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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2016

Unterhaltsame Geschichte

Die störrische Braut
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"Die störrische Braut" von Anne Tyler habe ich ehrlich gesagt nur durch Zufall entdeckt, sodass meine Erwartungen nicht allzu hoch waren. Dennoch habe ich mir hier eine humorvolle Geschichte gewünscht, ...

"Die störrische Braut" von Anne Tyler habe ich ehrlich gesagt nur durch Zufall entdeckt, sodass meine Erwartungen nicht allzu hoch waren. Dennoch habe ich mir hier eine humorvolle Geschichte gewünscht, die eventuell auch ab und zu zum Nachdenken anregt und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Zwar hat mich die Geschichte nicht zum Nachdenken anregen können, allerdings konnte mich die Autorin dennoch mit ihren angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt, überzeugen. Lediglich an Tiefe hat es in der Geschichte ein wenig gemangelt, was ich jedoch verschmerzen kann, da der Rest der Geschichte doch sehr stimmig ist und mich stellenweise sehr begeistern konnte. Die Figuren sind dagegen gut ausgearbeitet und stellenweise doch sehr skurril, aber dennoch in gewisser Art und Weise sympathisch, sodass ich ihre Geschichte gerne verfolgt habe.

Hier geht es um die Familie Battista, einer Familie, in der oftmals das Chaos herrscht und besonders die 29-jährige Kate zu leiden hat. An sich hat Kate einen guten Job, allerdings lebt sie mit 29 Jahren immer noch zu Hause und kümmert sich aufopferungsvoll um ihre 15-jährige Schwester, während sich ihr Vater immer mehr in sein Labor verkriecht und Haushalt und Co. vollkommen ignoriert.

Als dann jedoch seinem Assistenten Pjotr die Abschiebung droht, interessiert er sich plötzlich doch für seine Familie, denn dieser ist der Meinung, dass sich sämtliche Probleme in Luft auflösen, wenn Kate und Pjotr heiraten würden, doch da hat er nicht mit Kates Reaktion gerechnet...

Das Cover ist an sich nicht schlecht, sieht aber stellenweise leider ein wenig altbacken aus, sodass ich mir für die Geschichte ein anderes, weniger austauschbares Cover, gewünscht hätte. Die Kurzbeschreibung konnte mich dagegen direkt überzeugen, sodass ich "Die störrische Braut" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Auch wenn ich mir für "Die störrische Braut" mehr Tiefe gewünscht hätte, ist die Geschichte dennoch durchaus unterhaltsam und mit sympathischen Figuren versehen, sodass man hier durchaus seinen Spaß haben kann, solange man nicht zu viel Ernsthaftigkeit erwartet. Mir hat die Geschichte dennoch gefallen, sodass ich sie nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 24.11.2016

Spannender Thriller

DNA
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Ich habe schon mehrfach die Bücher von Yrsa Sigurdardóttir in der Hand gehabt, zu meiner Schande allerdings nie gelesen. Ihr neuestes Werk "DNA" klang jedoch so spannend und vielversprechend, dass ich ...

Ich habe schon mehrfach die Bücher von Yrsa Sigurdardóttir in der Hand gehabt, zu meiner Schande allerdings nie gelesen. Ihr neuestes Werk "DNA" klang jedoch so spannend und vielversprechend, dass ich mir endlich einen Ruck gegeben und dem Buch eine Chance gegeben habe - und ich habe es zum Glück nicht bereut.

Die Autorin besitzt einen angenehmen Schreibstil, der sich spannend, aber dennoch sehr leicht lesen lässt. Manches klingt zwar aufgrund der Übersetzung ein wenig holprig, allerdings konnte ich da größtenteils drüber hinwegsehen. Figuren und Dialoge sind gut ausgearbeitet und zudem besitzen die Figuren auch eine gewisse Tiefe, die ich oftmals in dem Genre vermisse. Der Einstieg war für mich anfangs ein wenig schwierig, allerdings konnte ich mich recht schnell auf die Geschichte einlassen, sodass ich Kommissar Huldar und Freyja sehr gerne bei ihrer Arbeit beobachtet habe.

Freyja und Huldar haben mir sehr gut gefallen, ganz besonders die Spannungen, die zwischen ihnen herrschen, nachdem sie erst vor wenigen Wochen eine einmalige Nacht miteinander verbracht haben. Da Freyja allerdings nicht wusste, dass Huldar Kommissar ist, kommt es zu einem unangenehmen und vor allem überraschenden Moment, als die beiden plötzlich wegen zwei sehr brutalen Morden an Frauen zusammenarbeiten müssen.

Der Fall selbst wird spannend beschrieben, sodass ich stellenweise eine Gänsehaut bekam, wenn es an die Ermittlungen ging. Ich finde zwar, dass einige Ermittlungen ihre Längen hatten, die nicht nötig waren, allerdings hat dies der nötigen Spannung nicht geschadet, da sich die Autorin ausführlich mit den Morden und den Geschichten der beiden Frauen beschäftigt hat.

Die Auflösung fand ich gut gewählt und ich konnte stellenweise sogar überrascht werden - auch wenn ich bereits geahnt habe, wohin die Geschichte führen könnte. Somit kann ich nur hoffen, dass es noch weitere Geschichten von Freyja und Huldar geben wird, da sie mir als Duo sehr gut gefallen haben.

Obwohl das Cover doch eher schlicht ist, hat es in meinen Augen eine gewisse Anziehungskraft, sodass ich direkt neugierig geworden bin. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die sich spannend liest und die Geschichte gut zusammenfasst, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

Kurz gesagt: "DNA" ist ein spannender Thriller mit interessanten und vielseitigen Figuren und einem mehr als angenehmen Schreibstil, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Dies wird somit mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von der Autorin gewesen sein.

Veröffentlicht am 22.11.2016

Flach und wenig spannend

Dämmerhöhe (3). Besessen
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Nachdem ich vom ersten Band "Lautlos" eher enttäuscht war und mich der zweite Band "Eiskalt" begeistern konnte, war ich schon sehr gespannt darauf, wie der dritte Band "Besessen" bei mir ankommen wird. ...

Nachdem ich vom ersten Band "Lautlos" eher enttäuscht war und mich der zweite Band "Eiskalt" begeistern konnte, war ich schon sehr gespannt darauf, wie der dritte Band "Besessen" bei mir ankommen wird. Da die Geschichte sehr interessant klang, hatte ich relativ hohe Erwartungen, allerdings muss ich leider sagen, dass ich am Ende doch ein wenig enttäuscht war.

Obwohl ich mich bereits an den eher einfachen und anspruchslosen Schreibstil von den Autorinnen gewöhnt habe, muss ich dennoch sagen, dass ich auch hier ein wenig enttäuscht bin, denn besonders bei dieser Thematik habe ich mir hier deutlich mehr erhofft. Hier hätte man so viel mehr ausschmücken und spannender gestalten können, allerdings blieb die Geschichte fast durchweg flach und ich hatte auch nicht den Eindruck, als hätte man sich große Gedanken bei den Figuren gemacht. Dies war beim zweiten Band "Eiskalt" deutlich besser, allerdings konnte ich hier mit Kristofer rein gar nichts anfangen, denn man erfahrt so gut wie nichts über ihn.

Kristofer geht in die achte Klasse und ist mit einigen seiner Freunde in einer Parcour-Gruppe. Da sie täglich gemeinsam trainieren, suchen sie stets neue Herausforderungen und somit geht es für die Jungs direkt in die sogenannten Ruinen, einer verlassenen Siedlung, die aufgrund von diversen Unglücken von den Menschen schlagartig verlassen wurde. Dort entdeckt er in einem verlassenen Keller eine Puppe, die er unbedingt seiner Schwester zum Geburtstag schenken möchte. Was er jedoch nicht ahnt, ist, dass die Puppe eine gewisse Anziehungskraft ausstrahlt, die weit über Bewunderung hinausgeht...

Wer bereits Horrofilme wie "Annabelle" gesehen hat, der weiß, was für eine Anziehungskraft Puppen haben können und stellenweise oft nicht das sind, was sie zu sein scheinen, von daher konnte man in "Besessen" schon erahnen, was einen erwarten könnte. Da die Geschichte allerdings extrem flach ist und auch die Spannung immer mehr nachgelassen hat, konnte ich mich nicht allzu sehr darauf einlassen, zumal auch vieles zu vorhersehbar war. Dies ist sehr schade, denn man hätte hier deutlich mehr raus machen können.

Das Cover ist für mich leider nicht der größte Hingucker. Man sieht hier zwar viele Vögel und auch eine Art Hochhaussiedlung, allerdings ist beides kein Bestandteil der Geschichte, sodass ich das Cover als unglücklich gewählt ansehe. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, sodass ich auch dem zweiten Band gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Besessen" zunächst wahnsinnig interessant und vor allem spannend klang, entpuppte sich die Geschichte leider als eine nur mäßig spannende und eher flache Geschichte ohne große Schockeffekte und mit unsympathischen Figuren, sodass ich letztendlich eher enttäuscht als begeistert war. Ich kann somit nur hoffen, dass der vierte Band "Glutrot" wieder besser sein wird.

Veröffentlicht am 22.11.2016

Ein Jahr voller Wünsche

Zum Glück ein Jahr
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Als ich den Klappentext zu "Zum Glück ein Jahr" von Sophia Bergmann gelesen habe, hat mich dieser sofort an die Bücher von Cecelia Ahern erinnert, von der ich bereits seit Jahren ein großer Fan bin. Ich ...

Als ich den Klappentext zu "Zum Glück ein Jahr" von Sophia Bergmann gelesen habe, hat mich dieser sofort an die Bücher von Cecelia Ahern erinnert, von der ich bereits seit Jahren ein großer Fan bin. Ich wurde somit direkt neugierig und habe dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben und hatte doch recht hohe Erwartungen. Zum Glück wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn das Buch war bereits in Kürze ausgelesen.

Sophia Bergmann verwendet hier zwar eine recht einfache und lockere Sprache, allerdings ist diese auch durchaus angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Hierbei mangelt es zudem nicht an Humor, sodass ich über viele Situationen schmunzeln musste und somit bestens unterhalten wurde. Nelly und Julia sowie die Nebencharaktere sind sehr gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und besonders ihre Gespräche haben mich sehr unterhalten.

Obwohl Nelly und Julia stellenweise doch sehr unterschiedlich sind, harmonieren sie sehr gut miteinander und ergänzen sich oftmals sehr gut. Ich fand beide Frauen auf ihre ganz eigene Art und Weise sympathisch und habe mitgefiebert, welche Wünsche sie sich letztendlich erfüllen können. Dabei ist es oftmals ein wenig chaotisch und manche Wünsche konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, aber dennoch bleiben die Figuren bis zum Schluss liebenswert, sodass ich ihr Jahr sehr gerne mitverfolgt habe.

Das Cover ist nicht nur wunderschön anzusehen und sehr farbenfroh, sondern passt auch hervorragend zur Geschichte, denn die Blätter stehen für jeweils einen Monat und ergeben somit logischerweise ein ganzes Jahr. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Zum Glück ein Jahr" ist eine humorvolle Geschichte mit interessanten Figuren, die mich stellenweise auch zum Nachdenken anregen konnte. Wer Bücher von Cecelia Ahern oder auch Lisa Jewell mag, der wird an diesem Buch seine wahre Freude haben. Ich kann es somit nur empfehlen.

Veröffentlicht am 19.11.2016

Enttäuschender Abschluss

DARK LOVE - Dich darf ich nicht begehren
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Nachdem ich den ersten Band großartig fand und vom zweiten Band eher enttäuscht war, war ich sehr gespannt, wie mir "Dich darf ich nicht begehren", Band 3 der "DARK LOVE"-Trilogie gefallen wird. An sich ...

Nachdem ich den ersten Band großartig fand und vom zweiten Band eher enttäuscht war, war ich sehr gespannt, wie mir "Dich darf ich nicht begehren", Band 3 der "DARK LOVE"-Trilogie gefallen wird. An sich war die Geschichte wieder einmal recht nett, allerdings muss ich sagen, dass mich das Buch nicht gänzlich begeistern konnte.

Die "DARK LOVE"-Trilogie gehört für mich in die Kategorie von Reihen, die stark beginnen und danach leider immer mehr nachlassen. Man muss zwar sagen, dass die Autorin auch weiterhin einen recht angenehmen Schreibstil besitzt und sich auch die Geschichte leicht und flüssig lesen lässt, allerdings hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt und ich bekam im Laufe der Geschichte immer mehr das Gefühl, als wären gegen Ende die Ideen ausgegangen.

An sich mag ich Eden und Tyler sehr gerne und ich finde auch, dass sie sich im Laufe der Geschichte immens weiterentwickelt haben, dennoch habe ich hier irgendwie mehr erwartet. Ich konnte mit ihnen mitfühlen, konnte mich mit und über sie aufregen und habe ständig wegen Edens Vater und dessen Einstellung den Kopf geschüttelt. Ich konnte Edens Gefühle bestens nachvollziehen und mich auch halbwegs in sie hineinversetzen, allerdings blieb mir Tyler stets zu distanziert. Gleichzeitig taucht er mir immer wieder eine Spur zu plötzlich auf, sodass er urplötzlich da war, ich allerdings nur mit den Schultern gezuckt habe.

So ging es mir auch insgesamt bei den Gefühlen, denn mir hat hier das typische Kribbeln gefehlt, das ich besonders im ersten Band gespürt habe. Dies ist bereits beim zweiten Band ein wenig abgeflacht und in "Dich darf ich nicht begehren" habe ich die Geschichte nur noch verfolgt, aber nicht mehr das aufgeregte Kribbeln gespürt. Wie gesagt, die Geschichte ist nicht schlecht, nur irgendwie ist hier alles eher als "nett" zu bezeichnen ohne große Spannung oder das Mitfiebern, ob Tyler und Eden endlich glücklich sein dürfen.

Das Cover ist für mich leider nicht wirklich der größte Hingucker. Man muss zwar sagen, dass dies durchaus auffällt, allerdings sind mir die Bilder und die abgebildeten Personen dort zu perfekt. Dies mag zwar bei dem Genre durchaus normal zu sein, allerdings hat es mich letztendlich nicht wirklich angesprochen. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen umso mehr angesprochen, sodass ich auch dem dritten Band eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Dich darf ich nicht begehren" ist zwar nicht unbedingt der größte Reinfall, allerdings auch nicht der größte Kracher, sodass mich der Abschluss der "DARK LOVE"-Trilogie eher enttäuscht hat. Zwar haben sich die Figuren wieder einmal gut entwickelt, allerdings bekam ich immer mehr das Gefühl, als wären der Autorin gegen Ende die Ideen ausgegangen. Sehr schade, dennoch sollten alle, die gerne New Adult lesen, der Reihe eine Chance geben.