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Veröffentlicht am 28.03.2025

Wunderschöne Zeichnungen und Geschichte

Der Weihnachtosaurus – Ein Dino zum Fest
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Auf dem langen, beschwerlichen Weg mitten im Weihnachtsgeschäft zur Kasse, fiel mein Auge auf ein Bilderbuch. "Der Weihnachtosaurus". Für alle, die es nicht wissen: Ich habe einen Hänger für das lila Farbspektrum ...

Auf dem langen, beschwerlichen Weg mitten im Weihnachtsgeschäft zur Kasse, fiel mein Auge auf ein Bilderbuch. "Der Weihnachtosaurus". Für alle, die es nicht wissen: Ich habe einen Hänger für das lila Farbspektrum und ich habe einen Hänger für Dinosaurier (und andere Kreaturen, die vor unserer Zeit lebten).
Auch, wenn ich inzwischen über zwanzig Jahre über der Altersgruppe, die mir diesen Buch angesprochen werden soll, liege, konnte ich nicht anders, als das gleich mit zu kaufen. Und nun, was soll ich sagen, es hat mich der Diabetes ein Stückchen näher gebracht ;)

Besonders schön fand ich, dass das Menschenkind im Rollstuhl saß - und zwar einfach so, ohne, dass das groß thematisiert wurde und das Kind in erster Linie über seinen Rollstuhl charakterisiert wurde. Dem Ganzen wurde nicht mehr Beachtung geschenkt als zum Beispiel einer Brille. Es war einfach vollkommen normal.
Dass dieser Zustand hingegen so unnormal ist, dass ich mich dazu hinreißen lasse, darüber zu berichten, ist hingegen eher traurig. Zu oft wird in Filmen oder Serien ein:e Charakter:in nur darüber definiert, dass er/sie behindert ist - und die meisten seiner/ihrer Eigenschaften werden automatisch diesem Zustand zugeschrieben.
Insbesondere dadurch, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, trägt der "Weihnachtosaurus" seinen kleinen Teil dazu bei, dies zu ändern. Es ist verdammt cool, möglichst früh möglichst einfach mit auf den Weg geben zu können, dass es deutlich mehr Menschen gibt als nur dich und mich! :)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Liest sich wie diverse Kurzgeschichten

Die Mitternachtsbibliothek
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Vor ein paar Stunden beendete ich das Buch ‘The Midnight Library’ von Matt Haig. Normalerweise bin ich die Art von Mensch, die Sympathie gegenüber einer Geschichte verliert, wenn sie das Ende vorausgesagt ...

Vor ein paar Stunden beendete ich das Buch ‘The Midnight Library’ von Matt Haig. Normalerweise bin ich die Art von Mensch, die Sympathie gegenüber einer Geschichte verliert, wenn sie das Ende vorausgesagt hat. Zwar war dies bei diesem Buch der Fall, jedoch muss ich dieses eine Mal sagen, dass manchmal gar kein aufregendes Ende vonnöten ist, sondern einfach ein passendes.
In ‘The Midnight Library’ geht es um die depressive Protagonistin Nora, die nach einer Reihe von Schicksalsschlägen und vermeintlich schlechten Entscheidungen beschließt, ihrem Dasein ein Ende zu setzen. In einer Art Afterlife befindet sie sich in einer Bibliothek, die gefüllt ist mit Büchern über Leben, die sie hätte führen können. Auf der Suche nach einem Leben, in dem sie glücklich werden kann, blättert sie sich durch die Regale.
Am liebsten würde ich das Buch in den nächsten Tagen jedem an den Kopf werfen, der mir über den Weg läuft. Es ist nicht nur weirdly wholesome, sondern auch ein wunderschöner Shoutout an all die Möglichkeiten, die sich im Leben vor einem erstrecken und auch eine Erinnerung daran, wie viel Einfluss man nicht nur auf sein eigenes Leben, sondern auch auf das seiner Mitmenschen haben kann.
Tatsächlich war es das erste Buch seit über einem Jahr, das ich mal wieder komplett gelesen habe. Letztens überkam mich einfach das Bedürfnis, in einen Buchladen zu rennen und das Werk mitzunehmen, das mich am meisten anlächelt. Meine Entscheidung hätte nicht besser sein und gerade in meiner jetzigen Situation - neuer Job und neue Wohnung - hätte kaum passender sein können. Aber auch allen, die inzwischen schon länger ihren Platz in der Welt gefunden haben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Leider overhyped

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Ich wollte schon immer mal ein Buch von Ava Reid lesen und mit "A Study in Drowning" war es dann endlich so weit. Insbesondere das US-Cover ist absolut atemberaubend. Da können Deutschland und die UK nicht ...

Ich wollte schon immer mal ein Buch von Ava Reid lesen und mit "A Study in Drowning" war es dann endlich so weit. Insbesondere das US-Cover ist absolut atemberaubend. Da können Deutschland und die UK nicht mithalten, obwohl sie an sich auch schöne Varianten produziert haben.
Leider muss ich sagen, dass das Buch seinem Hype in meinen Augen nicht ganz gerecht werden kann - was natürlich in Ordnung ist, denn nicht jeder muss jedes Buch so feiern wie alle anderen. Die Liebesgeschichte war etwas platt und ging insgesamt zu schnell (insbesondere in ihrer endlichen Kosequenz).
Der eigentliche Plot hingegen war schön zu lesen und wurde noch verführerischer durch den ungewöhnlichen Schreibstil von Reid. Die Poetik in ihm hat einer Geschichte, die sich um Geschichten dreht, mehr als gut getan.
Ich werde definitiv mehr von ihr lesen und bin auch schon sehr gespannt. Nur vielleicht nicht unbedingt etwas, das von Anfang an als Romanze beworben wird.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Großartiger Isekai-Ansatz!

Long Live Evil
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In die Welt des Lieblingsbuches zu reisen, ist für viele Animes bereits ein gängiges Motiv. Diese nennen sich "Isekai" und ich bin ein sehr großer Fan dieses Formates.
Umso erfreulicher war es, als ich ...

In die Welt des Lieblingsbuches zu reisen, ist für viele Animes bereits ein gängiges Motiv. Diese nennen sich "Isekai" und ich bin ein sehr großer Fan dieses Formates.
Umso erfreulicher war es, als ich erfuhr, dass es nun auch ein Buch mit dieser Prämisse geben wird. Und auch, wenn das Cover nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, konnte ich es kaum abwarten, bis es endlich erschien.
Jetzt, wo ich es gelesen habe, muss ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!
Tatsächlich konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. All die Klischees, die wir in einem Fantasyroman zu lieben gelernt haben, werden humorvoll auf die Schippe genommen. Manche Charaktere bekommen nicht einmal einen richtigen Namen, sondern werden in erster Linie mit der ihr zugedachten Funktion angesprochen. Der große Plottwist, der natürlich in keiner Fantasy fehlen darf, wird selbstironisch während des ganzen Buches immer wieder angedeutet, sodass die Lesenden sich immer wieder über die Protagonistin amüsieren können, die es - ganz nach Klischee-Manier - einfach nicht checkt. Lange hat mich ein Buch nicht mehr so zum Lachen gebracht, das trotzdem an Tiefe und Bindung nicht geizt.
Dazu kommt ein sehr angenehmer Schreibstil. Meistens ist er klar und unverschnörkelt, nur um dann in den richtigen Momenten mit außergewöhnlichen Formulierungen und Metaphern glänzen zu können.
Jetzt schon kann ich kaum die nächsten Bände abwarten. Mehr davon!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Als Debüt in Ordnung

We hunt the Flame
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Als ich vor gut einem Jahr "Tempest of Tea" las, war ich hin und weg von Hafsah Faizals Schreibstil. Entsprechend beschloss ich bald schon, mir "We hunt the Flame" zu kaufen - als ich dabei jedoch sah, ...

Als ich vor gut einem Jahr "Tempest of Tea" las, war ich hin und weg von Hafsah Faizals Schreibstil. Entsprechend beschloss ich bald schon, mir "We hunt the Flame" zu kaufen - als ich dabei jedoch sah, dass es nach fünf Jahren endlich auf Deutsch übersetzt wird, wollte ich dann doch lieber warten, damit meine Ausgaben zusammenpassen. (Schließlich sind beide Dilogien hierzulande von Knaur.) Dabei war ich schon sehr glücklich, welche Cover sie für die deutschen Ausgaben wählten, da mir eine Auflage der englischen nur bedingt zusagt.
Leider musste ich mich beim Lesen des Buches allerdings sehr häufig daran erinnern, dass es sich hierbei um ihr Debüt handelte. Insbesondere die Charaktere konnten mich hier nicht überzeugen. Während die fünf Hauptcharaktere in "Tempest of Tea" alle vor unterschiedlicher Nuancen nur so strotzten, sind die beiden Hauptcharaktere in "We hunt the Flame" eher uninspiriert.
Trotz dass sie aus sehr unterschiedlichen Schichten kommen, ist ihr jeweiliger Hintergrund beinahe identisch: Ein Elternteil tot, das andere daraufhin in irgendeiner Weise negativ eskaliert, sodass es auf jeden Fall keine gesunde emotionale Bindung zu ihnen gibt; fürs große Ganze gezwungen zu töten, wenn auch bei der einen Partei Tiere und bei der anderen Menschen; dazu noch eine große Portion Selbstmitleid, unnötig dramatische Monologe die sich wiederholen, und so viel Altruismus, dass es wie eine faule Ausrede klingt. Sobald die beiden Charaktere aufeinander treffen, wird noch deutlicher, wie ähnlich sie einander sind.
Auch der Sprachstil, den ich in "Tempest of Tea" so geliebt habe, ist in "We hunt the Flame" noch nicht so ausgeklügelt. Dies kann allerdings auch am Übersetzer liegen. Dieser ist im vorliegenden Buch sehr präsent und fällt mit Wörtern wie "Sperenzchen" oder "trollte sich" als eigenwillig auf. Dabei enthalte ich mich an dieser Stelle jeglicher Wertung, da das Geschmackssache ist und jeder für sich selbst wissen muss, ob er lieber "unsichtbare" Übersetzenden liest oder die "sichtbaren". Wer Letzteres präferiert, wird hier auf jeden Fall glücklich!
Etwas Positives möchte ich trotzdem loswerden: Die Welt, die Hafsah Faizal geschaffen hat, ist wunderschön detailliert. Mir gefällt, wie ausgearbeitet sowohl die Zeit vor dem Magieverlust, als auch die Zeit nach dem Magieverlust dargestellt wird. Da sind bereits die ersten Züge der bald schon großartigen Autorin zu finden, die mich bei "Tempest of Tea" bereits mit der ersten Seite gepackt hatte.

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