelesen im Regal stand, ich mich dann aber auch sehr auf das Lesen gefreut habe. Leider verpuffte diese Freude doch recht schnell, denn leider konnte mich "180 Grad Meer" nicht so überzeugen, wie ich es zuvor erhofft habe.

Man muss zwar sagen, dass sich die Geschichte wieder einmal sehr flüssig und lebendig liest und auch wieder eine gewisse Melancholie auf jeder Seite spürbar ist, allerdings hat es mir dennoch dieses Mal an Emotionen gefehlt. Dies liegt wohl auch hauptsächlich an Jule. Diese ist zwar an sich gut ausgearbeitet, allerdings ist ihr vieles egal und sie erträgt ihr Leben eigentlich nur noch. Oftmals habe ich mich dabei gefragt, wieso mir etwas nicht egal sein soll, wenn mir in dem Buch doch vorgelebt wird, dass die Protagonistin eine "Null Bock"-Haltung hat und ihr alles egal ist. Da habe ich in der Vergangenheit mit anderen Figuren aus Büchern von Sarah Kuttner doch weitaus mehr mitgefühlt und mitgelitten.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Jule arbeitet als Sängerin in einem Restaurant mit einem Partner, den sie geradezu verabscheut. Auch in ihrer Beziehung läuft leider nicht alles glatt, da Jule immer mehr in ihrer eigenen Welt zu leben scheint und von ihrer Außenwelt, ganz besonders von ihrer Mutter, genervt ist. Um ihren Alltag zu entfliehen, sucht sie die Nähe zu ihrem Bruder, der in England lebt und möchte dort zur Ruhe kommen. Mit der Ruhe ist es jedoch dahin, als sie auf ihren Vater trifft, der im Sterben liegt. Für Jule, die sich von ihrem Vater immer in Stich gelassen fühlte, beginnt dabei eine aufwühlende Reise und Selbstfindungsphase.

An sich klingt die Geschichte wirklich interessant und man kann auch nicht behaupten, dass "180 Grad Meer" schlecht geschrieben wäre, mein Problem ist allerdings, dass es mir ein wenig an Tiefe gemangelt hat und ich das Buch nicht, wie z.B. "Mängelexemplar" in einem Rutsch durchgelesen habe. Stattdessen habe ich die Geschichte zwar an sich gemocht, aber der erhoffte Suchtfaktor und das ständige Anstreichen von Zitaten, blieben leider aus.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus passend zur Geschichte, sodass es hierbei nichts zu bemängeln gibt. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen, fasst das Wesentliche zusammen und macht direkt Lust auf mehr, sodass ich das Buch auch direkt am Erscheinungstag kaufen musste.

Kurz gesagt: Obwohl "180 Grad Meer" an sich eine tolle Geschichte ist, konnte sie mich dennoch nicht so packen und mitfühlen lassen, wie ich es zuvor erhofft habe. Zwar wurden die Figuren wieder einmal gut ausgearbeitet, allerdings bin ich der Meinung, dass Sarah Kuttner es deutlich besser kann. Von daher ist "180 Grad Meer" zwar an sich gut, für mich aber das schwächste Buch von der Autorin.

Veröffentlicht am 14.12.2016

Schöne Geschichte

Das Jahr, in dem ich dich traf
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Cecelia Ahern gehört bereits seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, von daher war es mal wieder Zeit ein weiteres Buch von der sympathischen Autorin zu lesen. Die Wahl fiel dabei auf "Das Jahr, ...

Cecelia Ahern gehört bereits seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, von daher war es mal wieder Zeit ein weiteres Buch von der sympathischen Autorin zu lesen. Die Wahl fiel dabei auf "Das Jahr, in dem ich dich traf", das bereits viel zu lange ungelesen im Regal stand. Aufgrund von vielen positiven Bewertungen waren meine Erwartungen enorm hoch und ich bin froh, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil ist mal wieder typisch für die Autorin: Locker, leicht, sehr flüssig, äußerst angenehm und dennoch schafft es die Autorin immer wieder, mich mit ihren Büchern zum Nachdenken anzuregen. Die Dialoge sind mal witzig, mal tiefgründig, aber nie holprig. Auch die Figuren sind gelungen. Sie sind zum Großteil sehr sympathisch, vielseitig und nie langweilig, sodass ich schnell in die Geschichte hineingefunden und besonders Jasmine auf ihrem Weg sehr gerne begleitet habe.

Ich muss zwar zugeben, dass ich besonders am Anfang nicht mit Jasmine warm wurde, allerdings hat sich dies nach einiger Zeit gelegt und ich konnte mich immer mehr auf ihre Gedanken und Gefühle einlassen, sodass ich sie letztendlich doch noch ins Herz schließen konnte. Ihre Geschichte ist dabei schnell erzählt: Jasmine wird aus ihrem Job entlassen und darf ein Jahr lang keine andere Stelle annehmen. Dabei kommt sie sich vollkommen verloren vor und weiß mit ihrer Zeit gar nichts mehr anzufangen.

So verbringt sie viel Zeit mit ihrer Familie, gestaltet ihren Vorgarten komplett um und beobachtet für ihr Leben gern ihre Nachbarschaft. Dabei begegnet sie auch immer ihren Nachbarn Matt, der ebenfalls seinen Job verloren hat und den sie zutiefst verachtet. Dennoch beobachtet sie immer wieder sein Haus und macht sich Gedanken über ihn und sein Leben.

Aber nicht nur Jasmine und ihr Nachbar Matt sind interessant, sondern auch besonders Jasmines Schwester Heather, die man einfach nur ins Herz schließen kann. Auch andere Figuren wie ihr Cousin Kevin oder auch Scott sind gut ausgearbeitet, sodass man sie ausreichend kennen lernt.

Obwohl Cecelia Ahern für ihre Liebesgeschichten bekannt ist, spielt die Liebe in dieser Geschichte nur eine kleine Rolle, denn hierbei geht es vielmehr um die Frage, wer man ist und wo man letztendlich sein möchte. Dabei macht Jasmine eine sehr gute Entwicklung durch und ich bin dankbar, dass ich sie auf ihrem Weg begleiten durfte.

Das Cover ist schön anzusehen und passt perfekt zu den Momenten, in denen Jasmine einfach nur aus dem Fenster schaut und dabei ihre Nachbarn und die Welt um sich herum beobachtet. Die Kurzbeschreibung ist dagegen ein wenig schwammig, denn das Buch bietet so viel mehr als nur den Handlungsstrang, der hier thematisiert wird.

Kurz gesagt: "Das Jahr, in dem ich dich traf" ist eine stimmige und schöne Geschichte, die sich leicht und schnell lesen lässt und dazu ans Herz geht und mich zum Nachdenken anregen konnte. Ich habe Jasmine und die anderen Figuren trotz kleinerer Schwächen sehr gerne begleitet, sodass mir die Geschichte gut gefallen hat und ich diese somit nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 13.12.2016

temporeiche Geschichte

Nie mehr zurück
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"Nie mehr zurück" hat mich schon lange vor dem Erscheinungstag angesprochen und war auch bei vielen Buchbloggern in aller Munde, sodass ich schnell neugierig wurde und dem Buch eine Chance geben wollte. ...

"Nie mehr zurück" hat mich schon lange vor dem Erscheinungstag angesprochen und war auch bei vielen Buchbloggern in aller Munde, sodass ich schnell neugierig wurde und dem Buch eine Chance geben wollte. Geschichten über Zeitreisen fand ich schon immer sehr spannend, dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Vivian Vande Velde besitzt einen recht angenehmen Schreibstil, der sich spannend und flüssig liest und ich somit durch die gerade einmal knapp 210 Seiten nur so durchgeflogen bin. Ich muss zwar auch zugeben, dass ich besonders auf den ersten zwanzig Seiten ein paar Probleme hatte, mich an den Schreibstil zu gewöhnen, allerdings hat er mir dafür später umso besser gefallen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Zoe verbringt den Tag in der Stadt und geht, nachdem der Regen immer stärker wird, in eine Bank, um sich dort aufzuwärmen. Doch schnell ist die Ruhe vorbei, denn nur wenige Minuten später stürmt ein Bankräuber die Bank, bei der es auch Tote gibt. Zoe muss handeln, denn sie hat ein Talent, mit dem sie alles ungeschehen machen könnte, denn sie kann in die Zeit zurückreisen. Einziges Problem: Sie kann immer nur dreiundzwanzig Minuten zurückreisen, sodass jede noch so kleine Minute zählt.

Die Mischung aus Thriller und Fantasy ist hier besonders gut gelungen. Ich muss zwar sagen, dass ich finde, dass Zoes Fähigkeit fast schon als zu selbstverständlich hingestellt wird, allerdings hatte ich dennoch meinen Spaß an der Geschichte und konnte mich zumindest teilweise in Zoe hineinversetzen. Das Thema Zeitreisen ist zwar nicht unbedingt neu und bietet somit nur wenige Überraschungen, allerdings wirkt hier alles sehr stimmig und auch die Begrenzung auf dreiundzwanzig Minuten fand ich interessant, da die Geschichte so stets temporeich verläuft.

Das Cover ist schlicht, passt aber aufgrund der Uhren im Hintergrund dennoch sehr gut zur Thematik, sodass man sich hier nicht beschweren kann. Die Kurzbeschreibung liest sich gut und hat direkt mein Interesse geweckt, allerdings finde ich im Nachhinein, dass diese auch gleichzeitig zu viel verrät.

Kurz gesagt: "Nie mehr zurück" ist eine temporeiche und spannende Geschichte, die mich zum Großteil auch aufgrund der Protagonistin Zoe überzeugen konnte. Ich hatte somit meinen Spaß an dem Buch und kann "Nie mehr zurück" nur empfehlen.

Veröffentlicht am 12.12.2016

Kindgerechte Geschichte

Hilo 01
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"Der Junge, der auf die Erde krachte" ist der erste Band der Hilo-Reihe und konnte mich mit einer interessanten und kindgerechten Geschichte, tollen Zeichnungen, jeder Menge Farbe und viel Action überzeugen. ...

"Der Junge, der auf die Erde krachte" ist der erste Band der Hilo-Reihe und konnte mich mit einer interessanten und kindgerechten Geschichte, tollen Zeichnungen, jeder Menge Farbe und viel Action überzeugen. Obwohl ich der Meinung bin, dass hier besonders Jungs ihren Spaß an den drolligen Superhelden haben werden, durfte ich beim Vorlesen auch feststellen, dass auch durchaus Mädchen und ältere Leser ihren Spaß an der Geschichten haben können.

Hierbei geht es um einen recht einsamen Jungen, der als Außenseiter gilt und keine Freunde hat. Zum Glück trifft er jedoch auf Hilo, der im wahrsten Sinne des Wortes auf die Erde kracht. die beiden freunden sich an und sind schon sehr bald unzertrennlich, was doch eine recht schöne Botschaft ist, gleichzeitig aber auch sehr viel Action mit sich bringt.

Dabei ist die Geschichte stets kindgerecht, aber auch witzig und kann stellenweise sogar zum Nachdenken anregen. Schön ist auch zu sehen, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist, man sich aber dennoch auf weitere Bände freuen kann.