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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2020

Ohne Skrupel

Lea
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Durch das Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam. Der angstvolle Blick, die wohl männliche Hand vor dem Mund und die Aufmachung mit den roten Balken hat mich dazu gebracht das Buch zu lesen.
Mobbing ...

Durch das Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam. Der angstvolle Blick, die wohl männliche Hand vor dem Mund und die Aufmachung mit den roten Balken hat mich dazu gebracht das Buch zu lesen.
Mobbing ist in dieser Zeit leider ein Thema was überall präsent ist. Daraus einen Roman zu machen schien mir interessant.
Die Geschichte beginnt am Arbeitsplatz, dort wo bestimmt schon viele Menschen gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben und zu Opfern wurden.
Rolf Bornholm ist eigentlich ein angenehmer Zeitgenosse der durch seinen Fleiß aus der Menge heraus sticht. Als er mitbekommt wie sein Vorgesetzter einer Kollegin unsittlich zu nahe kommt und die gepeinigte Kollegin trotzdem entlassen wird ändert sich seine Einstellung. Als Rolf dann auch noch bei einer Beförderung vor der ganzen Belegschaft gedemütigt wird, verliert er jegliche Skrupel und wird selber zum Mobber! Er wird immer rücksichtsloser und unsympathischer. Auch als er Lea näher kennenlernt wird es nicht besser. Dann geschieht ein Verbrechen und Rolf wird dafür verantwortlich gemacht. Was dann alles passiert möchte ich hier nicht aufführen, teilweise wirkte es doch sehr undurchsichtig. Das einzige was Rolf etwas netter erscheinen lässt, waren die Passagen im Pferdestall. Mit dem Schluss konnte ich dann nicht mehr viel anfangen, es hat mich dann doch eher verwirrt.
Was bewegt Menschen dazu, anderen Menschen das Leben so schwer zu machen das diese daran kaputt gehen? Warum kann man nicht einfach seine Arbeit machen, ohne von Kollegen gemoppt zu werden?
Dadurch, dass der Roman in den 1970er und 1980er Jahren spielt, gibt es noch keine Handys, kein Internet, keine Social-Media-Plattformen , wie z. B. Facebook und keine DNA-Analyse. Dieser Umstand machte mir am Anfang Probleme, weil es in unserer jetzigen Zeit völlig normal ist dieses zu benutzen. Wenn Rolf die heutigen Errungenschaften schon gehabt hätte wäre einiges bestimmt anders gelaufen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Wasser, Wut und Wahnsinn

Heidelberger Wasser
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„Heidelberger Wasser“ von Hannah Corvey ist bereits der 2. Teil der „Klara Haag & Sebastian Langer“ Reihe. Man kann dieses Buch aber auch lesen, wenn man den ersten Teil „Heidelberger Gold“ nicht gelesen ...

„Heidelberger Wasser“ von Hannah Corvey ist bereits der 2. Teil der „Klara Haag & Sebastian Langer“ Reihe. Man kann dieses Buch aber auch lesen, wenn man den ersten Teil „Heidelberger Gold“ nicht gelesen hat, es ist ein eigenständiger Roman.

Zum Inhalt:
In Heidelberg geschieht ein Mord, der anscheinend sehr schnell aufgeklärt wird. Doch die beiden Ermittler der Kripo glauben nicht den richtigen Täter gefunden zu haben und ermitteln weiter. Sie scheinen mit ihrer Theorie auch recht zu behalten, denn es passieren weitere Morde. Ist es der gleiche Täter? Handelt es sich um einen Serienmörder? Es tauchen viele Fragen auf. Dann kommt es zum Showdown.
Die Idee mit dem psychopathischen Täter fand ich super. Die Beschreibungen der Orte und Personen wirkten sehr realistisch. Ein durchweg gelungener Krimi , der nicht nur im badischen Erfolg haben sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2019

Weitere Emittlungen in Vertikow

Schlachtenlärm in Vertikow
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Schlachtenlärm in Vertikow ist nach „Erntedank in Vertikow“ und „Waldsterben in Vertikow“ bereits der 3. Krimi mit Peer Wesendonk als vermeintlicher Ermittler.
Dieses Mal geht es ins geschichtliche. Auf ...

Schlachtenlärm in Vertikow ist nach „Erntedank in Vertikow“ und „Waldsterben in Vertikow“ bereits der 3. Krimi mit Peer Wesendonk als vermeintlicher Ermittler.
Dieses Mal geht es ins geschichtliche. Auf einem historischen Schlachtfeld wird eine Leiche gefunden. Hierbei handelst es sich nicht um einen Fremden, sondern um den Ex-Freund von Peers Orgelschülerin Mandy und seiner Ärztin Dr. Martensen. War es etwa eine Eifersuchtstat der beiden, Haben die Familiengeheimnisse des toten Daniel etwas damit zu tun? Fragen über Fragen! Peer soll das herausfinden. Nur einer ist davon nicht so begeistert: Hauptkommissar Drewermann von der Polizei. Bei einem Zusammentreffen an einem Ermittlungsort wird Peer es sogar verboten weitere Ermittlungen anzustellen. Aber das kann Peer natürlich nicht davon abhalten weiter zu ermitteln.
Wie immer wird es wieder turbulent, wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt und das Ende wird wieder für Überraschungen sorgen.
Fazit:
Frank Friedrichs schafft es wiedermal seinen Leser an das Buch zu fesseln und ins idyllische Vertikow zu bringen. Als Leserin lebt man schon fast in Vertikow, mit all seinen Bewohnern die schon wie richtige Nachbarn sind.
Ich freue mich jetzt schon auf den 4, Teil der hoffentlich bald erscheinen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein Wald verschwindet

Waldsterben in Vertikow
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„Waldsterben in Vertikow“ von Frank Friedrichs ist nach „Erntedank in Vertikow“ der 2.-Fall von Peer Wesendonk. Ein ehemaliger Motorradfahrer der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und zum Detektiv wird. ...

„Waldsterben in Vertikow“ von Frank Friedrichs ist nach „Erntedank in Vertikow“ der 2.-Fall von Peer Wesendonk. Ein ehemaliger Motorradfahrer der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und zum Detektiv wird. Seinem eigentlichen Beruf, als Organist in der Vertikower Kirche, kann er auf Grund seiner Querschnittslähmung, nicht mehr nachgehen. Seiner Frau Sascha ist es gar nicht recht, dass er sich bei Ermittlungen in Gefahr begibt. Sie würde ihn am liebsten in Watte packen, aber da sie die meiste Zeit in Berlin arbeitet kann sie nicht so viel dagegen tun.

Als plötzlich 8 Hektar Wald verschwunden, abgeholzt und abtransportiert wurden, ohne dass es jemandem aufgefallen ist, wird er um Hilfe gebeten. Es gibt jede Menge Hinweise und Verdächtige, aber es ist gar nicht so einfach, allem nachzugehen. Dazu fehlt ihm nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch die Bereitschaft anderer, ihn Dokumente zur Verfügung zu stellen. Als dann auch noch die Katze einer Verdächtigen getötet wird ist Peer klar, da geht es um mehr als nur dem Holz-Diebstahl. Als dann auch noch ein Brand im Schloss der Baronin von Radenow-Werthenbach ausbricht und er in Gefahr gerät wird es brisant. Bei seinen Ermittlungen stößt Peer auf firmeninterne Unregelmäßigkeiten. Soll die Firma an Konkurrenten verkauft werden? Das Ende wird überraschen…

Peer Wesendonk ist ein sehr liebenswerter, aber auch ein chaotischer Mann den man einfach mögen muß, und von einigen Bewohnern Vertikows liebevoll als Wossi bezeichnet wird.
Wie Peer auch diesen Fall löst und wieder ein Stück über sich selbst hinaus wächst, ist spannend und unterhaltsam beschrieben. Ich mag Vertikow und seine Bewohner und bin gespannt auf die nächsten Bücher.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Das Ende eines Stalkers

Der Stalker von List
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In diesem Buch führt uns Ulrike Busch auf die schöne Nordseeinsel Sylt.
Es geht um den Stalker, Lennard Feddersen, der nach langer Abwesenheit - wegen eines gerichtlichen Näherungsverbots - und vielen ...

In diesem Buch führt uns Ulrike Busch auf die schöne Nordseeinsel Sylt.
Es geht um den Stalker, Lennard Feddersen, der nach langer Abwesenheit - wegen eines gerichtlichen Näherungsverbots - und vielen anderen Stationen, wo er gearbeitet hat, wieder nach Sylt zurückgekehrt ist. Hier möchte er sich seiner Traumfrau wieder nähern die er nicht vergessenen kann. Hierbei handelt es sich um die berühmte Autorin Marete de Buhr die bereits anderweitig vergeben ist.
Doch dann wird er ermordet am Strand aufgefunden. Motive gibt es einige, doch wer ist zu so einer brutalen Tat fähig? Es gibt viele Verdächtige! Ermittler Kuno Knudsen und Arne Zander von der Kripo Wattenpolizei haben eine Menge damit zu tun den wahren Täter zu finden.
Sogar der etwas merkwürdige Inselreporter Friedrich Fliegenfischer ist extra aus Amrum angereist und versucht etwas über den Mord herauszufinden.
Die Szenerie von Sylt ist so anschaulich beschrieben als ist man selber auf der Insel dabei.
Die Lösung des Falles ist dann eine große Überraschung mit der man so nicht rechnet.

Fazit: Dieser Roman ist unbedingt lesenswert. Super recherchiert und sehr gut durchzulesen, weil der Spannungsbogen immer hoch gehalten wird. Ich wollte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen.
Dieser Roman wird garantiert nicht der letzte von Ulrike Busch gewesen sein, den ich gelesen habe.
Von mir gibt es daher eine ausdrückliche Leseempfehlung.