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Veröffentlicht am 08.08.2020

Die "ach so feine" Gesellschaft

Fördewölfe
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Als leidenschaftliche Motorradfahrerin und Leserin ist mir diese Buch in die Hände gefallen, und ich war sofort vom Klappentext begeistert. Dieses Buch musste mit und wurde schnellst möglichst gelesen. ...

Als leidenschaftliche Motorradfahrerin und Leserin ist mir diese Buch in die Hände gefallen, und ich war sofort vom Klappentext begeistert. Dieses Buch musste mit und wurde schnellst möglichst gelesen. Obwohl es schon der zweite Teil war, tat es der Unterhaltung keinen Abbruch.
In der spannenden, gut geschriebenen Geschichte geht es um Vorurteile von Journalisten „bösen“ Bikern gegenüber , korrupten Polizisten, skrupellose Waffenhändler mit Verbindungen in höchste politische Kreise, sich verstecken hinter einer ehrbaren Fassade und ein bisschen auch um Romantik. Die Hauptfiguren sind Christina Martens, eine Flensburger Ärztin, und Ihr Lebenspartner Neil "Duke" McKinnley . sowie dem MC Wizards of Doom.
Kurz zum Inhalt: Im Clubhaus des Motorradclubs »Wizards of Doom« stirbt der Presse-Fotograf Mark Hoffmann unter mysteriösen Umständen. Seine mit anwesende Kollegin Jessica Pohlmann geht davon aus, dass er bei seiner heimlichen Recherche von einem der Rocker entdeckt wurde und dieser ihn niedergeschlagen hat. Die Jungs des MC sind zwar nicht immer ganz unschuldig, was gewisse Machenschaften angeht, aber in diesem Fall haben sie wirklich nichts mit dem Tod am Journalisten zu tun! Hier sind es nämlich unter anderem diejenigen, die in der Gesellschaft für Recht und Ordnung sorgen sollten, aber das wird sich erst am Ende heraus kristallisieren.
Duke McKinnley reist sogar nach Glasgow um dort eine Spur aufzunehmen und auf eigene Faust etwas herauszubekommen. Dabei geschehen seltsame Dinge. Mehr wird hier aber nicht verraten, um die Spannung aufrecht zu erhalten, denn es lohnt sich auf alle Fälle diesen Krimi selbst zu lesen.
Mit "Fördewölfe" ist Yvonne Asmussen ein ausgezeichneter zweiter Band der Reihe um die Flensburger Ärztin Christina Martens und ihren Lebenspartner, den Rocker Neil "Duke" McKinnley gelungen. Der Vorläufer "Fördehaie" und auch der Nachfolger "Death Game", ebenfalls von Yvonne Asmussen, liegen bei mir auch schon im Leseregal.
Mein Fazit:
Ein spannender Roman, der meines Erachtens an die Gesellschaft einen wichtigen Appell richtet: Löst euch endlich vom Schubladendenken! Nicht jeder Biker, der langhaarig und tätowiert ist und dann noch eine schwere Maschine fährt, ist automatisch in Menschen-, Drogen- und Waffenhandel verstrickt. Viele Regeln und Ehrenkodexe eines klassischen Motorradclubs mögen in unserer, ach so feinen (teilweise verlogenen) Gesellschaft etwas archaisch anmuten, aber das allein macht die Jungs nicht gleichzeitig auch zu Kriminellen. Schön, dass sich die Autorin diesen Klischees entgegenstellt, das gibt einen Extra-Pluspunkt!

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Veröffentlicht am 17.07.2020

Emil Bär und Philipp Marlein auf der Jagd nach Reliquiendieben

Heiliger Bastard
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Ein eher ungewöhnliches Buch. Ein Krimi von zwei Autoren geschrieben mit zwei Protagonisten die sich mit jedem Kapitel abwechseln. Zum einen aus der Sicht von Phillipp Marlein, geschrieben von Josef Rauch ...

Ein eher ungewöhnliches Buch. Ein Krimi von zwei Autoren geschrieben mit zwei Protagonisten die sich mit jedem Kapitel abwechseln. Zum einen aus der Sicht von Phillipp Marlein, geschrieben von Josef Rauch (Kapitel mit ungerader Nr.), zum anderen aus der Sicht von Emil Bär, geschrieben von Xaver Maria Gwaltinger (Kapitel mit gerader Nr.),jeweils in der ICH-Form. Beides sind nicht wirkliche Helden wirken aber sehr authentisch. Ins besonders die Szenen mit Emil Bär haben mir gefallen, seine lockere und teilweise skurrile Art machte ihn sehr sympathisch. Phillipp Marlein kam mir manches Mal sehr naiv rüber.
In der Handlung geht es überwiegend um das Thema Reliquien, Religion, Verbrechen und Geheimnisse. Die Schauplätze entstammen teilweise der Realität und werden sehr anschaulich beschrieben. Die Kombination zwischen Realität und Fiktion ist im ganzen Buch sehr eindrücklich dargestellt.
Auf dem hinteren Umschlag des Buches wird dieses Buch als die bayrische Antwort auf „Sakrileg“ von Dan Brown bezeichnet. Als ein großer Fan von Dan Brown habe ich mich auf diese Buch eingelassen und bin etwas enttäuscht. Vielleicht bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, aber nach meiner Meinung hält der Vergleich nicht stand. Damit will ich nicht ausdrücken das „Heiliger Bastard“ nicht gut ist, sondern nur das man die Autoren nicht mit einander vergleichen kann. Allein gesehen ist dieses Buch gut und interessant geschrieben. Dazu kommt wohl auch noch, dass ich die anderen Romane dieser Reihe nicht kenne.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass dieses Buch durchaus für Liebhaber von Religion, Geheimbünden und Verschwörungstheorien zu empfehlen ist.

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Veröffentlicht am 08.07.2020

Chris Peters ermittelt

Blau-weiß-tot
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Auf der Suche nach einem Eishockey-Roman bin ich auf „Blau-weiß-tot“ von Anette Huesmann gestoßen. Da ich selbst schon bei einem Eishockey Spiel der Adler Mannheim anwesend war, habe ich mir sofort dieses ...

Auf der Suche nach einem Eishockey-Roman bin ich auf „Blau-weiß-tot“ von Anette Huesmann gestoßen. Da ich selbst schon bei einem Eishockey Spiel der Adler Mannheim anwesend war, habe ich mir sofort dieses Buch gekauft und um es vorweg zu nehmen, ich habe es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen.

Zum Geschehen:
In der Mannheimer SAP-Arena wird das Eishockey Play-off-Viertelfinale Adler Mannheim gegen Nürnberger Ice Tigers ausgetragen. Bei einem Penalty, den Thomas Wagner ausführen soll, gibt es einen lauten Knall. Thomas Wagner ist von einer Gewehrkugel getroffen worden und bricht tot zusammen. Kurze Zeit später legt sich eine gespenstige Stille über die Ränge der ausverkauften SAP-Arena. Was ist passiert? War das ein Attentat?
Die Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma B&B, Chris Peters, wird kurzzeitig als Mittäterin verdächtigt, bekommt später aber den Sonderauftrag das Attentat aufzuklären. Dann nimmt das ganze seinen Lauf.
Dieser neue Job ist Chris sehr wichtig, denn sie hat ein gutes Gespür für Menschen und kann andere leicht durchschauen. Um sich fit zu halten geht sie sogar in ein Sportstudio. Der Sport tut ihr auch privat gut, denn auch ihr Privatleben ist alles andere als leicht, als lesbische Mutter einer kleinen Tochter gibt es immer wieder Widrigkeiten zu überstehen. Durch ihre Ermittlungen scheucht Chris einige Leute auf, die vor gar nichts zurückschrecken. Es wird sehr rasant und spannend, bis nach und nach so einiges ans Licht kommt.
Fazit:
Eishockeywissen ist hier nicht erforderlich, denn alles was der Leser wissen muß, wird gut erklärt und man bekommt gleichzeitig gute Einblicke in die Welt der Spieler-Berater. Ich hätte mir allerdings mehr Aktion auf dem Eis gewünscht.
Die Stadt Mannheim, und die Umgebung, wird in allen Einzelheiten beschrieben, selbst wer noch nicht in Mannheim war, kann sich die Gegend gut vorstellen. Ich hatte schon fast den Stadtplan von Mannheim vor dem geistigen Auge. Alles ist von der Autorin sehr anschaulich beschrieben worden.
Alles in allem ist dieses Buch sehr gut gelungen und kann ich nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 02.07.2020

Rostock läßt grüßen

INDEM SIE SCHWEIGEN, REDEN SIE
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Die Ex-Berliner Kommissarin Elena Küster lässt sich, auf eigenen Wunsch, nach Rostock versetzten um aus der Großstadt rauszukommen und merkt sehr schnell, das es da auch nicht wirklich ruhiger zugeht. ...

Die Ex-Berliner Kommissarin Elena Küster lässt sich, auf eigenen Wunsch, nach Rostock versetzten um aus der Großstadt rauszukommen und merkt sehr schnell, das es da auch nicht wirklich ruhiger zugeht. Ganz im Gegenteil. Eine Serie von scheinbaren Selbstmorden unter Schülerinnen wird schnell zu einem fast unlösbaren Fall für Sie. Wer ist dieser Unbekannte aus dem Chat-Room.
Das schlimmste ist wohl, das auch Sie und ihre beiden Töchter in dem Focus der Täter stehen ohne dass Elena es bemerkt. Besonders bedrohlich wird es für sie, als sie selbst ihren Kollegen nicht mehr trauen kann. Gibt es einen Maulwurf unter den Kollegen ? Wer ist der Täter? Hat der Psychiater Dr. Leptin etwas damit zu tun. Viele Fragen bleiben lange offen, aber genau das macht diesen Thriller aus.
Fazit: Dieses Erstlingswerk der jungen Autorin in gut gelungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und durch die kurzen Kapitel ist das Buch sehr leicht zu lesen. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss immer größer. Die Beschreibung der Personen und Orte ist sehr gut, so dass man das Gefühl hat einen Film vor dem geistigen Auge ablaufen zu sehen. Alles wirkt sehr realistisch.
Am Ende des Romans ist klar, dass es eine Fortsetzung geben muß, dafür ist noch zu viel offen.
Dass es eine Fortsetzung geben wird, wurde aber auch schon vorne im Buch bekanntgegeben, so dass man sich darauf einrichten konnte dass dieser Roman der 1. Teil einer Serie wird.
Ich freue mich schon den 2. Teil dieser Reihe lesen zu dürfen, und gebe diesen Teil schon mal 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.07.2020

Pepe in Aktion

Pepe S. Fuchs - Feldjäger
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Feldjäger ist der erste Fall für Pepe S. Fuchs.
Die Schauplätze dieses Romans sind Eisenach in Thüringen und Kuba
Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs begleitet mit einer Feldjäger-Motorradeskorte den Bundespräsidenten ...

Feldjäger ist der erste Fall für Pepe S. Fuchs.
Die Schauplätze dieses Romans sind Eisenach in Thüringen und Kuba
Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs begleitet mit einer Feldjäger-Motorradeskorte den Bundespräsidenten und dessen kubanischen Gast zu einem Besuch auf die Wartburg in Eisenach. Plötzlich wird der Konvoi überfallen, der Gast entführt und Pepes bester Freund und Kollege Martin erschossen.
Zur gleichen Zeit wird die Wissenschaftlerin Simone Rukka auf die kubanische Privatinsel Cayo Onda gerufen, weil dort Heuschrecken an einer Naturkatastrophe schuld sein sollen.
Dann überschlagen sich die Ereignisse und es passiert so viel, das man es gar nicht alles beschreiben kann ohne die Spannung zu nehmen. Haben die Ereignisse von Eisenach und Kuba was miteinander zu tun ? Es kommt zu einem unerwarteten Schluss der einen noch nach dem Lesen beschäftigt.
Meine Meinung:
Diese Geschichte könnte sich so oder so ähnlich wirklich ereignet haben.
Steffen Schulze hat es geschafft einen spannenden Roman zu schreiben der auch zum Nachdenken anregt. Die Personen und Orte sind sehr lebensnah beschrieben, was nicht zuletzt auch an seiner lockeren und teilweisen humorvollen Art zu schreiben liegt. Für mich als absoluter Motorradfan war es besonders interessant, die rasanten Motorrad-Szenen vor meinen geistigen Augen zu sehen und fast dabei zu sein.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen und werde auch die nachfolgenden Erlebnisse von Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs verfolgen.

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