Cover-Bild Maulberg
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: SATYR Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 350
  • Ersterscheinung: 03.03.2025
  • ISBN: 9783910775312
Thomas Nicolai

Maulberg

satirischer Gegenwartsroman
In seinem zweiten Roman präsentiert der aus Leipzig stammende Komiker und Autor Thomas Nicolai eine Mini-DDR im Schnelldurchlauf: Ein Dorf in Nordsachsen spielt noch einmal DDR, für einen Monat und mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Eine satirische Farce gegen unkritische Ostalgie, wie sie aktueller kaum sein könnte.
Deutschland im Jahr 2016. Das Dortmunder Ehepaar Beate und Peter Sendler, beide Mitte fünfzig (sie: frustrierte Erzieherin, er: erfolgloser Dokumentarfilmer), zieht ins sächsische Dorf Maulberg und erlebt dort nicht nur eine friedliche Idylle des Miteinanders, sondern auch die Sehnsucht vieler Bewohner nach der »guten alten« DDR.
Dass ausgerechnet der Zugezogene die Idee hat, ist für die Maulberger schwer zu akzeptieren, doch der Gedanke ist zu verlockend: Zum 400-jährigen Dorfjubiläum beschließt der Ort ein Experiment: vier Wochen lang zurück in die DDR – mit allen Drum und Dran: altem TV-Programm, Ostprodukten im Supermarkt, der natürlich wieder »Kaufhalle« heißt, mit Pioniertüchern und Republikgeburtstag. Doch das Experiment läuft aus dem Ruder, denn die Maulberger in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf ...
»20 Brötchen – eine Mark! Ich habs noch erlebt. Das literarische Extrakt, das Herr Nicolai aus diesen seltsamen Zeiten für uns zusammengebraut hat, ist hochgradig empfehlenswert.« – Olaf Schubert
»Einmal in die Hand genommen, angefangen zu lesen und nicht mehr wieder zur Seite gelegt. Kaufen! Lesen!!!« – Axel Prahl

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

Die Jute alte DDR

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Das Buch Maulberg von Thomas Nicolai ist ein satirischer Roman. Es handelt von einem
kleinen Dorf in Nordsachsen, das für vier Wochen so tut, als würde es wieder in der DDR
leben. Durch diese ungewöhnliche ...

Das Buch Maulberg von Thomas Nicolai ist ein satirischer Roman. Es handelt von einem
kleinen Dorf in Nordsachsen, das für vier Wochen so tut, als würde es wieder in der DDR
leben. Durch diese ungewöhnliche Idee entstehen viele lustige, aber auch nachdenkliche
Situationen. Das Buch gehört zu der eher leichteren Lektüre und lässt sich schnell lesen.
In dem Buch beschließt das Dorf Maulberg, für vier Wochen die DDR wieder aufleben zu
lassen. Die Dorfbewohner schlüpfen dabei in alte Rollen, übernehmen frühere Gewohnheiten
und organisieren ihren Alltag wie zu DDR-Zeiten. Durch das Zusammenleben der
verschiedenen Dorfbewohner entstehen viele humorvolle Situationen, aber auch Konflikte.
Das Buch zeigt dabei sowohl die positiven als auch die negativen Seiten der DDR und wie
unterschiedlich die Menschen damit umgehen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich musste beim Lesen oft lachen und schmunzeln, da
viele Situationen humorvoll und mir dennoch nicht überspitzt vorkamen. Der Schreibstil ist
leicht verständlich, weshalb ich das Buch sehr schnell gelesen habe. Ich habe das Buch
sozusagen innerhalb weniger Tage verschlungen, da es sehr unterhaltsam geschrieben ist.
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch die DDR nicht nur idealisiert, sondern sowohl
die guten als auch die schlechten Seiten zeigt. Durch die unterschiedlichen Dorfbewohner und
ihr Zusammenleben bekommt man verschiedene Blickwinkel auf diese Zeit. Dadurch wirkt
die Geschichte glaubwürdig und regt trotz des Humors auch zum Nachdenken an.
Oft habe ich mir Gedanken über die Realistik gemacht: Wie würde es aussehen? Was würde
ich verändern? Welche Menschen würden dort hinziehen und wie würde sich so ein Dorf
entwickeln? Auch die Idee, Maulberg als Kurort zu nutzen, zum Beispiel für Digital Detox
oder Minimalismus-Urlaub, fand ich spannend. Das Buch ist ein interessantes
Gedankenexperiment, das den Leser lange beschäftigt.
Abschließend kann ich sagen, dass Maulberg ein sehr unterhaltsames und zugleich
nachdenkliches Buch ist. Ich würde es allen weiterempfehlen, die gerne lachen und
gleichzeitig in die Nostalgie der DDR eintauchen möchten.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Eine Welt mit Grenzen

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"Maulberg" von Thomas Nicolai ist ein sehr spannender Roman, der ein Szenario erschafft, dass einen förmlich zum weiterlesen zwingt.
Beate und Peter Sendler ziehen aus Dortmund nach Maulberg, einem kleinen ...

"Maulberg" von Thomas Nicolai ist ein sehr spannender Roman, der ein Szenario erschafft, dass einen förmlich zum weiterlesen zwingt.
Beate und Peter Sendler ziehen aus Dortmund nach Maulberg, einem kleinen Kaff in Sachsen, in der ehemaligen DDR. Sie möchte dort als Leiterin der KiTa arbeiten, er verfolgt ein spannendes Filmprojekt, aus dem sehr schnell ein spannendes Experiment werden soll.
Maulberg feiert sein 400-jähriges Dorfjubiläum und dazu soll hier für eine begrenzte Zeit die Vergangenheit wieder auferstehen. Die Maulberger stimmen darüber ab, wieder in die DDR zu ziehen, also sie in ihrem Ort wieder zu erschaffen. Mit allen möglichen Konsequenzen, wie Mangelwirtschaft, Ausreisebeschränkungen und altem TV-Programm.
Viele der Einwohner hatten wohl nur noch das Gute im Gedächtnis und vieles andere verdrängt und vergessen.
Schon beim Lesen musste ich immer wieder schmunzeln, dass das nicht gutgeht war ja klar, aber was und wann wie aus dem Ruder läuft, war hier sehr spannend und anschaulich beschrieben.
Die Szenen waren echt und lebensnah geschrieben, als Satire natürlich überspitzt, mir hat es wirklich sehr gefallen, ein Balanceakt, der gut gelungen ist. Zwischen den Zeilen liest man eine Gesellschaftskritik, die hochaktuell und brisant ist.
Viel Spaß hat man natürlich, wenn man diese Zeiten erlebt hat, das gab es viele Wiedererkennungsmomente, aber das Buch wirkt auch für jeden anderen Leser.
Im Kleinen wird hier gut und anschaulich Politik und auch Menschen beschrieben, die im Großen schwerer vorstellbar ist. Es ist spannend, es ist lustig, aber auch traurig, vor allem macht es nachdenklich und das ist das wichtigste daran, es bleibt mir präsent, klein Buch, welches ich schnell wieder vergessen werde.
Eine Empfehlung, nicht nur für Ostalgiker.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Ein gefährliches Experiment

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Schon der erste Blick auf das Buch erinnert mich an ein schmutziges gelbes Ortschild. Nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar: Das muss ich lesen.

Maulberg, eine kleine Gemeinde in Sachsen. Hier ...

Schon der erste Blick auf das Buch erinnert mich an ein schmutziges gelbes Ortschild. Nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar: Das muss ich lesen.

Maulberg, eine kleine Gemeinde in Sachsen. Hier wird ein Experiment durchgeführt. Für vier Wochen soll die DDR wieder aufleben und das alles wird von dem westdeutschen Dokumentar-Filmer Peter Sendler der vor kurzem aus Dortmund zugezogen ist, gefilmt. Dementsprechend wird vieles geändert, so wird z. B das Internet abgeschafft, alle müssen ihre Handys abgeben, es gibt nur noch Ost-Fernsehen, nur wenige dürfen noch ein Auto besitzen, aus dem Supermarkt wird eine Kaufhalle mit einigen, wenigen Ostprodukten, es gibt eine eigene Währung und auch das Reisen wird unterbunden. Der ganze Ort wird mit einem Zaun, der teilweise unter Strom steht, eingezäunt. Der Dorfpolizist rekrutiert ein paar junge Leute als Volkspolizisten, es gibt eine Propagandabeauftragte usw. Wenn das mal gutgeht…? Was genau alles passiert und wie das Experiment ausgeht werde ich hier nicht verraten, denn es lohnt sich selbst zu lesen!

Der Schreibstil ist locker und sehr anschaulich und angenehm zu lesen. Einmal angefangen, konnte ich kaum aufhören. Es hat mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich es möglichst schnell durchlesen musste.
Ich habe damals als Bürger der BRD die DDR noch miterlebt und genau deshalb war ich auf dieses Buch gespannt. Auch wenn dieses Buch als "satirische Überhöhung des Ganzen" vom Autor beschrieben wurde, ist erschreckend dargestellt worden wozu Menschen fähig sein könnten.
Ich empfinde dieses Buch eher als einen zeitkritischen Roman der gerade gut zur politischen Lage passt. Es wäre schön, wenn dieses Buch zum Nachdenken anregen würde.

Ich kann dieses Buch nur wärmsten weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

DDR reloaded: Origineller Roman über ein sächsisches Dorf und seine Bewohner

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Beate und Peter ziehen aus Dortmund nach Maulberg. In dem kleinen Dorf in Nordsachsen übernimmt Beate die Leitung der dortigen Kindertagesstätte, während Dokumentarfilmer Peter mit einem neuen Werk an ...

Beate und Peter ziehen aus Dortmund nach Maulberg. In dem kleinen Dorf in Nordsachsen übernimmt Beate die Leitung der dortigen Kindertagesstätte, während Dokumentarfilmer Peter mit einem neuen Werk an vergangene Glanzzeiten anknüpfen will. Da kommt ihm das bevorstehende Jubiläum anlässlich stolzer 400 Jahre Maulberg gerade recht. Eine Idee ergreift Besitz von ihm: Was wäre, wenn die DDR in Maulberg wiederauferstünde? Zwar nur für vier Wochen, dafür aber mit allem Drum und Dran, Elektrozaun rund ums Dorf inklusive. Alle mobilen Endgeräte müssen abgegeben werden, die Kaufhalle vertreibt nur noch Ost-Produkte und wer raus aus Maulberg will, benötigt eine Ausreisegenehmigung. Vier Wochen lang zurück in die gute, alte DDR: Die Mehrheit der Maulberger Bürger stimmt dafür. Doch wird dieses Experiment ein gutes Ende nehmen?

Der Roman „Maulberg“ von Thomas Nicolai ist am 3. März 2025 im Satyr Verlag erschienen. Der aus Leipzig stammende Comedian, Hörbuch- und Synchronsprecher weiß, wovon er spricht, hat er doch selbst die DDR von seinem Geburtsjahr 1963 an hautnah miterlebt. Nicht-ostdeutsche Leser nimmt der Autor an die Hand, verzichtet auf allzu viel Gesächsel und erklärt DDR-typische Begriffe und Bräuche.

Ebenso unverwechselbar wie das auffällige Cover ist die Idee hinter seiner Geschichte. Mit derselben Frage, die sich der Autor bei der Entwicklung seines Romans gestellt haben dürfte, wird auch der Leser konfrontiert: Vier Wochen lang zurück in die DDR – würde ich persönlich das mitmachen? Was in diesen heutigen verrückten Zeiten für die Ex-DDR-Bürger zunächst heimelig, vertraut und verlockend klingt, nach Entschleunigung und nachbarschaftlichem Zusammenhalt, entpuppt sich in Wirklichkeit zu jeder Menge Verzicht: den auf die Freiheit, auf digitale Annehmlichkeiten und ein vielfältiges Warenangebot.

Mit viel Humor, lebendigen Figuren und manch schmerzlicher Wahrheit entreißt Thomas Nicolai der Ostalgie ihre „Früher war alles besser“-Maske. Er regt seine Leserschaft zum Nachdenken an, kommt aber nie mit erhobenem Zeigefinger daher. Vielmehr ermutigt er seine Leser mit seinem Roman, selbst darüber nachzudenken: War früher wirklich alles besser? Oder lässt man sich dazu hinreißen, die Vergangenheit mit Milde und Sanftheit zu verklären?

Mein Fazit: „Maulberg“ besticht durch einen originellen Plot, satirische Seitenhiebe und interessante Figuren. Für meinen Geschmack hätte der Comedian Thomas Nicolai gern noch ein wenig zackiger und spritziger schreiben dürfen. Dennoch ist „Maulberg“ ein Roman mit viel Witz und einer einzigartigen Geschichte.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Gelungene Satire mit Tiefgang

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'Maulberg' von Thomas Nicolai ist eine äußerst gelungene satirische Farce, die auf humorvolle Weise die Sehnsucht nach der DDR und die unkritische Ostalgie aufs Korn nimmt.

Besonders gefällt mir, wie ...

'Maulberg' von Thomas Nicolai ist eine äußerst gelungene satirische Farce, die auf humorvolle Weise die Sehnsucht nach der DDR und die unkritische Ostalgie aufs Korn nimmt.

Besonders gefällt mir, wie er die Bewohner des fiktiven Dorfes Maulberg mit ihren Eigenheiten und ihrer Nostalgie lebendig werden lässt. Das Experiment, für einen Monat in die DDR zurückzukehren, führt zu allerlei komischen und auch nachdenklichen Situationen, die die Grenzen zwischen Realität und Erinnerung verschwimmen lassen. Nicolai gelingt es, die Absurditäten der Vergangenheit mit einem Augenzwinkern zu schildern, ohne dabei den sehr wohl angebrachten kritischen Blick zu verlieren. Insgesamt ist 'Maulberg' eine humorvolle, pointierte Lektüre, die sowohl Fans von Satire als auch Leser, die sich für Ostalgie interessieren, begeistern wird.

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