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Veröffentlicht am 19.03.2026

Was passierte in Byrons Keller

Die Geister von La Spezia
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"Die Geister von La Spezia" von Oliver Plaschka führt uns in die Welt der berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley, nach Italien des Jahres 1822. Ihr Mann Percy ist im Golf von La Spezia ertrunken, unter ...

"Die Geister von La Spezia" von Oliver Plaschka führt uns in die Welt der berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley, nach Italien des Jahres 1822. Ihr Mann Percy ist im Golf von La Spezia ertrunken, unter ungeklärten und ungewöhnlichen Umständen.
Pat Colombari ist eine Ermittlerin mit wirklich außergewöhnlichen Methoden, sie unternimmt Reisen in die Erinnerungen verschiedener Menschen. Diese sind teilweise dann sogar noch weiter verschachtelt, Erinnerungen in Erinnerungen sozusagen.
Dadurch taucht man direkt in diese Zeit ein und sieht verschiedene Szenen und Erlebnisse, aus unterschiedlichen Sichten. Viel dreht sich hier auch um die Gesellschaft von Lord Byron und um die Geheimnisse in seinem Keller.
Ich mochte die Vermischung der modernen Ansichten von Pat und die historische Gesellschaft sehr, allerdings brauchte dieses Buch beim Lesen sehr viel Aufmerksamkeit. Es geht hier um viele verschiedene Personen, zu unterschiedlichen Zeiten, in verschiedenen Situationen, das ist nicht immer einfach auseinanderzuhalten und zuzuordnen.
Ich mochte die geheimnisvolle, fast schaurige Atmosphäre sehr, es gab aber auch so einige Längen im Buch, wo es eher ein durchhalten war.
Diese Vermischung von Fantasy und historisch echten Figuren und Ereignissen ist sehr spannend, aber auch anspruchsvoll zu lesen, mir hat es gut gefallen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Steht im Raum

Der unsichtbare Elefant
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"Der unsichtbare Elefant" von Max A. Edelmann ist sehr gut konstruiert und wirklich sehr spannend zu lesen.
An einem kalten Winterabend endet das Leben von Thomas Siebenmorgen auf dem Boden vor seiner ...

"Der unsichtbare Elefant" von Max A. Edelmann ist sehr gut konstruiert und wirklich sehr spannend zu lesen.
An einem kalten Winterabend endet das Leben von Thomas Siebenmorgen auf dem Boden vor seiner Kanzlei. Was treibt einen erfolgreichen Anwalt in den Tod? María, Viktor und Simon bilden ein ungewöhnliches Trio, das versucht, das Schweigen hinter den Glasfassaden der Kanzlei zu brechen. Sie stoßen auf ein Netz aus Machtmissbrauch und emotionaler Kälte, das bis in Thomas’ Kindheit zurückreicht.
Besonders faszinierend ist der Kontrast zwischen der oberflächlichen Welt der Elite und den tiefen Wunden der Vergangenheit. Der Roman liest sich hervorragend und zieht einen sofort in seinen Bann. Einzig die Wendung zur historischen Aufarbeitung war mir am Ende eine Spur zu weit hergeholt. Ein starkes Debüt mit kleinen Abstrichen in der Logik, daher nicht das komplette Highlight, aber auf gutem Weg dahin.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Klassisch und tiefgehend

Der Aufstieg Thions
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"Der Aufstieg Thions" von den Autoren Lorenz Fleischhauer und T.J. Albrecht ist der Beginn einer epischen Fantasy-Saga. Die Geschichte wirkt auf mich fast, wie nicht geschrieben, sondern aus uralten Zeiten ...

"Der Aufstieg Thions" von den Autoren Lorenz Fleischhauer und T.J. Albrecht ist der Beginn einer epischen Fantasy-Saga. Die Geschichte wirkt auf mich fast, wie nicht geschrieben, sondern aus uralten Zeiten zu uns aufgestiegen. Es gibt ein so umfassendes Worldbuilding, dass man dazu noch einen Begleitband lesen kann. Es ist aber nicht notwendig, um in diese Geschichte einzutauchen.
Ganz klassisch gibt es Götter und Monster, es gibt Zauberer und mythischen Wesen, es gibt Parallelwelten und -zeiten, ich bin ganz begeistert von der Tiefe hier.
Thion ist ein klassischer Held, der mit seiner Truppe einen wichtigen Auftrag zu erfüllen hat. Das wird zu einer Odyssee, die mehr als einmal fast die Grenze zum Tod erreicht.
Die Geschichte ist nicht immer schnell erzählt, es wird auch mal ruhiger, aber gerade das sind hier die Stärken. Man leidet und empfindet mit dem Held, bleibt dicht an seiner Seite.
Dann gibt es aber auch wieder epische Schlachten, voller Action und Magie, auch diese sind sehr gut und fast filmreif beschrieben.
Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen, sie wirken lebendig und echt und ich würde sehr gerne mit ihnen noch viele weitere Abenteuer erleben.
Mir gefällt hier besonders, dass alles zusammenpasst, wie aus einem Guss wirkt, der Schreibstil, die Sprache, die Welt und die Helden und Monster, ein echter, epischer Fantasy-Geheimtipp.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Auf der Suche nach den Oktopussen

Das White Octopus Hotel
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"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist eine Liebesgeschichte, mit Fantasy-Anteilen in Form von Zeitreisen.
Ich liebe Geschichten mit Zeitreisen, die können einem so schön das Hirn verknoten, ...

"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist eine Liebesgeschichte, mit Fantasy-Anteilen in Form von Zeitreisen.
Ich liebe Geschichten mit Zeitreisen, die können einem so schön das Hirn verknoten, was auch hier ganz gut gelingt. Ich hätte die Liebesgeschichte hier nicht gebraucht, aber sie ist das verbindende Element, neben dem großartigen Hotel.
Eve erleidet in ihrer Kindheit einen Verlust, an der Schuld trägt sie ihr ganzes Leben, ja, ihr Leben ist davon bestimmt und beschattet.
Als erwachsene Frau trifft sie auf Max, der sie als sehr alter Mann aufsucht und ihr gegenüber eine Einladung ausspricht. Dieser folgt sie und ihr Leben verändert sich.
Ich mochte das Hotel sehr, es ist magisch, faszinierend, mit Glamour und voller Wunder. Ich mag die Zeitreisen, auch wenn es welche gibt, die in die Schützengräben des ersten Weltkrieges führen. Ich mag die beiden Protagonisten, auch wenn Eve sich manchmal sehr oft selbst bemitleidet.
Ich hatte manchmal Probleme den Zeitreisen zu folgen und den großen Zusammenhang zu verstehen, da gab es oftmals Wendungen, die mich sehr überraschten.
Es ist für mich nicht der perfekte Roman, aber ich habe ihn schon sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Sommer der Geheimnisse

Sommer auf Perigo Island
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"Sommer auf Perigo Island" von Perry Chafe ist ein Roman, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.
Hier begleitet man den zwölfjährigen Pierce, der seine Geschichte erzählt, von Perigo Island, einer kleinen ...

"Sommer auf Perigo Island" von Perry Chafe ist ein Roman, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.
Hier begleitet man den zwölfjährigen Pierce, der seine Geschichte erzählt, von Perigo Island, einer kleinen Insel vor der Küste Neufundlands, im Jahre 1991. Die Jugendlichen verbringen ihre Ferien am Strand, helfen den Fischern, sehen ihnen zu, lauschen Geschichten und erleben Abenteuer.
Der Vater von Pierce ist auf dem Meer verschwunden, vor drei Jahren, gefunden wurde nur noch sein Boot, das hat ihn nachhaltig geprägt und verändert, er fürchtet jetzt auch das Wasser.
Als jetzt im Sommer die gemeinsame Freundin, Anna, verschwindet, machen sich die Jugendlichen auf die Suche nach ihr. Es werden Leute befragt, Spuren verfolgt, kombiniert und untersucht.
Der Roman hatte mich von der ersten Seite an. Er ist gut erzählt, leicht lesbar und findet doch wunderbare Worte.
Die Natur wird grandios beschrieben, manches habe ich wiederholt gelesen. Aber auch die Menschen wirken echt und entwickeln sich weiter. Es entstehen Protagonisten, die mir im Kopf bleiben, sie werden lebendig für mich.
Ein wundervolles Buch, welches ich gerne weiter empfehle.

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