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Veröffentlicht am 20.03.2026

Verwickelte Angelegenheit

Tödliche Freundinnen
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"Tödliche Freundinnen" von Tess Sharpe ist mal wieder ein Thriller, der mich mit seinen Wendungen und auch dem Ausgang der Geschichte überraschen konnte. Das habe ich nicht mehr so oft.
Mel und Chloe waren ...

"Tödliche Freundinnen" von Tess Sharpe ist mal wieder ein Thriller, der mich mit seinen Wendungen und auch dem Ausgang der Geschichte überraschen konnte. Das habe ich nicht mehr so oft.
Mel und Chloe waren gute Freundinnen und mehr als das, bis Chloe spurlos verschwand und Mel beruflich den Auftrag bekommen hatte, sie wiederzufinden.
Allerdings ist sie leider nicht die Einzigste, die nach ihr sucht und die jeweiligen Gründe sind sehr geheimnisvoll und spannend.
Die Erzählung spielt hier mit den unterschiedlichsten Perspektiven und auch die Zeiten wechseln rasant. Es steht zwar jeweils in der Kapitelüberschrift, man muss sich trotzdem immer erstmal wieder einlesen. Dadurch spielt das Buch ein gewisses Tempo vor, das nicht vorhanden ist.
Mir hat der Schreibstil gefallen, alles war gut beschrieben und vieles hatte auch einen angedeuteten Humor, das mochte ich sehr.
Ein Thriller mit so einigen taffen Frauenfiguren, ich kann ihn nur empfehlen, die Spannung ist durchweg hoch.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Was passierte in Byrons Keller

Die Geister von La Spezia
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"Die Geister von La Spezia" von Oliver Plaschka führt uns in die Welt der berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley, nach Italien des Jahres 1822. Ihr Mann Percy ist im Golf von La Spezia ertrunken, unter ...

"Die Geister von La Spezia" von Oliver Plaschka führt uns in die Welt der berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley, nach Italien des Jahres 1822. Ihr Mann Percy ist im Golf von La Spezia ertrunken, unter ungeklärten und ungewöhnlichen Umständen.
Pat Colombari ist eine Ermittlerin mit wirklich außergewöhnlichen Methoden, sie unternimmt Reisen in die Erinnerungen verschiedener Menschen. Diese sind teilweise dann sogar noch weiter verschachtelt, Erinnerungen in Erinnerungen sozusagen.
Dadurch taucht man direkt in diese Zeit ein und sieht verschiedene Szenen und Erlebnisse, aus unterschiedlichen Sichten. Viel dreht sich hier auch um die Gesellschaft von Lord Byron und um die Geheimnisse in seinem Keller.
Ich mochte die Vermischung der modernen Ansichten von Pat und die historische Gesellschaft sehr, allerdings brauchte dieses Buch beim Lesen sehr viel Aufmerksamkeit. Es geht hier um viele verschiedene Personen, zu unterschiedlichen Zeiten, in verschiedenen Situationen, das ist nicht immer einfach auseinanderzuhalten und zuzuordnen.
Ich mochte die geheimnisvolle, fast schaurige Atmosphäre sehr, es gab aber auch so einige Längen im Buch, wo es eher ein durchhalten war.
Diese Vermischung von Fantasy und historisch echten Figuren und Ereignissen ist sehr spannend, aber auch anspruchsvoll zu lesen, mir hat es gut gefallen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Steht im Raum

Der unsichtbare Elefant
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"Der unsichtbare Elefant" von Max A. Edelmann ist sehr gut konstruiert und wirklich sehr spannend zu lesen.
An einem kalten Winterabend endet das Leben von Thomas Siebenmorgen auf dem Boden vor seiner ...

"Der unsichtbare Elefant" von Max A. Edelmann ist sehr gut konstruiert und wirklich sehr spannend zu lesen.
An einem kalten Winterabend endet das Leben von Thomas Siebenmorgen auf dem Boden vor seiner Kanzlei. Was treibt einen erfolgreichen Anwalt in den Tod? María, Viktor und Simon bilden ein ungewöhnliches Trio, das versucht, das Schweigen hinter den Glasfassaden der Kanzlei zu brechen. Sie stoßen auf ein Netz aus Machtmissbrauch und emotionaler Kälte, das bis in Thomas’ Kindheit zurückreicht.
Besonders faszinierend ist der Kontrast zwischen der oberflächlichen Welt der Elite und den tiefen Wunden der Vergangenheit. Der Roman liest sich hervorragend und zieht einen sofort in seinen Bann. Einzig die Wendung zur historischen Aufarbeitung war mir am Ende eine Spur zu weit hergeholt. Ein starkes Debüt mit kleinen Abstrichen in der Logik, daher nicht das komplette Highlight, aber auf gutem Weg dahin.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Klassisch und tiefgehend

Der Aufstieg Thions
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"Der Aufstieg Thions" von den Autoren Lorenz Fleischhauer und T.J. Albrecht ist der Beginn einer epischen Fantasy-Saga. Die Geschichte wirkt auf mich fast, wie nicht geschrieben, sondern aus uralten Zeiten ...

"Der Aufstieg Thions" von den Autoren Lorenz Fleischhauer und T.J. Albrecht ist der Beginn einer epischen Fantasy-Saga. Die Geschichte wirkt auf mich fast, wie nicht geschrieben, sondern aus uralten Zeiten zu uns aufgestiegen. Es gibt ein so umfassendes Worldbuilding, dass man dazu noch einen Begleitband lesen kann. Es ist aber nicht notwendig, um in diese Geschichte einzutauchen.
Ganz klassisch gibt es Götter und Monster, es gibt Zauberer und mythischen Wesen, es gibt Parallelwelten und -zeiten, ich bin ganz begeistert von der Tiefe hier.
Thion ist ein klassischer Held, der mit seiner Truppe einen wichtigen Auftrag zu erfüllen hat. Das wird zu einer Odyssee, die mehr als einmal fast die Grenze zum Tod erreicht.
Die Geschichte ist nicht immer schnell erzählt, es wird auch mal ruhiger, aber gerade das sind hier die Stärken. Man leidet und empfindet mit dem Held, bleibt dicht an seiner Seite.
Dann gibt es aber auch wieder epische Schlachten, voller Action und Magie, auch diese sind sehr gut und fast filmreif beschrieben.
Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen, sie wirken lebendig und echt und ich würde sehr gerne mit ihnen noch viele weitere Abenteuer erleben.
Mir gefällt hier besonders, dass alles zusammenpasst, wie aus einem Guss wirkt, der Schreibstil, die Sprache, die Welt und die Helden und Monster, ein echter, epischer Fantasy-Geheimtipp.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Auf der Suche nach den Oktopussen

Das White Octopus Hotel
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"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist eine Liebesgeschichte, mit Fantasy-Anteilen in Form von Zeitreisen.
Ich liebe Geschichten mit Zeitreisen, die können einem so schön das Hirn verknoten, ...

"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist eine Liebesgeschichte, mit Fantasy-Anteilen in Form von Zeitreisen.
Ich liebe Geschichten mit Zeitreisen, die können einem so schön das Hirn verknoten, was auch hier ganz gut gelingt. Ich hätte die Liebesgeschichte hier nicht gebraucht, aber sie ist das verbindende Element, neben dem großartigen Hotel.
Eve erleidet in ihrer Kindheit einen Verlust, an der Schuld trägt sie ihr ganzes Leben, ja, ihr Leben ist davon bestimmt und beschattet.
Als erwachsene Frau trifft sie auf Max, der sie als sehr alter Mann aufsucht und ihr gegenüber eine Einladung ausspricht. Dieser folgt sie und ihr Leben verändert sich.
Ich mochte das Hotel sehr, es ist magisch, faszinierend, mit Glamour und voller Wunder. Ich mag die Zeitreisen, auch wenn es welche gibt, die in die Schützengräben des ersten Weltkrieges führen. Ich mag die beiden Protagonisten, auch wenn Eve sich manchmal sehr oft selbst bemitleidet.
Ich hatte manchmal Probleme den Zeitreisen zu folgen und den großen Zusammenhang zu verstehen, da gab es oftmals Wendungen, die mich sehr überraschten.
Es ist für mich nicht der perfekte Roman, aber ich habe ihn schon sehr gerne gelesen.

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