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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2026

Der zweite tragische Fall von Eva und Frauke

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
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Wer dieses Buch in die Hand nimmt dem wird innerhalb von Sekunden klar: Das ist ein Spannungsroman mit psychologischem Fokus. Das dunkle Cover mit dem hell erleuchteten Haus strahlt kälte, Isolation und ...

Wer dieses Buch in die Hand nimmt dem wird innerhalb von Sekunden klar: Das ist ein Spannungsroman mit psychologischem Fokus. Das dunkle Cover mit dem hell erleuchteten Haus strahlt kälte, Isolation und etwas Bedrohliches aus. Trotzdem lädt das helle Licht dazu ein vor dieser dunklen bedrohlichen Umgebung hinein ins warme gelb zu flüchten. Wer aber wissen möchte was in diesem Haus geschehen ist, muss den Klapptest lesen.

Das Buch handelt von Eva einer Gynäkologin, die eines Nachts nach einer anstrengenden Schicht Besuch von einer verängstigten schwangeren Frau bekommt. Etwas später findet sie einen Hilferuf auf ihrem Badezimmerspiegel. Selbst hat sie schon angefangen nach der Frau zu suchen. Das Buch greift das Thema Häusliche Gewalt auf und schneidet dabei im genau dem richtigen Maß andere wichtige Themen. Ein großer Plus Punkt für mich persönlich am Ende des Buches wird auf Hilfsangebote für Frauen und für Männer hingewiesen.

Neben Eva gibt es noch weiter sehr authentische Hauptfiguren aus dessen Sicht man die Ermittlungen verfolgen kann. Jede von ihnen hat seine eigene Vergangenheit, welche auf den Fall eine andere perspektive zeigt. Ich habe jede von den Frauen ins Herz geschlossen und sie für ihren Einsatz und ihre Stärke bewundert. Von diesem Buch gibt es noch einen ersten Teil, wo die Kommissarin Frauke Eva durch ein tragisches Verbrechen hilft. Was genau Evas Familie widerfahren ist wird immer mal wieder kurz erwähnt und macht neugierig aber ist beim Lesen des zweiten Teils in keinster Weise ein Nachteil.

Durch die recht kurzen Kapitel wurde nicht zu viel Spannung aufgebaut so das der Lese zwar mit genügend Informationen gefüttert wird aber nicht übersättigt. Durch den schnellen Wechsel der Perspektiven merkt man gar nicht wie schnell man 100 von Seiten gelesen hat. Mach euch auf eine emotionale Achterbahnfahrt gefasst spannend, erschütternd und gleichzeitig voller Menschlichkeit. Am Ende bei der Auflösung war ich ein wenig hilflos, weil mir der Täter so fremd war.

Das Buch ist eine klare Leseempfehlung.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.02.2026

Die Jute alte DDR

Maulberg
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Das Buch Maulberg von Thomas Nicolai ist ein satirischer Roman. Es handelt von einem
kleinen Dorf in Nordsachsen, das für vier Wochen so tut, als würde es wieder in der DDR
leben. Durch diese ungewöhnliche ...

Das Buch Maulberg von Thomas Nicolai ist ein satirischer Roman. Es handelt von einem
kleinen Dorf in Nordsachsen, das für vier Wochen so tut, als würde es wieder in der DDR
leben. Durch diese ungewöhnliche Idee entstehen viele lustige, aber auch nachdenkliche
Situationen. Das Buch gehört zu der eher leichteren Lektüre und lässt sich schnell lesen.
In dem Buch beschließt das Dorf Maulberg, für vier Wochen die DDR wieder aufleben zu
lassen. Die Dorfbewohner schlüpfen dabei in alte Rollen, übernehmen frühere Gewohnheiten
und organisieren ihren Alltag wie zu DDR-Zeiten. Durch das Zusammenleben der
verschiedenen Dorfbewohner entstehen viele humorvolle Situationen, aber auch Konflikte.
Das Buch zeigt dabei sowohl die positiven als auch die negativen Seiten der DDR und wie
unterschiedlich die Menschen damit umgehen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich musste beim Lesen oft lachen und schmunzeln, da
viele Situationen humorvoll und mir dennoch nicht überspitzt vorkamen. Der Schreibstil ist
leicht verständlich, weshalb ich das Buch sehr schnell gelesen habe. Ich habe das Buch
sozusagen innerhalb weniger Tage verschlungen, da es sehr unterhaltsam geschrieben ist.
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch die DDR nicht nur idealisiert, sondern sowohl
die guten als auch die schlechten Seiten zeigt. Durch die unterschiedlichen Dorfbewohner und
ihr Zusammenleben bekommt man verschiedene Blickwinkel auf diese Zeit. Dadurch wirkt
die Geschichte glaubwürdig und regt trotz des Humors auch zum Nachdenken an.
Oft habe ich mir Gedanken über die Realistik gemacht: Wie würde es aussehen? Was würde
ich verändern? Welche Menschen würden dort hinziehen und wie würde sich so ein Dorf
entwickeln? Auch die Idee, Maulberg als Kurort zu nutzen, zum Beispiel für Digital Detox
oder Minimalismus-Urlaub, fand ich spannend. Das Buch ist ein interessantes
Gedankenexperiment, das den Leser lange beschäftigt.
Abschließend kann ich sagen, dass Maulberg ein sehr unterhaltsames und zugleich
nachdenkliches Buch ist. Ich würde es allen weiterempfehlen, die gerne lachen und
gleichzeitig in die Nostalgie der DDR eintauchen möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2024

Hätte gerne mehr von der wunderschönen Illustration

Bloom
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Ich bin das ganze Werk durch begeistert von den Zeichnungen, von der Mimik und den ganzen Details. Auch die Pastellfarbe lässt alles idyllisch wirken und sie erinnert mich an das Wasser am Strand im Sommer. ...

Ich bin das ganze Werk durch begeistert von den Zeichnungen, von der Mimik und den ganzen Details. Auch die Pastellfarbe lässt alles idyllisch wirken und sie erinnert mich an das Wasser am Strand im Sommer. Auch das ganze Buch über hatte ich das Gefühl am Meer zu sein im Hochsommer. Ein Sommerlicher Volltreffer. In die Geschichte habe ich auch gut reingefunden. Es handelt sich um einen typischen Familienkonflikt und dem Erwachsenerden. Die sichten der Schwester, Vater und Aris konnte ich am Anfang gut verstehen. Im zweiten Teil kamen bei mir dann doch Unverständnis auf. Gerne hätte ich hier mehr gehabt. Mehr Seiten, mehr Bilder, mehr Inhalt. Ansonsten fand ich das wir gut dargestellte Charaktere haben, zwar etwas zu oberflächlich im Ende.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 24.03.2024

Eine gekonnte und unterhaltsame Vermittlung eines echten Falls im richigen Maß

Zeit der Schuldigen
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Markus Thiele geht mit uns in seinem Roman „Zeit der Schuldigen“ einen Fall, angelehnt an den Mord von Frederike von Möhlmann, aus der Perspektive einzelner Beteiligter durch. Durch sein jahrelanges Erfahren ...

Markus Thiele geht mit uns in seinem Roman „Zeit der Schuldigen“ einen Fall, angelehnt an den Mord von Frederike von Möhlmann, aus der Perspektive einzelner Beteiligter durch. Durch sein jahrelanges Erfahren als Jurist ist er in der Lage den Fall sehr authentisch wiederzugeben, dabei schildert er auch sehr gut die Sichten und Gefühle aller Beteiligten. Es ist beeindruckend, wie er trotz dieses sehr aufwühlenden Falles alle Beteiligten respektvoll behandelt. Zudem beherrscht er die schwierige Gradwanderung der Dramatik. Mit diesem Fall hat er unser Rechtssystem in Fragegestellt, aber auch deren Hilflosigkeit und fragwürdigen Entscheidungen. Im Mittelpunkt stand für mich stehts die Auswirkung auf alle Beteiligten. Die Qualen, das Gefühl der Hilflosigkeit, Kraftlosigkeit, Zweifel, die Erleichterung und der Fall …und doch der Wunsch auf einen Funken von Gerechtigkeit in einem Jahrelangen immer wieder aufgerollten Prozess. Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben und live dabei zu sein wie alles seinen Laufnimmt. Die Sprünge von Gegenwart und Vergangenheit waren stehts passend. Nur der Einbau der Liedtexte um der 80er Willen war nicht mein Geschmack. Ich werde auch demnächst mehr Romane von Thiele lesen.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 16.02.2024

Ein sehr bewegendes Buch

Die Körper, die sich bewegen
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Ich möchte mich erstmal beim Autor für dieses tolle Buch bedanken. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht. Ich finde die Erzählweise, wie der Leser durch die Geschehnisse geführt ...

Ich möchte mich erstmal beim Autor für dieses tolle Buch bedanken. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht. Ich finde die Erzählweise, wie der Leser durch die Geschehnisse geführt wird bewundernswert. Ich meine so eine Geschichte können viele erzählen aber nur Bunye Ngene hat es auf diese Art und weise geschafft. Ich bin von der Autorenleistung sehr begeistert. Durch den schönen Schreibstil wirkt es nicht aufdringlich und auch nicht anklagend, was es sehr wertvoll und auch für jüngere Menschen lesenswert macht. Die ganze Reise und alle Erlebnisse sind sehr authentisch. Alles, was ich bisher von Afrikanern gehört habe, wurde in diesem Buch bestätigt. Er hat so viele Aspekte sehr gut in die Geschichte eingebaut. So viele einzelne Lebensschicksale angerissen. Die Gefühle, welche die Reise begleiteten, habe ich in meinem Herzen gespürt, jedoch nur als minimaler Hauch, denn so eine Angst, Unsicherheit, Verzweiflung….werde ich nie empfinden noch wollen, noch können.
Von einigen habe ich gelesen, dass sie sich dieses Buch als Pflichtlektüre wünschen. Ich persönlich würde es mehr schätzen, wenn dieses Buch mehr ansehen gewinnt. Es sollte mehr Buchpreise gewinnen und als Empfehlung für die Schule gelten. So ein Buch schafft Empathie und Verständnis für ein Thema, welches schon seit 100 von Jahren gibt. Bunye Ngene hat viele schöne Worte gefunden, um uns zu berühren, mein Lieblingszitat: “Man will es, aber man weiß nicht wie. Trotzdem redet man weiter darüber, denn Worte und Träume kosten nichts, machen aber Freude.“ Seite 174.

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