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Veröffentlicht am 28.03.2025

Rasant mit Schwächen

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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What the River Knows von Isabel Ibáñez hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Magie und historischer Kulisse positiv überrascht. Besonders gut gefallen hat mir der Charakter Whit. In einer Zeit, in ...

What the River Knows von Isabel Ibáñez hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Magie und historischer Kulisse positiv überrascht. Besonders gut gefallen hat mir der Charakter Whit. In einer Zeit, in der die Romantasy oft von perfekt dargestellten "Shadowdaddys" dominiert wird – die mit vermeintlichen Fehlern ausgestattet sind, die letztlich niemanden wirklich stören –, ist Whit eine erfrischende Ausnahme. Er hat echte Fehler, er ist nicht immer sympathisch, aber genau das macht ihn so menschlich und zu einem großartigen Charakter. Man spürt seine Unsicherheiten und seine Fehler, was ihn unglaublich vielschichtig und realistisch wirken lässt.

Die Welt, die Ibáñez erschaffen hat, hat mich ebenfalls fasziniert. Es handelt sich um eine klassische Low-Fantasy-Welt, in der Magie dezent und geschickt eingesetzt wird. Besonders gut gefiel mir das Konzept der magischen Gegenstände, die dem Buch einen besonderen Charme verleihen. Es hat mich an Divine Rivals erinnert – was vielleicht kein Zufall ist, wenn man bedenkt, dass die beiden Autorinnen sich ihre Bücher gewidmet haben. Die magischen Artefakte fügen der Geschichte eine spannende Dimension hinzu und bleiben dabei nie übertrieben oder zu dominant.

Das Setting in Ägypten war ein weiterer Pluspunkt. Ich freue mich immer über Geschichten, die in dieser faszinierenden Region spielen, und hier hat Ibáñez ihre Recherchearbeit gut umgesetzt. Besonders die abgedruckten Hieroglyphen haben der Erzählung eine authentische und gleichzeitig mystische Note verliehen, die das Leseerlebnis noch bereichert hat.

Leider gibt es aber auch einen Punkt, der mich sehr gestört hat: die Naivität der Protagonistin Inez. Ein häufiges Problem in Young-Adult-Romanen, aber hier war es besonders anstrengend. Als Lesende erkennt man die entscheidenden Hinweise oft viel früher als Inez, was die Spannung und das Leseerlebnis manchmal etwas trübte. Es war frustrierend, ihr zuzusehen, wie sie in ihre offensichtlichen Fallstricke tappt, ohne dies selbst zu begreifen.

Was die Liebesgeschichte betrifft, war das Tempo genau richtig. Die Beziehung zwischen Inez und Whit entwickelt sich organisch, mit einigen schönen gemeinsamen Momenten und Szenen, die den Charakteren mehr Tiefe verleihen. Ich freue mich darauf zu sehen, wie sich ihre Beziehung weiter entfaltet, besonders mit den Hürden, die noch vor ihnen liegen.

Insgesamt ist What the River Knows eine starke Mischung aus Charakterentwicklung, spannender Handlung und faszinierendem Setting. Trotz der Naivität der Protagonistin und einigen Momenten der Vorhersehbarkeit hat mich das Buch gut unterhalten, und ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Noch besser als der Erste

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Nach dem ersten Band, in dem ich mit Alexei einfach nicht warm werden konnte, war ich umso glücklicher, dass Empire of Sins and Souls 2 einen zweiten Love Interest ins Spiel bringt: Kaspar.

Und was soll ...

Nach dem ersten Band, in dem ich mit Alexei einfach nicht warm werden konnte, war ich umso glücklicher, dass Empire of Sins and Souls 2 einen zweiten Love Interest ins Spiel bringt: Kaspar.

Und was soll ich sagen? Ich bin Team Kaspar durch und durch! Seine Dynamik mit Zoé ist intensiv, voller Spannung und Leidenschaft. Besonders die Szene, wo er unter dem Bett lag... Das war viiiiel zu heiß. Dass sie nicht zu Ende geführt wurde, wird mich bis ans Ende meiner Tage verfolgen :'(

Neben der Liebesgeschichte hat mich erneut die Venthyr-Welt in ihren Bann gezogen. Die düstere Atmosphäre, der viktorianische Goth – einfach großartig! Die Kommunikation durch den Spiegel hat etwas wunderbar Klassisches, fast schon Märchenhaftes. Ein Detail, das mich immer wieder überzeugen kann.

Womit ich mich allerdings schwergetan habe, ist Zoés unerschütterlicher Wunsch, ihre Mutter zu retten. Ich meine... in der Welt der Lebenden ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, während Zoé in Xanthia endlich aufblüht. Wenn Alexei ihr wirklich etwas Gutes tun will, dann sollte er nicht versuchen, sie auf die Erde zurückzuschicken, sondern lieber dafür sorgen, dass ihre Mutter ebenso feierlich in Xanthia willkommen geheißen wird. Das ergäbe zumindest Sinn.

Aber kommen wir zum vielleicht größten Highlight des Buches: Beril Keribars Schreibstil. Poetisch, mitreißend, wunderschön. Jeder Satz ist ein Genuss, jede Beschreibung ein kleines Kunstwerk. Zudem liebe ich es, wie Zoés Traumata thematisiert werden. Ihre Entwicklung ist realistisch, emotional und tiefgründig – ein Aspekt, der die Geschichte noch intensiver macht.

Fazit: Empire of Sins and Souls 2 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Kaspar ist der perfekte moralisch dunkelgraue Love Interest, die Welt bleibt faszinierend, und der Schreibstil ist einfach traumhaft. Nur ein paar inhaltliche Entscheidungen haben mich ein wenig frustriert – aber genau das zeigt, wie sehr mich das Buch mitgerissen hat. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Romantasy in der Welt der Venthyr

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
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Schon beim ersten Blick auf das Cover von "Empire of Sins and Souls – Das verratene Herz" war ich verzaubert. Es strahlt eine gothisch-elegante Atmosphäre aus, die genau meinen Geschmack trifft und perfekt ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover von "Empire of Sins and Souls – Das verratene Herz" war ich verzaubert. Es strahlt eine gothisch-elegante Atmosphäre aus, die genau meinen Geschmack trifft und perfekt zur düsteren Welt der Geschichte passt. Dieses Kunstwerk allein weckt Neugier und Vorfreude.

Ursprünglich habe ich diese Geschichte als Audiobook konsumiert (ebenfalls dank NetGalley)! Nun freute ich mich, auch die kunstvollen Rosen erblicke zu dürfen.

Was die Geschichte selbst betrifft, bin ich vollkommen begeistert. Das Setting ist unglaublich atmosphärisch und erinnert mich stark an die Venthyr aus "World of Warcraft: Shadowlands". Diese düstere, vampirische Welt hatte schon immer eine besondere Anziehungskraft auf mich, und ich habe mir schon lange gewünscht, eine Geschichte in einem ähnlichen Umfeld zu erleben. Hier ist das endlich der Fall, und die Umsetzung ist wunderbar gelungen. Die Welt wirkt lebendig und geheimnisvoll, und ich konnte mich richtig darin verlieren.

Der Schreibstil von Beril Kehribar ist ein weiteres Highlight. Sie trifft genau das richtige Maß an Poesie, ohne dabei zu sehr in verschnörkelte Formulierungen abzudriften. Die Sprache ist bildhaft und schön, aber dennoch klar und präzise – perfekt, um die düstere Atmosphäre und die emotionalen Tiefen der Geschichte zum Leben zu erwecken.

Dennoch gibt es einen Punkt, der mich etwas gestört hat: Die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Charakteren fühlt sich oft etwas überstürzt an. Sowohl die Zuneigungen als auch die Abneigungen entwickeln sich manchmal so schnell, dass ich nicht ganz mitgekommen bin und die Dynamiken nicht immer nachvollziehbar waren. Hier hätte ich mir etwas mehr Zeit und Tiefe gewünscht, um die Entwicklungen besser greifen zu können.

Abgesehen davon hat mich das Hörbuch durchweg begeistert – bis zum Cliffhanger am Ende! Ich bin kein großer Fan davon, mitten in der Spannung hängen gelassen zu werden, und brauche jetzt dringend den zweiten Band, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Alles in allem ist "Empire of Sins and Souls – Das verratene Herz" ein großartiges Hörbuch mit einer packenden Geschichte, einer brillanten Sprecherin und einem Setting, das mich absolut fasziniert hat. Trotz kleinerer Schwächen in der Beziehungsentwicklung freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Andere Richtung als erwartet

The Cruelest Mercy
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Zunächst einmal: Das Cover. Mein Gott, dieses Cover! Schon das englische Design hat mich begeistert, aber die deutsche Variante? Perfektion. Das einheitliche Farbschema, die Atmosphäre, die es ausstrahlt ...

Zunächst einmal: Das Cover. Mein Gott, dieses Cover! Schon das englische Design hat mich begeistert, aber die deutsche Variante? Perfektion. Das einheitliche Farbschema, die Atmosphäre, die es ausstrahlt – einfach ein Traum für jedes Bücherregal.

Inhaltlich bleibt The Cruelest Mercy der faszinierenden Welt und dem einzigartigen Magiesystem treu, die bereits im ersten Band überzeugt haben. Die Prämisse für Band 2 ist vielversprechend, und die meisten Charaktere fügen sich großartig in die Geschichte ein – mit einer entscheidenden Ausnahme: Zahru.

Wenn ich sie im ersten Band schon als naiv und einfältig empfand, dann hat sich das hier nur bedingt gebessert. Ihre Unschuld schlägt in eine fast schon obsessive Sturheit um, und es ist schwer, ihr beim gefühlt unvermeidbaren Selbstzerstörungstrip zuzusehen. Wenn man auf Villain Origin Storys steht, könnte das trotzdem spannend sein – für mich war es allerdings oft eher anstrengend.
Gleiches gilt für Jet, der mich ebenso wenig begeistern konnte. Bei ihm lag es nur bedingt an Obsession und eher an einer dem gegenüberstehenden moralischen Überlegenheit, die einen ständig die Augen verdrehen lässt. (Wobei Zahru die auch öfters hat...)

Trotzdem fand ich es spannend, wie sich ihre Beziehung zu Jet entwickelt. Auch wenn ich mit beiden Charakteren struggle, gefällt mir die Art und Weise, wie ihre Dynamik geschrieben ist. Sie wirkt sehr echt und realistisch.


Trotz meiner Frustration mit Zahru freue ich mich auf das große Finale. Die Ausgangslage für Band 3 verspricht wieder eine fantastische Prämisse, und ich bin gespannt, wie sich alles auflösen wird. Ich hoffe nur, dass Zahru bis dahin einen Entwicklungssprung macht – oder die Geschichte den Mut hat, sie konsequent in eine dunklere Richtung zu führen.

Fazit: The Cruelest Mercy bleibt trotz einer anstrengenden Protagonistin ein erheiterndes Leseerlebnis. Wer die Welt und Story von Band 1 mochte, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Geschichte top. Übersetzung flop.

Spark of the Everflame
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Da ich die englischen Cover leider überhaupt nicht ansprechend fand und erst seit kurzem ein Kindle habe, setzte ich bei der Ankündigung, dass der Leaf-Verlag "Spark of the Everflame" übersetzen würde, ...

Da ich die englischen Cover leider überhaupt nicht ansprechend fand und erst seit kurzem ein Kindle habe, setzte ich bei der Ankündigung, dass der Leaf-Verlag "Spark of the Everflame" übersetzen würde, sehr auf ihre talentierten Künstlerinnen. Zu meiner Freude wurde ich diesbezüglich auch nicht enttäuscht! Das, was hier geleistet wurde, ist meiner Meinung nach eins der schönsten Bücher, die in nächster Zeit erscheinen werden.
Leider wird es trotzdem nicht in meinem Regal landen, denn im Gegensatz zu der Künstlerin war die Übersetzerin wohl nicht so motiviert bei der Arbeit.
Ich glaube, ich habe bisher noch nie Übersetzende kritisiert (oder zumindest nicht mehr, als dass ich mal ein Wort anders ausgedrückt hätte, was ja immer Geschmacksfrage ist), aber bei diesem Buch muss ich auch wirklich sagen, dass das das absolut faulste Werk ist, was mir je unterkam. Überspitzt gesagt wurde einfach die Hälfte der verwendeten Wörter ÜBERHAUPT nicht übersetzt. Worte wie "mortal" oder "descended" wurden nicht angefasst, sondern lieber großgeschrieben, weil es sich dabei ja um Personengruppen handelt. Bitte was? Selbst Grußformeln (!!!) in Bezug auf einen (ebenfalls nicht übersetzten) Feiertag blieben so, wie sie im Englischen waren, sodass Leute fröhlich durch die Gegend laufen und "Blessed Forging!" rufen. Dass die Everflame selbst nicht übersetzt wurde, hat mich da nicht mehr gewundert. Aber das mit Abstand größte Fauxpax war wohl, dass man sich dazu entschieden hat "Crown" nicht zu übersetzen.
Es hätte ein echt cooles Romantasybuch sein können, denn auch wenn der Plot (bisher) nicht weltbewegend ist, so macht er doch Freude und bietet genau das, was man sucht, wenn man nach einem solchen Buch greift. Aber leider haben die englischen Wörter, die teilweise in jedem Satz vorkommen, gnadenlos jegliche Immerson einer High Fantasy-Welt zerstört, wenn sie gerade im Begriff war, aufzukommen. Da stellt sich mir die Frage: Warum? Möchte man nicht, dass sich die Lesenden verlieren können? Oder möchte man einfach das Publikum vollständig ausschließen, das der englischen Sprache nicht mächtig ist?
Liebes Leaf-Team: Bitte, bitte, bitte macht es bei zukünftigen Büchern besser. Gerne auch schon innerhalb der Reihe, auch wenn ich verstehe, dass es da schwierig wäre.
So muss zumindest ich aber leider doch zu der englischen Originalausgabe greifen und auf diese absoluten Schmückstücke im Regal verzichten. Schade!

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